Resteessen mit Kuzma

  • Hallo,

    nachdem ich hier die Motorbasis für den Micro Seiki RX 1500 vorgestellt hatte,fiel mir ein Kuzma Arm mit VTA-Verstellung auf die Füße :-) . Ist vielleicht was schönes für den Player und daher nun meiner. Um die Armbefestigung zu bauen, habe ich lange gesucht, aber keine genauen Masse gefunden. Also ein bisschen Geometrie gemacht und die Basis konstruiert. Ich hatte extrem Glück, Genau das, was ich an Restmaterial von der Motorbasis abgeschnitten hatte, war ausreichend und so konnte ich gestern die Fräse anwerfen und ein bisschen Späne sammeln.


    SAM_1812.JPGSAM_1811.JPG


    Da der Arm sehr penibel ist bezüglich "Luft" im Winkel bei Einlauf und Auslaufrille, würde ich gerne von Euren Erfahrungen partizipieren. Also tauscht gerne ein paar Infos zur Einstellung hierzu aus.

    Freundliche Grüße


    Peter

  • Hallo Peter,


    falls das ein Kuzma Stogi Ref. ist, könnte ich dir folgende Angaben machen:


    Mein Stogi Ref. ist ebenfalls auf ein RX1500 aufgebaut. Unter Einhaltung der Montageabstände, lässt sich die Justage recht einfach durchführen.

    Die vertikal genau Ausrichtung der Nadel habe ich zunächst mittels Plexi-Block und parallel eingefrästen Linien über die Gehäusekanten des Abnehmers durchgeführt.


    Das führt bei vermuteter korrekter Nadelstellung im TA zu durchaus guten Ergebnissen. Die Feinjustage habe ich per Gehör durchgeführt, dazu habe ich mir viel Zeit genommen. Es ist ja nicht so, dass die erste Justage unhörbar sein muss. Also mit Zeit und Muße herangehen.


    Die Verstellung ist sehr feinfühlig, merke dir gut in welche Richtung du drehen musst, um das Armrohr zu verdrehen. Ansonsten könnten die ganzen vorher durchgeführten Steps ad absurdum geführt werden, ist mir auch mehrfach passiert.


    Lt. Kuzma-BDA soll man in immer kleineren Steps zum Ziel kommen, für mich ergab das final irgendwann keinen hörbaren Unterschied mehr. Vorher konnte ich Unterschiede in der Abbildung, Verteilung auf der s.g. "Bühne" ausmachen.


    Das muss jeder für sich entscheiden. Parallel dazu nimmt man Sibilanten bezüglich Sauberkeit und hmm schon eigenartiges Wort "Freiheit" insbesondere bei Stimmen wahr. Ich habe dazu gerne Klassik (La Bohème unter Karajan/Decca) verwendet.


    Die Headshell bzw. die horizontale Achse habe ich ebenfalls zunächst über den o.g. Plexiglas-Block justiert. Das Rohr ist ja konisch, deshalb zunächst am Headshell.


    Aber auch hier zahlen sich Zeit und Muße aus und schlecht klingt der Arm in der Findungsphase weiß Gott nicht.


    Anti Skating stelle ich so ein, dass das TA-Gehäuse beim Eintauchen der Nadel in die bespielte Rille weder nach innen noch nach außen drängt. Final fährt man so mit eher geringem AS.


    Wünsche dir viel Erfolg und Spaß mit dem guten Stück, passt auch optisch sehr gut zum Micro.


    Grüße aus Nettetal

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin

  • Stefan!

    Wenn du eine Testschallplatte dein eigen nennst, dann nimm den "Abtasttest" zur Hand!

    Wenn dort der Abnehmer das "singen" anfängt, dann das Antiskating so einstellen , das dieses auf beiden Kanälen gleich ist!!

    Das erachte ich als die passende Methode zum Einstellen des Antiskatings!


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo zusammen,

    ich habe auch festgestellt, wenn die 212 und die 300mm genau stimmen, dann ist Einlaufrille und der Auslauf auch bei single gegeben. Für die Feinmontage hab ich dann die Nullpunkte mit der Kuzmaschablone eingestellt.

    Den Azimuth hab ich mit der 1kHz Sinusplatte und meinem Oszilloskop genau justiert. Auch beim VTA bin ich nach der von Euch beschriebenen Grobjustage mit Acrylblock eher auf meine Messtechnik gegangen und eine Messplatte mit verschiedenen Frequenzen zum Eingang des Oscars gesendet und auf eine Gleichmäßigkeit hin gearbeitet. Das kann ich aber noch nach Gehör anpassen, wenn ich möchte. Leider habe ich bei meinen anderen Playern jedoch immer wieder feststellen müssen, dass die eine Platte bei Justage A optimal klingt, die andere eher bei B. Mal sehen, ob ich mich da trau von dem eigentlichen Messergebnis noch abzuweichen.

    Ach ja, ist ein Ref VTA.

    Freundliche Grüße


    Peter

  • Hallo Jürgen,


    mittels Messplatte habe ich bis vor ca. 6-7 Jahren wie von dir beschrieben das AS justiert.

    Das brachte jedoch aufgrund der hohen AS-Einstellung keine für mich zufriedenstellend klanglichen Resulate, insbesondere wie von Peter beschrieben innerhalb des Bereiches.


    Ich weiß nicht genau, welcher Hersteller die von mir beschriebene Justage angegeben hatte, Lyra oder ZYX, jedenfalls laufen für mich meine Systeme so justiert einfach besser.


    Durch das hohe AS waren diverse Systeme auch recht schnell ca. 4 Jahre am Ende.


    So macht halt jeder seine Erfahrungen und ein Optimum gibt es beim AS eh nicht. Letztlich muss jeder selber entscheiden.


    Grüße aus Nettetal

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin

  • das AS mach ich grundsätzlich nach Herstellerangabe. Das ist ja eine extrem dynamische Angelegenheit. Angefangen Von rillenlosen Platten zu Extremen mit hohen Auslenkungen, die dann ohne oder mit gleicher Verzerrung laufen. Nur ist dieseS Signal nicht ein dauerndes auf einer Schallplatte. Ich teste das Alles mal durch und fahre dann meist 30-40% weniger AS. Insgesamt ist das wie ich feststellen konnte an den meisten Armen von mir eben auch der Wert am Arm selbst für das entsprechende Gewicht.

    Freundliche Grüße


    Peter