Netzkabel, NF und LS Kabel

  • Als Jugendlicher, vielleicht so um die 13, haben nur der Kellermeister unserer Genossenschaftskellerei und ich bei einer Blindweinprobe alle 3 oder waren es 4 Weißweine richtig gehabt. Er, weil er sehr viel Erfahrung hatte. Ich, keine Ahnung weshalb. Weil das meiner Vorstellung entsprach, wie die Weine schmecken müssten. Da war ich ganz stolz drauf. Vor allem, weil auch ein paar Winzer dabei waren.

    Dass in einem Winzerdorf die Winzer Rotwein von Weißwein unterscheiden können, davon würde ich ausgehen.

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Vor einiger Zeit durfte ich mal an einer Bewertung verschiedener Hopfensorten

    teilnehmen, je Durchgang bekam man 3 Proben hingestellt, davon waren 2 identisch

    und eine die neue zu bewertende Sorte. Es war anzukreuzen welche identisch

    waren und der Geschmack nach vorgegebenen Kriterien zu bewerten. Von 6

    Durchgängen konnte ich gerade 2mal die identischen richtig zuordnen. Ohne

    solche Kontrollmechanismen würde wohl der Test kaum verwertbare Ergebnisse

    bringen.

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    Bruce Springsteen



  • Ich glaube das Kabeltests die nicht alleine durchgeführt werden nichts bringen, Erfahrung im Hobby vorrausgesetzt

    Zuviel Parameter werden uns nicht mehr objektiv urteilen lassen....

    Und wenn überhaupt, dann nur zu zweit


    Grüße A.M

  • Das Beispiel mit der Weinverkostung zeigt sehr deutlich das Problem mit Blindtests.

    Geht auch mit Biersorten.


    Bin davon überzeugt das man das man das „Schmecken“ mit dem „Hören“ vergleichen kann.

    Und Rotwein schmeckt anders als Weißwein. Und Kölsch anders als Pils.

    Probiert es aus. Wenn schon das nicht funktioniert, wie kann es beim Hören anders sein.


    Gruss Bert

  • Ob man schmecken und hören miteinander vergleichen kann, ich glaub schmecken ist einfacher, weil ich (nur) 5 Eigenschaften habe, die zu versuchen das zu erkennen und zu deuten, auch in kombination, einfacher ist, als feinste Hörunterschiede bei Kabeln ,da find ich das Sinnesorgan Ohr empfindlicher, feiner gestrickt


    nMm

    Grüße A.M

  • da find ich das Sinnesorgan Ohr empfindlicher, feiner gestrickt

    auf jeden Fall,
    aber die Qualität und Ausrichtung des Hörsinns ist stark stimmungsabhängig,

    bedeutet, dass in Stresssituationen dieser nur reduziert gut funktioniert.

    Entspannt bei einem Glas Wein am Wochenende kann ich Klangunterschiede sehr gut wahrnehmen, unter Zeitdruck, weil zB ein Freund ein Kabel zum vergleichen mitgebracht hat, geht das mitunter schon weniger gut.


    Bei "Blindtests" gesellt sich eine Art Prüfungssituation dazu, die zumindest bei mir dazu führt, dass sich das berühmte "Brett vor dem Kopf" einstellt und ich gar nix mehr an Unterschieden wahrnehme.

    Deshalb vergleiche ich Komponenten am liebsten alleine in einer entspannten Hörsituation mit entsprechend viel Zeit. Nur so komme ich zu den Ergebnissen, die für mich relevant sind.

    Gruss

    Juergen


    ps

    meine aktuellen Kabelvergleiche habe ich in diesem thread beschrieben:

    Shakti beschäftigt sich mit Kabeln von David Salz (ehm Straightwire, aktuell Wireworld)

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  • Immer für ein Spässle gut der Arkadin;)


    Jürgen meinte ein Glass und da sicher nur ein paar wenige schluck zur Entspannung und keine ausgewachsene Weinprobe, was ihr schon wieder für vorstellungen habt:P


    gruß

    volkmar



    ps..hey, hat Pete Townshend nicht einen Bruder?

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  • Man könnte ja den Hörtest auch mit einer Weinprobe kombinieren.

    in unserer kleinen Musik Hör Runde verbinden wir das Hören auch gerne mit dem vergleichenden Genuss von Wiskey, das hilft der Entspannung auch immer :-)

    Gruss

    Juergen

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  • Hallo Jürgen

    Dein letztes geschriebenes (129)gefällt mir sehr gut, und schließt langsam den Kreis, auch zu meinem Posting 124


    Ich versuchs mal


    Workshop und Vorführungen (Blindtests, oft genannt)


    Ist stressig, auch wenn vom Vorführenden gut gemacht

    Dazu kommt für mich, nicht unwichtig, das das meist an Guten Anlagen gemacht werden die man in der Regel nicht kennt

    Heisst, auch das Ohr ist nicht geeicht auf den Klang, im Gegensatz zur Heimischen Anlage

    Sagen wir mal nicht Nivelliert, dem Ohr fehlt die Basis was es kennt, um darauf aufzubauen

    Jetzt soll das Ohr auch noch zusätzlich die unterschiede von Kabeln erkennen

    Also 2 neues auf einmal, da wundert es zumindest mich nicht das das meist daneben geht


    Darum meine Meinung, daß das zuhause eher mit mehr Erfolg klappen kann

    Dazu kommt andere Ruhe, Konzentration, kein geschwafel mit anderen dazwischen, eher störend,......


    Es heisst ja auch, bei Veränderungen zb. im heimischen Set Up Schritt für Schritt zu machen, weil nicht nachvollziehbar welche Maßnahme was birigt, verändert hat

    Hört man ja öfters wenn zb bei Phono zwei Veränderungen auf einmal gemacht werden

    Wie bei so Tests, neue Anlage und Kabel Unterschiede,


    Hoffe es verständlich rüber gebracht zu haben


    Grüße A.M

  • in unserer kleinen Musik Hör Runde verbinden wir das Hören auch gerne mit dem vergleichenden Genuss von Wiskey, das hilft der Entspannung auch immer :-)

    Gruss

    Juergen

    Nicht nur der Entspannung.


    Auch die Blutgefässe weiten sich erwiesenermassen durch Alkohol ins Positive, und da natürlich auch die dazugehörigen Hörzellen, wenn die besser mit Sauerstoff versorgt werden wirkt sich das theoretisch Positiv auf die Hörfähigkeit aus.


    gruß

    volkmar

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  • in unserer kleinen Musik Hör Runde verbinden wir das Hören auch gerne mit dem vergleichenden Genuss von Wiskey, das hilft der Entspannung auch immer

    Jetzt endlich nach Jahrzehnten verstehe ich euch, die ihr problemlos in der Lage seid Netzkabel-Klang etc. zu erhören:),


    Gruß Micha

  • kann das gut nachvollziehen.


    Hatte mir für heute vormittag den Vergleich der Wireworld Phonokabel vorgenommen,

    dann gab es 2 Telefonate, die mich immer noch so ablenken, dass ich das Vorhaben Kabelvergleich verschieben werde. Entweder bin ich entspannt bei der Sache, oder ich höre nichts sinnvolles und vor allen Dingen reproduzierbares in einem solchen Vergleich.


    Auch die Sache mit mehreren Veränderungen kann ich gut nachvollziehen,

    ich wechsel ja öfters mal die Tonabnehmer und mitunter mag ich dann dazu das passende Tonarmkabel aussuchen. Dabei ist die Gefahr sich klanglich zu verlaufen recht gross.
    Nach Möglichkeit nehme ich mir dann etwas mehr Zeit dafür, so das ich mich an die erste Änderung gewöhnen konnte, um dann im Anschluss die zweite anzugehen.

    Gruss

    Juergen

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  • Es gibt ja Hifistudios die auch Wein anbieten wie Krings in Bonn oder

    Weinläden wie Extraprima in Mannheim die auch Vinyl verkaufen.

    Beides durchaus naheliegende Kombinationen.

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    Bruce Springsteen



  • Deshalb vergleiche ich Komponenten am liebsten alleine in einer entspannten Hörsituation mit entsprechend viel Zeit. Nur so komme ich zu den Ergebnissen, die für mich relevant sind.

    Ist wie früher mit dem Mopped. Die besten Zeiten fuhr man immer wenn man alleine war. Auch ohne Streß und Prüfungsangst. Nur leider waren diese Zeiten nicht verifizierbar.