Gerätefüße...mit weiteren Vorteilen ?

  • Nein, keine Provokation !

    Falls es das Thema schon einmal gab, sind hier noch ein paar Aspekte meinerseits.

    Natürlich kommen wir eher nicht zu Messwerten, es geht also voll in Richtung Erfahrungen und

    subjektive Einschätzungen.


    Bekannt ist sicher, dass Lautsprecher-Standboxen vom Boden entkoppelt werden, um Körperschall

    so gering wie möglich zu halten. Das machen neben weichen Gummifüßen auch Spikes, die wegen

    geringer Berührungsflächen keine tiefen Frequenzen übertragen können. Da die Ecken der Laut-

    sprecher-Gehäuse wegen hoher Stabilität am ruhigsten sind, ist hier die Ankopplung an den Boden

    am günstigsten.


    Bei Plattenspielern fällt auf, dass schon die Stellfläche zu einer Art akustischem Spiegel wird.

    Empfindungen, dass eine Glasplatte auch einen glasigen akustischen Eindruck hinterlässt, sind

    kaum von der Hand zu weisen.. Da es sich mit Marmor ähnlich verhält, empfiehlt sich eine neutrale

    Auflage aus Leimholz, Buche- oder Birke-multiplex, wenn die Optik erhalten bleiben soll. Recht

    vorteilhaft wirkt sich da zur Entkopplung wohl auch Bimsstein aus. Mein Dreibeiner (Bild oben links)

    steht mit seinen Spikes auf solchem Bimsstein, letztlich auf einer hölzernen Wandhalterung.


    Nun zu Füßen für Geräte: einige meiner Bekannten montieren die hinteren beiden ab und reduzieren

    auf 3 Stück, damit nichts "rappeln" kann.

    Nach allen Optimierungen bei Netzsicherungen, Kabeln und Netzverbindungen scheint der innere

    "Trieb" noch nicht befriedigt zu sein. So höre ich, dass es Hersteller gibt, die sich sehr intensiv damit

    befassen, aus einem Materialmix Füße herzustellen, die auch aus sehr teuren Geräten noch immer

    kleine Vorteile "herauskitzeln" sollen.


    Ich selbst hatte längst aufgehört zu experimentieren, nachdem ich jeweils die Ringkern-Trafos im Gerät

    über Kabeldurchführungs-Gummis in einer Aufnahmeplatte vom Gehäuse entkoppelt habe. Und für

    meine Geräte bohre ich mit einem Kreisschneider aus Buche-Leimholz oder alten Mahagoniplatten

    Füße aus, die vorher noch "Einstiche" bekommen (Bild).

    IMG_20200903_155032_1.jpg


    Jetzt meine Einschätzung als Elektroniker aus bisheriger Erfahrung: positive Maßnahmen an der Elektronik,

    z.B. korrekte Phasenbedingungen und ruhige Stromversorgungen liefern ein Vielfaches an "Gewinn"

    gegenüber Gerätefüßen. Gern würde ich aber darüber einiges lernen, weil mir bisher Erkenntnisse in

    dieser Richtung fehlen. Bin gespannt.

    Beste Grüße von Klaus

  • Hallo Klaus,

    bei Plattenspielern gibt es gute Erfahrungen mit Sylomer.

    Such mal nach dem Begriff.

    Bei Geräten kann man das auch ausprobieren.

    Sylomer muss an das Gewicht des Gerätes angepasst werden. Die Größe der Schaumstoffteile wird entsprechend berechnet.


    Tschau,

    Frank

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Ich nutze für meinen (schweren) Röhrenvollverstärker seit einiger Zeit SSC-Füße mit Antispike-Aufnahme, auf denen die 3 Original-Spikes des Gerätes stehen. Vorher hatte ich Cent-Stücke drunter, damit die Geräte-Base nicht zerpiekst wird. Der Klang ist dadurch deutlich besser geworden, v. a. der Bass wurde präziser und die Räumlichkeit nahm zu. Auch ein vorher mit dem Ohr am Chassis minimal wahrnehmbares Trafo-Brummen verschwand. Einen solchen Zugewinn hatte ich nicht erwartet.


    Gruß Jan

  • Sylomer hört sich so schön leise an.

    Ich frag´ mal beim Bäcker. Die fangen immer so früh an, da wollen

    die bestimmt nicht die Nachbarschaft stören.

    Der hat das bestimmt unter seinen Rühr- und Knetmaschinen.

    Und Reste hat der immer... von allem.:)

  • Jungs!

    Ihr schmeißt die Begriffe Entkopplung und Ankopplung in einen Topf!!

    Nicht gut!!!


    Sylomar und Co. habe ich noch nicht probiert!

    Ein Tipp dazu: "Rigopol" zur Entkoplung---

    Das ist ein Recycling Material aus alten Autoreifen und Beimengungen..

    Auch bekannt als "Bauschutzmatte" ... Schwarz und hässlich...


    Von Ankopplung spreche ich, wenn ein Gerät mit dem Untergrund eine starre Verbindung eingeht (Spikes---Druck pro Fläche- gegen unendlich)


    Wie und wo welche Art anzuwenden ist, gibt es kein Patentrezept, da hilft leider nur der Selbsttest--

    Viel Spaß dabei----



    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Sylomer ist was ganz anderes als Gummigranulatmatte. Nicht vergleichbar. Sylomer sollte jeder mal probiert haben. Ist das bisschen Aufwand mit wiegen, berechnen, schneiden locker Wert.


    Tschau, Frank

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Ist mir zu bähhhh weil hässlich.. also durchgefallen, mache ich nicht.....


    Ahoi


    Jürgen

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    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Sylomer hört sich so schön leise an.

    Fühlt sich auch so an :D


    Man muss aber bedenken das das Zeuchs weich ist und der Lautsprecher (in meinem Fall) etwas wabbelig steht.

    Bei Standlautsprecher wird das mit Sicherheit noch gravierender.


    Und ja, ich habe die richtigen - arschhässlichen Pads ;)

    Music is magick, a religious phenomena, that short circuits control through human response. Let's go out of control. Experience without dogma... A morality of anti-cult. The ritus of youth. Our alchemical human heritage...(Genesis P-Orridge)

  • kannst du mit Auspufflack in mattschwarz umfärben.

    färbt die Brühe nicht ab?

    Außerdem ist mein Auspuff silber :/

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  • Bei Bauhaus gibt es Bucheleisten in der richtigen "Höhe" die mit einem Filz untendrunten die 25er Sylomerpads wunderbar kaschieren können. Das kriegt jeder hin, der sich beim Schneiden mit einer Gehrungslade nicht in den Finger sägt. Oder man übt sich in Origami oder so.
    Das Aussehen ist also nur sehr bedingt eine Begründung es nicht zu probieren.

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Bei Bauhaus gibt es Bucheleisten in der richtigen "Höhe" die mit einem Filz untendrunten die 25er Sylomerpads wunderbar kaschieren können. Das kriegt jeder hin, der sich beim Schneiden mit einer Gehrungslade nicht in den Finger sägt. Oder man übt sich in Origami oder so.
    Das Aussehen ist also nur sehr bedingt eine Begründung es nicht zu probieren.

    ....das kommt halt auch stark auf die Bauweise des LS an und Buche ist auch nicht für jeden hübsch. Hab diese Runden Pads da, sogar schon ziemlich lange. Versucht hab ich die allerdings noch nicht, weil sie bei meinen LS einfach nicht bleiben würden.

    Und unterm Rack kann ich mir die Dinger gar nicht vorstellen, wär mir einfach zu wackelig.


    Beste Grüße

    Oliver

  • Habe schon ein Angebot für Sylomer-Pads, und ich werde das ähnlich

    machen wie Frank es empfohlen hat (#15):

    vielleicht nehme ich (für ein kleines Gerät, 6kg)

    ein 5mm dickes Pappelsperrholz... oder Buche, passt hier.

  • Osmo Colorwachs schwarz oder eine andere Farbe oder Beize oder Lack wären Alternativen für die farbliche Anpassung.

    Tschau, Frank


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  • Gibt‘s auch falsche? Ich habe welche von Frankenschaum.

    Natürlich - ich damit die richtige Gewichtskategorie. ;)

    Wenn du zu weiche Pads hast wackelt es noch mehr.Bei zu Harten dämpft es nicht mehr

    Laut Rechner benötigte ich die Baby-Blauen und die habe ich.

    Nur falls jemand denkt das Gewackel käme durch die falschen Pads habe ich das geschrieben ;)


    Von welchem Hersteller ich die habe kann ich nicht sagen, habe die 2nd Hand bekommen.

    Ich gehe schon davon aus das auch unterschiedliche Zusammensetzungen bei dem Sylomer verschiedener Hersteller gibt aber wenn die explizit dafür angeboten werden muss das halt glauben

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