Gerade eben bei YT entdeckt, Plattenbörse 1980 in Mannheim

  • Hallo,

    ich kann mich noch erinnern an diese Zeit.

    In dem Video wird Frank Goldmann interviewt....


    Der war damals maßgeblich am Aufbau einer Sammlerszene in Deutschland beteiligt...

    "Ringtausch" und dann "Chatterbox" hießen die ersten Printmagazine für Plattensammler Ende der 70er Jahre. Da konnte man seltene Platten kaufen, anbieten oder tauschen...Später wurde "Oldiemarkt" daraus...


    Ich glaub, ich hab noch im Keller ein paar alte Chatterbox-Ausgaben ;-)...das war alles handschriftlich damals, soweit ich mich erinnern kann, wurden da handschriflich ausgefüllte Suchlisten/Kaufangebote gedruckt ;-)


    Viele Grüße

    Dietmar

  • An Chatterbox und besser an den Oldiemarkt kann ich mich auch noch erinnern. Man bekam das Heft, durchsuchte die Listen, schickte seine Angebote per Post ans Heft, wartete auf die nächste Ausgabe, fand seine Zuschläge (oder auch nicht), nahm Kontakt mit dem Verkäufer auf, wartete auf Zahlungsmodalitäten, bezahlte (teilweise mit Geld im Brief) und bekam dann seine Platte - zwei Monate waren da oft rum.


    Und heute gibt es keine Geduld mehr. :/


    Und ja, manche Verkäufer schickten einem schöne handschriftliche Angebotslisten zu. Beim Aufräumen letztens einige Sachen wiedergefunden. Hatte ich aufgehoben, weil nicht nur die Platten, sondern auch die Künstler, von denen ich damals gar nichts kannte, beschrieben worden sind.

    Viele Grüsse,
    Mario


    Dark was the night, cold was the ground.

  • In der Vor-Internetzeit wechselten gebrauchte Platten auf anderen Wegen ihre Besitzer. Auf Börsen war ich damals kaum. Mein erste Platte erwarb ich als Lehrling in einer dunklen, muffigen Szenekneipe, die habe ich heute noch und ist immer noch VG+. Dan kaufte ich gelegentlich was aus dem Freundeskreis oder Flohmarkt. Auf Flomis waren größere Plattenangebote damals noch Standard.

  • Und heute gibt es keine Geduld mehr.


    Ja, das entwertet ja auch. Deswegen freue ich mich mittlerweile, wenn ein Hersteller lange Lieferzeiten hat. =O:D8o


    Und auch schön der Satz, passend dazu im Film:


    Quote

    Eine andere Möglichkeit an ein lange Gesuchtes zu kommen bestehen sowieso kaum.


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?

    LP12 - KK/2 - 2200 - SHL5+/40.

    Just Listen

  • Nettes Zeitdokument.

    Super, vielen Dank für dieses dokumentarische Fundstück! Heute sehen Plattenbörsen, wenn sie denn zur Zeit stattfinden können, eigentlich immer noch so aus (auch frisurentechnisch, sind vermutlich noch die selben Leute ;-). Aber Börsen haben durch Ebay, discogs und Co. mit Sicherheit nicht mehr diesen Stellenwert. Wer ein bestimmtes Exemplar sucht, guckt im Netz, die Börse ist da eher eine Ergänzung, weil die Atmosphäre ja auch zählt und Überraschungsfunde auch Spaß machen.


    Viele Grüße,

    Martin

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

  • Die letzten Plattenbörsen, die ich besucht habe, erschienen mir wie Werbeveranstaltungen für die Webseiten der Händler.


    Trotzdem gab es auch immer positive Überraschungen.

    Viele Grüsse,
    Mario


    Dark was the night, cold was the ground.

  • Super, vielen Dank für dieses dokumentarische Fundstück! Heute sehen Plattenbörsen, wenn sie denn zur Zeit stattfinden können, eigentlich immer noch so aus (auch frisurentechnisch, sind vermutlich noch die selben Leute ;-). Aber Börsen haben durch Ebay, discogs und Co. mit Sicherheit nicht mehr diesen Stellenwert. Wer ein bestimmtes Exemplar sucht, guckt im Netz, die Börse ist da eher eine Ergänzung, weil die Atmosphäre ja auch zählt und Überraschungsfunde auch Spaß machen.


    Viele Grüße,

    Martin


    Naja, das Haupthaar ist bei dem meisten mittlerweile lichter und grauer geworden.;)


    Ich persönlich geh lieber auf Börsen, ab und zu nervt es ein bisschen aber es macht einfach mehr Spaß. Online kauf ich nur das was ich so nicht bekommen.