Ist über SE Verstärker mit der Röhre 300B nicht schon alles gesagt? Eigentlich ja, aber...

  • So, jetzt nochmal von vorne angefangen.

    es gibt doch auch von F&T sehr schöne axiale Folienkondensatoren bis 100µF, Jan Wuesten vertreibt sie... Ich plane auch, dié neu aufzubauenden L'Audiophile 300 durchgängig mit Folien und PIO's auszustatten...

    Danke für den Tip Michael,


    die F&T hatte ich gerade nicht auf dem Schirm. Werde mal bei Jan schauen, was er hat.


    Jetzt beginnt wieder die Phase wo ich äußerst mühsam nach Einkaufsmöglichkeiten für einzelne 'besondere' Bauteile suche. Am liebsten wären mir eigentlich möglichst kompakt bauende WIMA Folien aus aktueller Produktion. Ich muss auch auf die Baugröße achten.


    Dein 300B Projekt finde ich sowieso Klasse! Ganz was Feines!


    Zu der L'Audiophile Szene, Jean Hiraga usw. hatte ich ja früher netten Kontakt. Ist heute leider auch schon wieder Geschichte.

  • Wie so oft finde ich die Diskussion über die Kondensatoren recht subjektiv und ähnlich den NOS Auseinanderaussetzungen...


    Als Koppelkondensatoren benutze ich schon seit langen die Mundorf Mcap und finde sie mehr als ausreichend, sei es aus technischer Sicht oder rein subjektiv.


    Faktisch haben die Folienkondesatoren, und ich meine alle Arten, den Vorteil der Langlebigkeit und geringer Verluste. Letztere werden jedoch erst in sehr hohen Frequenzen relevant, die meistens weit über den Übertragungsbereich ( ich sage absichtlich nicht Hörbereich ... ) der Röhrenverstärker liegen. In anderen Worten, was nützt mir ein geringer Verlust, wenn sich dieser erst weit über 100kHz bemerkbar macht, der Ausgangsübertrager aber schon vorher "dicht" macht ...


    Haltbarkeit ist für mich durchaus ein Argument, hauptsächlich im Netzteil, wobei auch ich hier klanglich gesehen, keine nennenswerte Vor- oder Nachteile hören kann. Die MKP die ich gerade in meinen 211 SET Amp nutze, bescheren mir auf den Papier einen Ripple der 6dB geringer ist als vergleichbare ELKOs. Das ist zwar schön, aber am Hörplatz habe ich nichts mehr davon, außer das beruhigende Gefühl, "Das Beste" eingesetzt zu haben.


    Durch mein 211 SET Projekt habe ich einmal mehr die Erfahrung gemacht, dass bei korrekter Dimensionierung, ein Ausgangsübertrager wichtiger ist als alles Andere, wenn man sich als Ziel eine breitbandige Übertragung auf den Lastenkatalog gestellt hat. Allerdings, habe ich auch feststellen müssen, dass ein -3dB bei ca. 15kHz, ausreichend sein kann um auf hohen Niveau Musik zu hören.


    In so eine Fall, spielt es keine Rolle ob nun MKP, MKV, MKS, MKT, usw. als Koppelkondensator fungieren.


    Und bevor der Gegenwind aufkommt, die habe ich alle durch in meinen EL156 SET Verstärker, mit Ausgangsübertrager, die nicht bei 20kHz "zumachen" ...

  • Was wäre von so einem Folienkondensator zu halten, als Brücke am Kathodenwiderstand der 300B?

    Sehe in der Schaltung ca. 1K, hatte weniger in der Erinnerung, da geht ein Schluck weniger für das C!


    Aber von der Wirkung ist das wie ein Koppel-C, also qualitativ so gut wie möglich. Folie statt Elko, jawohl.


    Aber die enge Shangheier Wohnsituation hat wohl kein Platz.:P

  • Hallo Holger,

    Tatsächlich geht es auch um eine möglichst kleine Bauform, mehr Spannungfestigkeit als Größenordnung 100 Volt brauche ich nicht


    In meinen früheren 300Bs hat 100uF an 1K ausgereicht und in den Minitowern sind bspw. auch 100uF drin. Ein bisschen mehr schadet nicht, das ist mir klar.

  • In so eine Fall, spielt es keine Rolle ob nun MKP, MKV, MKS, MKT, usw. als Koppelkondensator fungieren.

    Nur kein Kondensator ist ein guter, aber wenn schon, denn schon, weil es letztlich Peanuts ist, bei Kosten für Übertrager und 300b usw.:)


    Die Wickel der Supreme von Mundorf sind besser als die der weißen MCaps.

  • Die Wickel der Supreme von Mundorf sind besser als die der weißen MCaps.

    Ist mir schon klar und die kenne ich recht gut, aber wie gesagt, man sollte den Gesamtaufbau im Blick behalten.

    Um den 3dB Punkt dreht die Phase über mehrere Oktaven, macht einen schlechten Bass. Weit nach unten legen.

    Meine Faustregel, bei 6dB Filter, und dabei handelt es sich in diesen Fall, zwei Oktaven drunter bleiben, um auch die Phase genügend zu berücksichtigen.


    Also um bei Jo's 300B Plänen zu bleiben, wenn der Rk = 1kOhm ist und eine untere Grenzfrequenz von -3dB bei 20 Hz gewünscht wird, das Ganze auf 5Hz berechnen.


    C = 1 / 6,28 x 5Hz x 1000 Ohm = 31,8uF --> 33uF


    Allerdings, habe ich schon festgestellt, dass ein höherer Wert auch Einfluß auf die BIAS Spannung hat. Deswegen lege ich noch was drauf, allerdings habe ich diesbezüglich nicht gemessen ab wann es keine signifikante Änderungen mehr gibt.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, 100uF sollten reichen.


    Nun auf die Suche nach einen MKP 100uF / 100V... Sind schon ordentliche Brummer ...

  • Hallo Leute,


    ich glaube - ich muß Euch ein wenig "erden". :)

    Warum Katodenbias mit dem Katodenkondensator-Übel, wenn die neg. Vorspannung so schön funktioniert? Seit dem Umbau ist der Bias bei mir absolut stabil - weil auch im gewissen Rahmen nachregelnd - abgesehen von der sonst bei dieser hohen Spannung (ca. 65V) sinnlos verbratenen Leistung...

    Warum nicht erstmal die eigentliche Schaltung optimieren und danach erst vielleicht einen Koppel-C-Shootout machen? Das Schaltungskonzept macht klanglich viel mehr aus...:wacko:


    Gruß Björn

  • Huhu Björn,

    schön Dich zu sehen! :)


    Kann es sein, dass in deiner Vorstufe der Bypass Cap nur 1uF hat? (Ich sehe sonst selten so niedrige Werte)


    Zur Endstufe. Ich bekomme bei meinem NT wahrscheinlich eine höhere Spannung raus als die 390V bei Dir. Eher so Größenordnung 450. Von daher...

  • Bei dem eBay Angebot sehe ich auf dem Paket-Label ein Datum aus dem vorigen Jahrhundert mit abgebildet ^^;)


    Ich verwende lieber frischere Industrieware zum Basteln.

    Hallo Jo,


    Wenn Du glaubst nur weil es alte Ware ist und es daher nichts mehr taugt bzw. nicht mehr so gut ist bist Du ziemlich auf dem Holzweg.


    Es ist nämlich meistens eher so daß Standard Industrieware aus heutiger Fertigung nicht mehr so gut ist!


    Warum?


    Nehmen wir mal als Beispiel Wima Kondensatoren. Die aus früherer Fertigung hatten Anschlussbeine aus Kupfer und was wird heutzutage verwendet?


    Antwort ist Stahl oder eine Stahllegierung und damit sind sie mal abgesehen von der schlechteren Leitfähigkeit meist magnetisch was für Audio alles andere als optimal ist. Der Rotstift lässt grüssen!


    In meiner RTP3 hatte Allen Wright Wima FKP's aus alter Fertigung benutzt in der RIAA Entzerrung und damals waren sie sicherlich sehr gut. Nachdem Wima sie nicht mehr mit Kupferbeinen hergestellt hat ist er davon abgerückt da magnetisch ( sein Kommentar: "useless for Audio" ).


    Wenn ich heute Wimas kaufe für Audio bspw. bei Ebay dann ganz bewußt nur welche aus alter Fertigung aber sicherlich keine Neuware aus aktueller Fertigung.


    Dasselbe gilt übrigens auch für die meisten Metallfilm Widerstände die man heute so kaufen kann.


    PS: Würdest Du in Deiner Anlage Verbindungskabel, die Stahl oder eine Stahllegierung als Leitermaterial verwenden, einsetzen?


    Ich jedenfalls nicht.


    LG

    Günter

  • Kathodenwiderstand ....

    Das ist völlig Bratwurst :wacko:

    ob der Kathoden Widerstand bifilar gewickelt ist oder einer kleine Induktivität hat,

    der C schließt den Wechselstrom kurz, nur bei niedrigen Frequenzen bedingt , abhängig von der Kapazität Größe .

  • PS: Würdest Du in Deiner Anlage Verbindungskabel, die Stahl oder eine Stahllegierung als Leitermaterial verwenden, einsetzen?


    Ich jedenfalls nicht.

    Hi Günter


    Nicht, wenn es sich vermeiden lässt.


    Kunststoffe altern aber auch...


    Ich werde zukünftig mal einen starken Magneten an die Anschlussbeine meiner Kondensatoren dranhalten. Diese Art der Qualitätskontrollle habe ich bis jetzt noch nicht gemacht.


    Kürzlich hatte ich mal ein paar Widerstände aus China, die sich schlecht löten ließen und beim Abknipsen der Drähte recht hart waren... :)


    (Habe ich weggeschmissen)

  • Hallo Jo,


    Genau das ist der korrekte Test um zu überprüfen wie gut geeignet Bauteile für Audio sind.


    Wenn sie nicht angezogen werden von einem starken Magneten sind sie sehr gut geeignet falls doch ist es gelinde gesagt Schr..t.


    LG,

    Günter

  • Warum nicht erstmal die eigentliche Schaltung optimieren und danach erst vielleicht einen Koppel-C-Shootout machen? Das Schaltungskonzept macht klanglich viel mehr aus...

    Absolut richtig und da sind wir einer Meinung. Heute Nachmittag bin ich für meinen 211 SET Projekt andere Optionen der Vorstufensektion mal durchgegangen. Alleine wenn man sieht wie sich der Klirr je nach Röhre ändert, sehe ich darin mehr "Klangpotential" Einflüsse, als die die durch Folienkondensatoren her rühren könnten...

  • Wenn sie nicht angezogen werden von einem starken Magneten sind sie sehr gut geeignet falls doch ist es gelinde gesagt Schr..t.


    LG,

    Günter

    Ich werde alle Röhren wegschmeißen und nur noch die mit Graphitanoden aufheben :D:D:D .

    MfG , A .6201 magnet.jpg

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Kathodenwiderstand ....


    Das ist völlig Bratwurst

    Zuvor, bin auch der Meinung, an den 300b, konkret mit Schaltung von Björn, ist der Kathodenwiderstand vermeidbar.


    ;(Weil auch diese simple Parallelschaltung von R//C doch Eigenschaften eines linearen Systems hat, deshalb alles was im Musikwege ist, bitte Obacht und das ist fast alles.