Die Röhre 211 noch einmal hochleben lassen!

  • Holger, hast Du Dir eigentlich schon meine neuesten Ergüsse zum Thema Treiben der RS1003 angeschaut?


    Die RD12TA/RC5B... und dann die ECC81 Phono davor...

    Geht garantiert prächtig.


    Gruß, Matthias

  • Na klar doch... Andere Mütter haben auch seeeehr schöne Töchter.

    Nur wird man im Alter (manchmal) etwas vernünftiger und muß nicht jede Rote, Blonde oder Brünette ausprobieren... irgendwie hat man dann alle diese schon erfahren. :)

    Oder ist vielleicht dann doch die "EINE" dazwischen, die man noch nicht erkannt hatte.

    Ich mach ja auch alle möglichen Schweinereien mit... aber es muß doch irgendwie vorab erkennbar sein, daß das nun diese "EINE" ist...

    Ich bin da jedenfalls noch etwas gespannt.

    Treiber für 211 und für 300B unterscheiden sich ja nun nicht sooooo dolle.

    Weiter gemacht!


    Gruß, Matthias

  • Nur wird man im Alter (manchmal) etwas vernünftiger und muß nicht jede Rote, Blonde oder Brünette ausprobieren... irgendwie hat man dann alle diese schon erfahren.

    Sakuma san verglich in seiner Erzählung die verschieden Eigenschaften von Röhren tatsächlich mit anziehenden Frauen von Charakter, die er gerne näher kennen lernen wollte. Dieser künstlerische Zugang, der über die rein technische Betrachtungsweise von bestimmten 'magischen' Gegenständen hinausreicht, gefällt mir und ich finde es inspirierend.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • So, heute mal die Ohren am 211er Set ganz scharf gestellt.


    Anschlaggeräusche auf verschiedene Materialien, Hölzer, Glöckchen, helle und dumpfe Trommeln, Taiko, Bleche usw., Anblasgeräusche Shakuhachi usw. Strings: Shamisen, Koto usw. Schlurfgeräusche, Hintergrundgeräusche, 3D Bewegung der TänzerInnen auf der Bühne. Musique concrète Anklänge - alles vom feinsten! Wunderbar aufgelöst und natürlich klingend. So muss es!


    Meine Referenz LP wenn es um analytisches Hören geht: Tok Tok Ensemble Tokyo - Music for a living process.


    tok-tok.jpg

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Apropos Charakter einer Röhre:


    Die Röhre 211 sieht ja von ihrer Gestalt her relativ plump aus. Man könnte also auf die Idee kommen, dass sie nicht feingeistig musizieren kann. Kann sie aber!


    Potentiell hat sie indes mehr Energie und Spannung im Klang als eine 300B. So gesehen aus meiner audiophilen Perspektive. :)

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • na so OT nu auch wieder nicht wie das nächste Foto zeigt .

    RS237_gr.jpg


    ohne Aufschrift nicht von einer 211 zu unterscheiden.

    Was ist das ? umgelabeltes Beutestück ? zu aufwendig mit SNo , Nachbau der US 211/VT4C ? eher nicht die Röhre ist von 2.Woche 1941 , da gab es die RS237 schon lange.


    aber ok , sorry Jo , bin wieder wech.

  • Bei mir passiert am 211er wohl nichts gravierendes mehr. Jetzt darf er erstmal 'ne Weile spielen. Ab und zu wird feierlich damit gehört - im Sinne des Thread-Titels.


    Solange mein neuer 300BSE noch nicht fertig ist, wird er sich wohl unangefochten in der Röhren-Anlage behaupten können.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Mir geht es ähnlich wie Jo, ich bin mit den Erreichten bei meinen 211 SET sehr zufrieden. Ich werde dieser Tage noch ein paar Kleinigkeiten durchführen, wie z.B. andere SNT für die Heizung der 211 Triode einbauen, meinen Prototypen mit einen Kaltgerätestecker mit Schalter versehen und Cinchstecker von Neutrik einsetzen.


    Ich habe mir auch noch etwas Gedanken über eine gefälligere Anordnung der Komponenten gemacht und dabei denke ich, dass es dem Design gut tun würde, wenn die 6J5GT Vorstufenröhren und die 211 Endröhren etwas in die Mitte platziert werden. Das werde ich im Prototypen nicht umsetzen, aber für das finale Gehäuse im Auge behalten.


    Somit hoffe ich Ende Januar mit den Projekt abgeschlossen zu haben.


    Schaun wie mal ...

  • Moin


    An zwei Punkten war ich mir im Vorfeld unsicher, ob das gut ausgeht:


    Mir war nicht klar, wie sich der schlechte Dämpfungsfaktor eines 211 SE an meinen gegebenen LS auswirkt. Wie gering der ausfällt, wurde mir erst im Verlauf der Diskussion klar. Hatte mir vorher keine Gedanken darüber gemacht. Allerdings hatten ja auch meine früheren 211er in diversen Setups kein Problem mit der Basskontrolle. So auch jetzt wieder. Ich staune ein bisschen darüber, aber ist ja erfreulich.


    Dann wusste ich außer rudimentären Eckdaten nichts über die Ausgangstrafos vom Chinaman. Das hätte ein Flaschenhals werden können. (In diesem Fall hätte ich andere eingebaut)


    Sie haben aber sowohl die technische Probe (Rechteckdurchgang 1kHz bei ungefähr 10 Watt - wie gemalt) als auch die Hörprobe mit meinen Referenzaufnahmen bravourös gemeistert.


    Davon ab: Neue, hochempfindliche LS (ohne Filter) werden 2021 auf Kiel gelegt. Ich greife damit meine früheren Arbeiten auf diesem Gebiet wieder auf.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Holger, gemessen wird nichts mehr, nur noch gehört - ab und zu.


    Ich könnte noch ein paar gute neuere Jazzplatten gebrauchen, im abgeklärten Stil von Carla Bley. Sowas passt stimmungsmäßig wunderbar zu der Röhre.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Ja prima Matthias, habe aber zur Zeit keinerlei Rotation, völlig entspannt ausgetrudelt.

    Holger,


    bei Deinen Einlassungen denke ich an Lawrence Weiner, einen der frühen Konzeptkünstler, der dunnemals postulierte: 'Das Werk muss nicht ausgeführt werden'

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Das Werk muss nicht ausgeführt werden

    Nie muß diese Story mit dem Kopp durch die Wand gedrückt werden, weil völlig überflüssig, aber deswegen nicht reizlos, aber momentan reizen mich andere Geister.:)


    Du hast ja schon Nummero drei beim Wickel, habe nicht vor dich einzuholen...


    Grüße,

    Holger