Die Röhre 211 noch einmal hochleben lassen!

  • Moin,


    PP = mehr K3 als K2... Nicht immer die Wahrheit. PP-Class-A kann auch genau so eine Klirrverteilung wie SE haben...

    Aber, wenn einen beides ankotzt, warum dann Röhren? Geh zum Blöd-Markt und kauf Dir einen Mainstream-Transisor (<200 Eur!!!).. bissu Beides los... :heul:Oder so 'nen MTA... klirrt wohl auch nicht... zumindest K2 und K3 nich.


    Eine 211 SE wird wohl doch etwas klirren... Eigentlich kann die, meßtechnisch, gar nix richtig... Kirrt und hat kaum Dämpfung... Aber klingt GEIL! Zumindest an den richtigen Lautsprechern... Da saugt die sich regelrecht an den Ohren fest... DAS kann kein Blödmarkt-Verstärker.


    Gruß, Matthias

  • Meine früheren 211er klangen 'elektrisierend' lag wohl an den 1kV Anode :D:D:D


    Sie hatten ja diverse Auftritte in der Öffentlichkeit, bei Konzerten für Lautsprecher usw. usw.


    Mit den Neuen verfolge ich einen völlig anderen Ansatz, man könnte es vielleicht als Hommage an die urigen WE-Verstärker sehen (mit sehr viel Phantasie und gutem Willen) ohne die Verwendung von kostbaren Originalteilen - bin ja kein Sammler. Oder cooles Retro-Design halt.


    Der Chinaman hat mir heute auf meine Anfrage nett geantwortet, warum er noch nicht mit dem Schaltplan rübergekommen ist: In China haben sie am 1. Okt. Nationalfeiertag. :)

  • Moin Allerseits,


    zur Klirrverteilung bei PP-Verstärkern gibt es aus meiner Sicht folgendes zu sagen:

    Man kann durch gezieltes Verstimmen der Treiberstufe sehr wohl eine K2-Dominanz

    erreichen. Bestes Beispiel ist die TFK-V69-Endstufe - es gibt klanglich kaum was Besseres.

    Man kann bei diesen Verstärkern mit Hilfe eines Potis die Klirrverteilung sehr schön beeinflussen.

    Ich habe vier Stück davon (2 Pärchen) und habe bei allen (entgegen der Anleitung) eine K2-Dominanz eingestellt, weil es so für mich besser - angenehmer klingt.


    Gruß Björn

  • :Man kann durch gezieltes Verstimmen der Treiberstufe sehr wohl eine K2-Dominanz

    erreichen. Bestes Beispiel ist die TFK-V69-Endstufe - es gibt klanglich kaum was Besseres.

    Guten Morgen,

    das ist für mich so, als wäre ich in einem 3 Sterne Lokal und würde schon beim Amuse-Gueule nach Salz und Pfeffer verlangen.

    Nix für ungut, meine Meinung.

    Gruss Reiner

  • das ist für mich so, als wäre ich in einem 3 Sterne Lokal und würde schon beim Amuse-Gueule nach Salz und Pfeffer verlangen.

    Was wäre daran schlimm? Jeder nach seinem Geschmack, oder?

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Man kann durch gezieltes Verstimmen der Treiberstufe sehr wohl eine K2-Dominanz

    erreichen.

    Moin Björn,


    bin nun etwas irritiert, weil, meine, K3 wollen die Röhrenohren, K2 klingt unangenehmer?


    Früher, in der Röhrenradiozeit ließ man bei Trioden 5% k2 zu, bei den Pentoden 10% K3. K3 wirkt halt unschädlicher als k2


    Manche Hörer hören 2%, manchen muß du schon 15% K3 Dosis geben.


    Grüße,

    Holger

  • Klirrverteilung bei PP-Verstärkern


    habe ich jetzt gemacht an PP KT150, weitgehend in class a,

    k2 liegt über k3 nicht nur bei 1000 Hz sondern fast auf den ganzen Frequenzband und bei ansteigender Leistung ,

    war eine weiter Weg , der Aufwand und Mühe hat sich gelohnt, war eingefleischter SE Anhänger …..

    The post was edited 1 time, last by kt200 ().

  • weitgehend in class a,

    k2 liegt über k2

    Hallo Kt200,


    mach das doch bitte mal richtig "k2 liegt über k2", interessiert mich und wenn die Umkehr sauber ist und dein A-Arbeitspunkt nicht zu knapp am unteren Knie der Kennline liegt, kommt doch kein B zustande?!?!


    Grüße,

    Holger

  • Hallo Jo,

    jetzt mal keine Simulation sondern harte Realität:

    Schaltnetzteil: LRS-75-15

    LRS-75-15.pdf

    Interpretation: Die Schaltfrequenz variiert mit der Last (1. Bild: Last: 0,8A, Frequenz: 28,7 kHz; 2. Bild: Last: 1,6A, Frequenz: 44,9 kHz; 3. Bild: Last: 3,0, Frequenz: 61,7 kHz). Zusätzlich wird die Schaltfrequenz noch verjittert, um die Pegel niedrig zu halten.

    Im 4. Bild noch ein Peak bei ca. 1,18 MHz. Bild 5 zeigt einen weiteren Peak bei ca. 8 MHz.

    Viel Spaß beim Entstören.8o

    Gruss Reiner

    The post was edited 1 time, last by Dago64 ().

  • Moin Reiner,


    Vielen Dank für diese aufschlußreichen Messungen!


    Ein paar Fragen bleiben da noch...

    Wie erfolgte die Messung?

    1. War das SNT (wie im Datenblatt angegeben) auf ein mindestens 36 x 36 cm großes Blech mit 1mm Stärke montiert?

    2. War dieses Blech geerdet?

    3. War das SNT (wie im Datenblatt angegeben) mit 100nF parallel 47µF terminiert?

    4. War der Anschluß 3 mit dem Blech verbunden?


    Kannst Du noch mal den Audiofrequenzbereich ... also von 20Hz bis 20kHz bei den 3,25A Last etwas gestreckter afnehmen?


    Denke nicht, daß das unlösbare Probleme sind... Drossel und Folie sollten dies händeln können.


    Bitte nicht falsch verstehen... Ich mag den traditionellen Weg mit Trafo und Gleichrichtung mit Siebung lieber, als diesen neumodischen Quatsch mit SNT. Aber hin und wieder bin auch ich versucht, sowas zu verwenden...


    Gruß, Matthias

  • Hallo Zusammen,

    PP = mehr K3 als K2... Nicht immer die Wahrheit. PP-Class-A kann auch genau so eine Klirrverteilung wie SE haben...

    zur Klirrverteilung bei PP-Verstärkern gibt es aus meiner Sicht folgendes zu sagen:

    Man kann durch gezieltes Verstimmen der Treiberstufe sehr wohl eine K2-Dominanz

    erreichen.

    Kann man, ich weiß. Habe ich alles ausprobiert.


    Trotzdem gefällt mir Eintakt besser.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo Mathias,

    wie und was Meanwell misst ist mir eigentlich wurscht. Ich messe an den Anschlüssen, die mir vom Netzteil vorgegeben sind, denn die sind für mich relevant.

    Doch zu Deinen Fragen:

    1. Nein, das wird für radiated emissions Messungen verwendet. Ich habe conducted emissions gemessen.

    2. Siehe 1.

    3. Das ist keine Anwendung. Ich hätte auch noch eine 30 cm lange verdrillte Leitung nehmen müssen. Für mich ist das, was an den Anschlüssen rauskommt maßgeblich, denn damit musss der Anwender zurecht kommen.

    4. siehe 1.


    Der Messaufbau steht noch. Mal sehen, wann ich dazu komme 20Hz - 20kHz zu messen.


    Braucht noch jemand eine Messung? Ich möchte gerne Salami-Messungen vermeiden.


    Gruss Reiner