Die Röhre 211 noch einmal hochleben lassen!

  • Ich bin von dem Datenblatt ausgegangen. Das Mu bei 6sh51p die ich ausgemessen habe lag so ca. bei 60-70 und hängt sehr stark von der AP ab, genau so wie S und Ri.

  • Für diejenigen, die es interessiert und verstehen: Dem Regelkreis (R14, Integrator und Röhre) wird praktisch als Störung das NF Nutzsignal aufaddiert (auf das Gitter der 6P15P) gegeben. Damit der Regelkreis diese Störung nicht ausregelt muss eine hohe Zeitkonstante für den Integrator gewählt werden, immerhin kann die tiefste „Störfrequenz“ weniger als 20 Hz betragen.



    Gruss Reiner

    Ah, jetzt - ein invertierender Transimpedanzverstärker (oder auf deutsch "Stromgesteuerte Spannungsquelle") ..... Ist da der Kondensator (C4) nicht an der falschen Stelle? Wäre er nicht besser parallel zum Messwiderstand aufgehoben um den Nutzsignal-Einfluss zu umgehen? Den Widerstand im Eingang (R10) kann ich in dem Zusammenhang gerade auch nicht nachvollziehen. Beim Transimpedanzverstärker ist die Verstärkung doch rein vom Gegenkopplungswiderstand (hier R11) abhängig. Aber die Idee als solches hat was - vor allem mit der 6P15P statt FET. Dafür klaut die Röhre natürlich einiges an Spannung...

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Hallo,


    auch wenn ich mich ungern wiederhole die 211 ist einfach zu hochohmig. Da kann man lange über Treiber sinnieren , da führt kein Weg dran vorbei

    Moin Jürgen,

    ich verstehe Deine Bedenken, andererseits wurden in freier Wildbahn aber immer wieder mal funktionierende 211er gesichtet. :)


    Auch wurde in der Hifi-Presse über solche Verstärker berichtet. Im Einzelfall wurden bestimmte Mängel benannt, wie Brumm bspw. Klanglich gab es bei keinem etwas auszusetzen - soweit ich das mitbekommen habe.

  • Corona-bedingt fallen ja jetzt die ganzen Szenetreffs ins Wasser (ETF, Frickelfest, Lenco-Heaven Meeting, Mélaudia...)


    Dort könnte Reiner sich mal mit seinem 211 blicken lassen. Er fände dort Kollegen mit Ahnung (technisch und mit viel Hörerfahrung) und wüsste danach besser, ob's was taugt, was er gebaut hat.


    Auf solchen Treffen gibt es die interessantesten Konstruktionen zu sehen. Dort begegnete ich mehr als einmal auch dem Arkadi und seinen legendären 'Eisenschweinen'. Denke ich gern daran zurück! :)


    Selber hatte ich einige Jahre pausiert, auch weil ich nichts selbstgestricktes mehr mit Röhren oder Lautsprechern einzubringen hatte. Manchmal hatte ich auch extra zur Vorbereitung auf so ein Treffen etwas gebaut. Zur Zeit würde es mir wieder Spaß machen, geht aber aus dem o.g. Grund leider nicht.


    Nachtrag zur Illustration, dass es gut funktionierende 211er gibt: vor 15 Jahren spielten meine roten 211er ganz wunderbar im Referenz System (Onken, Altec...) der französischen Audiofreunde von Mélaudia.


    etf2005-615.jpg

  • Ah, jetzt - ein invertierender Transimpedanzverstärker (oder auf deutsch "Stromgesteuerte Spannungsquelle") ..... Ist da der Kondensator (C4) nicht an der falschen Stelle? Wäre er nicht besser parallel zum Messwiderstand aufgehoben um den Nutzsignal-Einfluss zu umgehen? Den Widerstand im Eingang (R10) kann ich in dem Zusammenhang gerade auch nicht nachvollziehen. Beim Transimpedanzverstärker ist die Verstärkung doch rein vom Gegenkopplungswiderstand (hier R11) abhängig. Aber die Idee als solches hat was - vor allem mit der 6P15P statt FET. Dafür klaut die Röhre natürlich einiges an Spannung...

    Es ist kein Trans. Verstärker. Es ist ein echter Analog Integrator. Funktionsweise findest Du sicher im Internet. Damit erklärt sich auch die Position von C4 und R10.

    Gruss Reiner

  • aber ein Bild der gekauften Komponenten z.B. einer 211 oder den Übertragen wäre mal was feines.

    Auftrag vom : 12.10.2020



    Artikel Menge Offen vorausstl. Termin

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    BY 2000 DIO 20 20 ab Lager

    IXBH9N160G 4 4 14.10.2020

    TUBE S 4 BAJO 2 2 ab Lager

    TUBE 211 4 4 15.10.2020

    S 2000N 10 10 ab Lager



    sind noch unterwegs.

  • Moin Rainer,


    da biste ja wieder, allemal kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen.


    Ich würde dir raten, wenn du was (Extravagantes) Schematisches reinstellst, sage doch gleich einige Takte dazu, was die Idee dahinter sein soll.


    Dann ist schneller auf die Schnackpunkte zu kommen!


    Grüße,

    Holger

  • Analog Integrator

    Vielleicht was für dich, richtig abgedreht, denn eine Integration analog, das läuft a) zu schnell, dann regelt er den Sprechstrom aus, oder b) zu langsam, dann wird es träge.


    Nimm doch einen Microprocessor:), der nur regelt, wenn kein Sprechstrom fließt, nur der Arbeitspunktgleichstrom. Das algorithmisch mit KI zu erkennen ob der Hörer hören möchte ist doch easy.


    Und dann haste was Zeitgemäßes mit angehängter Röhre.8o

  • Es ist kein Trans. Verstärker. Es ist ein echter Analog Integrator. Funktionsweise findest Du sicher im Internet. Damit erklärt sich auch die Position von C4 und R10.

    Gruss Reiner

    Kann man so machen hat allerdings den Nachteil der dauernden Regelabweichung die der Integrator/Tiefpass halt aufgrund seiner (hier sehr großen) Zeitkonstante mit sich bringt. Abgesehen vom langen Einschwingvorgang die der Tiefpass-Intergrator aufgrund der sehr niedrigen Grenzfrequenz und der Verwendung der Röhre mit sich bringen dürfte. Den OP als Transimpedanzverstärker geschaltet würde die ganze Geschichte wesentlich vereinfachen was die Berechnungen, den Einschwingvorgang und die Regelabweichung angeht. Der Einschwingvorgang ist dann eigentlich nur noch davon abhängig wie lange die 6P15P beim hochfahren braucht um den stabilen Arbeitspunkt zu erlangen.

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Lieber Jo,


    wenn Du Dir den Schaltplan, den Du hier reingestellt hast, wirst Du die Antwort finden. Im Prinzip wird die Pentode der 6F3 als Triode benutzt. Solange man unter Ug < 0 bleibt sehe ich da kein Problem und so wie ich es aus der Schaltung sehe ist das so in diesen Fall.


    Ich gehe davon aus, dass die 211er mit eine BIAS von ca. Ug = -50V arbeitet. Für eine Ansteuerung von 100Vpp gibt es reichlich Optionen.


    Erst wenn Ug > 0 wird, wird die Ansteuerung der 211er kritisch, denn laut Datenblatt wird dann ein Gitterstrom von ca. 20mA notwendig sein. Da müssen "potente" Vorstufen her und erst dann werden Lösungen mit sehr geringen Ausgangswiderstand notwendig, oder Anodendrossel, Übertrager, etc.


    Übrigens, mein Plan ist es die 211 nur bis max. Ug = 0 bei einen BIAS von ca. -60V zu betreiben und auf dem Papier müsste z.B. eine E88CC / 6922 in der Lage sein das problemlos zu bewältigen ;)

  • Hi Jo,


    ja klar - mit einer 6S45P geht es auch. Sie hat aber leider weniger Verstärkung als z.B. eine triodisierte D3a oder 6Z51P... Eine dieser Röhren schwebt mir als Treiber für die 300B. Die C3g fällt leider aus - sie ist zu breit für den Chassis-Ausschnitt. Ich werde aber keine Anodendrossel, oder Stromquelle benutzen. Ich möchte mit einem klassischen Anodenwiderstand und der "richtigen" Wahl des Arbeitspunktes, das Klirr-Verhalten gezielt beeinflussen.


    Gruß Björn

  • Hallo Zusammen,

    Wäre eine Vorstufe für die 211 mit einer Triode denkbar? (Träum' :saint:)

    (Ohne Drossel, Zwischenübertrager, Eingangsübertrager, Halbleiter-Krücke...)

    Thorsten hatte in seinem 300B Eintakter eine Menge Vorschläge.

    ja klar - mit einer 6S45P geht es auch. Sie hat aber leider weniger Verstärkung als z.B. eine triodisierte D3a oder 6Z51P... Eine dieser Röhren schwebt mir als Treiber für die 300B.

    Aber wie bei allen sehr steilen Trioden, oder Pentoden als Triode geschaltet, der Aussteuerungsbereich ist sehr klein bis Gitterstrom einsetzt.


    Viele Grüße

    Martin

  • Das Problem bei diesen Röhren liegt an der begrenzten maximalen Anodenspannung, welche die Aussteuerbarkeit limitiert. Ideal wären Pentoden mit einem weiteren Aussteuerbereich als Trioden (wird wohl aus ideologischen Gründen abgelehnt) oder Trioden mit Anodendrossel. Ein Vorschlag stammt noch von Gerd, den man kaum verbessern kann:

    211.jpg

    Gruß Andreas

  • Lieber Jo,


    wenn Du Dir den Schaltplan, den Du hier reingestellt hast, wirst Du die Antwort finden.

    Ja, nee, is klar ^^

    (Den Vorschlag vom Chinaman kann ich immer noch übernehmen, aber vielleicht findet sich ja noch was witzigeres.


    ZWEI Trioden in eine Vorstufe für eine 211 hatte ich ja schon. Bei mir als SRPP verschaltet nach einem Vorschlag von Watanabe san. Funktioniert auch langjährig - warum auch nicht?


    Ich spreche jetzt von EINER Triode, als Wunschvorstellung (nicht Pentode)

    Kann sein, dass es nicht geht - dann wäre das geklärt.


    BTW: Die sattsam bekannte Kaskade in der Vorstufe der 300B (Ich bezeichne diese Schaltungsart wegen des häufigen Vorkommens als Weltstandard) hatte ich in meinen DIY 300B von 2002 realisiert und finde sie auch heute wieder in meinen neuen 300B Minitowern.


    Wenn mich Martin nicht vor der Brummempfindlichkeit einer Anodendrossel gewarnt hätte, hätte ich vielleicht den Vorschlag von PAENG weiterverfolgt. Der hatte mich schon in den Nullerjahren fasziniert.


    (Die Drossel-Geschichte könnte sowieso am Platzbedarf scheitern. Das muss ich noch sehen, ganz aus dem Kopf habe ich es mir noch nicht geschlagen)