Die Röhre 211 noch einmal hochleben lassen!

  • Moin Jo,


    Na Du hast ja Probleme...;)

    Schlagartig passiert beim Ein- oder Ausschalten garnichts. Da sind die Kondensatoren in der Siebung im weg... Die brauchen einen Moment, bis die Voll sind. Ergo die HV läuft langsam hoch.

    Wenn Du einen NTC in Deiner Heizung hast, dauert es auch, bis so eine thorierte Dame glüht (5-10 Sekunden).

    Du brauchst keine Ein- und Ausschaltsequenzen. Ein einfacher Netzschalter genügt.

    Schaltverzögerungen etc. pp. sind unnötiger Krimskrams, der nur die Ausfallwahrscheinlichkeit erhöht.

    Keep it simple.


    Gruß, Matthias

  • es sind ja nicht meine LS:D:D:D

  • mk_
    Besorg Dir mal einen Dynacord Eminent, der hat genauso eine Standbye Schaltung, wie Du sie beschrieben hast. Das ergibt vielleicht Schläge im LS beim Ein- und Ausschalten. Ein PA LS kommt damit auch zurecht, meine haben es leider nicht überlebt. Ich gebe soetwas jedenfalls nicht nochmal auf meine LS!

    Aber Du hast recht, ein einfacher Netzschalter auf der Primärseite des Netztrafos ist ausreichend, wenn auch nicht röhrenschonend. Das war jedoch hier nicht die Frage.

    Gruss Reiner

  • Naja...

    Ist schon ein Unterschied, ob man rumfachsimpelt oder schon praktische Erfahrung hat.

    Und es macht auch einen Unterschied, ob man PP A/B mit negativer Gittervorspannung und Penthoden baut, oder simple Schaltungen in SE mit Trioden und Kathodenwiderstand...

    Hier:

    300b-845.jpg


    Das war die Ur-Ausführung... ECC83 auf 300B auf 845... Noch mit konventioneller Heizung.

    Heiztrafo (Hammond) haben unglaublich mechanisch gebrummt. Mit Reinhöfern wars besser.

    Jetzt werkeln die Teile mit SNT an der Heizung...Ruhe.

    SAM_2887.JPG


    Und auch die 300B ist verschwunden... statt dessen eine ECC81. Hier beide Systeme parallel... Wollte das zweite System nicht ungenutzt lassen... Aber ein einzelnes System tut es auch.


    Und in eben diese Verstärker kann ich auch 211 stöpseln... 1200V Ub mit 1,65kOhm Kathodenbwiderstand... Macht zwar recht konservative Betriebswerte... Klingt aber trotzdem nett.

    Einschalten... Nix passiert am LS... Ausschalten Gleiches... Und nu?

    Nur wenn ich innerhalb weniger Sekunden Aus- und wieder Einschalte bewegen sich die Baß-Membranen meiner Cornwalls etwas rein und raus... das wars. Das ploppt nicht mal.


    Gruß, Matthias

  • Keine echten Probleme, zugegeben, Loide!

    (Und vor der 211 habe ich Respekt)


    Bin halt eher der nachdenkliche Typ. ^^


    Mit Röhren habe ich schon viele Jahre nichts mehr gemacht und vieles vergessen, da muss ich heute quasi nachsitzen.


    Ich hatte ja früher einige Gitarrenverstärker gehabt, da krachte es teils gewaltig beim Schalten.


    Bei meinen DIY-Amps nix. Alles ruhig!

  • Naja, der Reiner hat im Allgemeinen schon recht... Aber bei dieser speziellen Schalte hier, eben nicht.

    Ich kenne solche Ploppser auch... aber eben nicht von MEINEN Schaltungen...

    Bin nämlich PP-Verschmäher und mit Penthoden und Gegenkoppelung hab ich schon gleich gar nix zu tun. Dann kann man sich auch einen schönen Transistor gönnen und damit Musik hören.

    Aber wer einmal der SE-Triode verfallen ist...


    Gruß, Matthias

  • Hallo,


    und ich dachte das ich mit dieser Einstellung alleine dastehe :)


    Allerdings baue ich gerade einen PP Verstärker , rein A-Betrieb. Muss auch mal sein.


    druss

    juergen

  • Habe das mit den PP 2A3 unbd 300B schon durch... auch in Class-A. Sehr gefällig! Laufen im Wohnzimmer und verstärken das Radio-Programm. Bei richtiger Ausführung haben die sogar ein SE-Klirrspektrum :).


    Gruß, Matthias

  • Der Line-Magnetic EL34 PP ploppste manchmal etwas beim Ausschalten

    so etwas geht gar nicht. Ein Endverstärker heute darf hörbar weder ploppen, rauschen, brummen oder sonstige Geräusche (außer dem verstärkten Nutzsignal) von sich geben, seien sie nun mechanisch oder elektrisch.

    Gruss Reiner

  • ... und genau wegen dieser Einstellung... Was willst Du in der Röhrenabteilung?

    Ein perfektionierter Röhrenverstärker klingt genau so, wie ein Transistor. Kann man sich doch glatt den Aufwand sparen. Blöd-Markt... ab 100EUR. Klirrt weniger, macht Dämpfung ... und klingt nicht.


    Gruß, Matthias

  • Hallo Matthias,

    Bei richtiger Ausführung haben die sogar ein SE-Klirrspektrum :).

    Ja, klingt trotzdem nicht so gut wie ein Eintakter.

    und mit Penthoden und Gegenkoppelung hab ich schon gleich gar nix zu tun. Dann kann man sich auch einen schönen Transistor gönnen und damit Musik hören.

    Allerdings gefällt mir ein Pentodeneintakter, mit dem gleichen Klirrspektrum wie mit einer Triode, besser als ein Triodeneintakter.


    Alles ein Frage des persönlichen Geschmacks.


    Viele Grüße

    Martin

  • Ein perfektionierter Röhrenverstärker klingt genau so, wie ein Transistor.

    Ich habe noch keinen gesehen. Welcher soll das sein? Und warum soll das so sein? Aber um auf die Frage zurückzukommen: Es macht mir einfach Spaß alte Technik mit neuer Technik zu verbinden!

    Aber ich darf die Frage auch zurückgeben: Du baust demnach nicht perfektionierte Röhrenverstärker, wegen des Klangs; hab ich zumindest so verstanden. Warum nimmst Du dann keinen Soundprozessor, der kann alles genauso machen wie Du es Dir vorstellst?

    Gruss Reiner

  • Reiner,

    Die urige Technik macht mehr Bastelspaß und das Endprodukt ist auch was fürs Auge - ist jedenfalls bei mir so.


    Anderes extrem: Digitaltechnik. Sie versteckt ihre Funktionalität und macht mir im allgemeinen keinen Bastelspaß. SMD und so. :)


    -----


    @all


    Eine andere Geschichte, die mich noch umtreibt, ist die elektrische Sicherheit. Vielleicht gibt es da noch Tricks die ich nicht kenne. (Außer aufpassen und nicht dranfassen ^^)


    Soweit-so-klar: Schmelz-Sicherung primär am Netzeingang, Entladewiderstände (bleeder) an den HV-Kondensatoren. Ausgänge für LS am AÜ erden. Überhaupt alles gut erden. (Steckdosen im Haus nochmal prüfen)


    Kann man sonst noch was machen zum Eigenschutz oder Bauteileschutz?


    (Wahrscheinlich auch wieder ein überflüssiger Gedankengang)


    BTW: Im Labor hatte ich manchmal Messgeräte Eingänge mit kleinen definierten Funkenstrecken geschützt, die bei Durchschlag Schmelzsicherungen mitrissen und die Verbindung dadurch unterbrachen. Weiß nicht mehr, wie diese Bauteile hießen, und was es da im Einzelnen gab. Waren kleine Glasröhrchen mit Elektroden. Das nur am Rande. Der sichere Umgang mit höheren Spannungen stellt manchmal besondere Anforderungen.

  • Ja, sowas meinte ich ungefähr, Reiner. Ich hatte auch welche für höhere Spannungen. Egal, kann ich hier auch nicht sinnvoll einsetzen.


    Wenn eine 211er Röhre durchknallt, was passiert dann? Ich habe es noch nicht selbst erlebt. Thomas Mayer hat mal erzählt, dass es vorkommen kann.