Plattenspieler Diskussion - alt (zB Thorens/Technics/Dual) oder neu (zB. VPI/Feickert/REGA)

  • Es geht ja nicht um darum, die Duals "hochzujubeln". Aber um einen fairen Umgang. Aus meiner Sicht waren die Dual Spitzenmodelle mit Direktantrieb seinerzeit vom Preis und von der Ausstattung her recht weit oben mit dabei. Dass es schon damals und auch heute noch Besseres gibt, wird doch gar nicht (oder nur sehr vereinzelt) bestritten. BG Konrad

  • Man sollte doch denken, dass in der heutigen Zeit wesentliche bessere Möglichkeiten da sind einen Dreher zu entwickeln und dann auch zu bauen.

    Wir leben nicht mehr im mechanischen Zeitalter. Einen Chip mit 250 Funktionen zu bauen ist billiger als ein Tellerlager zu drehen. Wobei € 2500 etwas to much ist, aber bis ca. € 1000 hält der Dual locker mit.

    vriendelijke groeten aan de fatbike rijder :)

  • Doch. Wenn ich mir die Verarbeitungsqualität von den Dingern anschaue, war selbst ein Massenprodukt wie ein oller Pioneer PL-12 d besser gemacht.

    Ich meine die Projects

    Heinz, ich denke mal, der Pioneer spielte in einer ganz anderen Preisliga.


    Pioneer PL-12 d Neupreis 1973, mit System: 434,00 DM.


    Projekt mit Carbon-Tonarm Neupreis 2020, mit Ortofon 2m Red: 500,00 Euro.

    Da tut man aber auch Project unrecht, wenn man meint für 500 € kriegt man heute ein vergleichbares Massenprodukt wie in den 70ern. Damals waren zwar die Materialien teurer, aber dafür die Arbeitskosten deutlich niedriger. Heute ist es umgekehrt.


    Den Pl-12 d kenn ich leider nicht, nur käme der selbst für mich als Pioneer Liebhaber schon aufgrund der Optik des Tonarms nicht in Frage.

    Das ist bei unterschiedlichen Playern schon deshalb nicht möglich, weil weder Konsument noch Händler zusätzlich die Möglichkeit haben, bei einer Hörsession die System von einem Player auf den anderen umzumontieren, was für einen Vergleich wichtig wäre.


    Allerdings frag' ich mich auch, wer sich denn auf diesen umständlichen Weg für die Wahl eines neuen oder alten Plattenspielers begibt.


    Hab jetzt die letzten 3 Jahre über 20 Plattenspieler gekauft und durchprobiert und verkaufe auch wieder gut die Hälfte davon. Dadurch haben sich dann schnell meine Prioritäten herausgeschält: 1.) Antrieb (da bin ich dann schnell bei DDs gelandet) 2. Gesamtoptik des Drehers 3. Gesamtoptik des Tonarms 4.) Technik des Tonarms und Flexibilität der Wahl der Systeme, SME Anschluß bevorzugt, Höhenverstellung 5.) der Rest wie Zarge etc..


    Weil sich die Diskussion so schnell auf Dual eingeschossen hat (nicht grundlos): da sollte man die Spitzenduals (731/704/1229 etc) weder auf den High-End Sockel stellen (ich übertreib mal) noch unterschätzen. Die Antriebstechnik vor allem wenn man die Vollautomatik berücksichtigt ist schon fabelhaft. An die Tonarme der Spitzenduals kann man sicherlich hochwertige Systeme bis zu über 1000 € montieren.

    Wo aber gerade die letzten Jahrzehnte die Entwicklung vor allem hörbar nicht haltgemacht hat, ist die Tonarmtechnik.

    Und genau deshalb ist für mich der Vergleich neu gg. alt schwierig.

    Zudem behaupte ich mal, daß ich vor allem die Tonarmtqualität (inkl. demselben System) von unterschiedlichen Armen deutlicher raushören würde, als wenn ich beim selben Tonarm/System das Laufwerk von 2000 € z.B. auf 5000 € änder.


    Gab es in den 70/80ern überhaupt schon Tonarme die so hoch entwickelt waren, wie die heute angebotenen? So ab 5000 € Aufwärts?

    "Yeah, well, that's just, like, your opinion, man."

  • Es geht ja nicht um darum, die Duals "hochzujubeln". Aber um einen fairen Umgang. Aus meiner Sicht waren die Dual Spitzenmodelle mit Direktantrieb seinerzeit vom Preis und von der Ausstattung her recht weit oben mit dabei. Dass es schon damals und auch heute noch Besseres gibt, wird doch gar nicht (oder nur sehr vereinzelt) bestritten. BG Konrad

    Genau das ist der Punkt.

    "Yeah, well, that's just, like, your opinion, man."

  • Ich besitze natürlich einen TD-124 Mk II, mir gefällt das Design und die ganze Mechanik an dem Gerät. Und er klingt phantastisch.

    Aber auch ein Feickert und ein Thales würde ich gerne mein Eigen nennen, wenn es um ein aktuelles Modell geht.

    Markus

  • Hallo,

    im Grunde gehören ja LP-12 und Ariston-Dreher hier auch in die Riege der alten Dreher.

    Wäre mal interessant von jemandem zuhören der einen alten Linn im Urzustand laufen hat...

    Viele Grüße Tobias.

    "...Cramer, Cramer! Wir werden niemals imstande

    sein etwas ähnliches zu machen!..."

    Beethoven in einem Gespräch mit seinem

    Schüler über Mozarts Klavierkonzert KV491

  • Gab es in den 70/80ern überhaupt schon Tonarme die so hoch entwickelt waren, wie die heute angebotenen? So ab 5000 € Aufwärts?

    Da würde ich stellvertretend nur mal Micro Seiki erwähnen und dann schau mal was ein Tonarm in der Qualität und Ausstattung eines z.B. Micro Seiki MA-505 heute kostet!

    vriendelijke groeten aan de fatbike rijder :)

  • Da würde ich stellvertretend nur mal Micro Seiki erwähnen und dann schau mal was ein Tonarm in der Qualität und Ausstattung eines z.B. Micro Seiki MA-505 heute kostet!

    Den hab ich als eine verbaute Variante im DD40 drin.


    Aber kommt der originäre MA 505 an moderne Tonarme ab 5000 aufwärts hin? Ich mein gerade die Materialtechnik hat sich da schon weiterentwickelt. Allerdings waren damals 900 DM gemessen an heute auch nicht wenig Geld für einen Tonarm.

    "Yeah, well, that's just, like, your opinion, man."

  • wenn ich den verbauten Tonarm auf meinem Kenwood L07D so betrachte , bewundere ich die zu den Zeiten beachtete Ingenieurskunst in Hinblick auf Materialauswahl und Umsetzung des Bedienkomfort .

    Was in heutigen Zeiten an aktuellen Tonarmen so bejubelt wird war damals obsolet !!

    Nicht umsonst werden Arme aus den 60er , 70er Jahren des letzten Jahrhundert sehr gesucht und geschätzt .

    LG - Franz :)

  • Ich vermute mal das Harald mit dem Titel des Threads (zB Thorens/Technics/Dual) nur Beispiele nennen wollte, darum verstehe ich nicht warum hier fast ausschließlich auf den Dual Laufwerken rumgeritten wird.


    Andere Mütter hatten auch hübsche Töchter, der eine oder andere Name ist ja schon gefallen. Wenn ich mir die Laufwerke der damaligen Zeit ansehe, die preislich jenseits des Brot und Butter Markts lagen (700-1400,- DM), finde ich eine ganze Menge Laufwerke diverser Hersteller (Thorens/Sony/Micro Seiki/Kenwood/Pioneer/Yamaha/JVC usw.), die einem Vergleich in Optik, Haptik, Technik, Qualität der Komponenten (Tonarm) und Wiedergabequalität gegenüber neuen Laufwerken locker stand halten.


    Wenn ich ein aktuelles Laufwerk von VPI/Feickert/Rega gegen ein Laufwerk aus den 70er Jahren antreten lassen will, muss ich mich auch bei den Laufwerken in der entsprechenden Klasse bedienen, ein TD160 in Top Zustand, lässt sich nicht mit einem Feickert vergleichen.


    Ob Alt oder Neu, diese Entscheidung muss jeder für sich Entscheiden, alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70

    Groovemaster II 12"/Ortofon Venice / Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Weil wegen alten/älteren Tonarme gefragt wurde ( 60/70 Jahre) oder 80ziger

    Sony Pua 1600 zb.

    ERA 444 ( glaub der Tonarm hieß auch so)

    Auch auf den alten Luxmännern waren gute Arme verbaut


    Gab auch noch Elacs, Ortofon

    Auch ein Hr. Sugdem baute Mitte der 50 ger einen tollen Arm


    Grüße

  • Ich vermute mal das Harald mit dem Titel des Threads (zB Thorens/Technics/Dual) nur Beispiele nennen wollte, darum verstehe ich nicht warum hier fast ausschließlich auf den Dual Laufwerken rumgeritten wird.



    Da bin ich mir nicht sicher... davon ab wurden ja nunmal just diese Hersteller genannt, und es gibt ja auch immer noch etliche, die ihren Dual für das Maß der Dinge halten.


    Ich glaube auch nicht, dass es großen Widerspruch gibt, wenn man die These aufstellt, dass ein großer Micro Seiki in gutem Zustand heute noch mit einem VPI mithalten kann.


    Es ging ja mal gerade um dieses immer wieder bemühte alte Narrativ, dass die alten Spieler bis heute das Ende der Fahnenstange sind und seitdem nichts Neues mehr entwickelt worden ist.


    Man muss schon beachten, an welchen Aussagen sich die Diskussion entzündet.


    Ob Alt oder Neu, diese Entscheidung muss jeder für sich Entscheiden, alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    Sowieso.

    Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

  • Mein Toho Tonarm spiel immer noch in einer eigenen Liga und braucht sich vor keinem neuen zu verstecken . Bei manch neuen Konstruktionen wie dem hochgelobtem Graham schüttelt man nur den Kopf ,wie manche Details gelöst sind . Da ist jeder Ultrakraft Tonarm besser gemacht.

  • ... davon ab wurden ja nunmal just diese Hersteller genannt, und es gibt ja auch immer noch etliche, die ihren Dual für das Maß der Dinge halten.

    Genau darum ging es auch, und da darf man wohl auch anderer Meinung sein

    Vor allem, wenn man selbst schreibt, waren mal Spitzenklasse und recht weit oben angesiedelt

    Zweifellos für damals ok, aber eben kein Maßstab mehr, um Vergleiche mit heutigen, auch teuren Geräten zu stellen, glaub bis 2500 war die Rede( nicht drauf festnageln,) aber an die Wand spielen und so.... 😉

    Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn man Gegenwind bekommt


    Grüße

  • Mir geht es eigentlich viel mehr darum, ob man mit den diversen alten Drehern von früher, also vor allen Dual, Thorens, Technics, Garrard, den heutigen VPIs, Feickerts und Bauers (nur um einige zu nennen!), auf Augenhöhe Musik hören kann?!


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass unter einem Technics das Delos von Lyra genauso famos klingt, wie z.B.an einem Bauer oder Nottingham Masselaufwerk?! Andererseits sind für diese neuen Laufwerke mit Tonarm und Abnehmer uU auch mehrere 1000€ als Invest notwendig, geschweige von einer passenden Vorstufe, etc.!

    Grüße aus dem Ammerland,

    Harald :merci:

  • Moin,


    also ich habe hier seit einiger Zeit als 2. Laufwerk neben meinem Amazon mit Morch Tonarm einen Harman Kardon ST-8 mit Rabco Tonarm und AT20Sla laufen. Bj. ist Ende der 70er Jahre. NP war wohl 1600DM (ohne System). Was der kann ist schon beeindruckend. Ein mechanisch laufender Tangentialtonarm der absolut präzise geführt wird und eine perfekte Verarbeitung des Laufwerks.

    Klanglich braucht er sich in keinster Weise hinter dem Amazon zu verstecken und der ist schon eine echte Hausnr.

    Wobei 1600DM in den 70er Jahren natürlich schon eine ganze Menge Holz waren aber dementsprechend hochwertig fällt auch das Ergebnis aus und er läuft auch nach über 40 Jahren immer noch einwandfrei.



    Gruß

    Thore