Schirmgitterverlustleistung EL34?

  • Hallo zusammen,


    kann mir jemand oben gestellte Frage beantworten? Die EL34 hat ja 25 Watt Anodenverlustleistung, dazu kann ich ja noch die Schirmgitterverlustleistung nehmen. Zu diesem Wert kursieren aber mehrere Werte im Netz. Von 2,5 - 8 Watt ist alles dabei.

    Ich frage da mein Unison mit neu gesteckten RFT Röhren schon 26 Watt Gesamtverlustleistung hat.


    Bevor mir die Röhren frühzeitig über denn Jordan gehen, da am Leistungsmaximum angekommen, verändere ich lieber die Anodenwiderstände oder die Netzspannung des Verstärker von 230 auf 240Volt.


    Heinrich hat ein paar Threads vorher deshalb schon die Frage zum Unison simply Italy bzgl. Netzspannung gestellt.


    Danke,

    Thomas

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Moin,


    RFT EL34 sind nach Telefunken-Spezifikationen gefertigt und halten diese auch ein. Also 25W Anodenverlustleistung und 8W Schirmgitterverlustleistung zulässig.

    Ich habe zu diesem Thema mal den Simply Two näher betrachtet... Da hat sich ein ähnliches Bild ergeben. Der hat bei UL-Ausführung ungefähr 3,3W SG-Verlustleistung und 22,1W Anodenverlustleistung... Ultragrün.

    Kein Handlungsbedarf, lass einfach alles so, wie es ist, die Röhren sind nicht im Grenzbereich!


    Gruß, Matthias

  • Hallo Matthias,


    danke für deine Anteilnahme. Ich habe zu den RFT auch noch CV1741 bekommen. Diese haben bis zu 115mA bei 19,6V und eine Anodenspannung von 21,6V, was eine Gesamtverlustleistung von 28,1 Watt bedeutet. Anbei ein Bild der Röhre bei Betriebszustand im Dunkeln.


    Ich mache das selbe bei den RFT und den Tungsol und stell es zur Diskussion.


    Danke,

    Thomas

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    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Hallo zusammen,


    anbei ein Bild der Tungsol. Diese hat 26,43 Watt Gesamtverlustleistung.

    Die RFT laufen gerade warm.


    Der Gedanke ist, dass wenn ich bei dem Anodenwiderstand anstatt von 235Ohm auf 260Ohm gehe, das ich dann um ca. 2-3 Watt, je nach Röhre in der Gesamtverlustleistung sinke.

    Einfluss auf das Klangbild erwarte ich auf jeden Fall einen nicht mehr so straffen Bass!


    Wer hat dies bzgl. Erfahrungen?


    Grüße,

    Thomas

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    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

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  • Hallo Matthias,


    .. noch CV1741 bekommen. Diese haben bis zu 115mA bei 19,6V und eine Anodenspannung von 21,6V, was eine Gesamtverlustleistung von 28,1 Watt bedeutet....

    Hä? Anodenspannung 21,6V???


    Glühende Anodenbleche sind übrigens Scheice.


    Gruß, Matthias

  • Hi Matthias,


    ja, Messe Pin 1/8 gegen Masse = 21,6Volt


    RFT glüht ähnlich, zwar nicht ganz so aber auch. Aber nur eine. Bild im Anhang!


    Grüße,

    Thomas

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    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Quote

    Messe Pin 1/8 gegen Masse = 21,6Volt

    Das wäre dann die Kathodenspannung... indirekt auch die Gitterspannung, dann negativ.

    Anodenspannung ist zwischen 1 und 3.

    Kannst Du das Glühen mit bloßem Auge sehen, oder fummelt da die IR-Empfindlichkeit der Kamera dazwischen?

  • Hi,


    sry, klar. Anodenwiderstand und kathodenspannung. Bin schon ganz verwirrt :)

    Mit bloßen Auge auch, jedoch nicht so stark wie auf dem Bild. Leicht dunkelrot,..


    Grüße,

    Thomas

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Also,


    die 21,6V sind der Spannungsabfall am Kathodenwiderstand, macht Sinn, ergibt eine Anoden- + Schirmgitterstrom von ca. 92mA. Sieht doch plausible aus, ohne Näheres (über die Anodenspannung) zu wissen.


    Ich würde nicht so blind an den Widerstandswerten fummeln.

  • Adaptiertes Auge bei Dunkelheit... Dunkle Rotglut =600°C... Kein Grund zur Panik.

    Wobei ich denke, daß die 260 statt der 235Ohm kein sooo schlechter Gedanke ist.:/

    Glaube nicht, daß Du den Unterschied hören kannst...

    Vielleicht doch umbauen, wegen der Sicherheit!?


    Gruß, Matthias

  • Hi Matthias,


    genau das war der Grundgedanke. Anstatt der aktuell 2 parallel 470Ohm, einen 470 und einen 560er.
    Zwecks Sicherheit und Langlebigkeit teurer Röhren.

    Danke für die Bestätigung und deine Zeit,

    Thomas

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Gibt es einen vernünftigen Grund warum

    UNISON die Röhren so quält ?

    Klar, die verlassen sich auf die Datenblattangaben und wären damit gut im grünen Bereich...

    Allerdings gibt es Serienstreuungen... und dann wird es heikel.

    Daß nun ausgerechnet RFT EL34, die ich hier in etlichen Exemplaren vorliegen habe, sich in die Reihe der glühenden Kandidaten einreihen befremdet mich sehr... Solche Exemplare sollten nun wirklich nicht im Umlauf sein.

    Naja, die guten gingen ja auch TFK gestempelt in den Export...:)


    Gruß, Matthias

  • Hallo Matthias,

    Die CV1741 von Mullard (XF3) glühen noch mehr^^

    Ich glaube nicht das die Jungs in Mühlhausen da groß

    selektiert haben.

    Es liegt wohl mehr an der Blauäugigkeit der Entwickler.

    Laut dem Hersteller soll man die Röhren beim Service

    wechseln lassen. Bei einem Autobias Verstärker

    schon sehr merkwürdig.

    Übrigens die mit AEG gestempelten RFT sind schlechter.


    Gruß

    heinrich

  • Übrigens die mit AEG gestempelten RFT sind schlechter.

    Mit AEG gestempelte EL34 waren mal in einem Labormuster der Klimo Kent, die ich über einen Hifi-Händler erstehen konnte. Die Röhren haben zumindest lange gehalten und zeigten keine Auffälligkeiten. Klanglich kann ich da wenig zu sagen. So doll war der Kent nicht. Als Ersatz hatte ich dann welche die mit Siemens gestempelt waren und die bekamen sofort rote Backen. Sie sahen innen auch recht filigran aus. (Kent hat auch Autobias). Hatte dann sofort noch welche von 'Ruby' besorgt und die waren OK.

    VG Jürgen

  • Hallo zusammen,


    hab gestern den Widerstand auf 260Ohm umgelötet. Das Klangbild ist minimal anders, möglicherweise auch Einbildung. Ich meine das ein wenig Durchzeichnung verloren gegangen ist, zugunsten der räumlichen Abbildung. Wie gesagt, kann auch Einbildung sein,...

    Leicht glühen tun die RFT noch immer!

    Aktuell 25,5 Watt Gesamtverlustleistung!


    Sind meine Lautsprecher schuld? 2x8 Ohm Chassis parallel.


    Grüße,

    Thomas

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Moin Thomas,


    Mach Dir mal keine Sorgen.

    Die Lautsprecher sind es auf jeden Fall nicht. Nur hast Du scheinbar ein paar Röhren vom oberen Ende der Streuung erwischt.

    Glühen der Anoden ist eigentlich nicht sooo schlimm, wenn es moderat ausfällt. Die Anoden in EL34 sind aus P2-Blech gefertigt (Eisenblech mit Aluminiumplattierung). Eigentlich wirkt die Aluminiumschicht als Getter (absorbiert Restgase im Vakuum)... jedoch giebt sie die Restgase bei zu hoher Erwärmung (also Orange- oder Gelbglut) sehr schnell wieder ab... Deswegen sind Röhren mit solchen Anoden auch meißt Schrott, wenn die einmal richtig aufgeglüht haben.

    Das würdest Du merken. Also, keine Gefahr... weiter machen.


    Gruß, Matthias