"Winter is coming" ... 2.) Shakti und der Acoustical Systems (Brakemeier) AXIOM 12" Tonarm.

  • Nachdem ich mich im ersten "Winter is coming" thread mit einem der besten Tonabnehmer der Gegenwart, dem


    - Etsuro Urushi Gold (UVP 13.300,- eur)

    "Winter is coming" ... 1.) Shakti und das Etsuro Urushi "Gold" MC System


    beschäftigt habe, steht nun die Wahl des optimalen Tonarms an.
    Auf dem Weg zu mir befindet sich aktuell ein


    - Acoustical Systems AXIOM 12' Tonarm
    (Leica finish, durchgehende Tonarm Verkabelung, UVP 20.750,- eur)


    https://cdn.website-start.de/p…coustical-Systems-(3).pdf


    Acoustical Systems ist die Firma von Axinia Schäfer und Dietrich Brakemeier, welchen man wohl zu den Urgesteinen der deutschen High End Landschaft zählen darf. In den langen Jahren seines Schaffens gab es von ihm sowohl Röhrengeräte, als auch Lautsprecher. Bekannt wurde Brakemeier aber mit dem kompromisslosen Laufwerk Apolyth, welches 1993 zum damals sehr hohen Preis von ca 50.000,- DM vorgestellt wurde.

    https://knipschild.net/Brakemeier/apolyt.htm


    Schaut man sich aber den beim Apolyth getroffenen Aufwand an und vergleicht diesen mit einem SME 30 Laufwerk, welches damals zu einer ähnlichen UVP gehandelt wurde, erscheint der Apolyth rückblickend zur Produkeinführung günstig.


    Die heutzutage für Spitzenlaufwerke aufgerufenen Preise erklären, warum ein Apolyth auch heutzutage noch zu den teuer gehandelten Gebraucht Produkten zählt.

    Brakemeier hat zur damaligen Zeit den Fidelity Research FR64s Tonarm bevorzugt, den er auch heutzutage noch als Maßstab setzendes Produkt sieht.

    In der Welt der Foren kann man die Meinung Brakemeiers zum FR64s im Audiogon Forum (nick: "dertonarm") verfolgen.

    Dort bin ich nach langer Brakemeier Abstinenz auch wieder auf ihn aufmerksam geworden.

    So habe ich mit dann intensiv mit dem 2015 vorgestellten


    - Acoustical Systems Aquilar Tonarm (UVP ab 8.800,- eur)


    beschäftigt.


    https://www.hifistatement.net/…coustical-systems-aquilar


    Faszinierend fand ich damals speziell die Headshell, die viele Verstellungen bei parallel ausgerichtetem Tonarm ermöglicht.

    Da ich mich zumeist mit Tonabnehmern für sehr schwere Tonarme beschäftige, habe ich den Aquilar nie gekauft, freute mich Abe rum so mehr, als ich auf einer Messe der


    - Acoustical Systems Ache headshell (UVP ab ca 500,- eur)


    https://www.hifistatement.net/…anten-der-arche-headshell


    gewahr wurde, die all diese Verstellmöglichkeiten an einer SME Anschluss kompatiblen Headshell bot.


    Mittlerweile habe ich mehrere dieser Headshells bei mir im täglichen Einsatz.

    In diesem Jahr der Corona Restriktionen habe ich mich entschlossen, im Rahmen der Möglichkeiten, meine Musik Anlage mit möglichst kompromisslosen Komponenten auszustatten. Meinen Weg zu diesen Produkten habe ich zB hier skizziert:

    Vorstellung des Avalon Acoustics Osiris Lautsprecher Systems


    Shakti ganz spontan, hört nun wieder mit Jeff Rowland :-)


    Die klanglichen Möglichkeiten dieser Lautsprecher / Endstufen Kombination macht Unterschiede bei der Signalquelle so deutlich hörbar, wie nie zuvor. Nachdem ich hoch erstaunt war, wie deutlich oberhalb meiner bisherigen Tonabnehmer das Etsuro Gold spielen kann und wie leicht diese klangliche Steigerung mit den neuen Lautsprechern nachzuvollziehen ist, habe ich mich entschlossen, meine bisherige Preisgrenze von ca 8.000,- eur UVP bei Tonarmen deutlich nach oben zu verschieben. In Frage kamen dabei zB auch der Reed 5T, der Graham Phantom Elite TI oder ein SAT Arm, auch den Schröder Reference habe ich mir dabei genauer angeschaut.

    Da es in Deutschland keine Möglichkeit gibt, diese Tonarme im Vergleich zu hören, habe ich mich letztendlich aus Gründen der Headshell Verstellmöglichkeit und der gut zu meinen Tonabnehmern passenden höheren effektiven Masse dazu entschlossen, auf meinem TechDAS AF3P Laufwerk einen AS Axiom Tonarm zu montieren.


    Der Axiom wurde von Brakemeier im Jahr 2013 vorgestellt und hat sich bis jetzt primär im asiatischen oder amerikanischen Raum verkauft . In Europa findet man den Axiom primär in England, dort gibt es wohl eine langjährige Tradition mit höchstwertiger Phono Wiedergabe. Interessanterweise hat der Axiom Tonarm aber in diesem Corona Jahr auch einige neue Liebhaber in Deutschland gefunden, so dass ich mit meiner Entscheidung in diesem Kalenderjahr nicht alleine stehe.


    Den Axiom Tonarm kann man in verschiedenen Versionen bestellen:


    - mit SME Wechselheadshell, dann gehört eine separate Arche zum Lieferumfang

    - mit fest montiertem Arche Headshell
    - in Standard Finish oder im wertigeren Leica finish in silber oder schwarz

    - mit durchgehender Tonarmverkabelung

    - mit DIN 5Pol Anschluss

    - in komplett Titan (UVP dann bis zu 60.000,-eur)

    - usw


    Der Tonarm wird mit einer einzelnen M5 Schraube befestigt, er benötigt diese Schraube in 233mm Abstand zur Tellermitte.

    Das eigentlich Tonarmlager sitzt auf einem Ausleger, was den Arm konzeptionell ähnlich zum Kuzma 4point aussehen lässt.


    Acoustical Systems bietet viele Adapter zu gängigen Tonarbefestigungen, zB SME, Kuzma usw an, so dass der Arm recht flexibel auch auf bereits gebohrten Tonarmbasen montiert werden kann.


    Ich habe mir nun einen Axiom in schwarzem Leica Finish mit durchgehender Tonarmverkabelung (mit XLR Steckern) sowie dem fest montierten Headshell bestellt und hoffe, dass ich diesen bis zum nächsten Wochenende geliefert bekomme.

    Ich freue mich schon riesig auf den Tonarm und werde in diesem thread weiter über diesen berichten!

    Natürlich ist der Tonarm auch in diesem Forum nicht ganz unbekannt:


    Axiom Tonarm

    Da ich den Tonarm aber gewerblich gekauft habe und entsprechend auch gewerblich anbiete, habe ich diesen thread neu gestartet und hoffe auf diese Art den AAA Forums Richtlinien für gewerbliche Anbieter am besten zu entsprechen.



    Gruss


    Juergen



    https://www.arche-headshell.de…iom-12-reference-tonearm/

    https://www.manualslib.com/man…Systems-Axiom.html#manual

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    The post was edited 1 time, last by shakti ().

  • Ich bin gespannt. :saint:


    Meiner spielt nun schon im verflixten 7. Jahr bei mir (und hatte den FR-66s abgelöst). Damals noch Rhodium-Finish.

    Aktuell dreht sich unter seiner Führung eine japanische Riverside aus den frühen 60ern.


    IMG_7380.jpeg


    Verflixt deswegen, weil ich überlege, auf die Titan-Version umzusteigen. Dafür müsste ich mich aber mal entschließen, anderes Geraffel zu verkaufen und mit dem Kaufen teurer Jazzplatten wenigstens zu pausieren.


    Übrigens: die alte Platine macht das hörbar alles mit!

    Viele Grüsse,
    Mario


    "Viele Antworten können mit ihren Fragen nichts anfangen." (Piet Klocke)

  • Bei dem "kleineren" Aquilar wäre meine "Schmerzgrenze" wohl schon überschritten.

    Ist aber ein interessanter Arm.

    Fehlt bei deinen Tonarmen nicht vielleicht ein Dereneville? Würde vom Preis her doch zu dir passen?


    Grüße

    Frank

  • Der Dereneville ist sicherlich ein toller Tonarm,

    doch mag ich auf meinem AF3P Laufwerk immer 4 Tonarme im Wechsel betreiben können. Macht System- und Tonarmvergleiche deutlich einfacher.

    Der Dereneville nimmt am am AF3P auf jeden Fall 2 Plätze weg.

    Auch mag ich es optisch, wenn die Arme am AF3P identische Längen haben, dh gerne alle in 9/10“ oder eben in 12/13“ Länge.


    Diese optische „ Geschmäcklerei“ liess mich auch den grossen Reed Arm ausschliessen.


    Auch dieser Arm verträgt sich, für meinen persönlichen Geschmack, optisch nicht gut mit anderen Tonarmen am Laufwerk.


    Gruss

    Juergen

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  • Ja, das macht Sinn.

    Wenn ich gleichwertige und auch preislich vergleichbare Sachen habe, dann spielt auch bei mir die Optik eine größere Rolle.

    Aber vielleicht kommt ja noch ein zusätzliches Laufwerk, da 4 Arme irgendwann nicht mehr reichen....

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der "kleinere" Aquilar, von den EInstellmöglichkeiten usw. vergleichbar?


    Grüße

    Frank

  • ...

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der "kleinere" Aquilar, von den EInstellmöglichkeiten usw. vergleichbar?


    Grüße

    Frank

    In der Tat, der Aquilar entspricht konzeptionell in vielen Bereichen dem Axiom. Der Axiom hingegen hat in Teilbereichen die aufwändigeren technischen Lösungen und Materialien (zB Titan). Insofern hat der Aquilar auf jeden Fall das bessere Preis / Leistungs Verhältnis, was auch die deutlich höhere Verbreitung erklärt.


    Gruss

    Juergen

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  • heute vormittag kam UPS mit einem grossen Paket von Acoustical Systems und ich war den ganzen Tag beschäftigt. Nun kommen die ersten Töne aus der Installation und ich bin happy, dass es technisch funktioniert. Nun habe ich die nächsten Tage Zeit alles am


    Acoustical Systems Axiom


    einzustellen :-)


    Bei dem Tonarm sind jede Menge Schablonen dabei, die auch erstmal montiert werden wollen, bevor man damit dem Arm und dem System zu Leibe rückt .


    Bis jetzt habe ich mich nur mit der kleinen Wasserwaage beschäftigt und Arm und Headshell in die Waage gebracht.


    Der Axiom hat an der Basis drei Spikes mit denen man den Arm, bzw den Lagerblock in die Waage bringen kann, anschliessend richtet man das Tonarmrohr parallel aus.

    Dies beiden Parameter bleiben bei den weiteren Einstellungarbeiten unverändert, denn nur so arbeitet gemäss AS das Lager mit minimalstem Widerstand.


    Die weiteren geometrischen Einstellungen werden am Headshell vorgenommen, dh VTA und Azimuth sind am Headshell einstellbar.

    Die Auflagekraft wird mit ca 70% am Gegengewicht eingestellt, unterschiedlich schwere Lateralgewichte ermöglichen hier eine Grundeinstellung. Die Feineinstellung erfolgt magnetisch. Diese Feineinstellung lässt sich sogar währen des Abspielvorgangs durchführen! Das Antiskating folgt einer dynamischen Kurve über dem Abspielradius, ist also nicht konstant über eine Plattenseite. Die Grundeinstellung erfolgt per Magnet und ist auch während des Abspielvorgangs durchführbar.



    Heute habe ich erstmal die Basisarbeiten vorgenommen. Ich hatte dazu zwei Tonarmbasen für mein TechDAS AF3P Laufwerk vorbereitet, eine 9" SME Basis und eine 12" Ikeda Basis, beide mal ursprünglich als GunMetal Basen für meinen ehm Micro Seiki SX 8000 angeschafft.


    Sympatischerweise passen diese Basen auch an den AF3P, sodass ich mit der SME Adapterplatte von AS die SME Basis Axiom tauglich machen konnte.


    Die Micro Seiki AX6G Basis gab es in verschiedenen Versionen, meine hat eine Gewindebohrung, mit wohl mal eine Tonarmruhebrücke/Halterung montiert war.


    Zum Glück hat diese Bohrung genau das für den Axiom geforderte M5 Gewinde! und sitzt auch mit dem passenden Abstand, so dass die 233mm Abstand der Bohrung zur Tellerachse einfach einzustellen sind.


    Herr Brakemeier empfahl mir nach einem Gespräch die massive AX6G als Tonarmbasis, die ich dann auch montierte. Zur Anpassung an die Tellerhöhe sind 3 Distanzscheiben im Lieferumfang des Axiom, die mittlere habe ich dann letztendlich montiert.

    Der Arm ist dann letztendlich schnell montiert, ist ja nur eine Schraube. Diese ist dann von den drei spikes umgeben, mit denen man den Lagerblock ausrichtet.

    Nun habe ich das Gegengewicht montiert und das Lateralgewicht angeschraubt.


    Mit der feinen Einstellung de lateralen Balance werde ich mich zu einem späteren Zeitpunkt beschäftigen, zum Start reicht mir die Grundeinstellung.

    Zum Start montiere ich das


    Mutech Hayabusa


    System.


    Shakti entdeckt das MUTECH RM - Kanda Hayabusa MC System (UVP ca 4500,- eur)

    welches mir zunehmend gut gefällt und welches ich mir vorher noch mal intensiv im Glanz und im Ikeda Tonarm angehört habe.

    Als Headshell Schrauben nehme ich wieder Titanschrauben, damit habe ich meistens die besten Erfahrungen gemacht.

    Nun noch den Tonarm parallel ausgerichtet, dann das System am Headshell in Azimuth und VTA auf Grundeinstellung gebracht, dh ebenfalls parallel eingestellt. Auch die Auflagekraft habe ich auf den mittleren Wert der Vorgabe justiert.

    Antiskating habe ich sehr klein eingestellt, zum Start stört eine zu kleine Grösse weniger, als eine zu grosse.

    Nun kam der grosse Moment und ich habe die erste Schallplatte aufgelegt und kann sagen, ich war echt happy, als auf Anhieb Musik aus beiden Kanälen kommt :-)

    Bei Installationen in dieser Preisklasse bin ich immer etwas nervös, erst recht, wenn das Produkt für mich Neuland ist.

    Nun habe ich den Axiom erstmals montiert und bin angetan von der "straight forward" Konstruktion, die sich eigentlich auch ohne manual erschliesst.

    Der Ingenieur in mir hatte auf jeden Fall viel Spas daran, dieses mechanische Puzzle zusammenzuschrauben :-)

    Und der Klang?

    Mit dem werde ich mich heute Abend mal was intensiver beschäftigen, soll erstmal was vor sich hin dudeln und später werde ich mich dann mit einem leckeren Getränk der Musik widmen :-)



    Gruss

    Juergen


    ps

    und all die tollen AS Schablonen werde ich dann bestimmt auch irgendwann zusammenbauen ;-)

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  • Bin gespannt Jürgen.

    Übrigens: das Hayabusa ist ein großartiges System, hab's gerade auch da und bin restlos begeistert. Aber nicht im vordergründigen Sinn...aber dazu später mehr :-)
    Beste Grüße
    Chris

  • Bin gespannt Jürgen.

    Übrigens: das Hayabusa ist ein großartiges System, hab's gerade auch da und bin restlos begeistert. Aber nicht im vordergründigen Sinn...aber dazu später mehr :-)
    Beste Grüße
    Chris

    kannst ja gerne Deine ersten Eindrücke im Hayabusa thread mitteilen.


    Shakti entdeckt das MUTECH RM - Kanda Hayabusa MC System (UVP ca 4500,- eur)


    Ist in der Tat ein faszinierendes System in diesem Segment.


    Auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich es im Axiom Arm noch mal neu kennen lerne :-)

    Gruss

    Juergen

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  • Hallo Juergen,


    ist schon eine Tendenz erkennbar, welcher TA schlußendlich im Axiom spielen wird?

    Vermutlich das Gold, oder?


    Musikalische Grüße

    Tom

    It´s 4:18 again...

    DPS3 iT + Colibri XGP

    DDX-1500 + FR64s + FR XF-1 L + Classic GME MKII

  • Nach einer langen Nacht mit viel Musik habe ich heute vormittag noch ein wenig mit der Einstellung gespielt. Da das Mutech Hayabusa aber ein recht präzise gefertigtes System ist, brauchte ich an der Grundgeometrie nicht viel ändern. Letztendlich ist das System nun minimal hinten angehoben. Aus Neugier habe ich diese Einstellung mal am Headshell und mal am Tonarm selber gemacht. Meine einen minimalen Vorteil zugunsten der Headshell Verstellung wahrzunehmen. Die Auflagekraft konnte bei den 1,9g bleiben, nur die Antiskating wollte dann noch ein Stück weit verändert werden, aber dies lässt sich am Axiom Arm einfach und relativ fein einstellen.


    Die Antiskating Kraft ist beim Axiom auf die AS spezifische Arm Geometrie abgestimmt und verändert sich über den Radius der Schallplatte, dh die Antiskating ist in einigen Bereichen nahe Null, in anderen Bereichen wird sie passend angehoben.


    Damit dies alles gut klappt gibt es beim Axiom noch ein Maß, welches üblicherweise nicht vorgegeben wird. Der Abstand zwischen der Innenseite des Headshells und dem Aussenrand der Schallplatte muss in Ruheposition genau 8,5cm betragen. Ansonsten würden die Skatingwerte über den Schallplatten Radius nicht korrekt sein.


    Ich habe das Hayabusa bei mir im Ikeda 407, im Glanz 124 und im SME 3012r gehört, jeweils immer im Vergleich zum Etsuro Cobalt und dem Soundsmith Hyperion System.

    Ich kenne also alle drei Systeme in den genannten drei Tonarmen und die jeweiligen Unterschiede. Alle drei Systeme haben ihren qualitativen Unterschied zueinander in diesen drei Tonarmen behalten, auch wenn natürlich die klanglichen Unterschiede der Arme klar nachzuvollziehen waren. Aber klar war immer, die Kombination, die mit dem Hyperion aufspielte war die klar beste. Da das Hyperion mehr als doppelt soviel kostet, als das Cobalt Blue oder das Hayabusa, machte dies auch alles Sinn für mich.


    Letztendlich habe ich das Cobalt Blue gerne im Ikeda 407 SS, das Hayabusa gerne im SME 3012r und das Hyperion gerne im Glanz 124 gehört, insofern war dies meine Ausgangslage.

    Nun habe ich das Hayabusa im Axiom Tonarm, der SME 3012r ist gerade nicht angeschlossen.


    Insofern kann ich die Axiom Hayabusa Kombination nun mit den wohlbekannten Glanz/Hypereion und Ikeda/Etsuro Paarungen vergleichen.



    Am gestrigen Abend und natuerlich den heutigen Vormittag beim Einstellen habe ich nur mit dem Hayabusa gehört, so dass meine Neugier natürlich sehr gross war.


    gehört habe ich unter anderem mit:





    Als erstes durfte bei den Platten das Etsuro Urushi Cobalt Blue spielen. Nach den ersten Minuten hatte ich aber das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt. Die Musik klang im Vergleich, lahm, verhangen und merkwürdig undynamisch. Sofort hatte ich den Verdacht, dass ich bei den Umstöpseleien an der Vorstufe das Etsuro System mit der falschen (und viel zu niedrigen) Impedanz abgeschlossen hatte.

    Aber dem wahr nicht der Fall. Das Etsuro war noch genau so angeschlossen, wie in den letzten Tagen auch.


    Sollte also die Axiom/Hayabusa Kombination soviel besser spielen?

    Entsprechend habe ich dann auf den ewigen Gewinner meiner Vergleiche, die Glanz / Hyperion Kombination gewechselt.

    Das war nun zwar (wie immer) besser, als die Ikeda/Etsuro Kombination, und somit dem Axiom/Hayabusa set up ähnlicher.


    Aber zu meinem grossen Erstaunen, spielte die Axiom/ Hayabusa Kombination immer noch klar besser, als das Hyperion im Glanz Tonarm.

    Insofern wird mir im Moment gerade klar, um ein wie vieles der Axiom Tonarm besser spielt, als meine bisherigen Tonarme. Der Axiom schafft es mit einem halb so teuren Tonabnehmer deutlich besser zu klingen, als meine bisherige Referenz Kombination.


    Nun werde ich versuchen die klanglichen Unterschiede noch etwas weiter zu eruieren, im Moment bin ich einfach erstaunt ob der zu hörenden Performance.


    Preislich liegen die Axiom (durchgehende Verkabelung) / Hayabusa Kombination mit 25k und die Glanz 124 / Hyperion / gutes Phonokabel Kombination mit 20k in durchaus vergleichbaren Preisbereichen.


    Bin auf jeden Fall auf die weiteren Eindrücke neugierig, auch wie sich andere Tonabnehmer im Axiom Tonarm so machen.

    Der erste Eindruck ist auf jeden Fall, dass es kein Fehler war, im Bereich Tonarm aufzurüsten und mal den nächsten Schritt zu wagen.

    Meine bisherige Erfahrung kennt es ja durchaus, dass preiswertere Tonabnehmer in guten Tonarmen deutlich besser spielen, als in einfacheren Armen. Dass aber auch solch teure Tonabnehmer, wie das Hayabusa, nochmals so deutlich von einem besseren Tonarm profitieren können ist spannend :-)

    Mal schauen, wie sich der Arm weiter entwickelt, wenn ich mich mehr eingehört habe, kann ich mich nochmals mit der Feineinstellung auseinandersetzen !

    Gruss

    Juergen


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  • Soviel macht die alte AX.6G Armbase aus .... :huh:

    Die ist in der Tat gut, allerdings habe ich den Vergleich zwischen TechDAS und Micro Seiki G- Basen bereits mit dem Ikeda und dem Glanz Arm durchprobiert.

    Bei mir spielen Glanz und Ikeda Arm deshalb mit den schweren Gewichten als Kontermutter, dies gleicht den Unterschied zwischen den Basen stark aus. dh mit diesen Gewichten gibt es nahezu keinen wahrnehmbaren Unterschied mehr zwischen den unterschiedlichen Tonarmbasen .

    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Sehr schönes Stück Feinmechanik. Das Finish finde ich auch sehr überzeugend, nur eine Sache würde mich kolossal stören, und das ist der verchromte Liftkörper, der aus dem sonst matten Rahmen fällt.

    Zum Glück komme ich nicht in die Verlegenheit, mich zuhause darüber ärgern zu müssen :)

    Ich hab nur einen Audiocraft AC3300, aber auch dessen Mechanik hat mich schon beeindruckt, und ich kann die Faszination durchaus nachvollziehen, die so ein Tonarm ausübt.

    Schade, dass im Moment deine Workshops aus naheliegenden Gründen nicht stattfinden können, ich würde mir gerne mal anhören, ob das grosse Besteck wirklich so viel besser klingt als mein zusammengestoppeltes Zeugs.

    Aber irgendwann...

    Liebe Grüße aus Sülz,

    Auch Jürgen ;)

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

  • ....Sehr schönes Stück Feinmechanik. Das Finish finde ich auch sehr überzeugend, nur eine Sache würde mich kolossal stören, und das ist der verchromte Liftkörper, der aus dem sonst matten Rahmen fällt...

    Im Original fällt das kaum auf, da unter anderem auch die Rändelschrauben zur TA Höhenverstellung glänzend sind. Zumindest ist es mir noch nicht störend aufgefallen. Auf den Bildern sind auf den Rändelschrauben noch die Plastik Schoner aufgeklebt. Nun glänzen auch diese Flächen :-)


    Gruss

    Juergen

    ps

    und ja, würde auch gerne mal wieder workshops machen, vermiss all die netten Menschen im Haus.

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  • Hallo,

    Die Lifteinheit ist ein Standard-Lift, der in zig anderen Armen auch im unteren 3-stelligen Bereich verbaut ist. Wahrscheinlich gibt es den als OEM-Ware für 5$, zumindest wenn man 500 Stck abnimmt... Aber wenn es sanft absinkt, ist es ja gut, mehr muss er ja nicht tun.

    Ich wundere mich aber schon, dass man diesen Lift seit 30 Jahren immer wieder begegnet.

    Schöne Grüße
    Balázs

  • Hallo Juergen,

    was zeichnet diesen Arm konstruktiv aus?

    Was könnte der Grund sein, weshalb du ihn als so viel besser einstufst als die anderen Arme auf deinen TechDas?

    Die Headshell ist schon mal speziell, aber die hattest du ja bereits vorher im Einsatz.

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Hallo Juergen,

    was zeichnet diesen Arm konstruktiv aus?

    Was könnte der Grund sein, weshalb du ihn als so viel besser einstufst als die anderen Arme auf deinen TechDas?

    Die Headshell ist schon mal speziell, aber die hattest du ja bereits vorher im Einsatz.

    Versuche mal zu antworten, bin aber kein Tonarmentwickler, dh wirklich nur ein Versuch:

    - Die Tonarmbefestigung an der Tonarmbasis mit nur einer M5 Schraube ergibt einen einzigen kontrollierbaren Punkt zur Energieweiterleitung

    - Die Dreipunktlagerung der Tonarmbefestigung ermöglicht eine parallele Ausrichtung des Armlagers zur Plattentellerebene. Bei den meisten Drehern gibt es in diesem Bereich Fertigungstoleranzen, die sich über die Längen bis hin zu Armlager und Nadelspitze aufaddieren. So kann dan Lager über die gesamte Plattenlänge im widerstandsarmen Bereich laufen


    - Das Tonarmrohr besteht aus einem äusseren Rohr aus Tital und einem inneren Rohr aus Carbon, welche sich nur an den Endpunkten berühren, das Rohr ist mit einer Dämpfungsflüssigkeit gefüllt


    - Ein in Gewicht und Position anpassbaren Lateralgewicht (gab es früher öfters ist wegen des Aufwandes aus der Mode gekommen)

    - VTF und Antiskating können sehr fein über Magnet eingestellt werden, dies kann während des laufenden Betriebes erfolgen


    - Die Antiskating Kraft ist nicht linear über die Plattenseite (wie eigentlich bei allen anderen Armen), vielmehr ändert sich diese dynamisch über den Tellerradius.


    - ausgesuchter Materialmix


    - Lagertoleranzen


    - Das Gegengewicht ist dreiteilig, so dass ich den den Nullpunkt der VTF an verschiedenen Positionen des Gegengewichtes vornehmen kann, dh schweres Gewicht nahe am Tonarmlager , oder eben leichtes Gewicht mit grösserer Entfernung vom Lagerblock. Dies ändert die dynamischen Widerstandskräfte des Armes. Man kann den Tonarm auf diese Art optimal an die Nadelnachgiebigkeit, bzw dynamischen WiderstandsKräfte des Tonabnehmers anpassen




    offensichtlich führen diese Design Aspekte des Tonarms in der Summe zu einer ausgesprochen guten Performance. Viele dieser Aspekte sind auch im deutlich preiswerteren Aquilar umgesetzt, kann mir bei diesem also auch eine gute Performance vorstellen (muss ich mal bei Gelegenheit ausprobieren)


    Gruss

    Juergen

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  • Hallo,

    Die Lifteinheit ist ein Standard-Lift, der in zig anderen Armen auch im unteren 3-stelligen Bereich verbaut ist. Wahrscheinlich gibt es den als OEM-Ware für 5$, zumindest wenn man 500 Stck abnimmt... Aber wenn es sanft absinkt, ist es ja gut, mehr muss er ja nicht tun.

    Ich wundere mich aber schon, dass man diesen Lift seit 30 Jahren immer wieder begegnet.

    Ich gehe ja auch viel mit sehr alten Tonarmen um, wenn es an den Tonarmen mal etwa gibt, was kaputt ist, ist es zumeist die Daempfung des Tonarmliftes. So dass ich schon öfters versucht habe einen Ersatz zu finden. Froh, bin ich dann immer, wenn es sich um eine Standardkonstruktion handelt und ich das gesamte Bauteil einfach wechseln kann.

    Insofern freue ich mich eigentlich, dass dieses Verschleissteil OEM ist und sehr einfach wechselbar ist. Die Funktion ist im übrigen sehr gut!


    Und danke für die Beispiels Zahl von 500 Stück :-)

    Der Hersteller würde sich sicherlich freuen, wenn es einen Markt für den Axiom in dieser Grössenordnung geben würde ;-)


    Gruss

    Juergen

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