"Winter is coming" ... 3.) Shakti und der Graham Phantom Elite TI 10" Tonarm & das TechDAS TDC01 Ti System

  • In den vergangenen Wochen habe ich mich verschiedenen analogen Themen im Top Segment gewidmet,

    einmal habe ich den Tonabnehmer Schöpfungen von Herrn Matsudaira nachgespürt, welches hier zu lesen ist:

    Shakti beschäftigt sich mit My Sonic Lab Tonabnehmern, zB dem MSL Signature Platinum


    Shakti erfreut sich am Murasakino Sumile Tonabnehmer :-)



    Beschäftigt man sich mit Herrn Matsudaira, kommt man kaum um Herrn Nishikawa herum, der sich nach seiner Zeit bei Micro Seiki um den Import von Graham Tonarmen nach Japan beschäftigt hat.


    Dies geschah räumlich gesehen nur wenige 100m von der Werkstatt von Herrn Matsudaira statt.


    So verwundert es kaum, dass sich die Wege der beiden immer wieder kreuzten.


    Von Nishikawa kommen mittlerweile die TechDAS Laufwerke, die ich unter anderem hier vorgestellt habe:


    Shakti beschäftigt sich mit TechDas Plattenspielern



    Insofern war es nur eine Frage der Zeit, dass im TechDAS Produktangebot ein Tonarm und ein Tonabnehmer auftauchen, die mit Herrn Graham und Matsudaira zusammen entwickelt wurden, bzw deren Konstruktionen zur Basis haben.


    So hat es mich sehr gefreut, ein


    - TechDAS AF3 Premium (UVP 34.500,- eur )


    Laufwerk, mit einem


    - Graham Phantom Elite Titan (UVP 21.750,- eur)


    Tonarm, sowie dem passenden


    - TechDAS TDC 01 Titan (UVP 10.250,- eur)


    Tonabnehmer auszustatten.

    dazu kam dann noch das passende schwere Platten Tellergewicht:

    - TechDAS Disc Stabilizer Ultimate Tungsten (UVP 4.750,- eur)


    Diese Kombination verbindet all die Erfahrungen, die sich Nishikawa in seinem langjährigen Schaffen erarbeitet hat.


    So hatte er klare Vorstellungen, wie das Gehäuse seines Tonabnehmers auszusehen hat. Es unterschiedet sich in Form, Konstruktion und Material deutlich von den My Sonic Labs Serien Tonabnehmern, auch wenn es auf dem MSL Platinum Signature aufbaut. Nishikawa ist ein grosser Freund von Titan im Bereich analoger Komponenten, insofern verwundert es nicht, dass es das System in Titan gibt.


    Dazu passend hat er einen Graham Arm im Programm, dessen headshell genau zur Kontur des Tonabnehmers passt und somit einen sehr kraftschlüssigen Verbund eingeht. Natürlich ist auch der Graham Tonarm aus Titan Komponenten aufgebaut.


    Der Aufbau dieser feinen Komponenten ist recht klar und nahezu selbsterklärend, man merkt, dass Nishikawa ein Freund Schnörkel losen Designs ist. Als Dipl Ing machen mir solche Komponenten riesigen Spass!


    Insofern erreicht man schnell den Punkt, dass die ersten Töne erklingen und man kann sich dem einstellen und abstimmen dieser Plattenspieler Zusammenstellung widmen.

    Im Vergleich zu meinen sonstigen Armen auf dem AF3P klingt die Graham/TechDAS Kombination sehr dynamisch und "schnell" .

    Die Präzision ist atemberaubend, percussive Anschläge kommen ohne Ansatz präzise und mit Druck.

    Meine übliche Schallplatte zum Einstellen von Arm/System Kombinationen (eine der letzten beiden Leonard Cohen LP's) klingt im Vergleich schon fast überpräsent, aber das liegt wohl an meiner persönlichen Konditionierung, mag ich es doch zumeist lieber etwas dunkler in der Gesamtabstimmung.


    Insofern muss ich mich bei der Abstimmung dieser Kombination immer wieder beherrschen, diese nicht in Richtung der klassischen MSL Tonabnehmer einzustellen, sondern zu akzeptieren, dass die Graham und TechDAS Titan Komponenten zusammen etwas schlanker als gewohnt spielen.


    Interessant war für mich dann der Vergleich der beiden TechDAS Tellergewichte, das leichtere unterstrich die hohe Auflösung, zu der diese Kombination in der Lage ist. Das schwere Tungsten Gewicht hingegen rundete dieses set up perfekt ab, indem es einen Hauch mehr Druck im Grundton- und Bassbereich ermöglicht.

    Man merkt deutlich, dass diese Komponenten offensichtlich zusammen abgestimmt worden sind.

    Macht so auf jeden Fall sehr viel Spass! Man mag sich kaum vorstellen,

    wie gut dieses set up noch wird, wenn es hinreichend eingespielt ist!



    Gruss


    Juergen




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  • Rund 66 K € ist schon gewaltig . So etwas würde ich gerne mal sehen und hören.

    Da komme ich als Krankenpfleger nie dann.


    LG Jo

    Über Preise bei Highend zu diskutieren, ist recht sinnfrei.

    Mein Laufwerk kostet mit den 2 Armen vielleicht die Hälfte.

    Ich weiß zwar das es nach Oben noch Luft gibt, aber die wird mit immer mehr Geld teuer bezahlt.

    Leider ist doppelt so teuer nicht doppelt so gut.

    Hätte ich bei meinen Sachen immer die UVP zahlen müssen, dann hätte ich das nicht so wie es jetzt ist.

    Einen TechDas, der noch recht neu ist, wird man wohl kaum gebraucht für die Hälfte bekommen.

    Aus meiner Erfahrung heraus ist es meist sinnvoller mehr Geld ins Laufwerk zu stecken, als in Arm und System. Vermute daher das dieser Arm und das System auf einen größeren TechDas noch weit mehr zeigen könnten.

    Obwohl ich viel gewohnt bin, sind mir beim Preis des Tellergewichts aber die Tränen gekommen. Ich dachte ich bräuchte eine neue Brille.


    Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, Plattentellergewichte in verschiedenen Preisklassen bei mir zu Hause zu Hören.


    Grüße

    Frank

  • Aber selbst für die Hälfte oder ein Viertel, ist ohne Lottogewinn da nicht drann zu Denken.

    Die Gefahr die ich für mich sehe, wenn so eine Anlage erschreckend Besser ist als meine (Und das wird sie sein), was wird aus meinem Musikhören zu Hause? Also besser, nicht nach Kölle fahren.

    Trotzdem schön das es so was gibt.


    LG Jo

  • Man könnte es aber auch als Chance nutzen, sich solche Komponenten/Anlagen einmal entspannt anzuhören, ihren Klang zu studieren und für sich heraus zu arbeiten, was einem daran gefällt oder nicht. Also Klangeigenschaften, nicht Produkte. Diesen Eindruck idealerweise im Kopf abspeichern und dann nach Komponenten suchen, die diesem Eindruck ganz oder teilweise am nächsten kommen und in den eigenen Möglichkeiten liegen.


    Ich habe es früher ähnlich gemacht und kenne auch andere Leute, die dem so taten - je auf ihre Weise. Keiner davon hat einfach die Anlage gekauft, die er gehört hatte. Jedenfalls nicht vollständig. ;)

    Viele Grüsse,
    Mario


    "Viele Antworten können mit ihren Fragen nichts anfangen." (Piet Klocke)

  • Rund 66 K € ist schon gewaltig . So etwas würde ich gerne mal sehen und hören.

    Da komme ich als Krankenpfleger nie dann.


    LG Jo

    In einer Welt, in der ein Plattenspieler 66k kostet, kann es keine Krankenpfleger geben, die soviel Gehalt bekommen, wie sie eigentlich verdienen.


    Grüße,


    Ingo

    Jazz is the teacher, funk is the preacher.

  • Ist doch eigentlich auch Wurscht, einen virtuellen Kniefall quasi allein aufgrund des Preises finde ich immer etwas übertrieben. Luft nach oben ist immer, insbesondere im Preis. Aber selbst mit Lottogewinn, wäre das alles nix für mich, auch keine Uhr für 50k oder gar ne Million. Preis Leistung steht in keinerlei Relation und das er automatisch besser als günstigere Arme ist (was auch schon teuer ist) - naja :P ... auf jeden Fall kann man sich aber damit von anderen absetzten.


    Bevor das jetzt falsch rüberkommt, für ne Null weniger im Preis, würde ich sogar überlegen. Und natürlich freue ich mich mit, finde diesen wirklich sehr schön (im Gegensatz zu dem anderen kürzlich vorgestellten Arm) und glaube auch, dass der ganz dufte funktioniert ... und ich gönne es wirklich jedem, der es sich leistet und leisten kann*




    * ... aber auch nur dann, wenn man sich gleichzeitig nicht zu schade ist, auch mal ne anständige Summe vernünftig an Bedürftige zu spenden, Geld ist ja kein Problem. Viele haben nicht das Problem, ob sie sich nen Tonarm für 50, 500, 5.000 oder 50.000 ... kaufen, die überlegen, wie sie die paar Piepen für die nächste Mahlzeit oder medizinische Versorgung ihrer Kinder zusammenkriegen ...

    Und nein, hier muss keiner ne Spendenquittung einstellen, ist nur mal so als Anregung gedacht ...

    VG
    Mario

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  • Hallo Mario,


    deinen Ansatz verstehe ich zwar in moralischer oder sozialpolitischer Hinsicht zu 100%, er ist auch bestimmt richtig. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob er hier hingehört...

    Wer sich "so" etwas leisten kann, dem sei es gegönnt. Andere, die das nicht können, können sich evtl. zumindest daran erfreuen, dass es so etwas gibt.

    Moralische oder sozialpolitische Appelle, so richtig sie auch immer sind, sollten indessen in anderen Foren ihren Platz finden. Kann man sich darauf nicht, unausgesprochen, einigen?

    Hier geht es um unser aller Hobby, das jeder nach seinem Gusto und seinen Möglichkeiten mit viel Freude betreiben kann. Probleme gibt es, auch ohne Covid 19, genug in der Welt, seien sie global oder auch höchstpersönlich. Wenn ich nun Musik höre, ob nun auf einem TechDAS AF I bis V oder einem Dual aus den 70ern, will ich gerade diesen Problemen mal kurz entfliehen.


    lg

    ih

  • Adorno: "Es gibt kein richtiges Leben im falschen" (Aus den Minima Moralia / Asyl für Obdachlose) Ich finde es bei den gegenwärtigen Weltläufen zunehmend schwieriger, beim Musikhören alles auszublenden...

    „Doubt everything...“

  • Wie schon gesagt, ich gönne es auch jedem, der dann auch nicht nur an sich denkt - weil es ihm finanziell nicht weh tut, aber viel damit bewirken kann/könnte, völlig unabhängig um welche Luxusgüter es sich handelt ... 🍻


    will hier keinen an den Pranger stellen und nix unterstellen - wie gesagt, war nur als Anregung/Denkanstoß gedacht 🍻


    Wollte auch keine Diskussion darüber anstoßen und wenn nur einer daraufhin etwas tut, was er sonst vielleicht nicht gemacht hätte (weil man nicht dran denkt), hätte der Beitrag schon was positives gebracht 🙂

    VG
    Mario

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  • Adorno: "Es gibt kein richtiges Leben im falschen" (Aus den Minima Moralia / Asyl für Obdachlose) Ich finde es bei den gegenwärtigen Weltläufen zunehmend schwieriger, beim Musikhören alles auszublenden...

    Das kommt auf die Musik an. 8) Achtung! Wir gehen mächtig of topic, und zwar bezogen auf das ganze analog forum!!!

  • Ich möchte zu bedenken geben,


    dass eine Menge Menschen mit solchen "teuren" Produkten ihr Brot verdienen.


    Angefangen bei der Entwicklung, Forschung und Konstruktion,

    über die vielen Zulieferfirmen, die qualifizierte Menschen beschäftigen,

    von der Endmontage und der Auslieferung über den Vertrieb,

    bis zum Händler der das Aufstellen beim Kunden leistet,


    sind viele Menschen beteiligt, die davon ihre täglichen Brötchen bezahlen.

    Es ist nicht so, dass nur Einer oder sehr Wenige sich "die Taschen voll machen"


    LG Rainer