• Doch, habe ich.
    Als Gewerblicher (der die Melto auch anbietet)
    darf ich diese aber nur im gewerblichen Teil des Forums schreiben :-)

    In diesem Forum sind meines Wissens einige Melto in Gebrauch,
    manchmal braucht eine Antwort einfach etwas Zeit.


    Vielleicht magst Du die Frage auch etwas spezifischer Stellen, zB


    - Erfahrungen mit welchem Tonabnehmer, welcher TA wird empfohlen

    - Erfahrungen mit MM/MC
    - Erfahrungen mit externen Übertragern
    - Erfahrungen mit unterschiedlichen Phonokabeln
    - Erfahrungen mit Röhren/Transistor Vorverstärkern / Vollverstärkern
    - Brummen/Rausch&Störfreiheit
    - Erfahrungen mit verschiedenen Röhren

    - usw usw

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel
    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Hallo Jürgen,


    es geht mir darum, dass jemand, der eine melto2 betreibt, schildert, womit er dies tut und ob er unter diesen Umständen die melto vergleichen kann mit anderen Phonostufen.


    Dass du die melto vertreibst, weiss ich ja, habe ich sie doch von dir.


    Ich kann nur schreiben, womit ich die melto betreibe, nämlich mit Phasemation PP-300, Ortofon MC A90 und SPU Synergy.

    Mit allen genannten TA geht die melto wunderbar, ohne jedes Rauschen oder Brummen. Allerdings habe ich die Electro Harmonix 6922 ausgewechselt gegen NOS Telefunken E88CC, was der Performance nochmal einen Schub verlieh.

    Der Klang ist in meinen Ohren sehr gut, allerdings kommt er nicht ganz in allen Punkten an den des silvercore mc pro mit Audion Premier heran, dafür hat die melto drei Eingänge, und das war mir wichtiger als das wirklich nur kleine Quäntchen mehr Klang.


    Ich bin mit der melto2 hoch zufrieden, trotzdem interessiert mich schon, was andere Nutzer davon halten!


    Gruß

    Michael

  • Hallo Michael,


    ich hatte die Melto2 letztes Jahr November (2019) bei mir zu Hause im Test. Das neue Gerät wurde zunächst ca. 130h eingespielt (dazu eignet sich übrigens ein Vollautomat aus den 80er ganz hervorragend, als Platte kam der „Saturday Night“-Soundtrack zum Einsatz).


    Optisch hätte die Melto2 ganz hervorragend in mein Setup gepasst, da bereits der Gordian von LAB12 im gleichen Gehäuse-Design vorhanden ist. Die Bedienung der wirklich zahlreichen Einstellungen vorne am Gerät, drei Eingänge und - bei mir sehr wichtig - zwei Ausgänge (in RCA und XLR) sind ebenfalls top.


    Leider passte es aber von den klanglichen Qualitäten nicht in mein Setup. Das Klangbild war sehr „dünn“ und „nüchtern“ und es stellte sich nicht wirklich eine räumliche Tiefe ein.


    Als Beispiel zur Verdeutlichung sei mal exemplarisch dieses Album hier genannt:

    https://www.jpc.de/jpcng/popro…iana-torrini/hnum/5499767


    Zu Beginn dieser tollen Liveaufnahme gibt es allerhand Perkussionsinstrumente zu hören.Diese wurde von den übrigen Phono-Pres im Test (Phonolab 1.0 von „as“, Graham Slee Accession, Celio von Grandinote, McIntosh MP100 und Phono-Pre des Devialet 400) sehr plastisch und mit einer räumlichen Tiefenstaffelung wiedergegeben.

    Mit der Melto2 war nahezu die komplette Tiefe verschwunden und es klang aller auf einer Ebene. Dazu wirkten die Instrumente klanglich irgendwie „verfremdet“ - ganz so, als würde ein anderes Mastering des Albums vorliegen. Zudem fehlte es „untenrum“ einfach an Druck und Kontrolle, wirkte wenig fokussiert und eher diffus. Ist schwierig zu beschreiben (und ja auch schon eine Weile her...).


    Direkt am KH-Verstärker „Luminare“ von AudioValve machte der Melto2 hingegen mit dem Stax 009 einen wirklich guten Job und agierte hier vielleicht zu „üppig“ im Mitteltonbereich. Jedenfalls harmonierte das Gerät hier deutlich besser als am Devialet und wäre im reinen KH-Betrieb sicher in die engere Wahl gekommen. Bei nur einem Plattenspieler hätte ich hier (KH-Wiedergabe) aber definitiv den Celio von Grandinote gewählt - die Kombination aus DPS3/Colibri, Melto2 + Luminare/009 war nahezu perfekt und lag auch merklich von dem Phonolab von as.


    Als Tonabnehmer hatte ich damals noch das AT33 EV und leihweise ein ART9 von AudioTechnica im Einsatz, das Colibri spielt ja nach wie vor auf dem DPS3.


    Vielleicht helfen Dir ja meine Zeilen ein wenig zur „Einordnung“ des Melto2 - wenn Du allerdings mit dem Gerät „hoch zufrieden“ bist, ist doch alles bestens... :)


    Musikalische Grüße

    Tom

    Is that what you wanted, Alfred?

    DPS3 iT: Colibri XGP

    DDX-1500: FR64s/T-550/Classic GME MKII - TA-1/Fideles,Master3,Seto Hori



  • Hallo Tom,


    ja, ich bin "hoch zufrieden", wobei sich dieses "hoch zufrieden" immer nur auf mein setup und Phonostufen ähnlicher Preislage bezieht, insofern, da hast du Recht, ist alles bestens und es geht auch nicht um eine Neuanschaffung oder um einen Verkauf der melto2.

    Ich hatte mal eine silvercore phono two silver, deren Klang wirklich phantastisch war. Leider war das Ding die meiste Zeit defekt und somit verschiedene Male innerhalb eines Jahres beim Hersteller, bis ich es dann endgültig zurückgegeben habe. Im übrigen hatte sie nur einen Eingang.

    Diese Phonostufe, mit mehreren Eingängen und funktional zuverlässig, wäre für mich optimal. Obwohl ein Preis jenseits der 7.000 € auch schon heftig ist.


    Vielleicht gibt's ja noch mehrere Beiträge zum Thema?


    Gruß

    Michael

  • Hallo Michael,


    bei mir spielt die melto2 jetzt seit 10 Tagen, das ist für definitive Erfahrungen noch etwas früh. Die momentan genutzten Toabnehmer sind Shelter 901, AT 150 MLX und AT 33 mono, ein Phase Tech P-3G ist gerade unterwegs zu einem Rebuild.

    Vorher nutzte ich die Whest PS30R und die monophonic von Michael Fehlauer, die mit dem AT 33 mono wirklich ausgezeichnet spielt.


    Nach den ersten Tagen höre ich als Pluspunkte der melto heraus:

    _Sie ist sehr ruhig (wunderbar, wie die Musik aus der Stille heraus und wieder hineintritt).

    _Sie hat eine sehr "musikalische" Abstimmung im Sinne eines lebendigen, farbigen, homogenen Klangs, d.h. an sich gefallen mir alle Musikstile - und das war schon bei einigen sehr guten Phonostufen eher nicht der Fall.

    _Die Räumlichkeit gefällt mir auch sehr gut, obwohl ich diese auch bei Whest sehr schätze.

    _Das AT 150 MLX klingt ausgezeichnet, bisher fehlte ihm immer ein Schuss Geschlossenheit.

    _Auch in der Einstellung "mono" klingen beide Stereo-Abtaster so gut, dass die monophonic keinen Vorteil mehr bringt. Das AT 33 mono klingt auf beiden toll, aber etwas verschieden.


    Potenzielle Kritikpunkte bisher (allerdings eingedenk der noch kurzen Einspielzeit):

    _bei Techno und anderen elektronischen Musiken fehlt mir etwas Sehnigkeit / Trockenheit im Bass - das kann die Whest besser. Der Tiefbass ist bei der melto hintergründiger.

    _Die internen Übertrager LL9226 sollen wohl einige Einspielzeit benötigen, scheinen mir für MC-Betrieb aber nicht viel mehr als eine Notlösung. In den ersten Tagen klang es jedenfalls nicht wirklich toll - der MC-Klang konnte sich nicht weit vom MM abheben. Das Shelter 901 über den Shelter-Übertrager 411mk2 ist dagegen eine andere Welt. Ich bin schon gespannt auf die PhaseTech-Kombi P-3G / T-3. Dagegen habe ich irgendwie keine Lust, die internen Übertrager einzuspielen.


    Hauptgrund für den Kauf der melto waren die drei Eingänge - damit brauche ich nur eine weitere Phonostufe (Eigentlich ging ich davon aus, dass ich die Whest zur Refinanzierung verkaufen könnte, nun wird es möglicherweise auch die monophonic).

    An die wunderbar intuitive Einstellbarkeit von allem und jedem gewöhnt man sich so schnell, als sei das seit jeher normal. Das mühsame Prozedere des Deckelabschraubens zum Erreichen der internen Dip-Schalter bei der Whest bremste immer meine Lust aufs Rumprobieren - hier ist das en passant zu erledigen (bis hin zu drei Mono-Entzerrungskurven). Die melto bleibt auf jeden Fall und das soll als Lob erstmal genügen. Mit viel mehr Geld geht besser natürlich immer (kurz war ich hinter einer gebrauchten AMR-77 her, die aber zu schnell weg war). In ihrer Preisklasse aber ist sie sehr zu empfehlen, sofern man nicht nach einer ganz euphonischen Röhrenstufe sucht.


    Auf weitere Eindrücke von anderen hier bin ich ebenfalls sehr gespannt. Jemand empfahl in einem anderen Thread Telefunken-Röhren, leider habe ich diesen Tipp nicht mehr gefunden.


    Schönen Abend

    Arnold

    aufhören, wo andere weitermachen

  • Hallo Michael,


    kannst du vielleicht noch etwas mehr dazu schreiben? Vielleicht auch wo man ein gematchtes Paar in zuverlässiger Qualität finden kann? Du hast mir da einen Floh ins Ohr gesetzt, obwohl ich keinen dringenden Handlungsbedarf höre.


    Momentan läuft vor allem das Shelter 901 mit 411-Übertrager am Nottingham Anna-Arm und es klingt schon sehr gut - beseelt, aber nicht euphonisch. Was noch toll ist: das Klangbild bricht auch bei sehr geringen Abhörlautstärken nicht zusammen - jetzt kann ich noch bis nach Mitternacht Musik hören, ohne die Nachbarn zu stören. Mit der Whest macht das erst ab Zimmerlautstärke richtig Spaß.


    Zur Ehrenrettung der Whest muss ich ergänzen, dass ich den Qualitätssprung diesmal nicht als so groß erlebe wie damals beim Umstieg von der Trigon Advance auf die Whest, sie wirklich alles besser machte.


    Schönen Abend

    Arnold

    aufhören, wo andere weitermachen

  • Halo Arnold,


    die E88CC bekam ich von einem Freund zum Probieren und ich muss sagen, es hat sich gelohnt.

    Woher du ein gematchtes Paar TFK E88CC heute bekommen kannst, ich weiss es nicht. Was ich aber weiss ist, wenn du eins findest und du probierst es aus, wirst du es nie wieder hergeben. Ich denke aber, Siemens, AEG, Philips etc. sind genauso gut. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, es ist nur eine Vermutung.

    Man muss halt suchen...


    Gruß

    Michael

  • Ich persönlich bin auch sehr zufrieden mit der Melto.

    Bei mir läuft ein Denon DL103 dran, es soll aber ein SPU folgen.

    Hatte die Melto gegen eine Hoerwege MC V3 gehört, die Melto liefert zwar etwas weniger Bass, löst aber wesentlich emotionaler auf und klingt stimmiger. Besonders bei Jazz war dies hörbar.


    beste Grüße,


    Florian

    Micro Seiki Fanboy

  • Hallo,


    nach acht Wochen zeichnet sich schon ein differenzierteres Bild:

    Zunächst habe ich mir, wie oben empfohlen, ein gematchtes Pärchen Telefunken E88CC gesucht, die sich wirklich als Schritt nach vorne bemerkbar machen.

    Mit dem Shelter 901 und dem Shelter-Übertrager 1411mk2 kommt die Musik jetzt wunderschön "ganzheitlich", sehr detailreich einerseits, aber vor allem natürlich und geschlossen.


    Für den internen Lundahl-Übertrager habe ich jetzt hier im Forum ein gebrauchtes AT Art 9 gefunden, was vielleicht etwas nüchterner und "technischer" klingt, aber für z.B. elektronische Musik besser geeignet scheint. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.


    Als 3.System läuft das AT 33 mono, zumindest bis das aufgearbeitete Phase Tech P3-G zurück ist. Da bleibt kein Wunsch offen, die melto wird diesem sehr guten Mono-Abtaster voll gerecht.


    Die einzige Schwäche (relativ gesehen), die ich feststellen kann, ist die Basswiedergabe der melto2, und da bringen auch die Telefunken-Röhren keine Abhilfe (eher sogar im Gegenteil). Was bei Jazz, Klassik und z.B. afrikanischen Klassikern nicht ins Gewicht fällt oder sogar der Ganzheitlichkeit und Natürlichkeit zuträglich ist, fehlt mir manchmal bei Techno und HipHop. Man wird doch eher umgarnt als in den Hintern getreten.


    Bedenkt man noch ihre drei Eingänge und die komfortable Einstellbarkeit der vielfältigen Parameter, so ist die melto2 preisklassenbezogen ein tolles Angebot, von dem man vor zehn Jahren nur träumen konnte.


    Viele Grüße

    Arnold

    aufhören, wo andere weitermachen



  • wo liegt eigentlich ein Paar Telefunken E88CC ca?

    https://www.ebay.de/itm/2x-E88…9ae55d:g:B3sAAOSwwh5fRL2X


    Gebraucht :) , ich war immer viel zu preiswert :( ....

    MfG , A .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hallo,

    für NOS-Paare bezahlt man vielleicht solche Phantasiepreise - ich habe bei dem sehr zuverlässigen No nonsense-Röhrendealer btb-elektronik in Fürth 117€ für ein gematchtes gebrauchtes Paar bezahlt - aber da weiß man natürlich nicht, wie gebraucht sie schon sind. Sie haben aber auch einige Alternativen...

    Gruß Arnold


    p.s. Mit dem Art 9 klingen die internen Übertrager echt korrekt, ich hör schon den ganzen Abend...

    aufhören, wo andere weitermachen

  • Ja , da hast du völlig recht , das wäre es mir auch nicht wert :D .

    Glücklicherweise habe ich ca. 600 E88CC , davon bestimmt 100 Stück Telefunken , sodaß sich mir diese Frage nicht stellt , Röhrenmessie eben :D:D:D .

    MfG , A .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Alex,

    mach mich nicht schwach - wenn du aus deinem Fundus noch mal ein gematchtes Paar mit mehr als 10mA entbehren könntest - ick wär interessiert.

    Viele Grüße

    Arnold

    aufhören, wo andere weitermachen

  • Hallo Arnold ,

    10 mA bei was ;) ? Laut Neuberger Prüfkarte soll eine gute Röhre bei g1 und - 1,2 Volt 15 mA haben bei 90 Volt an der Anode . Auf meiner Prüfkarte ist noch ein zweiter Wert g1 -4,5 Volt , 9,5 mA und 200 Volt Anode .

    Die Kenndaten sehen wieder ganz anders aus : Valvo Handbuch Spezialröhren 1966 , Band1 .

    Ich matche die eigentlich immer noch zusätzlich mit einem Kurvenschreiber auf gleiche Verstärkung und Steilheit der Systeme untereinander . Ich melde mich , wenn ich was für dich habe :) .

    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hab mir jetzt auch mal eine "gegönnt", momentan läuft ein EMT TD15 sfl mit SAC Thailand Silk Supermalloy MC-Step up zu meiner vollsten Zufriedenheit.

    Jetzt soll sich das Gerät erst einmal einspielen, dann wird noch ein CORAL 777ex und STANTON 691SL über den internen Step up laufen...........


    Welche Röhrenfabrikate sind eigentlich verbaut und was könnte man noch als Alternative für die 6n2p

    verwenden?

    Schalldruckstarke Grüße, Carlos