Dolby B C S oder lieber einfach ohne Dolby

  • Hallo Fufu,


    ich habe das vor langer Zeit mal ausprobiert, identische Aufnahmen mit und ohne Dolby zu vergleichen, die Klangunterschiede waren so gering, das ich mich für Dolby C entschieden habe wg. des geringeren Rauschens.


    Nach meinen Erfahrungen sind die Dolbysysteme versch. Decks selten gleichklingend, Dolby-Aufnahmen auf Decks anderer Hersteller war frpher immer so eine Sache.


    Seit ca. 8 Jahren benutze ich selbst keine Kassettendecks mehr, oder höchstens um Aufnahmen für Freunde zu machen.


    Gruß


    Ingo

  • Hallo zusammen,


    ich habe dieselben Erfahrungen wie Ingo gemacht. Wegen der teilweisen Inkompatibilitäten zu anderen Kassettenrecordern mache ich Aufnahmen für mich selbst mit Dolby C, und für´s Auto und andere Leute ohne Dolby.
    Aber wie das inzwischen so ist, mache ich fast nur noch Aufnahmen für´s Auto.


    Gruß
    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Hallo FuFu,


    ich habe noch ein Teac V6030S Kassettendeck mit Dolby B, C und eben S. Auch ich mache ausschließlich Aufnahmen für's Auto und hin und wieder für Freunde, die das noch abspielen können.


    Ich weiß nicht, ob's an der Qualität des Teacs liegt, aber ich nehme immer ohne Dolby auf Maxell XLII-S auf: das Rauschen ist vernachlässigbar gering. Für den Einsatzort ohnehin.


    Viele Grüsse,
    Mario

    Viele Grüsse,
    Mario


    It is good taste, and good taste alone, that possesses the power to sterilize and is always the first handicap to any creative functioning. (Salvador Dali)

  • Hi,


    da fällt mir gerade ein: Emtec (ex. BASF) ist pleite! (':(')
    Wenn jemand seinen Recorder darauf eingemessen hat, und nicht selbst neu einmessen kann, sollte sich, soweit noch möglich, mit Cassetten eindecken.
    Das gilt natürlich auch, obwohl hier eigentlich fehl am Platze, auch für Video-Cassetten.
    Schade, ich hatte diese lange Zeit benutzt. Vorher hatte ich auch die Maxell XL-II (S), bin aber nach Änderung des Bandmaterials auf BASF umgestiegen.


    Gruß
    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Ich hatte schon recht viele Kassettendecks und musste auch feststellen, dass nicht jedes Gerät gleich gute Dolby-Aufnahmen machte. Ich musste teilweise gravierende Unterschiede feststellen. Am schlimmsten war es oft, wenn man eine mit Dolby aufgenommene Kassette mit einem fremden Kassettendeck wiedergibt. Sogar hatte ich mal zwei Geräte gleichen Typs, die diesbezüglich nicht miteinander kompatibel waren.


    Die Rede ist vom Yamaha K-320 (1984). Das war eins der ersten mit Dolby C (aber ohne HX-Pro), trotzdem klangen die Aufnahmen dumpf, selbst mit Maxell XL II-S. So ließ ich Dolby meistens weg.


    Mein "Testsieger" ist und bleibt ein Yamaha K-560 von 1981 (!) mit nur Dolby B. Fast jede Aufnahme, selbst auf sehr alte Kassetten, war sehr nah am Original. Meine Lieblingskassette war hierbei die Maxell UDXL II oder die baugleiche Hitachi (UD) EX, die leider nur bis Anfang der 80er hergestellt wurden.


    Heute habe ich nur noch ein Tapedeck, das hat alle drei Dolby-Systeme B, C und S. Seit knapp zwei Jahren nehme ich aber keine Kassetten mehr auf.

  • Ich habe noch nie bei einem Cassettendeck die Erfahrung gemacht, dass Dolby C besser geklungen hätte als Dolby B, eher umgekehrt. Das beste Kompandersystem für Cassettenrecorder war meiner Meinung nach High Com II, das hat sich aber leider nicht durchgesetzt. So kompromisslos, bei Cassettenaufnahmen auf Rauschunterdrückung zu verzichten, bin ich aber dann doch nicht, das geht höchstens bei Popmusik ohne Dynamik. Open Reel-Aufnahmen würde ich natürlich nie mit Dolby verhunzen. Akzeptabel wären vielleicht Dolby A oder Telcom C4, habe ich aber beide nicht und weiß auch nicht, wo man die noch auftreiben kann.

  • Hi !


    Also ich benutze mit meinen Nakamichi das SuperD von Sanyo. Bei Versuchen mit Dolby B/C hatte ich immer ein "Restrauschen" vernommen. Das SuperD-System von Sanyo bietet mit einen um 40dB erhöhten Rauschabstand auch viel mehr als die dagegen "mickrigen" 10-20 dB von Dolby... Zusammen mit dem Grundrauschabstand der Kassette reichen Aufnahmen mit SuperD in die Regionen der CD. Soweit ich weiß, stellte SuperD damals selbst HighCom und DBX in den Schatten. Leider haben sich diese (SuperD, HighCom und DBX) gegen die Übermacht von Dolby nicht durchgesetzt. (Naja, wie so oft in der jüngeren Geschichte setzte sich mal wieder das schlechteste durch...)


    Liebe Grüße


    Jay

    marantz - we sound better


    4400 ~ 6300 ~ 5220 ~ 400B ~ SQ-A2 ~ 7MKII ~ SD-5

    ~ triple A member ~

  • Hi Markus !


    Sorry - HighCom II kenn ich leider nicht aber gegenüber Dolby ist SuperD auch klanglich besser.


    Ich hatte mal Mitte der 80iger Jahre ein Telefunken Tapedeck mit HighCom. Dies war schon sehr überzeugend gegenüber Dolby B/C - ähnlich wie jetzt bei mir SuperD. Ein heutiger Vergleich zwischen SuperD und HighCom wäre schon interessant...


    Liebe Grüße


    Jay

    marantz - we sound better


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    ~ triple A member ~

  • meines Wissens sind die Nachteile der älteren hochwirksamen Rauschunterdrückungsysteme wie dbx und auch SuperD ein sehr hohes Modulationsrauschen gewesen. D.h. die 30-40dB Rauschunterdrückung wurden nur in Musikpausen erreicht, bei Musik drohte erhebliches Rauschpumpen.


    Extremfall ist eine Xylophonaufnahme, mit der ich mal verglichen habe: Einzelne Anschläge werden bei Dolby C und viel stärker bei dbx mit starken, langsam verklingenden Rauschfahnen versehen. Da ist das höhere aber konstante Rauschen von Dolby B klanglich erheblich weniger störend.
    High Com soll in dem Punkt besser gewesen sein als die damaligen Konkurrenten SuperD, dbx und Adres (Toshiba).
    Aber erst mit Dolby S herrscht Ruhe.


    Höhenmangel bei Dolby-Wiedergabe kenne ich bei meinem Recorder nicht, das ist im Wesetnlichen ein Problem exakter Justierung des Gerätes.
    Grüße,


    Uwe

  • Hallo,


    ich habe meine Aufnahmen für's Auto früher immer mit Dolby C gemacht und hatte deshalb auch eine sehr hochwertiges Autoradio, dessen Kassettenteil eben auch Dolby C besaß. Das geringere Rauschen von Dolby C gegenüber Dolby B war auch im Auto problemlos reproduzierbar, nicht unbedingt bei Rockmusik aber bei Jazz und Klassik in jedem Fall. Und nein, ich hatte keine Mercedes S-Klasse sondern einen 88er-Passat 35i, den sogenannten Nasenbär. Die Artefakte wie Rauschfahnen und Rauschatmen halten sich meiner Meinung nach bei Dolby C mit Ausnahmne von reinen Klavieraufnahmen u.s.w. noch in Grenzen. Deutlich besser waren hier meiner Meinung nach nur die externen HighCom-Rauschunterdrückungseinheiten von Nakamichi. Ein Deck mit Dolby S hatte ich nie.
    Zwei Dinge sind wichtig sowohl beim aufnehmenden als auch beim wiedergebenden Deck: eine perfekte Azimutjustage und eine ebenso perfekte Justage der Dolbyeinheiten. Für beides gibt es Bezugsbänder.
    Heute höre ich im Auto nur noch CD und Radio. Meine letzten Kassetten habe ich so etwa 1995 aufgenommen, kurz bevor ich mir den ersten CD-Brenner gekauft habe. Ich weiß auch gar nicht, ob mein Cassetendeck überhaupt noch funktioniert. Ich werde es gleich mal ausprobieren.


    Viele Grüße
    Ansgar