Vorsicht, ne Lenco Seuche ist hier unterwegs!

  • Moins Wolfgang,


    Hier ist schon mal ne ordentliche Zarge. Für 40 €, handel, da mußt Du noch was dran machen wies Dir gefällt.

    Ein L75 Chassis kann ich Dir für 60 € fertig machen. Ich habe ja noch was da ...

    Ich überprüfe alles, so das Du das auch nutzen kannst. Ich schau mal wegen dem Antiskating, ob ich alles dazu da habe.

    Vielleicht kannst Du von mir auch ein System mit einer neuen 78er Nadel bekommen, ich

    schau was ich da habe.


    Was meinste dazu?

  • Hätte da noch ein eine SEHR Historische "Baumaschine" im Archiv..

    Ronette+GE-VR-2.jpg


    So eine Art Ur-LENCO ( F50, mit "optischer Mod") ;)

    mit den damals üblichen Wechsel-Tonzellen Ronette und GE-VR-2+


    Gruss

    Urs


    Dieser Lenco war quasi mein Historisch Korrekter Einstieg in die Schellack-Welt...ist jetzt von doch zwei eher "Highend Schellack Geräten " ersetzt (Thorens TD127, bzw. TD520)

    Eine wenig beachtete „Schellack-Weisheit“ besagt:

    Die Wahre Seele der Musik versteckt sich hinter Knistern und Rauschen….

  • Servus Nadja,


    Danke für die Angebote!

    Ich habe vor 3 Jahren alle Servicearbeiten (vor allem Motor) gemacht.

    Gerhard (Krenglmüller) repariert den Tonarm.

    Sonst spielt der L75 einwandfrei.

    78er Platten hab ich nicht.

    Das größere Antiskatinggewicht (4g) ist verschwunden!


    Beste Grüße


    Wolfgang

    2 x Linn LP12, Lenco L75, Thorens TD-160, Dragans S-Xono, T+A MP 2000 R, Dragans X-Line als Vorverstärker, Pass F5 symmetrisch, Triangle Magellan Duetto

    Plattenwaschmaschine: DIY-Punktsauger

  • Muß ne heftige Zeit gewesen sein, wenn man ein Foto auf "1977 - 1979" datiert.:-)

    Hi, ich kann das auf diese Zeit begrenzen, weil wir in diesen zwei Jahren in dieser Wohnung gewohnt haben. 2 Zimmer "Sozialaltbau", ca. 50 m², Hamburg Nähe Lutterothstraße, seit einigen Jahren ziemlich angesagte Gegend, damals noch nicht so sehr. Heftige Zeit, naja, da war man noch jung 8)

    BG Konrad

  • Bei mir läuft der L 75 als Version PTP 4 (oder 5). Er hat jetzt endültig meinen Garrard 401 verdrängt. Letzteren habe ich aufwendig restauriert. Er läuft sehr gut, im Maximum was machbar ist (wobei ich die sagenhafte Tellerachse auch England nicht eingebaut ist).


    Dennoch, der Lenco gefällt mir besser, "klingt" sehr sexy.


    Als alten Schrott kann ich ihn beim besten Willen nicht beschreiben. Ja, es ist Maschinenbau aus den 60er oder 70ern. Na und? Eine herrliche Spielwiese mit tollem Feedback. Wahrscheinlich ist es genau das, was mir Spass macht. Kiste auf und fertig, ist nicht mein Ding (obwohl einige Lencos trotz ihres Alters genau das können - nach meiner Erfahrung).

  • Hallo Rainer, ist der Originaltonarm drauf und mit welchem Abtaster?

    Ich habe heute zwei L75 und einen L78, die aber nur selten zum Einsatz kommen. Die Lencos, die ich in den 70ern hatte, habe ich damals leider verkauft.

    BG Konrad

  • Das ist jetzt wirklich nicht so einfach. Zunächst habe ich einen L75 s (?) in Originalversion, den ich hege und pflege. Der Zustand ist gut. Er spielt sehr gut.


    Dann habe ich - inspiriert vom Lenco-Heaven - den Umbau gemacht. Da ist eigentlich nur noch der Motor und der Plattenteller Original. Dafür habe ich drei Lencos schlachten müssen, ja ich weiß! Es ist aber nun einmal so, dass es schwierig ist, gute Gebrauchte zu bekommen. Da habe ich mir beholfen.


    Die Tellerlager finde ich zwar gut, aber es geht deutlich besser. Zunächst hatte ich beim PTP-Aufbau das lager von Lencomotion. Ein gewaltiger Schritt. Inzwischen habe ich ein gewaltiges Tellerlager aus dem Lenco-Heaven Forum. Das ist ca 13 cm lang und so dick wie beim Commonwealth. Klanglich einfach überragend. Wenn Du es bekommen kannst, unbedingt machen.


    Die Zarge habe ich aus drei 3 cm dicken Platten gemacht und beim tischler Furnieren lassen. ganz nett.


    Sie steht inzwischen auf Sorbotane und Pucks von Audio-Plan. Die Variante mit den Lyd-Füßen (magnetisch) habe ich wegen der Einstreuungen in das Tonarmkabel wiedser abgeschafft.


    "Natürlich" ist ein Schick-Tonarm 12" drauf. Vergoldet! Sehr schöne Optik.


    Wie bekannt, kann man da viel spielen und die Systeme wechseln. Möglicherweise bin ich da ein wenig verrückt. Jedenfalls sind es eine Menge, sowohl MM als auch MC. Im Moment mein neuestes System, was mir gut gefällt: Eigentlich ein Denon DL 103. Jedoch, ist wie beim Player, davon nicht mehr viel übrig. Silberspulen, Shibatanadel, 0,5 mV, 5 Ohm. Gehäuse ist ein grüner Halbedelstein.


    Tut mir leid, wenn ich da enttäusche und keine Originalsachen mehr drauf habe. Ich finde aber, dass die "inneren" Werte des Players damit erhalten bleiben und gewürdigt sind. Habe einen riesigen Spass damit.

  • Hallo Rainer,

    BILDER ... ich möchte so gern Bilder sehen. ;).

    VG Thorsten





    Lenco L75 mit AS-212 und SPU #1e / EAR 834P Deluxe / OTA RV mit 6C45Pi Trioden und Parafeed Technik / GW Box mit Lii-Audio 8" Chassis

    Mitglied der AAA

  • Gern doch. Versuche es mal mit ein paar schnellen Schnappschüssen.


    Hm, das dauert einen Moment, weil mein iPhone nur die dateierweiterung *.heic hat. das umzuwandeln ist für mich etwas anstrengend. Bin aber dran. :)

  • Ich bereite momentan für Foristis Lenco Chassise auf.

    Sämtliche Tellerlager rüste ich auf Ölbad um.

    Bei den Edelstahlspiegeln von Joel, ist fast zwanzig Jahre her, sind Laufspuren wo die Lagedornkugel aufsetzte. Da wäre Keramik das Beste oder eine zweite Kugel.


    Ein fünftes Chassis ist beim Metaller, auf SME Tonarm umrüsten.


    Einen seltenen L 75 S rüste ich auf Lenco-Tonarmbasis um. Das Tonarmloch habe ich bereits vergrößert, die Tonarmbasis ging heute zum Metaller, zum Abdrehen. Da kommt der originale "Lenco S-Arm" drauf, nur mit einer gescheiten Tonarmbasis. Eventuell auch mein Tonarm-Ölbad-Lager.

    Auch rüste ich diesen Tonarm mit dem Lenco Antiskating aus.

    Ein sehr schönes Friemelprojekt.


    horst.jpg

    Noch ungeputzt & unpoliert.

    Die Bahnschranke ist nur zu Demozwecken montiert.


    lenco 05.jpg

    Meine altes nacktes Chassis, blankes Eisen.


    lenco 07.jpg

    Ein neuwertiges L 75 Chassis.


    lenco 06.jpg

    L 78 Wharfedale, mit Endabschaltung. Auch hier wieder der Lack mit Blessuren, obwohl das Chassis neuwertig ist. Die Lacke der L 78 sind grausig überempfindlich, gegen alles.

  • Moin Rainer,

    sehr schön ... und Danke für die schönen Bilder. Wobei ich kein Fan der Doppelteller Versionen bin. Die Proportionen sehen aber gut aus. Wunderbar.


    Sehr schönes Furnier und die Unterbrechungen kommen schön zur Geltung. Die Maserung und der Farbton ist ja der absolute Hammer. Selbst furniert?


    Hast Du das Lager unterhalb abgestützt? Wenn ja ... eine sehr gute Idee.

    VG Thorsten





    Lenco L75 mit AS-212 und SPU #1e / EAR 834P Deluxe / OTA RV mit 6C45Pi Trioden und Parafeed Technik / GW Box mit Lii-Audio 8" Chassis

    Mitglied der AAA

  • Hallo Thorsten,


    Danke für Dein Lob. Das freut mich sehr. Ja, der Doppelteller gefällt mir optisch auch nicht so sehr. Klanglich ist es indessen ziemlich gut - hat einen Masselaufwerkcharme zusammen mit Reibrad. Das ist sehr fein. Basspotenz und Agilität zusammen. Deshalb nehme ich die Optik in Kauf. Und nichts ist in Stein gemeiselt.


    Das Lager gewinnt durch die Abstützung noch weiter. Einige Laufwerke machen das, deshalb habe ich es probiert. Das werde ich so lassen, vielleicht etwas professioneller in der Optik. Es ist zur Zeit ein IKEA-Türknauf mit einer Messingschraube.


    Die Furnierarbeit hat ein Möbeltischler gemacht. Bei der Vielzahl meiner Baustellen war keine Zeit, das selbst zu probieren. Mir gefällt es auch. Die Absetzungen sind Zwischenlagen aus einem Material ähnlich Acromat.

  • Bei den Edelstahlspiegeln von Joel, ist fast zwanzig Jahre her, sind Laufspuren wo die Lagedornkugel aufsetzte. Da wäre Keramik das Beste oder eine zweite Kugel.

    Diese PLättchen hatte ich auch probiert. Das ist für die schnelle Verbesserung des alten Lagers sinnvoll. Allerdings halte ich das nicht für eine Dauerlösung.


    Zwei Kugeln übereinander machen grundsätzlich sinn. Es sollte aber bedacht werden, das sie gut geführt werden. Damit meine ich, dass diese Kugeln genau übereinander stehen sollten, ohne dass eine Kugel um die Andere "herumeiert". Am Lenco habe ich das nicht probiert, allerdings bei meinem Commonwealth. (Bei diesen gibt es verschiedene Baujahre mit leicht unterschiedlichen Lagersitzen.)


    Man sieht wie aufwendig diese Variante beim Commonwealth ist. Über Erfahrungen beim Lenco hätte ich gern ein Feedback.


    Bildschirmfoto 2020-09-13 um 15.19.59.png

  • Danke Rainer für Deine Ergänzungen.

    Bei zwei Kugeln müßte das Lenco Lager länger sein. Bei der unteren Kugel der Durchmesser der Kugel sehr passgenau, so das diese sich nicht bewegen kann, so ist diese genau mittig. Oberhalb ergibt sich der Lagerschaft bzw. Lagerdorn von selbst.

    Ich kenne einen Tüftler, den werde ich diesbezüglich ansprechen, ob der mir so ein Lager frickeln kann.


    Bei meinen jetzigen Lagern nehme ich die Joel Spiegel raus, drehe den originalen Spiegel mit der bauchigen Seite nach oben.

    Am besten wären der Resonanzen wegen Keramik Kugeln.

    Nächste Woche werde ich bei dem Tüftler vorbei. Vielleicht kann Dir mir drei Lager bauen. Eins für Dich?

  • war doch bei den deutschen DAF's auch so ähnlich, die stufenlose Transmission

    gab es deutsche DAFs?

    DAF steht doch für Van Doorne’s Automobiel Fabriek N.V.


    Deutsch waren die also maximal zu Zeiten, in denen die Niederlande besetzt waren.

    Die PKW-Produktion war übrigens nur ein kurzer Ausflug in der Produktpolitik der Firma.


    Ich hatte mal einen DAF 66. Ein höllisches Teil. Vorwärts so schnell wie rückwärts. Da musste man schon sehr vorsichtig sein, wenn man den Hebel nach hinten gezogen hat und nicht einfach leichtfertig aufs Gas treten ;)

    :sorry::off: