Carver C-9 Sonic Hologram Generator - (Raumklangprozessor) - Replica - Interesse?

  • Wenn ich hier einen Preis sage und erhöhe den dann, werde ich geteert und gefedert, danach mit den Steinen fast erschlagen; in denen man vorher den zuerst genannten Preis eingemeiselt hat. Wahrscheinlich ist man aber bloß sauer wegen der umsonst gemachten Hack-Arbeit ;-)

    Sage ich jetzt mal 596 EUR, da mache ich nichts falsch - kann bloß noch günstiger werden.
    Bei dem Preis müssen aber 20 Bestellungen zusammenkommen.

    Deswegen ja der Hinweis mit PN😉

    Ich mag mich ja gerne irren, aber ich glaube nicht dass sich dafür 20 Leute finden werden.


    VG

    Chris

  • Was heisst denn "passende Mukke"? Mit welcher (Art) Musik funktionierts/ funktionierts denn nicht?

    Neumann hatte in den 70ern bzgl. Kunstkopfstereophonie und der Wiedergabe über Lautsprecher, ein Setup mit 4 Boxen nach einem ähnlichen Prinzip. Unterlagen sind auf der Seite vorhanden.

    Alle Aufnahmen mit 2 Mikrofonen und deren Varianten, auch DeccaTree und Blumlein und Aufnahmen mit Mischung mit RaumPanning, im Gegensatz zum traditionellem Panning.


    Man kann sich damit beschäftigen, viele Personen werden es nicht sein, ich aber schon, wegen des Ergebnisses.

  • Nur theoretisch:
    Ich könnte mir vorstellen, dass M+S Aufnahmen davon besonders profitieren - oder liege ich da gerade auf dem Holzweg, denn das Stereo wird ja aus Summe und Differenz des 8-Mikros von der Mitten-Kugel/Niere gebildet?

  • Man muss vielleicht ein bisschen differenzieren...

    Der C-9 ist eigentlich nicht gedacht, um "sendefähige" Produktionen aufzufrischen, denn durch die "Phasensauereien", die er nunmal reinmacht (technisch gesehen), sind sowohl Schallplatte wie auch Rundfunk,letzterer bei FM durch den Stereo-Encoder / Decoder und dann auch DAB(+) durch die MPEG Komprimierung überfordert, bzw. zerstören unkontrolliert den Effekt.
    Zumal man ja auch nicht weiß, wie es dann beim Hörer angehört und empfunden wird.

  • Genau, der C-9 macht nichts frisch - Funktion ist doch klar.


    Durch die phaseninvertierten Beimischung des anderen Kanal kommt es zur physiologischen Auslöschung, das Übersprechen bei Lautsprecherwiedergabe wird sinnvoll reduziert.


    Das ergibt ein großes zusammenhängendes Klangbild, bei entsprechenden Aufnahmen.

  • Dem "natürlichen" Übersprechen bei der Mikrofonie wird das "unnatürliche" Übersprechen, was die Lautsprecher im heimischen Wohnzimmer hinzufügen, wieder abgezogen.
    Nur noch "griffiger" formulieren...

  • Was mich eigentlich ein bisschen wundert, ist die "billige" Bauteileauswahl in dem Original C-9. Warum hat er in den Phasenschiebern keine engtolerierten Bauteile verwendet hat; weil da ist sind Toleranzen sehr kritisch? Sicher eine Geldsache, denn auch damals gab es schon 1%ige Widerstände und 2%ige Styroflex-Kondensatoren.
    Aber wie schon anfangs erwähnt, bei mir kommen da (und nicht nur da) die roten WIMA FKP2 mit 2.5% Toleranz rein. Klar, ob nun 35 Cent oder 1.5 Cent als 5%iger SMD-Keramik, das läppert sich schon bei "nur mal eben" 16 Kondensatoren nur in den Phasenschiebern...

  • Hallo zusammen,

    da schaue ich hier mal wieder rein und finde einen C-9 Thread, fein! Ich bin seit ein paar Tagen wieder auf dem Carver Trip nachdem ich einen defekten TX1-11 erhalten habe ("Asymmectrical Charge Coupled FM Detector" - ich hoffe ich finde demnächst etwas Zeit, dann mehr unter "Rundfunk und Tuner", zusammen mit dem TX-11).

    Der Nachbau des C-9 ist begrüßenswertes Projekt da diese Technik eine größere Verbreitung verdient. Besonders ältere Stereoaufnahmen profitieren von der "Übersprech-Auslöschung". Aufnahmen, in die schon beim Mastering mit psychoakustischen Prozessoren eingegriffen wurde, klingen dagegen mitunter merkwürdig bis komplett aufgelöst. Mir ist die Sonic Holography in Form eines Carver C-1 in den Neunzigern ans Herz gewachsen.

    Versorgung erfolgt mit 15VDC, die -15V mache ich mit mit einer Ladungspumpe.

    Welchen Vorteil versprichst Du Dir vom Einsatz einer Ladungspumpe wie dem ICL7662?


    Im Datenblatt lese ich (unter "Negative Voltage Converter"): "The ICL7662 is NOT a voltage regulator, and the output source resistance is appoximately 60 ohms with an input voltage of +15V, the output will be -15V, under light loads (less than 1mA load current), but will decrease to -14.4V with a 10mA load current."


    Die 9 Doppel-OPs vom Typ OP275 nehmen zusammen einen Ruhestrom von ca. 54mA auf, d.h. die negative Spannung sinkt auf ca. -12V ab. Auch wenn Carver es mit der symmetrischen Spannungsversorgung vielleicht nicht immer so genau genommen hat (-12V / +10V laut der verbauten Zenerdioden in meinem Exemplar des TX1-11) - macht das nicht zumindest Koppelkondensatoren notwendig?


    Der Einsatz eines Trafos mit sekundär 2x15V und zweifacher Regelung scheint mir da unproblematischer und kostet bei, sagen wir 2x 200mA auch nicht die Welt. Weiterhin kann der geschätzte Kunde ggfs. auch OPs seiner Wahl einsetzen die bei mehr Stromverbrauch dann nicht die Spannungsversorgung in die Knie zwingen. Nur meine Meinung, ich baue das Teil ja nicht ;-)


    Hier ein Bild eines leicht überarbeiteten C-1. In der unteren Hälfte der Schaltungsteil der "Sonic Holography".



    Ich hatte seinerzeit die von Mr. Nixie weiter oben beschriebenen 1nF Kondensatoren (im Bild die gelben mit dem grünen Punkt) sehr genau selektiert (besser 1%, hier Wima FKM2) - das hat nicht viel gebracht, vermutlich da die zugehörigen Widerstände dann auch als 1% Typen ausgeführt sein müssten. Heute ist das weitgehend Standard, in den Achtzigern leider noch nicht.

    - Peter

  • Das ist ja bloß mal ein erster Entwurf des Schaltplans; den ich ja in der Zwischenzeit schon revidiert habe. U.a. habe ich die "kryptischen" Kondensatorwerte durch Parallel- oder Reihenschaltungen ersetzt, so dass ich zu 90 % die WIMA FKP2 mit 2.5% nehmen konnte.
    Ein internes Netzteil wird auf jeden Fall deutlich teurer und muss berührungssicher gestaltet sein, da das einmalige Einlernen des IR-Receiver-Modul (ELV IRE 8 habe ich mal vorgesehen)auf die vorhandene Fernbedienung bei geöffnetem Gerät erfolgen muss. Da sind mir eine (abgesicherte) externe 15VDC lieber. Und die Kunden haben auch Möglichkeit, mit alternativen Spannnungsversorgungen (Linear-Netzteil) upzugraden.

    Ladungspumpe deshalb, da ich hier eine fixe Schaltfrequenz habe und nicht - wie bei "Spulenwandlern" einen ganzen Störnebel, der im schlimmsten Fall durch den Discontinuous Mode bis in den Hörbereich hineinreichen kann.

    Für die IC's werde ich wohl einen Footprint verwenden, wo "innen" der OP275 in SMD bestückt ist, aber (nach dem Auslöten) die Möglichkeit besteht, dass man einen 8-pol. Sockel und ein entsprechendes Alternativ-IC an gleicher Stelle einsetzen kann. Die OP275 kosten in SMD glatt die Hälfte als in der bedrahteten Version - und das merkt man bei 9 Stück gewaltig. Von den Kosten des zusätzlichen Einlötens der 9 IC-Sockel ganz zu schweigen.

  • Transparenz finde ich gut. Die Möglichkeit der symmetrischen Anschlüsse fände ich gut, ist aber nicht zwingend.

    Dem "natürlichen" Übersprechen bei der Mikrofonie wird das "unnatürliche" Übersprechen, was die Lautsprecher im heimischen Wohnzimmer hinzufügen, wieder abgezogen.
    Nur noch "griffiger" formulieren...

    naja, ich bin da kleinlaut. diese technische möglichkeit hat sich so nicht durchgesetzt, existiert ja bereits länger. eine gewisse konservative haltung hat sich durchgesetzt.


    Jawohl - man kann das so ausdrücken - grundsätzlich stimmt das Geschriebene. Wozu brauche ich doppeltes Übersprechen. Ich betrachte das als systemische Unzulänglichkeit.

    Es existieren zum Thema interaural Crosstalk jede Menge Studien.

    Was mich primär umtreibt - Kunstkopfaufnahmen adäquat über Lautsprecher darstellen zu können.

    Kopfhörer funktionieren ja frappierend gut.

  • Symm. Ein- / Ausgänge könnte ich ja als Option anbieten. Ich muss mal gucken, wie ich 4 x XLR da unterbringe in dem DiGNA-Gehäuse. Wären netürlich auch 2 Doppel-OP's mehr - dann im DIL-Gehäuse... Hast Du da an bestimmte Typen gedacht ?

  • pasted-from-clipboard.png

    Ich habe heute Nachmittag ein wenig die Schaltungsteile simuliert. Das Notchfilter ist z.B. sehr anfällig gegenüber Toleranzen. Dachte auch, da kannste vielleich ein wenig was Vereinfachen, besonders wegen der kryptischen Kapazitätswerte. Nee, nicht wirklich. Zumindest nicht mit gutem Gewissen ;-)