Video Tonabnehmerjustage mit Schön-Schablone II

  • kann man den Überhang einstellen

    Der Überhang ist eine Differenz. Wie kann man eine Differenz einstellen??

    Der Begriff ist wirklich unsinnig. Man braucht ihn weder zu messen noch einzustellen, und kann trotzdem perfekt justieren.

    Ich z.B. kenne meinen überhaupt nicht, brauche ihn nicht, und er interessiert auch nicht.

  • ..

    Ich z.B. kenne meinen überhaupt nicht, brauche ihn nicht, und er interessiert auch nicht.

    Dann ist es ja gut

    Dr. Feickert Volare
    Dynavector Karat 17 D2, Mk II

    Audio Technica ART-9 XI

    Übertrager - M. van der Veen
    Vorstufe - AVM
    Endstufe - Quad Elite QSP

    Lautsprecher - Dali Mentor

    Subwoofer - SVS SB-2000 Pro


    .. brät hier jemand Speck?

  • Hallo,


    was spricht denn gegen die Lösung, die Jürgen1 vielleicht etwas flapsig genannt hat? Die ist ja nicht deswegen automatisch falsch. Wenn ich die Nullpunkte des Tonarmes kenne, kann ich mir recht einfach aus Milimeterpapier eine Einstellschablone zeichnen. Ich mache das schon recht lange, benutze aber auch Schön und Feickert.


    Gruß


    Frank

  • Es spricht gar nichts dagegen. Legt man die Nadelspitze auf den korrekten Kreisbogen einschl. Überhang, kann man die Nullpunkte schneller justieren, man ist dann schon näher am Optimum dran und muss nicht um mehrere Millimeter verschieben.


    Beides geht, verstehe auch den Disput hier nicht so ganz. Wenn jemand daraus eine Raktenwissenschaft machen möchte, gerne. Ich versuche so wenig Zeit mit dem ganzen Gefummel zuzubringen, habe somit mehr Zeit zum Hören.


    Aber manch User fummelt eben gerne!8o


    Grüße aus Lobberich

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin


  • Eine korrekte Tonarmjustage ist keine Wissenschaft, sondern Praxis.

    Geht auch schnell.
    Es bleibt daher immer noch genug Zeit um Musik zu hören.

    Wen es nicht interessiert, der lässt es einfach.

    X/

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    .. brät hier jemand Speck?

  • Bitte nicht falsch verstehen, korrekte Justage ja, unbedingt. Dann ist es aber auch gut...letztlich tickt die Uhr für alle unaufhaltsam.;)


    Grüße aus Lobberich

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin

  • Hallo Zusammen,


    das Thema wird ja hier sehr ausgiebig diskutiert und ich habe den Eindruck das die geometrischen Zusammenhänge nicht von allen vollständig erfasst werden. Ich habe daher meine selbst gezeichnete Schablone zur Justierung für den LINN Akito angefügt. Die Schablone wird einfach aufgelegt und stützt sich am Tonarmlager ab. Damit ist die korrekte Ausrichtung auf die Tonarmdrehachse gegeben und der Tonabnehmer braucht nur noch auf einen der beiden Nullpunkte justiert werden - alles passt dann automatisch von selbst. Auf der "Vinylengine" kann man die Daten für beliebige Tonarme selbst berechnen und eine entsprechende Schablone zeichnen.


    Die SME-Tonarme mit fester Montageposition des TA im Headshell setzen m.M.n. voraus das der TA normgerecht einen Nadelabstand von 9,5 mm zu den Befestigungslöchern aufweist. Weil das nicht immer gegeben ist, ergibt sich dadurch im Prinzip eine neue effektive Länge, die von den Werksangaben abweicht! Mit dieser neuen effektiven Länge kann man wiederum mit Hilfe der Vinylengine seine individuelle Wunschgeometrie (natürlich nur in sinnvollen Grenzen) berechnen und eine entsprechende Schablone zeichnen. Die Justage ist dann genauso einfach wie zuvor - mit dem Schiebeschlitten den Tonarm auf den korrekten Abstand zum Plattenmittelpunkt einstellen und der TA ist korrekt justiert. Ggf. muss noch die Kröpfung der Wunschgeometrie folgend etwas angepasst werden - dafür sollte genug Spiel in den TA Befestigungslöchern sein. Die Nadel sollte sich dann exakt auf der "grünen Linie" bewegen.


    LINN-Justierschablone.JPG


    Ich hoffe das damit die Zusammenhänge etwas klarer werden.


    Beste Grüße

    Ulrich

  • Hallo saher,


    Deine Schablone in Kombination mit dem „Zeiger“ zum Tonarmdrehpunkt ergibt die gleiche Funktionalität. Allerdings ist die Schablone nur für eine feste effektive Tonarmlänge konstruiert. Ist der Abstand Nadelspitze - Tonarmdrehpunkt nicht genau 233,15 mm schleichen sich Ungenauigkeiten ein und die Nadel bewegt sich nicht exakt auf dem eingezeichneten Radius.


    Das mag bei Dir vielleicht perfekt passen, weil aber bei vielen TA‘s die Abstände zwischen Nadel und Befestigungsschrauben variieren kann das zu Fehleinstellungen führen. Deshalb ist eine individuell angepasste Schablone zu empfehlen.


    Beste Grüße

    Ulrich

  • Die SME-Tonarme mit fester Montageposition des TA im Headshell setzen m.M.n. voraus das der TA normgerecht einen Nadelabstand von 9,5 mm

    Das nicht. Völlig unabhängig von diesem Nadelabstand lässt sich immer die identische Einpunktschablone verwenden.

    Gruß

    Juergen1

  • Das nicht. Völlig unabhängig von diesem Nadelabstand lässt sich immer die identische Einpunktschablone verwenden.

    Gruß

    Juergen1

    Hallo Jürgen,


    okay - ich werde versuchen das Prinzip nachzuvollziehen und die Geometrie bei variablen Nadelabständen nachrechnen. Das kann allerdings etwas dauern.


    Beste Grüße

    Ulrich

  • Geometrie bei variablen Nadelabständen

    Man muss berücksichtigen, dass hierdurch auch der Kröpfungswinkel entsprechend variabel ist. So dass am Ende immer alle 3 Parameter exakt zueinander passen.

    Auch wenn es nicht sofort und nicht auf den ersten Blick einleuchtend ist.

  • Lieber Karl genau daran lag ja das Problem das ich mein v.d.Hul der ja eine längere Nadel hat, und dazu auch noch unterschiedliche Löcher noch nie besser einstellen konnte wie durch den Kreisbogenverlauf und genau mit der Auflage konnte ich dies erstmals verfolgen.Denn der Überhang mit der sich dadurch ergebenden Kröpfung ist eben immer bei dem SME IV+V 17,8 mm Bei meiner Kombination war die Tonabnehmer verlängerung zur Norm ca 4mm. Einfach mm Aufrechenen ist nicht da die verlängerung ja im Winkel seitlich weg geht. Du erkennst am Ta. das ich die hinteren Befestigungslöcher verwende

    07_IMG_0875.JPG

  • Lieber Jürgen.

    Großer Massa Du hast recht und trotzdem spreche ich dir die Ahnung ab worum es hier geht

    Lass es einfach sein Wie war es:Ich z.B. kenne meinen überhaupt nicht, brauche ihn nicht, und er interessiert auch nicht .....

  • Hallo saher,


    ich habe jetzt auch den Parallel-Thread gefunden - da wird es schon "durchsichtiger". Du hast mit Sicherheit eine sehr gute Einstellung gefunden. Allerdings gehe ich nicht konform mit der Aussage das die Nadel exakt auf der Kreisbahn läuft. Die Kreisbahn auf der Schablone hat einen Radius von R = 233,15 mm (effektive Tonarmlänge). Das Kolibri mit seinem längeren Nadelträger überragt den Normabstand von 9,5 mm um ca. 4 mm. Damit ergibt sich eine Verlängerung der effektiven Tonarmlänge um wenige Millimeter, der Radius wird größer.

    Das bedeutet das wir es mit zwei unterschiedlichen Radien zu tun haben - diese können niemals exakt Deckungsgleich aufeinander liegen!

    Nun zur Beruhigung: Ich habe die Differenzen zeichnerisch geprüft - die Abweichungen betragen nur 1 bis 2 Zehntel Millimeter bezogen auf die Nulldurchgänge. Das ist überhaupt nur sehr schwer auf der Schablone zu erkennen! :wacko:

    Wenn der Kröpfungswinkel beibehalten wird verschiebt sich der innere Nullradius dadurch geringfügig etwas nach innen, was sich durchaus positiv im Hinblick auf die Abtastverzerrungen auswirkt. Der äußere Nullradius wandert etwas nach außen. Der "Alignment Calculator Pro" auf der "Vinylengine" ist ein sehr gutes Tool zur Überprüfung.


    Ihr könnt mich jetzt als Erbsenzähler abstempeln - bei mir ist beruflich exaktes Arbeiten Pflicht und ich kann daher nicht anders.:)


    Beste Grüße und schönen Sonntag

    Ulrich

  • Ich weiss nicht ob es jemandem hilft aber ich würde gerne nochmal einige Zentrale Informationen der letzten Seiten Zusammenfassen.


    Bei der Justage müssen 3 Parameter zusammenpassend


    1) Der Abstand des Arm-Drehpunkts zur Spindel

    2) Der Überhang

    3) Die Kröpfung


    Da manche Dinge miteinander Geometrisch in Beziehung stehen kann man auch auf andere Parameter die mit diesen in Beziehung stehen Justieren, z.b. die beiden Nullpunkte und die effektive Länge.


    Letztlich sind es aber immer drei Dinge die man einstellen muss.


    O.a. Punkt eins z.b. lässt sich unabhängig Justieren und messen, weshalb man fast immer diesen als ersten nimmt.


    Da die Arme meist ja entfernungsmäßig korrekt installiert sind bleiben noch 2 Parameter übrig. Bei vielen Armen ist auch die Kröpfung anhand der Schlitzausrichtung oder über eine Führung vorgegeben. Wenn man sich daran hält dann muss man nur auf einen Punkt justieren.


    Bei Schablonen nimmt man in der Regel die zwei Nullpunkte an. Dabei ist es wichtig zu verstehen das es nicht egal ist wo auf dem Teller die Nullpunkte sind. Man legt die korrekte Lage auf dem Teller fest, entweder mit Hilfe des Auslegers oder mit einer "Peilhilfe". Eine weitere Möglichkeit ist nicht zwei Punkte sondern den Kreisbogen durch sie vorzugeben, dann kann man sich das Peilen sparen.


    Hope this helps. Wobei eigentlich alles hier schon mal gesagt wurde.

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.