Video Tonabnehmerjustage mit Schön-Schablone II

  • Das ist das lustige am Hobby Hifi. Du hast die Lösung gewählt die dein Problem eigentlich hätte noch verschlimmern müssen aber hast (zumindest für mich) überraschend eine Verbesserung erzielt. Und das passiert verblüffend oft.


    Mike

  • Hallo,


    zufällig bin ich auf das Video gestossen und frage mich was der Beginn mit den Punktz G soll?


    Aus meiner Sicht ist der korrekte Ablauf wie folgt (Voraussetzung dass die Achsabstand passt):


    - Auflagekraft prüfen und ggf einstellen

    - Überhang und Kröpfung justieren

    - VTA (Tonarmhöhe justieren)

    - Auflagekraft prüfen und ggf einstellen


    Das war es auch schon. Bei meinen Rega Arm habe ich die Rega Schablone (nach Stevenson) von Vinylengine genommen und nie igendwelche Verzerrungen hören nkönnen. Bei meinen SME 309 ist die Justage eine simple Angelegenheit und läuft etwas anders ab.


    Protactor Vinylengine


    Mit der Schönschablone (ich hatte die erste Version) war ich selbst nie zufrieden.


    Gruß aus Wien

    Rudi

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Bei meinen SME 309 ist die Justage eine simple Angelegenheit und läuft etwas anders ab.

    Genau,


    Kinderleicht, die Schön 2 dient hier nur als Unterlage.

    Man darf nur keinen Knick in der Optik haben8o


    SME Schön II.JPG


    Mit freundlichem Gruß aus dem Freistaat in der Nordsee


    Jürgen

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Das ist das lustige am Hobby Hifi. Du hast die Lösung gewählt die dein Problem eigentlich hätte noch verschlimmern müssen aber hast (zumindest für mich) überraschend eine Verbesserung erzielt. Und das passiert verblüffend oft.

    Halt Theorie und Praxis...

  • Die Theorie brücksichtigt halt nicht, was man sich in der Praxis alles einbilden kann.

    Naja, die ganze Zeit über war ich mit der Abtastung am LP-Ende unzufrieden, was die Sauberkeit von S-Lauten oder Zischlauten anbetrifft. Dies ist nun jetzt nicht mehr so. Insofern habe ich jetzt endlich die für mich richtige Justageeinstellung gefunden. Ob das nun der allgemeinen Lehre entspricht, ist mir dabei völlig schnuppe. Was ich daraus gelernt habe: Auch schöne Schablonen können durchaus nicht zielführend sein.

  • Das gilt allerdings bei allen optischen Anpeilungen. Deswegen gilt hier immer: Schablobe so knapp wie möglich zum messenden Teil. Und das Auge soweit wie möglich weg von beiden. Dann ist der Parallaxenfehler venachlässigbar.


    Gruß aus Wien

    Rudi

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Bei Rega und SME Tonarmen verwende ich ausschließlich die Original beiliegenden Schablonen. Meine 12" Tonarme (Schick/Ortofon/Groovemaster) haben eine Baerwald/IEC Geometrie und hier kommt der Feikert Protractor zum Einsatz. Alle anderen Tonarme werden entsprechend ihrer Spezifikationen (Überhang/Nulldurchgänge) eingestellt, weicht das von den gängigen Werten ab, dann mit DIY Schablone auf Millimeterpapier.


    Wenn ich die Tonarm entsprechenden Werte nicht auf Anhieb finde, habe ich hier eine kleine Hilfe.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Moin Moin,


    mal so in den Raum geworfen; ich lese immer von 100derstel Millimeter bei Tonarmeinstellung.

    Wie groß ist eigentlich der Punkt auf den Einstellschablonen ^^ und wie genau ist es dann bei Schablonen die man sich aus den Netz runterläd um dann den Plattendorn erst rausschneiden muß? Ich glaube nicht, das dieses alles auch nur Millimeter genau ist.

    Sollte ich da auf dem Holzweg sein, lasse ich mich gern eines besseren belehren.


    Heinz-Werner

  • Bei ausgedruckten Schablonen Stanze ich das Loch für den Plattendorn mit einem 7mm Locheisen aus, dann sitzt es stramm auf dem Dorn. Bei den meisten Schablonen aus dem Netz ist eine Maßstabsangabe eingefügt, die zur Kontrolle/Nachmessen nach dem Ausdruck gedacht ist. Auch die beiden Nullpunkte können vermessen werden, mit einem Drucker der die feinen Linien sauber drucken kann, sehe ich da dann kein Problem.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Die großen Hersteller haben früher meist eine Toleranz der Nullpunkt-Abweichung um +-3 Millimeter als akzeptabel kommuniziert. Meiner Erfahrung nach ist der dritte Millimeter grenzwertig wenn es um zischelneigung geht. Idealerweise bleibt man eher bei +- 2.


    Das kommt auch auf die jeweilige Geometrie an. Mann kann sich auf der Vinylengine ja die Klirrverläufe plotten lassen. Die die innen und/oder aussen steile Verläufe haben sind empfindlicher gegen Abweichungen als die die zwar hoch aber flacher im Anstieg sind.


    Unser Forums 12-Ender Shakti, der ja sogar das Material des Headshell-"Fingerlings" hört ist übrigens auch der Ansicht dass es hier nicht auf das letzte 10tel ankommt, wenn ich seine Posts richtig verstanden habe.


    Allerdings gibt es eine ganze Reihe Highender die der Ansicht sind man müsse auch hier aufs zehntel genau sein. Speziell für diese Leute wurde der SmartTractor entwickelt.


    Mike

  • Ich bin des Zirkels, Bleistift und TZ-Dreiecks mächtig!

    Zeichne selbst, und somit für meinen Mist selbst verantwortlich, aber bei einem derart "Komplexen Thema" wie einer Messschablone für TA's ??

    Voll schwierig ein Loch und ein Paar rechtwinkelige Risse auf Pappe zu bringen....

    Noch dazu die Verletzungsgefahr, die von einem Locheisen und einem Schlag mit dem Hammer aus geht!!!



    Hey Leute!!

    Erst mal probieren!!.... Ist besser als seitenweise Text zu schreiben---Im Moment hat mancher doch gewiss viel mehr Zeit zum basteln--- ist Kreativ, kannste glauben......


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo,


    also bei einer genau ausgedruckten Schablone in Verbindung mit optischen Justagen (siehe meinen Hinweis oben zu den Parallaxenfehler), sollten Abweichungen <0,1mm sein. Soll heißen mehr als vernachlässigbar.


    Ach ja ...was auch wichtig ist. Den Plattenspieler bei der Justage in eine für die Messung/Justage geeignete Ablage stellen. Wenn man nicht exakt von vorne, von oben schauen kann, ist ein Fehler vorprogrammiert. Und nehmt euch Zeit dabei. Eile führt zu Fehlern!


    Gruß aus Wien

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Ich habe letztens die Schön ausprobiert. Ging ganz gut & fix, doch wirklich braucht sie niemand wirklich.

    Was blöd bei dem Video ist, das nicht zu sehen ist, wie der Plattenteller sich dreht wenn der innere Punkt überprüft wird. Das kann manchem verwirren.


    Da ich feststellen mußte das nicht jede Tonabnehmer-Geometrie mit dem Tonabnehmer harmoniert, wie PE 1000 & Naga OS 300 MP. Da war ich am Ende bei der klassischen Einstellung, erst Punkt A innen, dann Punkt B außen. Dies mache ich mit meiner 5 DM Scheibe von Conrad seit zwei Jahrzehnten erfolgreich.

    Ferner habe ich eine Justierschablone wo nur der Punkt A angegeben ist. Auch mit dieser Schablone habe ich sehr gute Einstellung vollzogen. Diese Schablone ist mit die genaueste.

    Tonabnehmer haben an ganz unterschiedlichen Punkten ihrer Verschraubungen, so verhält sich auch die Position der Nadelspitze.

    Mein China MC sitzt am PE recht weit vorne, das Naga fast in der Mitte.


    Was ich der Schön zugute halte, ist die fixe Einstellung, wenn die Geometrie passt.

    Meiner erste Einstellung die ich klassisch vornahm, wenig später mit der Schön korrigierte, war nur ne Abweichung von einem Millimeter.

    Ich habe das im Gefühl wo & wann ich am Headshell Schieben bzw. Drehen muß.

    Problem der Schön ist, der Achsmittelpunkt des Tonarmlagers. Bei vielen Armen gibt es keine Markierungen. Da fangen die Abweichungen an.

    Bei meinem PE ist so eine Markierung vorhanden, bei anderen Tonarmen nicht.

  • Nun gebe ich auch mal meinen Senf dazu, weil es in dieser Klarheit nie geschrieben wird, was daran liegen mag, dass zu viele Informationen als bekannt vorausgesetzt werden. Das führt dann wieder bei Anfängern zu Verwirrung

    ;)


    Wenn man weiß, auf welche Tonarmgeometrie der Tonarm hin entwickelt ist, und der Tonarm den korrekten Montageabstand hat, braucht man nur den Überhang anhand einer für die vorgesehene Tonarmgeometrie korrekten Schablone einzustellen und zwar durch gerades Verschieben des Tonabnehmers im Headshell.

    Dann

    1. liegen innerer und äußerer Durchgangspunkt genau dort, wo sie gemäß der Tonarmgeometrie hin gehören (braucht man dann nicht einzustellen).

    2. Steht die Vorderkante des Systems am inneren und äußeren Durchgangspunkt korrekt, so dass ein Verdrehen des Systems (Verändern der Kröpfung) im Headshell nicht erforderlich und nicht korrekt ist (auch diesbezüglich braucht man nichts eingestellt).


    Zusammenfassend heißt das, dass man bei Verwendung der vom Hersteller des Tonarms zugrunde gelegten Geometrie nur den Überhang durch gerades und nicht verdrehtes Verschieben des Tonabnehmers im Headshell einzustellen braucht. Das System hat dann am inneren und äußeren Durchgangspunkt die korrekte (gerade, bzw. nicht verdrehte) Position.


    Zu einer Verdrehung des Systems (Einstellung der Kröpfung) im Headshell kommt es, vorausgesetzt der Überhang ist korrekt eingestellt, nur dann, wenn man eine Tonarmgeometrie verwendet, die von der, die der Tonarmhersteller verwendet, abweicht, oder wenn der Montageabstand des Tonarms nicht stimmt.


    Beachtenswert:

    Wenn ich eine reine Überhangschablone verwende, also eine solche, meist längliche, die keine Einstellung des inneren und äußeren Durchgangspunktes erlaubt, dann muss ich dazu wissen, dass diese Schablonen, zumindest die einfachen Ausführungen, auch nur einer bestimmten Tonarmgeometrie folgen, die meist nicht angegeben ist.

    Bestimmte Hersteller geben ihren Plattenspielern eine solche längliche reine Überhangschablone mit. Diese Schablone kann man nicht für die Einstellung von Tonarmen benutzen, die einer anderen Tonarmgeometrie folgen. Die Nulldurchgänge würden mit keiner gängigen Geometrie übereinstimmen und die erforderliche Einstellung der Kröpfung könnte man nicht durchführen.


    Ende des Vortrages.

    ;)


    Ich gehe davon aus, dass diese Informationen den
    alten Hasen 8)hier, also den Meisten, bekannt sind. Und vielleicht sind sie dem ein oder anderen, der noch nicht so mit der Materie vertraut ist, nützlich.

    :thumbup:


    Schönen Gruß

    Philipp

    Dr. Feickert Volare
    Dynavector Karat 17 D2, Mk II

    Audio Technica ART-9 XI
    AT-33 PTG, Mk II

    Übertrager - M. van der Veen
    Vorstufe - AVM
    Endstufe - Quad Elite QSP

    Lautsprecher - Dali Mentor

    Subwoofer - SVS SB-2000 Pro

  • Zusammenfassend heißt das, dass man bei Verwendung der vom Hersteller des Tonarms zugrunde gelegten Geometrie nur den Überhang durch gerades und nicht verdrehtes Verschieben des Tonabnehmers im Headshell einzustellen braucht. Das System hat dann am inneren und äußeren Durchgangspunkt die korrekte (gerade, bzw. nicht verdrehte) Position.


    Zu einer Verdrehung des Systems (Einstellung der Kröpfung) im Headshell kommt es, vorausgesetzt der Überhang ist korrekt eingestellt, nur dann, wenn man eine Tonarmgeometrie verwendet, die von der, die der Tonarmhersteller verwendet, abweicht, oder wenn der Montageabstand des Tonarms nicht stimmt.

    Hallo Philipp,


    möglicherweise sind jetzt Anfänger noch mehr verwirrt, da Deine Zusammenfassung doch einige "Schwachstellen" beinhaltet um nicht zu sagen, sie ist eigentlich falsch.:


    Wenn der Überhang korrekt eingestellt ist, dass bedeutet das nicht dass die Kröpfung automatisch o.k. ist. Eine Ausnahme sind da z.B. Die Dreipunktbefestigungen von Rega. Wenn man da einen Rega Plattenspieler zu Hand hat, ist der Rega Arm (hoffentlich) korrekt montiert. Und da passt es dann auch. Bei allen anderen Headshells ist Deine Anleitung unvollständig bzw. nicht korrekt. Der TA hat in einen Headshell nicht nur eine Verstellmöglichkeit vor und zurück sondern ist auch verdrehbar. Und das bedeutet dass man die Kröpfung auch zu berücksichtigen hat.

    Macht man das nicht hat man eine vollkommen falsche Justage!


    Gruß aus Wien

    Rudi

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Wenn der Überhang korrekt eingestellt ist, dass bedeutet das nicht dass die Kröpfung automatisch o.k. ist.

    Hallo Rudi,

    .. doch, unter den von genannten Voraussetzungen, die ich jetzt nicht alle wiederholen möchte, schon.

    :whistling:

    (O.K., gilt natürlich nicht für gerade Tonarme, deren Headshell ebenfalls absolut gerade im Arm liegt, diese Bauform ist aber recht selten)

    Dr. Feickert Volare
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  • Wenn man schon einmal die Bleistiftmine am System angeklebt hat, macht es Sinn auch die äußeren und inneren Extrempunkte mit Hilfe der Schablone zu checken. Beide Abweichungen von der Ideallinie sollten möglichst gering sein, um möglichst geringe Spurfehlwinkel zu haben.