Würde mir gern einen Tuner zulegen...

  • Danke!

    Ist wirklich ein tolles Gerät und klingt noch besser als mein Lab Zero.

    Empfangmäßig ist es bei mir nicht so kritisch.

    Ich hatte mal eine riesige Richtantenne auf dem Dach, die mußte der Schüssel weichen.

    Weil ich meistens Lokalsender höre langt eine ordentliche Wurfantenne.

    Gruß

    Frank

  • Bei mir ist die Richtantenne oberhalb der Schüssel montiert. Trotz der Tatsache, dass ich gleich zwei Grundnetzsender in Sichtweite habe, macht das Sinn. Mit Wurfantennen fängst Du Dir auch immer Mehrwegempfang ein, der sich negativ und durchaus hörbar bemerkbar macht. Mit einer Richtantenne kannst Du das wirkungsvoll eliminieren. Einem solchen Tuner würde ich auf jeden Fall eine adäquate Antenne spendieren. Ich helfe Dir gerne weiter, falls Du zu dem Thema Fragen hast.

  • Tomfritz hat meiner Erfahrung nach recht -- ich wohne nur 800 bis 1000 Meter von dem für mich relevanten lokalen Sender entfernt, allerdings in der Innenstadt. Durch Mehrwegeempfang (multi-path Signale) stimmt unter diesen Empfangsbedingungen das stärkste Signal nicht unbedingt mit dem optimalen Empfang überein. An meinem FM 2002 habe ich zwar kein Oszi, kann aber extern eines anschliessen -- davon habe ich bei der Platzierung und Ausrichtung meiner UKW-Yagi auch Gebrauch gemacht. Den lokalen Kultursender in einer lächerlichen Entfernung von weniger als einem Kilometer kann ich natürlich auch mit einer Wurfantenne empfangen, jedoch zeigen einfache Vergleiche, dass man gegenüber einer UKW-Yagi (auch mit wenigen Elementen) viel Qualität verschenkt.


    -- Joachim

  • Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zum Neuerwerb.

    Laß mich wissen, wenn ich bei Fragen helfen kann, am besten per PN.

    Daß er besser ist als der LabZero ist kein Wunder.

    Spendiere dem Sequerra eine moderat große Richtantenne, also vom Ringdipol außen am Haus bis zu 3-Element. Das reicht für Lokalempfang.


    Stay tuned

    Ralph

  • Ich danke Euch für Euer freundliches Feedback.

    Leider geistert bei den Tunerforen mehr Halbwissen umher, als sonst irgendwo.

    Das stört mich schon seit langer Zeit.

    Ich schreibe vielleicht mal ein paar Aspekte zusammen.


    @ Walter:

    das Frontend des FM 2002 kann 5 VOLT Antennenspannung aushalten. Also 5000 mV HF.

    Die Onkyos hatten Probleme mit 120dBf Pegeln (ca. 300mV an 75 Ohm, stimmt's ?), wie sie an meiner 18-Element gleich mehrfach aufgetreten sind, wenn ich die Antenne in Richtung Göttelborn gedreht habe, meinetwegen, um einfach nur zu schwenken. Das waren dann dreimal Saarländischer Rundfunk im Ortssenderpegel plus Antennengewinn ("unten im FM Band, also ca. 14dB) plus Fußpunkverstärker zur Kompensation der Antennenkabeldämpfung. Da kommt mit allem anderen, was über die Antenne reinkam, einiges an Pegeln zusammen. "Damals" ! Also als die ARD noch mit vollem Pegel gesendet hat. Heute ja weit heruntergedreht, um den einzigen Vorteil von DAB+, die Rauschfreiheit, stärker zu betonen.

    Der FM 3003 kann theoretisch noch mehr Pegel verkraften, allerdings gibt es keine Meßsender mehr, die das liefern können. Hat ja der Johannes Maier von der stereoplay schon gemerkt, als er mal IM messen wollte und nicht annähernd die Pegel aufbringen konnte, die dafür nötig waren. Erschien mal in einer Klassiker-Story der stereoplay. Maier weiß, was er tut, ist Dipl.-Ing. ET und auch lizensierter Amateurfunker.


    @ der Marantz 10B schaltet "stereo" galvanisch getrennt über Optokoppler durch. Ein kleines Röhrchen, in dem sich lichtemittierende Diode und Fotozelle direkt gegenüberstehen. Geht der Koppler kaputt, gibt's kein stereo mehr. Ein häufiges Problem beim 10B.


    Stay tuned

    Ralph

  • Tomfritz hat meiner Erfahrung nach recht -- ich wohne nur 800 bis 1000 Meter von dem für mich relevanten lokalen Sender entfernt, allerdings in der Innenstadt. Durch Mehrwegeempfang (multi-path Signale) stimmt unter diesen Empfangsbedingungen das stärkste Signal nicht unbedingt mit dem optimalen Empfang überein. An meinem FM 2002 habe ich zwar kein Oszi, kann aber extern eines anschliessen -- davon habe ich bei der Platzierung und Ausrichtung meiner UKW-Yagi auch Gebrauch gemacht. Den lokalen Kultursender in einer lächerlichen Entfernung von weniger als einem Kilometer kann ich natürlich auch mit einer Wurfantenne empfangen, jedoch zeigen einfache Vergleiche, dass man gegenüber einer UKW-Yagi (auch mit wenigen Elementen) viel Qualität verschenkt.


    -- Joachim

    Joachim,


    probier' doch mal einen Faltdipol am 240/300 Ohm Antenneneingang. Sauber gestreckt stellt der kleine Dipol ein richtig gutes Signal zur Verfügung. Außerdem ist die Antenne symmetrisch, was lokale Einstreuung minimiert. Es kommt auf die Richtung und Platzierung an, ob das was bringt. Ich betreibe an meinem FM 2002 immer mal wieder eine, um zu verifizieren, daß Frontend und AGC korrekt funktionieren. Kenne ja meine Senderlandschaft und die Pegel, die hier anliegen ganz genau.


    Stay tuned

    Ralph

  • Hallo Ralph,


    danke für den Tipp, einen Faltdipol am 240/300 Ohm Eingang des FM 2002 habe ich noch nicht ausprobiert. Der lokale Kultursender (in 875 m Entfernung von mir) sendet mit nur 0,1 kW und auf einer Frequenz von 107,3 MHz (also schon am oberen Ende des UKW-Bereichs, was für manche alte Antennen schon Probleme machen kann).


    Am besten funktioniert meine Kathrein ABH 01 (5 Elemente, 7-8 db Gewinn). Ganz ordentlich funktioniert auch ein offener Ringdipol FM215 (der ital. Fa. Emme Esse mit 1dB Gewinn, kostet nur 20 Euro). Beide am 60/75 Ohm Koaxialanschluss.


    Den Dipol FM215 habe ich derzeit auf einem Schrank im Arbeitszimmer an einem Zweit-Tuner (dort funktioniert er besser als ein normaler Ringdipol oder eine Wurfantenne).


    https://www.emmeesse.it/en/node/66513


    Viele Grüße


    Joachim

  • Hallo Ralph,


    auch von mir vielen Dank für Deinen Beitrag:thumbup:

    Aber hast Du jemals einen modernen DSP-Tuner, wie den aktuellen Accuphase oder auch den Reuter RDR 160 vergleichend zu den von Dir genannten Geräten getestet?

    Vielen Dank für Dein Feedback..


    Den neuen Accuphase T1200 konnte ich leider noch nicht testen. Allerdings ist mir dessen Aufbau sehr suspekt. Nur zwei abgestimmte Doppelkreise vor dem Mischer? Das wäre ein Schaltungsfehler bzw. fauler Kompromiß der Extraklasse. Auf dem Niveau waren ja fast Kofferradios der 60er Jahre. Bei dem für das Gerät aufgerufenen Preis ist das absurd. Es ist ein Hybrid, vorne (also ab Antenneneingang) ist alles analog, da hätte man ruhig auf das aufbauen können, was man einmal als Firma Kensonic wußte. Tiefer in der Schaltung vertraut man dann DSPs. Die Multipath-Reduktionsschaltung ist eine einfache Entfernung der AM-Hülle. Klappt, aber nur, wenn man wirklich eine reine AM als Multipath-Umhüllende hat. Das kommt nicht allzu häufig vor.


    Ein anderer Aspekt ist die maximale Bandbreite von 500 kHz. Reden wir hier über +- 500 kHz ? Also 1 MHz total ? Dann wären bei mir 6-8 Sender abgedeckt! Oder von +- 250 kHz (das ist immer noch sehr breit)? Der erstere Fall ist wohl nur praxisgereicht auf den Solomomen, dort gibt's nur eine Handvoll UKW-Stationen auf der Skala. Selbst in USA landet man damit im Nachbarkanal !


    Im Powerpoint Dokument, das die PIA auf der Seite hat, sieht man z.B. bei der channel separation L->R und R->L zum Teil bis zu 10 dB Abweichung. Wo kommt das denn her, wenn alles digital ist? Erstaunlich, daß Accuphase so etwas veröffentlicht.


    Im Decoder das Signal in einen I und einen Q-Pfad aufzuteilen, hat schon Nico Palermo im FM-Zusatz (FM+) zu seinem hervorragenden Perseus SDR gemacht. Das war glaube ich vor 12 Jahren, ist also hier wirklich band-aktuell.


    Schauen wir uns die Angaben zur Empfindlichkeit an, dann fällt auf, daß man keine Meßparameter angegeben hat, WIE gemessen wurde? An 50 Ohm, 60 oder 75 ? Bei welchem Hub? 40, 50 kHz? Immerhin verweist Accuphase auf die IEC Norm 60315-4, die es für € 141 als gebundenes Buch im Beuth-Verlag zu kaufen gibt. Leider liegt mir kein Exemplar vor. Hat's einer ?


    Zum Reuter-Empfänger möchte ich nicht viel sagen, da ich das Gerät mitentwickelt habe bzw. die komplette FM-Sektion nach meinen Vorgaben realisiert wurde. Ich schreibe Dir dazu eine PN.


    Als einziges mir bekannter Empfänger (in etwa baugleich mit RDR55), bearbeitet der Rx das Signal voll digital als stand-alone SDR. Er braucht also für die Verarbeitung des Signals keinen zusätzlichen PC oder Laptop. Vom Antenneneingang aus gesehen, durchläuft das Signal nur einen schaltbaren Abschwächer (0-48dB in 1 dB Stufen) bzw. GaAs-FET Vorverstärker und ein mitlaufendes Bandfilter bevor es im doppelten (oder vierfachen!) ADC digitalisiert wird. Alle üblichen Tuner-Baugruppen wie Mischer, Filter, Decoder sind in Software realisiert, damit problemlos updatefähig für die Zukunft. Benutzer können Updates via USB selbst einspielen. Das funktioniert seit Jahren beim Parallelmodell RDR55 (eher für die KW-Hörer und Amateurfunker gedacht) problemlos.


    Alle Reuter-Empfänger haben Touchscreen-Bedienung und müssen niemals abgeglichen werden. Seit einiger Zeit können die Empfänger auch DAB+. Die Signalverarbeitung geschieht intern mit 36bit, die Audio-Sektion arbeitet mit 24bit, damit ergibt sich ein SNR von ca. 125dB. Das ist weit mehr als die Sendeanstalten liefern können.


    SO sieht Zukunft aus.


    Stay tuned

    Ralph

  • Frank, was hast Du für den Sequerra gezahlt, wenn ich fragen darf?

    3750€. Er wurde in die USA geschickt, und dort vor einigen Jahren neu eingestellt.

    Wenn man sieht, was sonst so für diese Teile verlangt wird, finde ich den Preis angemessen.

    Außerdem ist das Gerät in einem hervorragenden Zustand.

    Gruß

    Frank

  • Joachim,


    probier's mal aus, so ein Faltdipol kostet nur ganz kleines Geld.


    Die ABH01 ist klasse, hatte selbst so eine. Für die Größe recht viel Rückwärtsdämpfung.

    Sie ist aber jetzt einer umschaltbaren Kreuzdipol-Antenne gewichen.


    Die FM 215 ist lustig. Überhaupt hat man in Südeuropa einige interessante Varianten der kleinen Dipolantennen, es gibt auch eine in S-Form, die braucht nur ganz wenig Platz.


    Stay tuned

    Ralph

  • 3750€. Er wurde in die USA geschickt, und dort vor einigen Jahren neu eingestellt.

    Wenn man sieht, was sonst so für diese Teile verlangt wird, finde ich den Preis angemessen.

    Außerdem ist das Gerät in einem hervorragenden Zustand.

    Gruß

    Frank

    Der Preis ist in Anbetracht des guten kosmetischen Zustands völlig ok.
    Ich habe den Tuner auch gesehen.

    Achte darauf, die Helligkeit nicht zu weit aufzudrehen, sonst leidet die Lebensdauer der Röhre.

    Weniger (Helligkeit) ist hier mehr (Lebensdauer).

    Sie ist nur noch sehr schwer zu besorgen, kannst Dich ja mal auf die Suche machen.

    Ob das Frontend auch überarbeitet wurde siehst Du an der Höhe des maximalen Ortssignals.

    Bei Fragen dann PN an mich.


    Stay tuned

    Ralph


  • Hier die erwähnte Antenne in S-Form, die man in Südfrankreich oder Italien recht häufig sieht.

    Mit ihr kann man beide Polarisationsrichtungen recht gut empfangen.

    Und das bei sehr geringem Platzbedarf.


    Stay tuned

    Ralph

  • Die ABH01 ist klasse, hatte selbst so eine. Für die Größe recht viel Rückwärtsdämpfung.

    Das kann ich bestätigen. Sie empfängt für eine Yagi sehr harmonisch das gesamte UKW-Band. Sie ist sehr robust gebaut und sie hat im Anschlusskasten keinen dämlichen Anpasstrafo, sondern eine Umwegleitung!

  • Hi,


    ich misch mich auch mal ein.


    Ich empfange, und höre dem zufolge mit einem Onix Tuner.

    Identisch zu Naim Nat02.

    Auf den Klang lasse ich nichts kommen, Empfang könnte aber m. M . besser sein.

    Schwer zu beurteilen, da fehlt mir halt ein Vergleich.

    Antenne ist auf dem Dachboden, kann grad nicht genau sagen was für eine.

    Ich denke aber so eine normale Rundfunkantenne mit Dipol und 3 Elementen.

    Wie wäre der Weg zu einem besserem Empfang? Tuner oder Antenne?

    Ich hätte z .B. gern Bremen 4, aber ob ich da hinkomme? Standort 45km südlich Hannover.

    D-Radio Kultur, NDR-Info bekomme ich wohl, aber wie schon viele geschrieben haben, der andere Dreck der da unterwegs ist, und der leider gut reinkommt, den will ich nicht.

  • Wie wäre der Weg zu einem besserem Empfang? Tuner oder Antenne?

    Ich hätte z .B. gern Bremen 4, aber ob ich da hinkomme? Standort 45km südlich Hannover.

    In guten Lagen sollte das durchaus noch machbar sein. Allerdings wahrscheinlich nur in brauchbarer Monoqualität. Dazu müsstest Du mit Sicherheit in beide Komponenten investieren, also eine mehrelementige Richtantenne und ein empfangsstarker Tuner sind Grundvoraussetzungen. Gegebenfalls wird die Antenne auf das Dach müssen und unter Umständen wird ein sehr rauscharmer Vorverstärker nötig. Das muss man aber vor Ort ausprobieren und lässt sich aus der Entfernung schlecht sagen.

  • Identisch zu Naim Nat02.

    Hallo Dieter,


    da muß ich mal reingrätschen: Der Onix BWD1 ist dem NAT02 konzeptionell ähnlich aber nicht identisch!


    Ansonsten ist tomfritz hier zuzustimmen. Es steht und fällt mit der Antenneninstallation. Idealerweise eine, optional drehbare, Richtantenne auf dem Dach sowie unterbrechungsfreie und saubere Kabelverlegung zum Tuner. Eventuelle Leitungs- und Verteilverluste können durch einen rauscharmen Verstärker kompensiert werden. Dann probieren ob der kleine Onix wie gewünscht empfängt. Als letzter Schritt böte sich dann ein empfangsstärkerer Tuner an.


    Gruß,

    Marc