200g/180g/140g Pressungen, welche besser?

  • Volkmar, dass hier einige dünne Platten haben, die ganz vorzüglich klingen (mich eingeschlossen) kann man ja glauben, ist auch nicht schwer festzustellen. Dass es auch vorzügliche dicke Scheiben gibt, ist unbestritten (auch wenn die Neigung zur Verwellung dort wohl größer sein soll).


    Da es den ersten Sachverhalt gibt, ist davon auszugehen, dass gut klingende nicht der Dicke wegen gut klingen, sondern weil ein tadelloses Mastering dahintersteckt.

  • Es kommt sogar darauf an,wie viele Platten mit so einer Pressmatritze gepresst worden sind=die nutzen sich auch ab!

    Das Mastering ist als erstes da A&O Nicht umsonst hat sich Sony viele Rechte und Masterbänder von Bekannten Gruppen gesichert

    Tel.Seelsorge: Die gerillten e.V.
    LG

    Rolf


    TD 2001/ TP90 RDC *Fuss* AT33 PTG II * Aqvox MKII *

  • Das wird schon eher daran liegen, wie viel Liebe in das Mastering gesteckt wird.

    das wird auch darin liegen welchen besten Kompromiss die eingestellte Tonarmhöhe bietet.


    Ludwig

    NPV*3012R*T100*SPU Classic, Meister, Meister silver, A95.*LP12.Akurate* Zarge, HighlandPark AT 760SLC.*DynaControl*.*DynaWatt . *Jadis Ja15*.*PhonoMaster* *MR78*

    * Magnum Dynalap FT 101 Etude *

    *Quad*ESL57*Qa.*SB1*PRO. *Frankonia* , what else :)

  • Zitat: "Dass es auch vorzügliche dicke Scheiben gibt, ist unbestritten (auch wenn die Neigung zur Verwellung dort wohl größer sein soll)."


    Nach der Pressung wird ein Messer an die noch warme Schallplatte gefahren, um diese zu entgraten. Das ist mit einem recht kräftigen Schlag gegen die Rillenflanke verbunden. Die "Anfahrkraft" des Messers wird manuel eingestellt; oftmals zu hoch! Das führt zum einen zu Stauchungen im Vinyl, die später zu Wellen führen und zum anderen zu dezentrierten Mittelöchern.


    Anschliessend werden die Platten automatisch eingetütet und HORIZONTAL für einen Tag gelagert. Früher war es Standard Aluminiumplatten zwischen JEDE Platte zum Abkühlen und zum Planhalten zu platzieren.

    Wird heute nur noch auf Kundenwunsch gemacht.

    Sprich meistens gar nicht, weil's Geld kostet.

    Eine beim Entgraten gestauchte Platte ohne gezielte Abkühlung gelagert (Aluplatte) wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit verwellt und oder dezentriert beim Endkunden aufm Dreher landen. Und je dicker die Platte, desto länger die Abkühlzeit und desto grösser das Risiko.


    :sorry: for :off:


    Liebe Grüße Achim

    Liebe Grüße Achim


    Drogenbeauftragter Die Gerillten e.V.


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

    The post was edited 1 time, last by AchimK ().

  • Ich persönlich nehme das wie folgt wahr:


    Früher wurden hochwertige Pressungen gerne mal in 180 oder 200g gepresst, quasi als materialisierte Dokumentation des Qualitätsanspruchs.


    Heute wird das gemacht, um einen gesteigerten Qualitätsanspruch unabhängig von der tatsächlichen Qualität zu behaupten, also Marketing.


    Das ist kein "früher-war-alles-besser-Statement" :D Man muss ja nicht auf jede Werbung reinfallen.


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?

    LP12 - ??? - SHL5+/40.

    Just Listen

  • Hallo zusammen,


    als ich noch meinen Pink Triangle besaß, kamen die ersten 180g Pressungen auf.


    Mal abgesehen vom falschen VTA, die ca. 40g Unterschied zur bevorzugten „englischen Decca SXL“ brachten das Subchassis schon so aus dem Tritt, dass ich letztendlich mit einem Ausgleichsgewicht arbeiten musste. Zum Glück fand ich einen Single Puck aus Metall, der ziemlich genau die Differenz abdeckte.

    Jetzt war es durchaus so, dass der Pink sich hier besonders feiern ließ, aber meine Meinung zu 180g oder gar noch schwereren Pressungen ist seitdem gefestigt.:cursing:


    Viele Grüße Christian

  • Das ist echt eine interessante Info! Habe dann wohl wirklich Glück gehabt, was das schwere Vinyl angeht. Der Großteil der schwereren Platten, die ich besitze, stammt allerdings auch von Labels, die soweit ich es beurteilen kann ihre Arbeit verstehen (bspw. MOV). Habe allerdings auch eine 180g Scheibe von einer kleineren Band mit 100er Auflage, da ist tatsächlich alles verloren, was den Höhenschlag angeht. Da kann ich fast Salat drin zubereiten

    Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.

  • 200 gr und mehr, dazu topfeben, hat MFSL in den 80ern vorgemacht: UHQR.


    Gut, da blieb die Presse auch für jede LP so rund 5-10 Minuten zu...kann heute keiner mehr bezahlen.


    Ich brauche auch keine 180 gr. Pressungen, Japan-Pressungen für alles würde mir reichen!:P


    Grüße aus Lobberich

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin

  • es ist alles nur geliehen in dieser unseren Welt.

    es ist alles gerade in unserem Hobby furchtbar überbewertet und man unterhält sich meistens nicht auf gleicher Augenhöhe was probieren und Erfahrung ausgeht.


    diese zB. ist uneingeschränkt zu empfehlen . . .




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    Ludwig

    NPV*3012R*T100*SPU Classic, Meister, Meister silver, A95.*LP12.Akurate* Zarge, HighlandPark AT 760SLC.*DynaControl*.*DynaWatt . *Jadis Ja15*.*PhonoMaster* *MR78*

    * Magnum Dynalap FT 101 Etude *

    *Quad*ESL57*Qa.*SB1*PRO. *Frankonia* , what else :)

  • Falls du einen Erben suchst...du fühlst dich ja nicht mehr so gut...;(..:meld:

    Hi Rolf,


    sollte dereinst eine vinylistische Ermattung meinen dahinwelkend schlaffen Körper heimsuchen, werde ich deiner Begehrlichkeit bedenken, um hiernach entscheiden zu wollen, mich selbstlos vom Übel überquellender Regalfüllung in Form PVC-Rundling behafteter Papierhüllen zu trennen.


    Aktuell.... eher nö.:P


    Grüße aus Lobberich

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin