Lenco l75 Tonarm anderen Tonarm einbauen

  • Moin,


    ich würde gern einen L75 mit einem anderen Tonarm ausstatten - habe einen Ittok zur Verfügung.

    Bestimmt hat schon jemand den L75 mit einem anderen Tonarm versehen, vielleicht sogar mit Ittok?

    Ich würde gern, bevor ich anfange, ein wenig um Hilfestellung/Ratschläge bitten.

    Ich mache leider ganz gern mal was kaputt.


    Wo sind evtl. bekannte Hürden?

    Wie bekomme ich den Spieler aus der Zarge, bzw. wie bekomme ich den Ittok fest, falls er passt?

    Den L75 würde ich möglichst unverändert lassen, also nur sehr ungern die Tonarmbohrung verändern.

    Lencoheaven kenne ich - ist teils sprachlich etwas kompliziert, und mein Englisch ist so gut nicht.


    Danke schonmal

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    ich habe einen Orthofon-Tonarm AS212 anstatt der "Bahnschranke" eingebaut. Du kannst ja mal in meinen Alben schauen. Der passt nahezu perfekt und das wurde auch schon oftmals gemacht. Es gibt im Netz dazu Adapter, welche die Armaufnahme ermöglichen. Du kannst dadurch den eingebauten Lift benutzen, man muss nur etwas von der Liftauflage abfeilen. Im Inneren muss man das Übergabe-Panel für die Tonarmkabel verlegen. Mehr muss eigentlich nicht gemacht werden - kann aber ;)...


    Den Ittok kenne ich nicht.


    Bei Fragen gerne fragen.


    Grüße,

    Franz

  • Hi,

    wenn man größere Umbauarbeiten vermeiden will, sollte der neue Arm die gleichen oder nur minimal abweichende Montagemaße haben wie der alte. Sonst kann die vorhandene Bohrung nicht genutzt, sondern muss nach vorn oder hinten verlegt werden. Um letzteres zu vermeiden, solltest Du das also erstmal die Maße für den Itok nachschlagen und mit den Maßen des Originalarms vergleichen. Wenn die Maße abweichen, kommst Du um eine Verlegung des Lochs nicht herum. Außerdem sollte der Schaftdurchmesser passen, sonst musst Du das Loch aufbohren oder -feilen oder dessen Durchmesser reduzieren. In jedem Fall müsste wohl der Montagering, durch den der Schaft des ITOK normalerweise gesteckt wird, dann eben auf dem Chassis des L75 befestigt werden.

    BG Konrad

  • Hallo Dieter,

    schau mal diesen Adapter an. Die Tonarmsäule hat 18mm. Ggf. wie der Ittok. Das musst Du nachmessen !


    eBay-Artikelnummer: 262902723217


    Der Montageabstand vom L75er Tonarm beträgt 210,8mm

    Der Montageabstand vom LINN Ittok Tonarm beträgt 211,0mm


    Somit passt da schon mal der Abstand bis auch 0.2 mm "fast" ... was m.M.n. aber nicht so relevant ist.


    Oder sich eine Hülse drehen lassen.

    VG Thorsten





    Lenco L75 mit AS-212 und SPU #1e / EAR 834P Deluxe / OTA RV mit 6C45Pi Trioden und Parafeed Technik / GW Box mit Lii-Audio 8" Chassis

    Mitglied der AAA

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  • Hallo Frank,

    da ich ja jetzt den Arm vom L75 übrig habe lag der nun bei mir rum. Ich bin deshalb gerade wieder am Aufbau eines L78 Chassis mit einer gebrauchten Zarge. Ich finde ihn zu schade zum wegwerfen...er hat irgendwie ein besonderes Design. Oft habe ich schon gehört dass der Arm gar nicht so schlecht sein soll. Dem will ich jetzt mal nachgehen und ein wenig Forschungsarbeit betreiben. Mal sehen was dabei rauskommt. Als System hab ich das ADC220X, suche aber noch was besseres...

    Grüße, Franz

  • Guten Morgen Franz,

    ich habe von einen Freund einen 78er zur Revision hier bei mir. Antriebsrad, Motor und Tellerlager werden komplett zerlegt und gereinigt.


    Nun habe ich mit dem Tonarm angefangen. Komplett zerlegen, reinigen, Lager neu ölen, neue V-Blöcke rein, wieder zusammen bauen und justieren. Danach spielt er wieder wie neu.


    Lenco Tonarm Säule.jpg


    Man sieht hier das korrodierte Gewinde von der Säule, obwohl der 78er trocken stand. Die beiden Lager waren auch verharzt. Somit sollte man wirklich alles mal kontrollieren. Wenn alles gemacht ist, spielt der Tonarm richtig gut und die hinlänglich bekannten und schlechten Kritiken treten dann völlig in den Hintergrund.


    Ich habe ja auch einen AS-212 auf meinem zweiten L75. Das war aber mehr dem SPU geschuldet. Das musste mal wieder auf die "Piste" ... :).

    VG Thorsten





    Lenco L75 mit AS-212 und SPU #1e / EAR 834P Deluxe / OTA RV mit 6C45Pi Trioden und Parafeed Technik / GW Box mit Lii-Audio 8" Chassis

    Mitglied der AAA

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  • Danke!

    Dann wird mir hier geholfen.


    Den Lenco habe ich erst seit ein paar Tagen, und noch nicht gehört.

    Er ist teil revidiert, mit z.B. neuer Lagerkugel, gefettet - geölt, Motor ebenfalls und der Tonarm hat neue Messerlager bekommen.

    Das ich den erstmal mit dem originalen Arm hören werde ist klar.

    Evtl. anderen TA probieren.

    Habe noch ein Troika - müsste von der Compliance eigentlich funktionieren.


    Eine schöne Zeit wünsche ich Euch.

    Dieter

    eBay-Artikelnummer: 262902723217

    Über die Artikelnummer finde ich das Teil nicht.

  • ...dadurch wird sie aber auch nicht gut! ....und dann noch diese geschmacklose Optik.;)



    Tüsss

    Lothar

    ....schwarze Scheiben und braune Schenkel reichen mir, um viel Spaß zu haben:love:

    ....LASST MICH! Ich muss mich da jetzt rein steigern.

    Es war mir ein Vergnügen.

  • Moinse,

    es passen einige Tonarme "saugend" auf den L 75 / 78. Wie der Decca International, mit dem ich nie wirklich glücklich geworden bin. Den habe ich nicht wirklich gerade einstellen können.

    Sehr gerne nutze ich die Tonarmbasis des Lenco Tonarmes um dadrauf einen S-Arm oder was auch immer dadrauf zu pflanzen. Momentan ist wieder ein "Lenco" S-Arm in der Mache.

    Die Tonarmbasis rüste ich sehr gerne auf Ölbad um. Dafür wird eine Poliamydhülse von unten auf die Tonarmbasis gesteckt & verklebt. Die Tonarmkabellage muß dann oberhalb abgeleitet werden.

    Klanglich ist die Umrüstung auf Ölbad eine Ohrenweide.

    Auch läßt sich die Metallbahnschranke auf Carbon umrüsten. Dazu muß ich endlich meine Faulheit besiegen, das ich dieses mal bewerkstellige.

    Der Lenco Tonarm bzw. dessen Tonarmbasis ist das reinste Mekka für Phono Tüftler.


    Beim Zerlegen der Lenco Tonarmbasis, bitte die Kugellager ordentlich in beinah flüssiges, säure freies Fett drücken, das die Kugellager/-käfige schön mit Fett durchdrungen werden. Dazu nutze ich ein Fett mit Mos2 Anteil. Das Lagerspiel läßt sich sehr schön durch die zwei unteren Muttern/Kontermutter justieren.

  • Passt leider nicht, der Ittok hat 24,5mm.

  • Aufweiten sollte doch eigentlich kein Problem sein. Aber Vorsicht mit Metallabrieb, der beim Bohren, Feilen oder sonstigen Bearbeitungsmethoden entsteht: Dieses Zeug sollte nicht in das Innenleben des Plattenspielers kommen. Auch Abtastsysteme vertragen sich nicht damit. BG Konrad

  • Hallo,


    Mit etwas Geschick kann man die vorhandene Bohrung um 3mm nach hinten mit einer Metallfeile erweitern und dann z.B. ein Jelco 9" einbauen (214mm Abstand). Auch sollte man auf die minimaleTonarmhöhe achten da der Teller der Lencodreher tiefer liegt. Das limitiert die VTA-Einstellungsmöglichkeit des Tonarms.


    Beste Grüße,

    Mario