PE 1000 & die Tonabnehmer - Erfahrungen

  • Neuer Dreher, neues System? Was passt zu wem? Jeder kennt das, nicht auf jedem Dreher, an jedem Tonarm passt ein System, was an nem anderem Dreher oder / & Tonarm hervorragend spielt.


    Der PE 1000 ist ein 12 Kg MDF "Flachbrett Spieler", wie viele neuzeitliche Dreher. Der L 78 SÖ & TD 160 besitzen eine klassische Volumenzarge. Der PE einen massiven POM (Polyoxymethylen) Teller, aus diesen Eigenschaften ergeben sich andere Klangeigenschaften & eine ganz andere Dreher Seele.

    Der Elli ist eine kraftvolle Schweizer Baumaschine mit äußerst viel Kraft & Saft. Hier punkten auch zarte Systeme wie das Grado Reference Wood, was am PE 1000 sehr schön spielt, doch kommt hier das Wood nicht wirklich zu seiner schönen Strahlkraft. Die China Raketa wird am PE feingliedriger, auch hier fehlt was. Für das MS 16 ist der 1000er dessen Meistro. Doch hier brummt das MI System recht stark, das MS 16 braucht mehr Lautstärke als andere Systeme. Auch bin ich nicht wirklich mit der Nadel bzw. dessen Nadelgummi des MS 16 zu frieden.


    Da Rega auch "Flachbrett Spieler" feil bietet, müßte das Rega Exact doch exakt passen? Der 1000er verlangt förmlich nach einem recht kräftigen System. Das Rega Exact ist ein solches.

    Zusammen mit einem Freund haben wir die Ohren gespitzt. Mein originales Exact & ein Exact mit einer OM 30 Nadel. Letzteres spielt zwar zarter, sanfter, passt eher zum Elli. Das originale Exact passt wie "Arsch auf Eimer" an den PE 1000. Mit dem Exact bekommt der PE ordentlich Kraft, Saft & das kombiniert mit seiner Feingliedrigkeit. Der PE 1000 kann Baß & das richtig böse, mit dem Exact.

    Das MM System Rega Exact spielt leider ein Schattendasein in der Analog Szene, zu Unrecht. Es ist eines der schönsten MM Systeme. Ein sehr großes Plus ist der feste Nadelträger des Exact, das nebenbei.

    Ein riesiges Plus ist das minimale Headshell des PE. Durch den Langschlitz & die freie Beweglichkeit des Systemträgers (sobald die zwei Aritierungsmadenschrauben entfernt sind), kann der Überhang exakt & recht fix eingestellt werden. So das der innere & äußere Punkt in Balance liegen. Perfekter gehts nicht.


    PE empfiehlt das Vinyl nackt auf den Teller zu legen. Das macht den Klang analytisch & steril. Irgendwie klebt dabei die Bühne am Hintergrund. Mit 3 mm Filz, was auch PE empfiehlt, wirds langweilig. Die kraftvolle L78 Gummiauflage geht schon in die richtige Richtung. Erst mit einer Kork-Gummi-Auflage wirds Musike. Die Bühne steht strahlend im Raum. Zart wie wild. Wildzart, zartwild.

    Interessant ist auch, das der PE am Transitor Pre besser spielt als an einer Röhre.

    Auch ist mir beim Digitalisieren aufgefallen, das die Aufnahmen in der Dose ulkigerweise fade & dünn erklingen. Ich werde neue Digitalaufnahmen heute mit unterschiedlichen Auflagen neu starten, mal hören wies mit dem Exact wird?


    Abschließend, der PE 1000 ist ein sehr guter & vor allem ein hervorragend klingender Dreher. Der in seiner Preisklasse seinesgleichen sucht. Noch kann PE 60 Stück 1000er fertigen, dann ist Schluß mit der Besondersklasse. Der jetzige Tonarm TO 2016, der auch am 2400 € Miracord 90 thront, verschwindet, als auch der 2 Kg POM Plattenteller. Beides fällt dem Rotstift zum Opfer, dafür kommt ein Mitnahmeteller nebst Aluscheibe drauf. Das was den PE 1000 ausmachte, mein Kaufgrund war, ist dann im Duddn. Schade ... Der neue abgespeckte PE 1000 MK II beginnt bei 1600 €, statt wie bisher bei 1400 €. Chance vertan, mit der Besondersklasse.


    Ferner mußte ich die 33 Tour korrigieren, die lief zu schnell. Eigenartigerweise höre ich das bei Riementriebler raus wenn was an der Tour nicht stimmt. Blöd nur, es ist nicht am 1000er gekennzeichnet, wo die 33er oder 45er Tour eingestellt werden. Es ist ein Glückstreffer mit nem feinen Schrauben-Dreher die kleinen Madenschrauben zu treffen. Ist der Glücksmoment vorhanden, laßen sich die Touren sehr gut korrigieren.

    Auch habe ich mich an das anarchistische Schwarz/Rot gewöhnt. Eigentlich hatte ich einen Orange/Anthrazit PE 1000 geordert, geliefert wurde Schwarz/Rot, der Mensch kann nicht alles haben. Ich war froh, das der PE nach 2 Monaten warten, endlich meine Ohren verwöhnen kann.


    Nebenbei ... ich habe mir blöderweise statt des Ortofon Bronze das Sumiko Moonstone antütern lassen, was für ein fataler Fehler, so ein langweiliges System hatte ich lange nicht. Eben eine Kraterlandschaft, mehr nicht ...

  • Hi vinylia,


    schön dass Du mit Deinem neuen Plattenspieler so rundum zufrieden bist.


    Das Rega Exact kenne ich leider nicht. Das graue (eigentlich blaue) Rega, eine Preisklasse darunter, babe ich noch an einem alten ISP aus den 70er Jahren am laufen. Klingt vollkommen allürenfrei, erdig und gelassen, nur nicht so richtig gut auflösend. Ich benutze es meistens, wenn ich nur mal so nebenbei Musik hören möchte.


    Zum richtigen Reinknien in die Musik habe ich an meinem Rega RP6 die letzten Jahren mit einem Grado TR(Reference)1 gehört. Obwohl es, wie ich heute vermute, ab Werk mit einem fehlerhaften Nadelträger ausgestattet wurde, bin total süchtig nach diesem Grado. Bisher habe ich nirgends etwas besseres gehört. Nun gut, so viel bin ich auch noch nicht herum gekommen. ;)


    Nun mögen die MI-Grados im Allgemeinen ja keine Wechselstrommotoren in ihrer Nähe, denn da brummt es immer etwas störend. Deswegen habe ich den Rega-Teller über einen Zwirnsfaden mit einem externen Motor angetrieben. Die damit verbundene etwas merkwürdige Optik hat mich nicht lange gestört. Aber der Zwirn weitet sich immer mit der Zeit und der Gleichlauf leidet darunter und man muss nachspannen und so schaute ich mich mehr und mehr nach einem neuen Laufwerk um. Mindestvoraussetzungen: Gleichstrommotor, externes Netzteil, guter Leumund und hübsches Aussehen. Made in Germany wünschenswert.


    Einen Dual CS550 hatte ich nach zwei Wochen wieder zurück geschickt. Er war nicht sonderlich gut verarbeitet, die Schilder lösten sich und er klang irgendwie „eckig“. Zwar hatte ich auf dem Dual „nur“ testhalber ein Shibata retiptes Grado RS1 drauf aber emotional sprang da kein Funke über.


    Dann war erstmal eine Weile nichts neues und nun seit zwei Monaten habe ich auch so einen schicken PE1000 allerdings in mattem Schwarz/Weiß. Meiner kam mit einem 2mRed, welches jedoch schon nach den ersten angeschlagenen Becken wieder runter kam. Das klang irgendwie wie Plastik, nicht nach Metall.

    Auch hier kam dann erstmal das Reference Sonata mit SHIBATA-Alu-Nadel drauf. Als Unterlage klang für mich Leder am angenehmsten (Kork habe ich nicht). Das ganze ergab einen schönen, erdigen, satt trockenbassigen, LEBENDIGEN körperhaften Sound und eine schöne Bühne in Breite und Tiefe. Für rockige Live-Musik einfach herrlich! Klang an meiner Röhrenvorstufe dann noch besser (offener und wuchtiger) als am Transistor. Machte richtig Spaß. Im Vergleich zum Dual fand ich den PE erwachsener weil runder mit mehr Körperhaftigkeit, Räumlichkeit und Detailtiefe. Im Vergleich dazu klang der Rega mit dem teuren Grado TR1 ziemlich zurückhaltend, aber auf eine sehr angenehme Art, da dafür mit viel mehr Klangfarben, zarten Details und Raum gesegnet. Das dann aber wohlgemerkt an der Transistorvorstufe, die genau diese Eigenschaften noch besser hervorbringt. Zwischen Platte und Teller machte sich für mich auch hier Leder am besten.


    Dann kam das Grado TR1 auf den PE. Wegen dem fehlerhaften Nadelträger war es hier erstmal sehr schwierig, eine möglichst zischelarme Einstellung zu finden. Ohne die sehr freundliche Hilfe hier aus dem Forum hätte ich es vermutlich nicht hinbekommen.

    Vergleich zum Rega: Der PE bringt auch bei mir einen strukturierteren Bass, mehr Details, mehr Details und mehr Details und Deutlichkeit. Zudem schafft er auch mehr Übersichtlichkeit in dichten und lauten Passagen bzw. bei üppiger Instrumentierung. Da zieht er einfach durch. Auch das Flimmern und Wimmern von Gitarrenseiten habe ich bis dahin noch nie so eindrucksvoll wahrgenommen. Dafür bleibt das harmonische Miteinander der Musiker etwas auf der Strecke. Der Rega, wie ich nun weiß, verschluckte da also einiges und kapitulierte hier und da mal, wenn es ihm zu dicht wurde. Er vermochte es aber irgendwie besser, mich in die Musik hineinzuziehen. Der PE breitet dagegen eher die einzelnen Bestandteile der Musik zum Einsammeln vor mir aus. Wirkt auch so ein bisschen „eckig“. Das ist manchmal anstrengend beim Zuhören, möglicherweise aber auch nur Gewöhnungssache. Ganz schön psycho das mit dem Hören. Ich weiß noch nicht, was mir besser gefällt. In den nächsten Wochen werde ich einfach nur noch mit dem PE hören und dann, nach zwei Monaten vielleicht, nochmal zurück tauschen. Da bin ich jetzt schon drauf gespannt.

    Als Unterlage hat hier übrigens der von mir schon als Fehlkauf abgestempelte FunkFirm Acromat gewonnen. Filz und Leder klangen bei mir hier auch zu lustlos und der blanke Teller etwas nervös. Als Vorverstärker fungiert der Transistor.


    Wäre ja mal interessant zu hören, welche Tonabnehmererfahrungen andere PE1000 Käufer noch so gemacht haben.



    Vinylia, mal eine Frage zum Gleichlauf: Mein PE ist da noch etwas launisch und bewegt sich laut RPM-App ständig zwischen 0,2 und 0,3%, manchmal bis 0,1 runter oder bis 0.4 rauf. Herr Epting meinte, das müsse sich noch einlaufen. Nun sind aber schon zwei Monate rum und da tut sich nicht so allzu viel. Wie sieht das bei Dir aus?



    Gruß.

    Peter

  • Moin Peter!


    Herzlichen Glückwunsch zum PE1000.

    Bei meinem 1000er habe ich eine Stroboskopscheibe aufgelegt & die Geschwindigkeit korrigiert. Gleichlaufschwankungen habe ich seitdem keine mehr.

    Ulkigerweise höre ich bei nem Riementriebler Tourenschwankungen raus.


    Als System habe ich jetzt das AT33 PTG. In der Kombi mit dem 1000er & dem analogis Rèsumè ist das hervorragend. Das ist schon etwas "moderner" als der L78 SÖ.

    Das Klangbild gefällt & macht echt Freude.

    Das Grado Reference Platinum Wood machte sich nicht auf dem PE nicht so gut wie auf dem Lenco.

    Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir zum Testen das Exact schicken. Da habe ich Vertrauen in Dir. Ich bin jetzt eh für ne Weile auf Reha.

    Das Exact wurde für Rega Brettspieler entwickelt, was der 1000er ja auch ist. Ein Brettspieler. Die haben einen ganz anderen Klangcharakter als Zargen-Dreher.

    Ich möchte das Exact auch wieder an den 1000er schrauben & mit dem PTG vergleichen. Das Exact finde ich passt hervorragend, bzw. exakt zum 1000er.

    Der 1000er braucht sein System. Selbst meine modifizierte China Reketa spielt auf dem 1000er hervorragend. Vielleicht packe ich Dir das auch noch bei ...?


    Diese Tellerauflage habe ich. Damit gibt es mehr Grundton. Das Klangbild wird erdiger. PE hatte mir eine Vinylauflage geschickt, grausam, furcht erregend. Was denken die sich dabei?

    Umgekehrt habe ich PE eine Kork-Gummi-Auflage geschickt. Leider antwortet Herr Epting nicht mehr.


    Mit dem 1000er höre ich sowohl als auch, Klassik vornehmlich. Mehr gefällt die Detailtreue & Feingeistigkeit.


    Ersatzpese bzw. Riemen,

    ich habe son Gummiband von der Rolle. Das habe ich an nem Pro Ject Essentail & funktioniert hervorragend. Wenn ich Dir das Exact schicke, könnte ich Dir was von dem Gummiband beilegen.


    Sonnigst Nadja

    > Schraub mal Dein blaues Rega an den PE ...

  • Hallo Nadja,


    das Gummiband meinst Du für den externen Rega-Antrieb oder? Wie dick wäre das denn? Der Knoten vom Zwirnsfaden flutscht schon gerade so noch ungehindert durch die Antriebsrolle. Dicker dürfte es nicht werden.


    Die empfohlene Matte werde ich mir besorgen. Wollte immer schon mal Kork ausprobieren.


    Eine Stroboskopscheibe zum Messen - müsste ich irgendwo noch eine haben. Hoffentlich finde ich auch noch eine alte Glühbirne dazu oder ist da eine Leuchtstofflampe besser geeignet? Muss mal nachlesen.


    Vielen Dank für Dein Angebot und Dein Vertrauen mit dem Exakt! Vielleicht komme ich mal darauf zurück. Wenn es um Zusammenpassen von System und Laufwerk geht, so passt das mit dem PE und dem kräftig und gar nicht Grado-typisch klingenden Shibata-Grado sehr gut. Da bin ich Deiner Meinung, dass so ein kräftiges System dem PE gut steht. Es ist nur leider nicht die Art von Klang, die ich mir wünsche. Das Grado TR kann da wie gesagt deutlich feiner, hat mehr Klangfarben, wirkt ausgeglichener. Das kommt am Rega besser rüber als am PE. Nun hätte ich gerne die schönen Klangfarben und die Zartheit zusammen mit dem Mehr-an-Details und der Übersicht, die der PE aus der Rille holen kann.

    Jetzt habe ich die Hoffnung, dass ein Entkoppler zwischen System und Shell da weiter hilft. Ein Forummitglied hatte hier von seinen Erfolgen damit berichtet. Das Ding ist bestellt, kommt aus England und könnte ein paar Tage dauern. Ist mir ganz recht. In den letzten Wochen habe ich es mit meinem Hobby etwas übertrieben und es ist einiges liegen geblieben. Das will jetzt erstmal aufgearbeitet werden.


    Dann berichte mal vom Vergleich von Exakt und dem AT33!

    Reha? Hoffentlich nichts Böses. Alles Gute!


    Gruß.

    Peter

  • Moin Peter ...


    am Wochenende haben wir nochmals Systeme belauscht.

    Das Grado Reference Platinum Wood ist am musikalischsten, auch wenn es hier & da nicht so fein oder gar hoch auflösend zu sein scheint.

    Es ist wie eine russische bzw. italienische Mama, rund, warm & sehr anschmiegsam. Für Klassik unübertrefflich schön vollmundig.

    Das AT33 PTG am PE 1000 fehlt diese Vollmundigkeit. Dennoch ist es sehr warm, ihm fehlt die Kuschligkeit, diese warme Erdigkeit des Grado.

    Das AT VM 530 EN rockt bei Rock, Jazz, Pop etc richtig dreist los. Hat nen tollen Baß, jedes Instrument wird sehr fein einzeln präsentiert. Es fetzt, macht Spaß. Doch es fehlt ihm die Erdigkeit, diese Grundwärme. Irgendwie ist das System ganz deutsch, mit einer kühlen Kräftigkeit. Das Shure 105 ED ist mit diesem System vergleichbar, dafür wärmer & nicht ganz so hoch auflösend.

    Das Rega Exact ist & bleibt ein sehr schöner Allrounder. Dieses System macht nichts verkehrt. Es ist irgendwie dazwischen, zwischen all den ganzen Systemen.


    Wer Klassik liebt, kommt an einem Grado nicht dran vorbei.

    Richtig schön spielt mein Mono Reference am Thorens TD 160, da scheint der 160er wie gemacht zu sein, bzw. das Reference ist ein Thorens System.


    Ursprünglich wollte ich den PE für Klassik nutzen, das wird wahrscheinlich sich ändern. Der 1000er ist ein toller Dreher, mehr fürs die Moderne? Das Rockige, fetzige?


    Gruß Nadja

  • Nadja, ich habe nie so ganz verinnerlicht, was es mit diesem "musikalisch" und "analytisch" genau auf sich hat. Viele Details zu offenbaren, ist doch sicher nicht analytisch. Geht es da eher um eine kühle Abbildung und/oder eine gewisse Härte/Schärfe im Klangbild? Oder beides zusammen? Im Umkehrschluss wäre musikalisch dann weich und warm?


    Dass der PE ganz weich und ganz warm nicht so gut macht wie ich es mir wünschen würde, habe ich zumindest mit meinen beiden Systemen auch festgestellt. Ich habe wieder das Shibata-Grado drauf geschraubt. Das passt erstmal besser zum PE. Es groovt sehr schön. Musste aber gerade feststellen, dass verzerrt abgemischte Stimmen oder raue Frauenstimmen à la Lucinda Williams werden irgendwie zu rau / zu verzerrt dargeboten werden. Abgesehen davon, ganz allgemein klingt es nicht wie ein echtes Grado. Aus der Erinnerung würde ich es eher mit einem Benz ACE vergleichen.


    Die Korg-Gummi-Matte ist heute auch angekommen und wird die nächsten Tage getestet.

    Was Dein Exact angeht: Bei geborgten Systemen hätte ich immer etwas Angst, diese zu ruinieren. Ich bin da recht gut im Nadelabbrechen.


    Klassik ist nicht so mein Ding, eher lässiger Rock, folkiger Blues, klassischer Reggae, Dub und geschickt oder frech gemachter Electro. Wie Du sicher weisst, gibt es auch da viele gute Sounds, die möglichst genauso gut rübergebracht werden wollen, wie sie eingespielt wurden. Nun, einen Teil davon bekommt der PE recht ordentlich hin. Andere Sachen klingen auf dem Rega mit dem teuren echten Grado einfach schöner.

    Das Grado Platinum hatte ich auch schon mal, damals an einem ProJect5 oder so ähnlich. Im Grundklang sehr ähnlich, subjektiv vielleicht ein klein wenig heller, farbenreicher und mit deutlich höherer Auflösung, so spielt das TR. Leider bei mir auch nicht so perfekt am PE.


    Sollte das Schaumgummistückchen aus England, sofern es mal irgendwann hier ankommt, nicht ein Wunder bewirken, werde ich wohl beide Plattenspieler behalten müssen. Das wollte ich aus Platzgründen eigentlich nicht, zumal ich auch noch vorhabe, mir einen extra Plattenspieler samt Verstärker für diese scheppernd klingenden 80er-Jahre-Scheiben herzurichten. Einen hübschen alten deutschen Vollautomaten mit nachgemachtem Rundnadelsystem habe ich schon besorgt. Der Super-ClassA-Verstärker mit 20db-Höhen-Tiefen-Reglern und Loudnesstaste folgt im nächsten Jahr.


    Gruß.

    Peter

  • Moin Peter,


    mir ist aufgefallen, das MI auf dem PE zum Verzerren neigen könnnen. Das ist eine MI Eigensache. Nicht bei jeden Dreher ist das so.

    Leider antwortet mir Herr Epting von PE nicht mehr ... :pinch:


    Musikalisch würde ich vollmundig, weich, warn & sehr lebendig nennen. Schwierig.

    Lucinda Williams, wenns eine neue Pressung ist, kann diese zum Schnalzen tendieren.


    Was Du probieren kannst, im 1000er Systemträger sind zwei winzige Madenschrauben, schraube diese raus. Ziehe das System bis nach ganz nach vorne & justiere es neu. Ich mach das mit einer 0815 Schablone.

    Antiskating ist auf der mittigen Kerbe.


    Der PE 1000 macht mächtig Freude, hat einen ganz anderen Klangcharakter. Vielleicht läuft mir mal wieder ein anderes System für den PE über den Weg.


    Wie macht sich die Kork-Gummi-Matte?


    Gruß Nadja

  • Nadja, die Zeit für‘s Hobby ist gerade recht knapp. Wenn ich dann erst spät am Abend den Plattenspieler anschalte und mich in meinen Sessel fallen lasse, wache ich meist kurz danach, also etwa zwei Stunden später mit Nacken auf, rette die Nadel aus der Auslaufrille und falle ins Bett. Also nix mit Testhören im Moment. Das geht erst wieder am Sonntag. Da bin ich mit der Arbeit erstmal durch, habe sturmfrei und bewache des Haus. Und da gibt es richtig was zu tun: Neben der Matte, kam da noch das englische Schaumgummiteil endlich an und es gibt einen neuen (Transistor-) Verstärker im Haus. Bin gespannt. Melde mich. Gruß. Peter

  • Nabend Nadja,


    die KorgGummiMatte klingt auf dem PE recht satt. Das mit dem Mehr an Grundton kann ich nur bestätigen. In der Auflösung feiner finde ich die Acromat-Matte/Platte und die bleibt mein Favorit auf dem PE. Die andere kommt ins Archiv. Wird bestimmt bald mal wieder raus geholt.


    Das Schaumgummiplättchen aus England bringt auf dem PE bei beiden Systemen mehr Rauminformationen und Gelassenheit.

    Das teure Grado bekommt so nicht die Ruhe aber fast so viel Schmelz und Raum wie auf dem Rega, gepaart mit dem PE-eigenen Detailreichtum und straffem Bass. So ein bisschen scheint mir, dass die höheren Frequenzen etwas gedimmt werden. Das muss aber erst noch genauer getestet werden. Frau Williams klingt immer noch eine Spur zu rauh. Aufnahme und Pressung ist von 2016.

    Das Shibata-Grado verliert mit dem Houdini etwas an Fahrt. Live-Musik kam ohne druckvoller. Das habe ich aber nur relativ kurz getestet. Morgen mehr.

    Interessant ist, dass beide Systeme wirklich etwa 0,5 Gramm weniger Auflagekraft benötigen.


    Auf dem Rega habe ich bisher die Korkmatte und den Entkoppler nur angetestet.


    Ich befürchte aber fast, ich werde künftig, je nach Musik, mal den einen, mal den anderen Plattenspieler nutzen. Nur wohin damit?


    Was die Überhang-Kröpfung-Geschichte angeht, bleibe ich mit dem teuren Grado bei den PE/ICE-Standardwerten plus (wegen meiner Systembesonderheit) etwa 0,5 Grad bei der Kröpfung. Da habe ich in den letzten Wochen schon praktisch jede weitere, physisch mögliche Einstellung erfolglos durch.

    Das Shibata-Grado bekommt ebenfalls erstmal die Standardwerte und den Azimut ein klein wenig gegen den Uhrzeigersinn gedreht (durch Zufall entdeckt). Da könnte ich ja mal Deinen Vorschlag mit „ganz nach vorne...“ checken. Der Überhang dürfte dann so bei sportlichen 22mm liegen. Überhaupt denke ich, dass mein Shibata für den PE das geeignetere System ist. Kernig und dynamisch, wie gesagt, bei LiveKonzerten blüht das richtig auf. Für leise Töne eher nicht so, zudem es auch mehr Störgeräusche aus der Rille holt. Für sphärischen Singsang wird wohl der Rega herhalten müssen.


    Warum sollten MI-Systeme auf dem PE zum verzerren neigen? Was tut das Laufwerk den Spulen und Magneten im Abtaster? Gerade der PE1000, der weder einen Trafo noch einen Synchronmotor eingebaut hat, müsste gut für MI sein.


    Dass der Herr Epting nicht regelmäßig mit seinen Endkunden korrespondieren kann, wird man ihm sicher verzeihen. Es ist schon sehr selten, dass es überhaupt zu einem persönlichen Kontakt mit einem Firmenchef kommt. Mit Herrn Epting hatte ich einmal mal ein kurzes Telefonat und dabei unter anderem über Tonabnehmer gesprochen. Audiotechnica käme bei ihm wohl möglicherweise auch in die engere Wahl und Hana wurde, glaube ich, auch erwähnt. Irgendwo hier im Forum hatte schon mal jemand von seinem Besuch in der PE-Produktion berichtet und dass die dortige Referenzanlage wohl eine sehr helle Abstimmung hätte. Das würde mit AT ja gut zusammen gehen. Ist ja immer Geschmacksache sowas. Ich hab es da lieber rund und warm.


    So, es ist noch früh am Abend. Jetzt wird noch ein wenig weiter rum probiert.


    Gruß.

    Peter

  • Moin Peter,


    danke für Deine Erfahrungen, Deinem Bericht.


    Ein Freund meinte, "Wollen wir nicht mal andere Absorber unter dem PE 1000 schrauben?"


    Diese Messing Absorber habe ich jetzt unterm PE 1000, die Auflageplätchen sind zum Untergrund abgedämmt. Als Tellerauflage erwieß sich eine Lenco L 78 Gummimatte am besten.


    Klanglich gewinnt der 1000er. Die schrillen bzw. starken Höhen Höhen verschwinden. Der 1000er wird kräftiger, ruhiger, irgend wie runder & ausgeglichener. "Mehr Kraft & Saft." Der PE 1000 wirkt stimmiger.


    Als System ist das AT PTG 33 ein wahrer Ohrschenschmaus an dem PE 1000!

    Belauscht wurde die Abstimmung mit Klipsch RP-600 M & Geithain BR 26.


    Für mich persönlich ist der PE 1000 jetzt perfekt.


    Gruß Nadja

  • Danke und Gruß Do-it-self, da habe ich mich also mal richtig erinnert…



    Apropos Erinnerung: BR26! - die mit der Glühlampe als Überlastungsschutz? In meinen Erinnerungen hatten die so einen super angenehmen warmen weichen und dabei freien und vollen Klang. Hab die damals auch gerne mal genau gegenüber auf den Fußboden gestellt und meinen Kopf dazwischen gelegt, quasi wie Kopfhörer. Fand ich super, auch weil man den Bass zusätzlich noch als leichten Luftzug aus den Bassreflexrohren spürte… Weiß gar nicht mehr, für was die damals weichen mussten. Wie schlagen die sich heute im Vergleich zu aktuellen Lautsprechern?


    Nadja, ich freue mich, wieder von Dir zu hören und gratuliere Dir zu Deinem jetzt perfekten Player!!! Ich bin davon noch ein Stückweit entfernt. Würde mir wünschen, dass es der PE wird (der sieht einfach zu gut aus) und am allerliebsten mit dem Grado.


    Die Gleichlaufschwankungen habe ich nach einer äußerst dreisten Support-Absage aus dem Schwarzwald selber in den Griff bekommen (müssen). Ein pfiffiger Rat von einem hiesigen Experten, eine neue Lagerkugel für 7 Euro und drei Tropfen 20W50 von meinem Mopped, fertig.


    Den Sound meines PE kann man durchaus als gut bezeichnen aber noch nicht so wirklich richtig gut. Im Moment habe ich wieder das teure Grado mit Entkoppler und der Acromat-Matte drauf. Es löst besser auf und produziert deutlich weniger Nebengeräusche als das Shibata. Die haben mich in letzter Zeit besonders gestört. In Punkto Klangfarben ist es auch sehr schön. Aber irgendwie ist da zu wenig Glanz und räumliche Tiefe fehlt auch etwas. Verzerrungen sind auch nicht ganz weg. VTA hab ich jetzt sogar in Halbmillimeterschritten gecheckt - keine neuen Erkenntnisse. Grado und PE, vielleicht passt das ja nicht so ganz. Neulich dachte ich: alles weg und alles neu! Und hätten die Händler, als ich letztens in der großen Stadt war, normal geöffnet gehabt, wäre das vielleicht auch passiert. Nun, daran ist ja vorerst nicht zu denken und was soll’s, ein paar Dinge gibt es ja noch auszuprobieren. An die Füße habe ich auch schon mal gedacht, aber eher an was Federndes und nicht an Spikes. Kosten tun die Spikes ja nicht die Welt. Wäre einen Versuch wert. Danke für den Tip! An ein AT-System traue ich mich nicht ran. Ich denke, hell klingende Systeme passen bei mir nicht. Eher ein Nagaoka vielleicht? Obwohl, man weiss ja nie. Die Kork-Gummi-Matte hat übrigens inzwischen auf dem Rega meine Ledermatte vom Thron geschubst. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

    Der Houdini ist auf dem PE ein absoluter Gewinn. Der bringt dem PE mehr Gefühl bei, klingt ausgeglichener, erwachsener. Auf dem Rega war der ein Flop: schwabbliger Bass, lustloser Klang.


    Wenn’s was Neues gibt, werde ich melden. Schade, dass sich nicht noch weitere PE1000er hier eingefunden haben. Kann ja noch werden.


    Eine Frage noch: Da Du Dich ja mit Klassik auskennst, hast Du vielleicht ein paar Kauftips für Anfänger wie mich? Was müsste man einfach mal gehört haben, was den Wunsch nach mehr wecken könnte? Gute Aufnahmen und gute Pressungen wären natürlich wichtig.


    Gruß. Peter

  • Moin Peter ...,


    na, da müßen wir zwei wohl die 1000er Fahnenstange hoch halten & experimentieren. ;)


    Ich mache Dir ein unmoralisches Angebot, so Du es möchtest, ich schicke Dir zum Testen:

    - Rega Exact

    - L 78 Tellerauflage

    Die Absorber mußte Dir selbst ordern, habe keine mehr vorrätig. Oder ich guck mal.

    Das Rega Exact spielt auf dem 1000er formidable. Ist mein zweites Favorit System für den 1000er. Das Exact ist ja auch für Rega Brettspieler konzipiert.

    Ich könnte Dir zusätzlich ein Exact mit einer Spendernadel, nackter geschliffener elliptischer Diamant, mit beilegen. Dieses kannst Du bei Gefallen haben. Die Nadel ist neu.


    Der PE 1000 scheint eine Diva zu sein. Wie ein Wildpferd will dieser erobert & gebändigt werden. Der gezähmte Widerspenstige.

    Von PE habe ich die Vinyl-Matt bekommen. Das ist nichts anderes als eine Schallplatte ohne Rillen. Die habe ich auch auf meinem L 78 getestet. Grausig! Selbst mit einer Filzmatte drunter will die nicht so recht.

    Ich hatte mir selbst mal ne Sandwich-Auflage gebastelt. Aus Kunstleder-schweres1960erVinyl-Fensterleder. Die spielt ganz gut. Ist nicht mehr die schickste.


    Beim PE 1000 Systemträger habe ich die zwei winzigen Madenschrauben entfernt, so das der Systemträger / das System ganz weit nach vorne kann, dann das System neu eingemessen, mit einer klassischen Schablone.

    Die Lage des Systems am Tonarm ist von jedem System abhängig.

    Selbst wollte ich das System so weit wies geht ganz vorne platziert haben. Mit dem AT PTG33 geht dies sehr gut.

    Das System ist direkt verschraub. Ohne Plaste-Schrauben oder sonst was. Vielleicht verschraubst Du das System auch direkt mit dem Headshell.

    Eine Systementkopplung kann nicht immer klanglich vorteilhaft sein. Manchmal geht dies nach hinten los ...


    Wenn Du es magst, stelle ich Dir ein Testpaket zusammen.

    Exact original / Vinylia, Tellermatte: L78, Vinylmatt + Filz, Sandwich-Auflage

    Da ich Ende Mai für 18 Tag ine Klinik zur dritten Hand OP & Erhaltungstherapie muß, kannste bis Ende Juni ausgiebig testen.


    Interessant finde ich, das die Kork-Gummi-Auflage auf meinem Lenco L78 SÖ besser spielt als die L 78 Auflage. Der Baß ist direkter, weicher & vor allem kraftvoller.

    Daher, wenn Dir die 78er Auflage mundet, ähm ohred, dann darfst Du diese liebend gerne als Dein Eigen nennen.


    Vivaldis Vier Jahreszeiten ist für den Klassikeinstieg sehr köstlich. In allen Facetten. Die zirpen ordentlich in den Höhen & bringen jeden Dreher, jedes System an seine Grenzen. Auch die tiefen Tönen grummeln bei diesem Werke sehr illuster.

    Die Spielen momentan. Erst auf dem L78 SÖ mit dem Grado. Jetzt auf dem PE 1000. Der 1000er ist viel feingeistiger, sensibler, vor allem äußerst natürlich & sehr detailreich. Der Grundton verzückt. Somit ist mein Klassik Dreher "eingefahren". Der Elli mein rumplig-feingerstiges Raubein.

    PE 1000 mit AT PTG33 mit analogis Rèsumè & pseudosymmetrische Kabel.


    Zur Klassik:

    Brahms, Bach Violine Konzerte / Brandenburgische Konzerte, Vivaldi

    Wink: Recomposed by Max Richter

    Beethovens Violine Konzerte sind auch sehr köstlich ...


    Peter schicke mir via PN Deine Adresse, dann bekommste ein Vinyl-Test-Paket.


    Sonnigst Nadja

    Edited once, last by vinylia ().

  • Nadja, das ist sehr nett von Dir, dass Du mich nun auch noch mit Hardware unterstützen möchtest. Das nehme ich auch gerne an. Nur das Exact bitte nicht nicht. Hab da manchmal so ein zerstörerisches Talent. Gerade heute hab ich ein (sogar ziemlich teures) System ermordet. Die Nadel hat sich an der Klebestelle vom Träger gelöst. Gut, vielleicht auch ein Herstellungsfehler, aber am Ende (da Gebrauchtgerät) werde ich wohl auf dem Schaden sitzen bleiben. Das System, ein Clearaudio Charisma, war auf dem PE übrigens superleicht einzustellen, klang sehr gut aufgelöst und sehr sehr sauber, tonal einwandfrei, schöner (lebendiger und klarer) mit der Ear834 als mit der Aria und am besten ganz ohne Matte oder nur mit einer dünnen aus Filz. Mit oder ohne Entkoppler machte keinen wirklichen Unterschied. Räumliche Tiefe war nicht so das Ding vom Clearaudio und das Dahinfließen der Musik, wie beim GradoTR war auch nicht so, sogar noch weniger als beim Shibata-Grado.

    Auf die Viny-Unterlage, die Du so grauenvoll findest, bin ich mal echt neugierig.

    Bass ist eher selten mein Problem, ein bisschen mehr Grundton und Mittendetails könnten nicht schaden und vor allem weniger „S“&“F“-Zischeln.


    Jetzt ist wieder das Shibata-Grado mit Entkoppler! und Achromat auf dem PE, ausgerichtet mit der Schön-Schablone (hat so die geringsten Verzerrungen). Das GradoTR hat auf den PE nichts verloren, das bleibt auf dem Rega.

    Das mit dem „ganz nach vorne bringt bei den Grados nichts Gutes. Die Madenschrauben sind natürlich raus. Sonst wird das nichts mit dem 16,x-mm-Schön-Übergang.


    Wie hast Du das mit den Spikes gemacht? Unter die Originalfüße oder stattdessen?


    Klassik: hab mir die „Vier Jahreszeiten“ bestellt und Brahms Nr.2 (Empfehlung vom Händler) Werde kommendes Wochenende mal reinhören.


    Jetzt guck ich mal, wie das mit der PN hier funktioniert...



    Gruß. Peter

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  • Hi, Hi Peter ..., sehr sympathisch Dein Systemkilling!


    Beanstande das System & gut ist es. Das ist heut leider an der Regel das Systeme sehr schlecht verarbeitet sind. Hatte schon zwei nagelneue Systeme die innen auseinander flogen & klapperten wie Ü-Eier. Ein Saphir war aufeinmal verschwunden.


    Na, da muß ich wohl bei Dir im Sommer vorbei kommen mit dem Exact im Gepäck & dieses bei Deinem PE montieren. :saint:

    Das Antiskating stelle ich immer mit einer Opernarie ein, welche kurz vor der Auslaufrille feilgeboten wird. Wenns an dieser Steller nicht schnalzt, stimmt das Antiskating 100%tig.


    Grundton hat der 1000er ab Werk nicht wirklich. Erst mit der "richtigen" Auflage & anderen Absorbern.

    Die originalen Absorber gegen die Messing Absorber tauschen.

    Den PE auf z.B. Büchern "aufbocken" & die originalen Füße ausschrauben. Die Gewindestifte der Absorber zart eindrehen. Die Messing Absorber haben rechte kurze Gewinde-Stängchen. Dann die Messingkegel gefühlvoll eindrehen & handfest andrehen, so das diese plan & fest mit dem Dreherboden sind.

    Dann die Absorber auf die abgepolsterten Auflageplättchen stellen.

    Am besten geht das zu zweit.


    Versuche die Entkopplung weg zu lassen. Schraube das Grado direkt ans Hedshell. Das Grado ist durch sein Holz schon entkoppelt.

    Mit Entkopplung kann ein System recht dünn & fade daher kommen.


    Sehr schön sind auch alle Versionen von der Scherazade von Rimsky-Korssakow.


    Ich bin auf Deinen Klang-Bericht gespannt.


    Mit meinem PE 1000 bin ich jetzt sehr, sehr zu frieden.


    Sonnigst Nadja

  • ´Nabend Nadja,


    also beim Shibata-Grado habe ich den Tonarm deutlich abgesenkt sowie die Plattentellerauflage gewechselt und die Röhren in der Vorstufe getauscht. Tonarm runter ergab mehr Grundton und etwas weniger Zischeln. Für die China-Edelröhren kamen alte Telefunken rein - brachte mehr Durchzeichnung. Die Achromat wurde durch die Kork-Gummimatte plus Filz ersetzt - klang dann wieder entspannter. Insgesamt klingt es so etwas erwachsener und entspannter. Zufrieden? Nein, vielleicht etwas. Es zischelt bei einigen Platten nach wie vor, es gibt zu wenig Räumlichkeit und die Auflösung könnte bitte auch noch feiner sein. All die schönen Seiten vom Rega hätte ich gerne auch auf dem PE. Wobei zischeln macht der Rega auch. Das kann weg. Mit dem seeligen Clearaudio-System zischelte rein gar nichts, komplett sauber.


    Gestern kam mir ein lädiertes Transrotor Cantare ins Haus geflattert. Die Nadel war recht heftig verbogen. Habe es montiert, so gut es ging, irgendwie nach der Nadel, und siehe da, das war den Umständen entsprechend gar nicht mal ganz schlecht. Beinahe kam es mir so vor, als ob man das Ding einfach nur irgendwie ungefähr vorne dranzuschrauben braucht und es läuft. Nix Schablone, einfach PiMalDaumen. Ich habe dann noch etwas daran herumgebogen, was den Klang zwar nicht mehr wesentlich veränderte aber das System hing danach nicht mehr ganz so krank „verdreht“ an der Shell herum und der Tonarm war auch wieder auf einer Höhe, auf der man den Lift benutzen konnte. Zischeln tut hier rein gar nichts und räumlich ist es echt schön. So kenne ich das bis jetzt nur von meinem Rega. Eigentlich war das sogar noch ein wenig besser mit der Räumlichkeit als am Rega (ich meine das immer zusammen mit dem teuren Grado!). Da stimmt die Beschreibung des Herstellers aber sowas von. Auflösung, Klangfarben und Körperhaftigkeit könnten allerdings noch deutlich zulegen aber das Ding macht mir am PE grad mehr Spaß als das Shibata Grado. KorkGummi plus Filz durfte bleiben und der Houdini sowie die Vorstufe auch. Sollte ich da vielleicht weiter forschen? Wäre das Merlo Reference dann der Weisheit vorläufiger Schluss? Es hat die gleiche Nadel und laut Hersteller die gleiche Räumlichkeit gepaart mit mehr Auflösung. Kostet natürlich und Geld ist gerade knapp. Also erstmal für günstig diese Spikes bestellen und hören was passiert.


    Dem Kundendienst von Clearaudio habe ich letzte Woche mal die Fotos vom nadellosen Nadelträger geschickt. Bis heute noch keine Antwort.


    Du bist ja scheinbar felsenfest überzeugt, das mich das Exact einen großen Schritt nach vorne bringen würde. Naja, wäre hier ja nicht allzu weit weg von der ganz großen Stadt.

    Von Rega hatte ich schon mal zwei Systeme. Einmal das blaue, eine Nummer unter dem Exact, und für kurze Zeit das Apheta2. Das Apheta war mir zu hell vom Klangbild her und das blaue hatte eine viel Zeit zu geringe Auflösung. Das Klangbild war aber angenehm voll und kräftig. Kann mir schon in etwa vorstellen, wie das Exact rüber kommen könnte.


    Vom Vivaldi hab ich mir schon mal die erste Seite angetan. Naja, war vielleicht nicht der richtige Tag dafür. Werde bald nochmal einen zweiten Anlauf nehmen. Mit der anderen Scheibe (nicht Brahms2 sondern Mahler9) lief es nicht ganz so gut. Bin kein Freund von großen Dynamiksprüngen. Mir ist es lieber, wenn die Musik so halbwegs gleichmäßig dahinfließt. Ich und Klassik, ist halt schwierig.


    Hand-Op - hoffentlich nichts Kompliziertes. Wann ist es soweit? Wünsche Dir, das alles glatt geht!


    Gruß.

    Peter

  • Ui Peter ...,


    wir zwei erobern den PE 1000 & kitzeln die Systeme raus, die auf dem 1000er gefallen.


    Schön zu lesen, das Du einen Schritt weiter gekommen bist mit Deinem PE.

    Das Transrotor Cantare ist ein umgelabeltes Goldring Eroica.

    Warte erstmal wenn Du die Messing-Absorber & die L 78 Auflage hast.


    Die Messingabsorber hast Du Dir bestellt?

    Ich mache Dir Anfang der Woche ein kleines Päckchen fertig.

    Dann bekommste noch drei Matten zum Testen. Ich werde Dir eine Platte zum Antiskating einstellen beilegen. Auch Klassik. Danach sollte nichts mehr schnalzen.

    Mich haben auf dem 1000er bisher nur drei Systeme überzeugen können:

    AT PTG 33 - Rega Exact & Ziphona MS16 SD

    Das Exact hat andere Spulen & ne Microline Nadel. Klingt viel edler & feiner als das blaue Rega, das Elys. Bei Kleinanzeigen bekommst das Exact manchmal zum schmalen Kurz.


    Da mir mein zweiter Rèsumè abgeraucht ist, läuft das PTG33 über meinen Röhren MM Pre äußerst zauberhaft. Nochmal schöner als am Transistor.

    Nachm zweiten Krankenhaus bau ich mir den passenden Übertrager, das sollte passen.


    Also, meinen 1000er ..., den geb ich nicht mehr her.


    Gruß Nadja

  • Das Transrotor Cantare ist ein umgelabeltes Goldring Eroica.

    Nicht ganz, das Cantare klingt deutlich besser als das Eroica. Ich hatte beide, das Eroica hat mich sehr schnell wieder verlassen, das Cantare hab ich heute noch... ;)

    Das Cantare klingt nicht nur irgendwie reifer und echter. Beim Eroica fehlte mir untenrum auch mindestens eine Oktave komplett und die fehlt beim Cantare eben nicht. Klar, bei vielen Hifi-Boxen hört man das nicht, weil die gar nicht so tief runter gehen. Meine aber schon, die eine macht echte 20Hz und die andere so um die 30-35Hz.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


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