Ortofon 2M - der Vergleich

  • Dank Jens "Oldrye" :thumbup: hier aus dem Forum, der meinem Gesuch entsprochen hat, sind demnächst ein Red und ein Black im Anflug...


    Ich hoffe einmal, dass mir die Einstellung des Tonarms und des Systems an meinem Acoustic Solid gelingt, um dem Black gerecht zu werden. Das Bronze ist noch Plug n´ Play ab Werk eingerichtet - bisher hatte ich keine Veranlassung gesehen, daran etwas zu ändern.


    Ich bin auch mal gespannt, mit welchem Verstärker das Black am besten harmoniert. Zur Verfügung stehen ein HK Röhrenverstärker, ein Scott Transistor und ein Norbert PP.


    VG


    Marcus

  • Moin,


    wie würdet ihr denn den Unterschied zwischen red und blue bewerten? In der Presse ist ja immer das teurere besser, die beiden Systeme haben aber ja nur den Unterschied getippter und nackter Stein. Ist das deutlich hörbar?

    Mit freundlichem Gruß
    Haakon

  • Hallo Haakon, dieses "nur" macht hier halt den Unterschied.

    Das Blue spielt detaillierter, feiner und für mich deutlich besser als das Red.

    Der höhere Preis des Blue rechtfertigt sich sicherlich auch durch die längere Standzeit des nackten Steins.

    Liebe Grüße Achim

    Liebe Grüße Achim


    Drogenbeauftragter Die Gerillten e.V.


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

  • Das 2m red entspricht ja dem OM10. Für mich ist das ein System, dass man zum Dreher dazu bekommt. Für ne Party sicher eine gute Wahl, aber alles in allem ein sehr einfacher Nadelschliff.

    Das 2m blue entspricht dem OM20. Eine Spur besser, durch den nackten Diamanten, aber noch immer nur ein einfacher Schliff.

    Das 2m bronze entspricht dem OM30. Hier fängt der Spaß an. Ein nackter Diamant mit FineLine Schliff.

    Das 2m black entspricht aber nun doch nicht dem OM40. Das schwarze hat einen Shibata Schliff und die 40er Nadel einen FG70 Schliff (Fritz Gyger Nadel (5µx70µ))


    Die Generatoren vom 2m und dem OM unterscheiden sich ein wenig, aber diese Unterschiede sind sehr gering. Tatsächlich passen die Nadeln der OM- und Concorde-Systeme an die 2m-Systeme. Sieht nur ein wenig merkwürdig aus, da das Plastik drumherum nicht so richtig gut passt. Das ist aber nur ein optischer Mangel

  • Ich habe gerade Klassik aufliegen und vergleiche die Black und Bronze Nadeleinschübe (am Black/Bronze Generator).

    Das Bronze spielt verhaltener.
    Es besitzt nicht diese vollmundige Dynamik des Black . Das Black haut Passagen mit Tieftonschub und gleichzeitiger Feinzeichnung raus , daß es einfach nur Spaß macht , zuzuhören.

    Da wird nichts an Informationen verschluckt , oder überlagert.
    Instrumente klingen via Black für meine Ohren echter , ganzheitlicher.

    Die räumliche Darstellung des Black empfinde ich in Breite und Tiefe ebenfalls als differenzierter.


    Im Vergleich mit dem Black, verleiht das Bronze den Instrumenten nicht ganz das nötige Volumen.

    Alles klingt etwas schmaler . Auch die räumliche Abbildung , insbesondere die Tiefenstaffelung kommt nicht ganz an die des Black heran.

    Und auch die Auflösung des Black, setzt der des Bronze nochmals ein Sahnehäubchen auf .

    Der preisliche Unterschied beider Systeme scheint für mich damit gerechtfertigt zu sein, sofern alleine die Performance von Interesse ist.

    So meine Empfindung 🙂

  • Marcus!

    Ich habe jetzt schon öfter mitbekommen, dass bei "AS" der Tonarm nicht sauber montiert wurde!!!

    Nimm dir mal die Zeit, dieses zu checken!

    Du brauchst dazu nur einen Anschlagwinkel und ein Messlineal, oder ein guter Gliedermaßstab!

    Den Winkel an den Tellerdorn angeschlagen, und die Distanz zum Tonarmmittelpunkt ablesen!

    ****Achtung ! Nun vom Messwert 3,6 mm abziehen, da die Tellerachse einen Durchmesser von 7,2mm hat, und wir willen ja bis zur Achsmitte messen...


    Viel Erfolg!!


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Die dem Acoustic Solid beiliegenden Schablone erleichtert das Einrichten des Tonarm , da dort sogar die Schraublöcher der Tonarmbasis für den Tonarm angerissen sind.

  • Hallo Oliver,


    die Unterschiede von Bronze und Black hast Du sehr gut beschrieben, inhaltlich deckt sich das vollständig mit meinen Höreindrücken. Die Unterschiede waren für mich auch in der Wahrnehmung sehr groß.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • okydo, dann werde ich mir wohl irgendwann den Black Nadeleinschub gönnen.

    Trotzdem: Das Bronze spielt wirklich klasse und ich würde es auch klar weiterempfehlen.

    Jubel, Trubel, Heiterkeit, seid zur Heiterkeit bereit. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid!"

  • So, bei mir ist nun auch das Black eingetroffen.


    Es ist noch nicht end- und feinmontiert, ich habe es zunächst nur aufgesteckt und die Auflagekraft kontrolliert:


    1,4g


    Bei Lowbeats (Ortofon 2M Black: Die perfekte Abtastung – LowBeats) werden 2g empfohlen, geht ihr da mit?


    Zum Klang im Vergleich zum Bronze verweise ich zur Vermeidung von Wiederholungen auf den Post 25 von Oliver: das ist auch genau mein Eindruck.


    Es neigt bei mir allerdings etwas zu Zischlauten bei Sybillanten.


    Und ich nehme höhere Laufgeräusche wahr als beim Bronze.


    Den gleichen Eindruck hatte ich übrigens seinerzeit, als ich bei den Shure Systemen auf die SAS Nadel gewechselt bin - der andere Schliff arbeitet mehr Details raus, ist aber auch weniger gnädig bei schlechterem Plattenmaterial.


    Als erstes (Zwischen-)ergebnis teile ich die Meinungen, die beiden Nadeln eine Existenzberechtigung bescheinigen.


    VG


    Marcus

  • Moin Marcus .


    Bin mal auf weitere Eindrücke gespannt !


    Das Bronze neigt bei mir tatsächlich nie zum Zischeln . Ich finde dessen Hochton sehr Verzerrungsfrei. Der erste Eindruck mag vielleicht wirklich einer nötigen Feinjustage geschuldet sein ....


    Ich weiß, Lowbeats empfiehlt 2gr Auflagegewicht für das Black.

    Ortofon gibt einen Rahmen von 1,5 - 2,0gr an , empfiehlt aber 1,5gr .

    Ich habe bei mir hin und her probiert...

    Mir gefällt das Black mit 1,5gr Auflagegewicht am besten .

    Für meine Ohren spielt es dann feinfühliger und dynamischer . Den Hochton empfinde ich dann auch besser ins Klangbild integriert.


    Das Black habe ich hinsichtlich seines Anspruchs auf genaueste Justage als Diva kennen gelernt.

    Kröpfung und Überhang müssen absolut genau eingestellt sein .
    VTA ist aber ebenfalls sehr wichtig !

    Da geschieht ne Menge , wenn man hier ein wenig experimentiert.


    Viel Spaß 😉

  • LowBeats empfiehlt für das Bronze auch 2g.

    Bei 2g gehen Bühne und Feinzeichnung fast komplett flöten!

    Meins läuft mit 1,5 - 1,55g klar am Besten.


    Gruß vom Peter

    Jubel, Trubel, Heiterkeit, seid zur Heiterkeit bereit. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid!"

  • Hallo Marcus,


    achte bei der Justage darauf die Kröpfung anhand des Nadelträgers zu justieren. AK um 1,8g ist meist der optimale Bereich.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Das 2M Black spielt jetzt seit gut vier Jahren bei mir auf. Im Laufe der Jahre kam es dabei an so manchem Tonarm zum Einsatz, angefangen vom Rega RB300, über SME 3009 Series II bis hin zum Pioneer PA 70 und PA 5000. Seinen endgültigen Platz hat es nun am Tonarm des Kenwood KD 750 gefunden.


    Das der Tonarm einen großen Einfluss auf das Abspielverhalten des Systems hat, steht für mich außer Frage, sie sind aber ab einer gewissen Güte des Tonarms nur in gewissen Nuancen feststellbar. Der Einfluss des Tonarms und des Vorverstärkers ist in meinen Ohren aber größer als der des Laufwerks.


    Das das Black in Bezug auf genaue Justage eine Diva ist, kann ich so nicht sagen. Da bin ich der Meinung, die Zeit und die Mühe einer genauen Justage sollte man sich bei jedem System machen. Das System fahre ich mit einer AK von 1,6g, in meinen Ohren optimal.


    Für mich ist das 2M Black eins der Besten MM Systeme auf dem Markt. Es trifft mit seinem Klangbild und der Abbildungsleistung genau meinen Nerv und arbeitet alle Details so aus der Rille, wie ich es mir vorstelle.


    Ein neue 2M braucht nach der Justage aber ein bisschen Zeit um sein volles Potential zu entfalten, dass ist aber mMn. bei allen Systemen so.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
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  • als ich das Black noch hatte und gut fand (halte es heute für das klanglich Gebotene für überbewertet und für zu teuer und auch in der Fertigungsqualitäts-Streuung für nicht so gut, teils 6 Grad Schiefstand der Nadelträger und Nadeln) lief es am besten bei 1,5.....bei 1,8 nehmen zwar Druck und Tieftonabtastfähigkeit zu, aber Details und Raum gehen abhanden, bei 2,0 spielt es dann räumlich tot....wer allerdings eine Anlage hat, die kaum Raum macht, der hört das ja nicht ;-)