Kaufberatung Plattenspieler

  • Hallo zusammen,


    bin neu im Forum und hoffe hier ein paar Ratschläge zu erhalten. Normalerweise wäre ich dafür in einen Hifi Laden gegangen, die guten alten Fachgeschäfte, aber auf Grund der aktuellen Corona Situation ist dies nicht so möglich. Außerdem weiß ich nicht welche Geschäfte gut sind und wirklich gut beraten und auch gute Auswahl haben, da ich doch im Technischen Bereich eher nicht bewandert bin. In anderen Bereichen habe ich auch eher schlechte Erfahrungen gemacht was den Einzelhandel angeht, da war man mit Ratschlägen in Foren meist besser bedient.


    Da ich mein Leben etwas entschleunigt habe, möchte ich nun wieder meine guten Platten hören. Mir ist einfach aufgefallen, dass es durchaus praktisch ist am PC beim Zocken über Streamingdienste seine Musik zu hören, aber es ist einfach kein „bewusstes Hören“, ihr wisst sicher was ich meine. Teilweise ist man drei Alben weiter in der Playlist und man weiß nicht mal was man alles gehört hat. Früher kannte ich jeden Song auf den Alben mit Namen, heute...kein Plan.


    Vor ca 8 Jahren hat mein damaliger Plattenspieler (billiges Plastik Grundigteil) seinen Geist aufgegeben. Da dann alles etwas digitaler wurde, habe ich das vernachlässigt. Durch diverse Plattenreviews und Youtube Kanäle habe ich dann wieder Blut geleckt und angefangen meine Platten in die Hand zu nehmen mich an tollen Plattencovern zu erfreuen, aber es soll ja auch wieder aufgelegt werden, also muss wieder ein Plattenspieler her. Hierzu muss ich sagen, dass ich nicht mit Schallplatten aufgewachsen bin, mit Baujahr 84 waren es schon die CDs. Allerdings höre ich eher „Alternative“ Musik und dort waren LPs immer „in“. Ich kenne Hersteller wie Dual, Elac, Rega, Marantz usw, verbinde damit aber keine Erinnerung und bin somit auch keiner der in dem Bereich der „Früher war alles besser“-Fraktion angehört ;-)

    Es soll schon ein neuer Plattenspieler sein (lasse mich aber bekehren) und habe mir auch schon ein paar Modelle raus gesucht, allerdings auf Grund von Bewertungen und Budget, mir sind die Stärken und Schwächen der Modelle im direkten Vergleich nicht bewusst...da kommt ihr ins Spiel ;-)

    Aber erst mal ein paar Stichpunkte, damit ein Rahmen vorgegeben ist und ihr euch ein Bild machen könnt


    Budget: ca 500 Euro


    Musik: Gitarrenlastik

    - Punk (Horrorpunk, Psychobilly, 77 Punk, Melodic Punk)

    - Metal (Thrash Metal a la Anthrax, Sodom, Kreator, Exodus, Overkill aber auch Heavy Metal wie Iron Maiden oder Blind Guardian)

    - Bin aber auch ein sehr großer Fan von Black Sabbath, Motörhead, Doors und sogar Blondie, für letztere werde ich oft belächelt ;-)


    Anlage: Für mein Alter relativ „vintage“, Onkyo TX-2000 (Anfang 80er) an ziemlich schweren selbstgebauten 3-Wege Boxen mit Bassreflex. Hat mein Vater noch vor meiner Geburt gebaut und wohl kein Schrott. Meiner Meinung nach klingen sie sehr gut. Er ist sich nicht mehr sicher ob Dynaudio oder KEF Speaker verbaut sind.


    Angelesene Favoriten:

    - Elac Miracord 50

    - Pro-Ject Debut Carbon Evo

    - Reloop Turn 3

    - Interessant finde ich auch die Reloop DJ Serie (RP 4000 MK), hatte mal ein Kumpel von mir früher, wirkten sehr robust, allerdings weiß ich nicht wie dieser zu den anderen Favoriten klingt. Das Gewicht ist vielleicht in meiner aktuellen Altbauwohnung mit wackeligem Boden von Vorteil. Weiterer Vorteil wäre der Preis, aber ist ja was langfristiges, also darf es ruhig zur Budgetgrenze gehen.


    Was sagt ihr dazu? Braucht ihr noch Infos?


    Freue mich auf die Tipps :-)

  • Hallo Marvin,


    Mir ist einfach aufgefallen, dass es durchaus praktisch istam PC beim Zocken über Streamingdienste seine Musik zu hören, aberes ist einfach kein „bewusstes Hören“, ihr wisst sicher was ichmeine. Teilweise ist man drei Alben weiter in der Playlist und manweiß nicht mal was man alles gehört hat. Früher kannte ich jedenSong auf den Alben mit Namen, heute...kein Plan.

    genau dabei ist mir auch aufgefallen, dass ich garnicht mehr vernüftig Musik höre.
    Jetzt kann ich keine Playlist mehr hören weil ich es lieber mag wenn ich ein ganzes Album am Stück höre.
    Ich höre aus diesem Grund auch bei Streamingdiensten nur noch komplette Alben.
    Auf meinem Handy sind deswegen auch nur komplette Alben.


    Aber es geht ja hier um Plattenspieler:)


    Ich bin der Meinung, dass du keinen Plattenspieler für 500€ neu kaufen solltest.
    Dafür bekommst du einen guten Überholten oder wenn du dich traust bzw die Fähigkeit hast selber mal zu löten oder eine Mechanik zu prüfen könntest du noch viel Geld sparen.


    Schau mal hier:
    https://www.analogrevival.de/plattenspieler/201-500/

    Besonders die Thorens Plattenspieler finde ich sehr interessant.
    Dort kostet ein TD160 ca. 400€ mit Tonabnehmer.
    Es sind nicht due besten Abnehmer, für den Anfang aber sehr gut.
    Dann könntest du dir später eventuell noch einen neuen Abnehmer kaufen um noch mehr rauszuholen.


    Wenn du aber sagst, dass du selber an deinem Spieler arbeiten willst würdest du einen Thorens TD160 auch günstiger bekommen und hättest mehr Geld für einen besseren Abnehmer.
    (Es müsste eventuell das Cinch Kabel bzw Stecker getauscht werden und das Lager und der Motor geölt werden)


    Ein Thorens TD160 ist aber komplett Manuell, bietet dafür aber viele Tuningmöglichkeiten.
    Wenn du einen Spieler mit Halb- oder Vollautomatik haben möchtest wäre vielleicht ein Dual ganz interessant. Besonders die CS700 (701, 704, 714, 731) Modelle sind da sehr interessant.
    Wenn da aber mal was defekt ist und man nicht fit ist hat man erstmal ein Problem.

    Ist halt die Frage was du willst.


    Es gibt natürlich auch viele andere schöne Spieler, aber die Thorens nicht, meiner Erfahrung nach, nicht so anfällig für Fehler als zB ein Dual.


    mMn ist es aber, wie gesagt, sinnvoller einen Gebrauchten zu kaufen.
    Du bekommst so viel mehr Spieler für das Geld und schlechter sind die alten Spieler auch nicht.


    Onkyo TX-2000

    Der hat nur einen MM Eingang. Du musst also darauf achten ein MM System oder ein High Output MC System an dem Spieler zu haben.


    Es wäre auch interssant wenn du mitteilen würdest wo du wohnst.
    Vielleicht hat ja einen Forenmitglied aus deine Nähe was schönes abzugeben.



    Grüße
    Fritz

  • Platten hören kann richtig in Arbeit ausarten. Die Teile sind einfach zu kurz ;)

    Damit sich das in erträglichen Grenzen hält, habe ich für Plattenspieler bei mir ein paar Mindestanforderungen aufgestellt:

    • Plattenspieler ohne Endabschaltung mit Lift fliegen sofort raus. Lieber ist mir aber ein richtiger Halbautomat, bei dem auch der Arm wieder aufgeräumt wird. Das war in den 60ern technisch kein Problem und ist es auch heute nicht. Vollautomat ist natürlich noch besser.
    • Ich bin ein Freund von durchzugsstarken Drehern. Reibrad ist OK, Direktantrieb ist aber das eigentliche Ziel. Ich habe auch 1-2 Riementriebler (Schnürsenkelantrieb) aber eigentlich gefallen mir die Teile nicht.
    • Bei mir sind Dreher eckig und haben einen Deckel mit Scharnieren, den ich auch bei der Wiedergabe schließen kann.
    • Ich mag Sub-Chassis. Ist aber kein muss.

    Das Grenzt die Auswahl ein wenig ein, aber dafür ist auch viel von dem modernen Plunder aus dem Rennen. :)

    Neu wäre es wohl ein Technics, gebraucht ist die Auswahl sehr groß

  • Moin Jan,

    Ich mag Sub-Chassis. Ist aber kein muss.

    Hast du Beispiele für Sub-Chassis mit Direktantrieb?
    Dual hat sowas ja, aber ich finde das ein Dual Subchassis nicht vergleichbar mit einem Subchassis zB von Thorens ist.
    Wäre interessant ob du da was kennst.
    Habe da leider grade nichts vor Augen.


    Grüße
    Fritz

  • hallo Marvin,


    mit nem Pro-Ject Debut Carbon Evo machst du nix falsch, das ist für das aufgerufene Geld ein feines Teil, und hat sogar ein richtig gutes System verbaut, was will man mehr.


    Wobei so ein Pro-Ject Classic Evo .....:).....kostet dann aber halt das doppelte.


    Von jedweden locker 30-40 Jahre alten von wem auch immer überarbeiteten alten Plattenspieler halte ich gar nichts, wenn so etwas, dann sollte man in der Lage sein das Teil selber zu restaurieren,

    Denn erfahrungsgemäß haben diese alten Schätzchen meist mehrere Baustellen.


    Grüße Michael

    DIY TD 126, Dr.Fuß, Schick 12" + Graphit Headshell, Lyra Kleos SL, VdH DDT, Denon 103R, Ortofon Quintet Mono, Blue Amp Model 42 Mk lll, JR Concerto, Digam LD 1404, LS DIY, Loricraft PRC3.


    " Merke: Voodoo-HiFi erkennt man am symmetrischen Eingang "

  • Hallo Michael,

    Von jedweden locker 30-40 Jahre alten von wem auch immer überarbeiteten alten Plattenspieler halte ich gar nichts, wenn so etwas, dann sollte man in der Lage sein das Teil selber zu restaurieren,

    Denn erfahrungsgemäß haben diese alten Schätzchen meist mehrere Baustellen.

    Wie kommst du darauf?
    Früher gab es doch Radio und Fernsehtechniker wie Sand am Meer wo man seine Geräte reparieren lassen konnt und ggf auch gebrauchte/überholte kaufen konnte.
    Warum sollte man sowas heute nicht mehr tun?
    In einen zB einem TD160 ist kaum Technik drin die kaputt gehen kann und Öl in das Tellerlager und Motor geben kann doch wohl jeder.


    Ich hatte jetzt schon mehrere Thorens hier. Besonders viele TD 16X und 14X.
    Elektronisch waren alle in Ordnung. Nur das mit dem Öl musste gemacht werden.
    An einem Dual muss, meistens, auch nicht viel gemacht werden.
    Das Einzige was es da gibt ist der Entstörkondensator und das ist keine Kunst den zu tauschen.
    Ich hatte selber bis vor 2 Jahren keine Ahnung davon weil ich immer zu einem Techniker bei mir in der Nähe gegangen bin. Leider ist er verstorben. Würde es ihn noch geben würde ich noch immer dorthin gehen.
    Wenn ein Gerät fachgerecht überholt wurde läuft es nochmal genau so lange wie vorher auch.


    Grüße
    Fritz

  • Ich fang mal von vorne an ;) Hallo Marvin, herzlich willkommen im Forum:thumbup:


    Wo wohnst du denn? feddisch!8)


    Aus der Menge der-gefühlt-10.000 zum Verkauf stehenden Drehern aus der Ferne den richtigen herauszufinden ist nicht möglich!


    Ich schliesse mich da-einigen-der Vorposter hier an und rate ebenfalls zu einem Gebrauchten......Vollautomaten.Nicht zu kompliziert, sprich wenig Gimmicks!


    Ich habe hier 3-4 dieser sog. DISCO-Dreher stehen, die machen alle einen guten Job, also warum keinen Reloop ;)


    Mit TAs kenne ich mich nicht wirklich aus, stecke drunter, was gerade in den Kisten oben kiegt; also wie die Unterhosen im Schrank :D hier gibt es aber echte!!! Fachmänner:thumbup:, die sagen dir exakt, was du für ein Systhem unter deinen Dreher bauen mußt.

    ♫♫♫ ~ Eine Seite hat 1 Rille ,zwei Seiten haben 2 Rillen.

    .....ist das Vinylianerleben nicht einfach ~♫♫♫
    ~ ~ Exclusive Tonträger sind beidseitig abspielbar ~ ~

  • Hallo Marvin,


    willkommen hier. Mit BJ '84 senkst Du den Alterdurchschnitt hier deutlich... ;)


    da ich doch imTechnischen Bereich eher nicht bewandert bin

    Meinst Du damit, nicht hinreichend informiert oder handwerklich unbegabt zu sein? Ersteres lässt sich ja mit ein wenig Recherche und Einarbeitung in die Materie beheben. Im zweiten Fall rate ich Dir entweder zu einem Neugerät inkl. Herstellergarantie und Gewährleistung durch einen Fachhändler oder, wenn Gebrauchtkauf, dann ebenfalls von einem seriösen Händler.

    Die bereits genannte Fa. Pro-Ject bietet meiner Auffassung nach ein gutes Einsteigersortiment mit plug-and-play Eigenschaften an.


    Laß' die Finger von einem alten Klassiker (Thorens, Dual, etc.), welcher nicht hunderprozentig revidiert wurde. Die sind fast immer mehr oder weniger große Baustellen. Zwar lernt man bei der Revision einiges und es stellt i.d.R. auch kein Hexenwerk dar (Ausnahmen: japanische Direkttriebler mit aufwendiger Regel- und Antriebselektronik); zum zufriedenen Musikhören kommt man aber erstmal nicht.


    Gruß,

    Marc

  • Hast du Beispiele für Sub-Chassis mit Direktantrieb?
    Dual hat sowas ja, aber ich finde das ein Dual Subchassis nicht vergleichbar mit einem Subchassis zB von Thorens ist.

    Ich habe Dreher mit Sub-Chassis von Dual und PE, aber das sind Reibradler.

    Der Dual Golden 11 ist ein Zwitter was das Chassis angeht und hat zudem nen Schnürsenkelantrieb.


    Direktantrieb und Dual passt nicht so richtig. Gibt es zwar, aber muss nicht sein. Ein Dual CS 2225Q oder CS 2235Q sind einfach mal schreckliche Plastik-Kisten.


    Bei DD-Laufwerken ist man meist bei den einfacheren Kisten mit den Wabbelfüßen. Hier habe ich ja ein paar Geräte in Benutzung (JVC QL-Y55F, Saba: PSP910, PSP250, Luxman PD-284)


    Man kann eben doch nicht immer alles haben :)

  • Vielen Dank für die flotten Antworten.


    Wohnort ist in der Südwest-Pfalz (Nähe Zweibrücken/Homburg). Freundin wohnt in Ludwigshafen, Sohnemann bei seiner Mutter Nähe Darmstadt. Somit habe ich schon mal einen ganz guten Radius, falls sich was gebrauchtes ergeben sollte.


    Aber es ist genau das passiert, was ich vermutet habe, die einen sagen neu ist besser, die anderen raten zu guten gebrauchten ;-)


    Ich hatte "neu" dazu geschrieben, da ich einfach kein Bastler bin. Es darf gerne ein gebrauchter sein, aber er muss dann einfach Plug and Play laufen. Meine kritische Ressource Zeit wende ich dann einfach lieber für das Musik hören auf, als auf Fehlersuche zu gehen. Das ist der Hintergrund. Gerne kann man hier auch gute gebrauchte Vorschlagen, wenn jemand was abzugeben hat, aber die sollen dann einfach laufen und keine Baustelle sein :-)


    Michael fand den Project Debut Carbon Evo ja schon mal nicht schlecht.


    - Wie würdet ihr den denn mit den anderen von mir genannten Vergleichen bzw was sind da die genauen Unterschiede? Gerade mit dem ELAC

    - Wenn wir zu den gebrauchten gehen, was wäre denn ein "Stöpsel ein und du hast erstmal Ruhe weil er einfach solide läuft" Plattenspieler für den Rahmen. Gerne dann auch Halbautomatik bzw Endabschaltung, wenn die Auswahl dort schon sehr groß ist.

    - Warum raten einige zu den gebrauchten Geräten? Sind sie billiger oder wirklich besser als der Elac oder der Pro-Ject? Ok, die Frage führt jetzt wahrscheinlich zu einer Grundsatzdiskussion ;-)


    Natürlich gibt es immer an den Systemen was zu verbessern, aber ich muss ja einfach mal mit einer Basis anfangen :-)

    Im Laufenden Betrieb werde ich wahrscheinlich merken "ok, jetzt hätte ich gerne noch dies und das". Aber ich brauche ja ersmal einen guten Vergleichswert bzw Erfahrung. Deswegen suche ich zum Einstieg erstmal was "stressfreies", eben eine Basis.


    Danke schon mal :-)


  • Da hat sich meine Antwort mit deinem Beitrag überschnitten.


    Eher handwerklich nicht so begabt, was Infos an geht bin ich eher einer der sich genau rein liest und auch Stunden mit Recherche verbringen kann.

    Das was du beschreibst waren exakt meine Bedenken, warum ich eher zu einem Neugerät tendiere.

    Wie schätzt du den Pro-Ject im Vergleich zu den anderen von mir genannten ein oder hast du eine nicht aufgelistete Alternative, die Vorteile gegenüber dem Pro-Ject bietet.


    Das praktische Lernen an einer alten Kiste würde ich dann auch lieber mal mit einem zweiten Gerät machen :-) Nachdem dann mal die "Grundversorgung" steht :-)

  • Hallo Fritz,


    ein Beispiel gefällig?
    Bei den meisten der alten TD was auch immer, ist der Tonarm Reparatur bedürftig (Lagerspiel), da sollte man schon wissen wo sich das vordere und hintere Ende der Schraubendrehers befindet.


    Grüße Michael

    DIY TD 126, Dr.Fuß, Schick 12" + Graphit Headshell, Lyra Kleos SL, VdH DDT, Denon 103R, Ortofon Quintet Mono, Blue Amp Model 42 Mk lll, JR Concerto, Digam LD 1404, LS DIY, Loricraft PRC3.


    " Merke: Voodoo-HiFi erkennt man am symmetrischen Eingang "

  • Hallo Marvin,


    der ELAC hat eine Phonostufe eingebaut, in deinem Fall völlig überflüssig, da dein Verstärker eine eingebaute hat, darüber hinaus ist ein sagen wir mal sehr mäßiger Tonabnehmer verbaut.


    Grüße Michael

    DIY TD 126, Dr.Fuß, Schick 12" + Graphit Headshell, Lyra Kleos SL, VdH DDT, Denon 103R, Ortofon Quintet Mono, Blue Amp Model 42 Mk lll, JR Concerto, Digam LD 1404, LS DIY, Loricraft PRC3.


    " Merke: Voodoo-HiFi erkennt man am symmetrischen Eingang "

  • Hallo Marvin,


    ich habe, durch Empfehungen an Bekannte, die ein ebensolches Anforderungdprofil wie Du hatten/haben gute Erfahrungen mit Pro-Ject gemacht. Ob nun ein neuer Elac o.ä. besser ist, kann ich nicht beurteilen. Ich denke es ist eher eine Geschmacksache, auch im Hinblick auf Optik und Funktionsumfang.

    Auch den Reloop Turn 3 kenne ich nicht aus der Praxis, ein kurzer Blick zeigt jedoch einen integrierten Phono-Vorverstärker (nicht nötig - hat ja Dein Verstärker bereits) und einen offenbar nicht in der Höhe verstellbaren Tonarm (u.U. nachteilig bei späterem Tonabnehmerwechsel). Dafür ein abnehmbares Headshell (praktisch).

    Pro-Ject ist nun mal schon lange am Markt und es besteht ein gut ausgebautes Händlernetz, was durchaus Vorteile bieten kann.


    Gruß,

    Marc

  • Hallo Marvin,


    Es darf gerne ein gebrauchter sein, aber er muss dann einfach Plug and Play laufen.

    Da ist jeder, funktionstüchtiger Spieler gleich.
    Gegengewicht und Antiskating einstellen und fertig.


    aber die sollen dann einfach laufen und keine Baustelle sein

    Dann würde ich persönlich zu einem überholten Gebrauchten raten, ggf vom Händler mit Garantie.


    Warum raten einige zu den gebrauchten Geräten? Sind sie billiger oder wirklich besser als der Elac oder der Pro-Ject?

    Es ist ja oft so, dass etwas was gebraucht ist besser ist als etwas neues für den selben Preis.
    Wenn du dir ein Auto für 20.000€ kaufen willst bekommst du gebraucht ja auch eine bessere Ausstatung als bei einem neuen für 20.000€. Das lässt sich natürlich auch auf viele weitere Bereiche übertragen.

    Klar kannst du den Pro Ject nehmen oder den Elac. Nur die Geräte haben nicht das Potential, das ein gebrauchtes Gerät haben kann.

    Ich selber hatte schon einige neue Geräte bzw konnte sie von Freunden leihen die sich für ein neues Gerät entschieden haben.
    Waren meist Geräte zwischen 500€ und 1000€.
    Darunter war auch der Elac Miracord 50.
    Das System ist nicht tolles.
    Die Verarbeitung ist okay, aber halt auch nicht das beste. Besonder der Teller und der Tonarm waren billig bzw haben sich so angefühlt.
    Ich hatte zwar nicht den Pro Ject da den du dir ausgeschaut hast, aber andere Geräte in einem ähnlichen Preisbereich des Herstellers.
    Das 2M Red ist ein gutes Einstiegssystem. Dagegen kann ich nichts sagen, aber der Rest drum rum ist halt nicht das Beste, ähnlich wie beim Elac.
    Ich würde den Pro Ject dem Elac vorziehen. Alleine wegen dem System.

    Wenn du dann aber einen gebrauchten Spieler für 500€ hast merkst du schon alleine beim anfassen den Unterschied. Generell ist alles viel wertiger.
    Ich konnte meine Bekannten alle durch ein Vergleichhören dazu bringen ein überholtes Gerät zu kaufen und den alten neuen Dreher wieder zu verkaufen.


    Wenn du auf das Design von Pro Ject stehst schau dir mal die alten Pro Jects an.
    Ich habe oben schon mal einen Link zu analog revival gepostet.
    Er verkauft einen Pro Ject 6 ohne Arm für 300€.
    Da würde es sich lohnen zu fragen ob du ein Komplettpaket für 500€ mit Arm und System bekommst.
    Der Pro Ject 6 ist nähmlich ein sehr guter Dreher.
    Schau dir auch die Thorens an oder den Denon DP1200.
    Er verkauft auch einen Thorens TD320. Dieser hat auch eine Endabschaltung.


    Ich sage nicht, dass es ein THorens sein muss, oder der Denon.
    Aber ich denke, dass es in dem Preisbereich immer besser ist einen gebrauchten zu kaufen, besonders wenn er gewartet ist und Garantie hat.

    Neue Dreher fangen, mMn, bei ca. 1000€ mit einem Technics an.
    Darunter finde ich, dass man besser mit einem gebrauchten Fährt.


    Habe grade mal im Forum geschaut:
    Roksan Xerxes
    Wenn du auf eine Haube verzichten kannst (kann man ggf nachkaufen) ist das eine sehr gute Wahl.


    Grüße
    Fritz

  • nichts für ungut, aber ein Ur-Xerxes ist alles andere als ein ideales Einsteigergerät der Rundum-Sorglos-Klasse.

    Wenn das Gerät gewartet ist kann da nicht viel dran sein.
    Wo liegt denn deiner Meinung nach das Problem bei einer Xerxes?

    Grüße
    Fritz

  • Ich hab ja auch so einen „alten“ TD, allerdings ist da gerade noch ein Teil Original, und zwei weitere Teile immerhin von Thorens.

    Ist auch nicht der erste alte Plattenspieler den ich in den Fingern hatte, sind halt alles Oldtimer egal welcher Hersteller.

    Es gibt durchaus gebrauchte die bei auch mir einen habenwollen Reflex auslösen, allerdings stammen die nicht aus der 500DM Klasse.


    Grüße Michael

    DIY TD 126, Dr.Fuß, Schick 12" + Graphit Headshell, Lyra Kleos SL, VdH DDT, Denon 103R, Ortofon Quintet Mono, Blue Amp Model 42 Mk lll, JR Concerto, Digam LD 1404, LS DIY, Loricraft PRC3.


    " Merke: Voodoo-HiFi erkennt man am symmetrischen Eingang "