Nachbarschnäppchen...Omnitronic

  • Hallo,

    ich habe vom Nachbar ein Plattenspieler der ihn sonst auf den Elektroschrott geworfen hätte bekommen, ok, ich weiß das die Meinungen über die Technichsnachbauten polarisieren, die Meinungen dazu sollen bitte auch nicht das Thema hier sein, auch das Antiskating Thema ist nicht unumstritten, es wäre sehr nett wenn ihr bei der Lösung meiner Fragen behilflich seid...


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    Ich möchte den Plattenspieler einfach so, nebenbei mal wieder so gut es geht zurecht machen, ich weiß das das Gerät nicht mit dem Original mithalten kann, das es ein günstiges Gerät ist, aber wenn er schon mal da ist soll er auch so gut es eben geht eingestellt werden.

    Alles für die Grundeinstellungen, Schön Schablone etc. hab ich ja alles da, für meinen DDX1000 daran solls also nicht fehlen.


    Probleme bei der Einstellung des Omnitronic sind...

    Überhang einstellen nicht möglich da der Tonarm nicht über den Dorn zu bewegen ist, was tun? (Foto, mehr geht nicht) Das Nachfolgemodell (über meinen hab ich nichts gefunden) gibt eine Effektive Tonarmlänge von 23,4 cm an, was mir sehr lange vorkommt, Überhang 20mm. Wenn ich die 23,4 so einstelle kommt das System weit vor das Headshell, ich hab schon verschiedene Headshells ausprobiert. Ob es der selbe Tonarm ist ist unklar, das Nachfolgemodell hat eine Tonarmhöhenverstellung, meiner nicht, sonst sind die Geräte soweit erkennbar gleich.


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    Thema Antiskating, das kleine Federchen war ausgehängt, ok, wieder eingehängt, aber beim Test bekomme ich das immer nur so hin das der Tonarm in der Mitte einer Platte ohne Rille steht, aussen läuft er nach innen, innen läuft er nach außen, in der Mitte bleibt er dann stehen, das wäre die Optimalste Einstellung die ich so hinbekomme. Leider stimmt dann die Skala nicht, also 1,5 Auflage und wie so üblich Anti Skating auch auf 1,5 wäre ohne Effekt, Tonarm läuft nach innen durch, erst bei Erhöhung bei 3-4 Skalenwert bleibt er in der Mitte stehen...kann man mit leben...Tonarmlager habe ich noch nicht geprüft, beim schweben läuft er immer leicht nach Außen, auch wenn Antiskating bei 0 ist. Sonst lässt sich der Tonarm schön einpendeln.


    Letztes und für mich auch nebensächlichstes Problem, der Lift ist Katastrophal, hoch ist 1:1 wie der Hebel bewegt wird und runter ebenso, also keinerlei Dämpfung, schön ist das nicht, ich benutze den Lift aber nie.


    Es wäre toll euere Meinungen zu Lesen, ich Persönlich finde den Plattenspieler nicht schlecht, ist gut ausgestattet, immerhin hat er 78 Umdrehungen, Quartz zu und abschaltbar, Drehzahlregulierungen in 2 Bereichen.



    Gruß

    MMD

    Nur wer die Nacht durchschreitet kann den Tag erreichen...

  • Von diesem Dreher habe ich eine bessere Sherwood Variante mit einer sehr massiven MDF Zarge & gaaanz wenig Plaste. Klanglich ist mein Sherwood sehr schön.


    Diesem Laufwerk habe ich ein besseres Tellerlager spendiert & läuft als Ölbad.


    Dein Dreher hat zwar nen anderen Tonarm als meiner, doch dieser ist vertikal, wie horizontal einstellbar. Nimm den Tonarm auseinander & gib den Lager ein wenig Fett.

  • Zum Arm hätte ich auch eine Frage. Habe mir mal einen Telefunken CS10 bei ebay geschossen, quasi als Grundlage für einen DIY-Dreher. Als die Kiste hier ankam, stellte ich dann fest, dass die Armlagerung aus Plastik ist und das, obwohl das ja ein OEM-Player von Micro-Seiki sein soll. Wie ist das denn bei diesem, bzw dem Sherwood?

    LG,
    Tino

    Ohne "Resonanzen" würden 90% aller High-End-Hersteller in eine tiefe Sinnkrise verfallen!

  • Tino,

    die Tonarmbasis ist zwar aus Plaste, teils aus Metall. Dennoch ist dieser Tonarm sehr steif. Sehr gut zu zerlegen, zu warten & zu justieren. Macht einen sehr soliden & wertigen Eindruck.

    Klanglich beeindruckt dieser Dreher ...

    Sherwood PM-8550


    Der Tonarm Deines Telefunken sieht nach einen ganz einfachen Machart aus.

  • Wie soll ich den Überhang einstellen wenn ich die Daten nicht habe ? 9 Zoll ist nicht gleich 9 Zoll und die Technichs-lehre kann ich mir sparen, das sind 52mm vom Headshellanschlag bis Nadelspitze, das ist ja bekannt, die Frage ist nur ob es hier stimmt.

    Nur wer die Nacht durchschreitet kann den Tag erreichen...

  • Mir fehlt das schon die Verstellmöglichkeit der Tonarmhöhe (bei beiden) der Tonarm des Telefunken ist auch nicht der Bringer, die Idee war halt einen DIY-DD-Dreher zu bauen, als der dann da war, naja, mal sehen. War ein "Schbellschuss" bei ebay, der gerade auslief.
    Ist ja irgendwie immer das gleiche, Teller, Lager und Tonarm, der "Rest" sind meist "nur" Bretter aus "irgendwas" geheimnissvollen, was total resonanszarm ist und MEGA klingt!
    Vielleicht geht ja doch kein Weg an einem RICHTIGEM Tonarm, ala "Jelco", SME oder so vorbei? Das dann einmal bezahlen und fertig.
    Obwohl Dein Sherwood recht solide aufgebaut ist, aber die fehlende VTA :wacko:!?


    LG,
    Tino

    Ohne "Resonanzen" würden 90% aller High-End-Hersteller in eine tiefe Sinnkrise verfallen!

  • Nullpunkte sind Nullpunkte, wenn man von einem bestimmten Beginnradius und Enderadius der Rillen ausgeht.

    Da ist es egal, ob du einen Tonarm von 220 oder 240mm Länge hast.

    Wenn du den Nadelträger auf die Tangente der Nullpunkte einstellst, ergeben sich Überhang und Winkel automatisch. Je nach Länge des Arms sind dann Winkel und Überhang größer oder kleiner.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Thema Antiskating, das kleine Federchen war ausgehängt, ok, wieder eingehängt, aber beim Test bekomme ich das immer nur so hin das der Tonarm in der Mitte einer Platte ohne Rille steht

    So stellt man aber auch das Antiskating nicht ein. Antskating kannst Du am besten mit einer Testschallplatte einstellen, eine Platte ohne Rillen wird nie funktionieren.

    Welchen Wert die Antskatingskala anzeigt, ist nicht ausschlaggebend, die Werte sind ja nicht genormt. Entscheidend ist, das nichts verzerrt.


    Überhang: wozu willst Du den Arm über den Mitteldorn hinaus bewegen? Frank hat völlig Recht, Du kannst es mit einer "normalen" Überhangschablone einstellen.


    Viel Erfolg,


    Martin

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

  • Nimm den Tonarm auseinander & gib den Lager ein wenig Fett.

    Wie bitte??

    Tonarmlager niemals "schmieren", schon gar nicht mit Fett! Eine Nadel kann nur minimale Kräfte übertragen und was Du als "schmieren" bezeichnest, bezeichnet die Nadel als blockiert...


    Der Tonarm-LIFT muß zerlegt werden. Dann mit Alkohol gereinigt und mit neuem Silikonöl versehen werden. Viskosität 500.000 ist da recht universell.

    Mit dem Antiskating: was macht denn der Tonarm, wenn Du ihn ausbalancierst und der Tonabnehmer frei schwebt? Läuft er dann bei Antiskating >0 sauber mit konstanter Geschwindigkeit zur Tonarmstütze? Den Test mit der blanken Plattenseite kannst Du vergessen - die Reibung der NadelSPITZE auf blankem Vinyl ist eine völlig andere als die Reibung der NadelFLANKEN an den RillenFLANKEN. Hat also nullkommanull Aussagekraft...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Na ja Martin, ich habe ja die Schön Schablone, wenn ich darauf das Systen einstelle stelle ich den Spurfehlwinkel (Nullradien) ein, ok aber ich kann die Nullradien auch einstellen wenn ich das System ganz nach vorne, oder ganz nach hinten schiebe, richtig wäre wenn ich den Überhang einstelle, dazu muss ich mit dem tonarm AUF die Spindel, dann die Nullradien, dann würden alle Parameter stimmen, wenn ich ein Parameter (Überhang) weglasse stimmen die Angaben doch nicht mehr.


    Mit welcher Testschallplatte stellt man Anti Skating ein und wie ? ich hab die 2 Testschallplatten von dhfi.

    Nur wer die Nacht durchschreitet kann den Tag erreichen...

  • was macht denn der Tonarm, wenn Du ihn ausbalancierst und der Tonabnehmer frei schwebt? Läuft er dann bei Antiskating >0 sauber mit konstanter Geschwindigkeit zur Tonarmstütze?


    JA hatte ich Eingangs schon geschrieben.

    Nur wer die Nacht durchschreitet kann den Tag erreichen...

  • Der Überhang kann auch indirekt eingestellt werden, wenn mich nicht alles täuscht ist die entsprechende Lehre auch auf der Schönschablone. Normalerweise resultiert der korrekte Wert aus der Einstellung der Nullradien wenn bekannt ist, nach welcher Geometrie der Hersteller den Arm berechnet hat.

  • Antiskating läßt sich am besten & einfachsten einstellen mit einer Oper oder Operetten Arie, die sich im letzten Drittel einer Platte befindet. Verzerrt der Gesang, muß das Antiskating so eingestellt werden, das nichts verzerrt.


    Fett im Tonarmlager

    Da nehme ich ein fast flüssiges Harz & Säure freies Fett, schon seit Jahren, da blockiert nichts. Wie auch ... Ich nehme ja keine "Grobbfett".

  • Der Überhang stellt sich "von selbst " ein, wenn die Punkte A und B beide "gerade" an der Tonabnehmer kannte anliegen. Zudem kannn man wie zuvor geschrieben mit dr "schön" Schablone direkt den überhang kontrollieren und einstellen. Dazu muss man nur mit den Pfeil auf die Armachse zielen.

  • Fett/oel am tonarmlager ist, wie oben schon gemeldat, fehl am platz. Es sorgt dafuer das die lager ein hoeheres losbrechmoment haben, da (obwohl ganz leicht) verklebt durch oel.

    Auch sind die lager meist ungedichtet, staub wird sich ansammeln.

    Deswegen: uebernacht entfetten und danach ab in die US machine. Nach trocknung nochmals sauberen mit druckluft und einbauen.

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    Mfgr,
    Rob


    "There is a crack in everything..... That's how the light gets in."