Vorverstärker für Studiomonitor

  • Das sich bei Funk die Geister trennen, kann man verstehen, wenn man das sagen darf

    Dem einen gefällt er, dem anderen nicht

    Würde mich aber interessieren, wenn von Usern gerne Vorgeschlagen, ob selber man die benützt, oder vorschlägt, aber sich selbst es sich nicht hinstellen würde


    Grüße

    Ich habe den empfohlenen MTX über viele Jahre benutzt und war absolut zufrieden.


    Vor allem die kabelgebunden Fernbedienung mit dem echten Lautstärkeregler und den super Tasten war einfach nur toll zu bedienen.


    Der Funk reicht halt weiter was er bekommt, das sollte man wissen. Wer den Klang mit seiner Vorstufe verändern möchte wird sicherlich nicht glücklich.

  • also Zischeln bei Frauenstimmen ist meiner Meinung quatsch. Habe ich bei meiner 310 kein Problem und bei der 420 auch nicht wahrgenommen.

    Die KH sind recht flexibel einstellbar und wenn man zischelnde Stimmen

    haben will bekommt man das auch hin. ;)

    It's money that matters

    Hear what I say

    It's money that matters

    In the Hifi.

  • Hallo Franz,

    nicht jede Vorstufe ist ja technisch geeignet.


    Der Ausgangswiderstand ergibt ja zusammen mit der Kabelkapazität des langen Kabels (nicht pro m sondern insgesamt) einen Tiefpass.

    Kann man hier berechnen: http://www.sengpielaudio.com/Rechner-RCglied.htm

    100Ohm mit 0,001uF = 1nF ergeben 1,60MHz.
    Da ist dann noch die Frage, wie sich Phasendrehungen auswirken, d.h. wie weit die Grenzfrequenz vom Hörbereich/Musikbandbreite weg liegen sollte.
    Bei der unteren Grenzfrequenz habe ich 5 Oktaven (Faktor 32?) im Hinterkopf.

    Ich weiß jetzt gar nicht, ob das für die obere Grenzfrequenz auch so gilt.
    Zu dem Thema hat auch Allen Wright was im Preamp Cookbook geschrieben. Müsste ich jetzt nachlesen.


    In einem Satz: Der Ausgangswiderstand und die Kabelkapazität sollten möglichst klein sein.

    Also Ra eher so 100Ohm und nicht 1kOhm. C maximal 1nF. Das wären so die Werte, die ich anstreben würde. Röhrenvorstufen habe öfters einen höhren Ra. Insofern wäre es sinnvoll, da mal drauf zu schauen.


    Berichtigt mich gerne, wenn ihr fundierteres Wissen habt.


    Bzgl. Klang hilft nur eigenes Hören, wie bereits erwähnt.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Tach Peter (Staudi),


    bei Deinem 'Fuhrpark' eindeutig die MTX von Funk, Ein- und Ausgänge lassen sich anpassen.


    Richtet Thomas Funk auch ein, wenn man ihm Vorgaben macht.


    Besten Gruß

    Wolfgang

  • An Aktiven Lautsprechern hängen oft länglich Kabeln, da ist mit ca. 100pF/m Koax zurechnen, symmetrisch ist gut, wichtiger ist der Eingangswiderstand der Boxen, meistens nur so 10-20KOhm, da sind Vorverstärker mit kleinen Ausgangswiderständen zu bevorzugen.


    Es ist eine idealisierte Vorstellung, daß der VV, in diesem Fall der Funk keine klanglichen Veränderungen erzeugt. Da tut sich immer was.


    Eine Röhre würde ich nicht unbedingt ausschließen, z.B. von Audio Note, meine die M3 oder M4 hat im Ausgang nur 4 Ohm. Im Röhren-VV ist (oft) nur eine Röhre im Signalweg notwendig, wenn ich mir die Halbleitergräber anschaue, na ja. Und klanglich ist das je weiter vorne, desto wichtiger.


    Standard im Studio sind 600Ohm, meine ich, das bringen Röhren auch.

    Edited once, last by keeskopp ().

  • wenn es nicht unbedingt ein Vorverstärker sein soll dann ev. ein Lindemann Source. Hat alles was man so braucht (integrierter Dac, streamer und CD Player), sieht und klingt gut (!) und treibt meine KH420 mit ca. 7m Kabel symmetrisch hervorragend an. Mehr brauchts net ...

    Danke und Gruß
    Drazen

  • Bevor man hier zu konkreten Geräteempfehlungen kommt, sollte sich der Threadersteller prinzipiell klar werden was er möchte und wie das Pflichtenheft aussieht: Beispiele:

    • Möglichst neutrale Studiotechnik? --> Transistor
    • Etwas eher euphonisches? --> Röhre oder Hybrid
    • Lange Kabelstrecken? -->Ausreichende Stromlieferfähigkeit, XLR Ausgänge
    • Wieviele Eingänge erforderlich?
    • Fernbedienung erwünscht? (nur laut-leise oder auch Eingänge?)
    • Sofort einsatzbereit (Transistor) oder Aufwärmzeit ok (ist bei vielen Röhren so)?
    • Kopfhörerausgang erforderlich?
    • Ungeregelter Rec out erforderlich? (Bandmaschine?)
    • DAC oder Streaming Client integriert?
    • Durchgeschleifter Eingang ohne Lautstärkeregelung gewünscht (gut zur Integration eines AV-Systems).
    • Größe / Gewicht / Optik / Wärmeentwicklung ?
    • Probehören möglich oder Katze-im-Sack-kaufen?
    • Wiederverkaufswert (für Gerätewechsler)
    • Neu oder gebraucht?
    • Klangregelung?
    • ...

    Ich habe mich an meinen Geithains für einen Röhrenhybrid (Accustic Arts Tube Preamp II) entschieden. Für mich mein klangliches Ideal (neutral mit einem "Hauch" Röhrencharme). Und obwohl ich klanglich super zufrieden bin, sehe ich hier auch Nachteile:

    • Durfte schon 2x Röhren tauschen
    • 3 Minuten Aufwärmzeit bis zum Freischalten nerven manchmal, z.B. wenn man einen Spielfilm sehen will.
    • Netzschalter hinten nur bei entsprechender Aufstellung praktikabel.
    • Eingänge nicht fernbedienbar (ich würde gerne mal vom Sitzplatz ohne Aufstehen HiRes Streaming und LP vergleichen).

    Irgendwo macht man halt immer Kompromisse.

    LG

    Sebastian

  • Hallo


    wenn's Studio sein darf/soll, symetrisch und mit ein paar Funktionen mehr als der FUNK:

    Grace Design m905: einfach mal auf die Homepage gehen. Was mir daran gefällt: DAC (44,1 bis DSD 128), Phono-Vorstufe und IR-FB optional, asynchroner USB Eingang, umfangreiche Parametrierung (natürlich auch Kanalanpassung) habe den eigentlichen VV (17", 2 Höheneinheiten) im Low-Board die externe Bedieneinheit im Bücherregal. Habe ihn mit allen Optionen.


    Grüße


    Frank


    Ach so: hat als Monitorsystem auch einen Mikrofon-Eingang mit 48V Phantomeinspeisung, wenn mal gemessen werden soll und jetzt auch digitalen Ausgang für LS-Systeme

  • Audionet Pre 1 G3 ist klanglich gut und hat auch sehr gute Messwerte und liegt gebraucht gut im preisrahmen. Ob der aber alle Features hat die man im Studio braucht, sei dahingestellt. Er hat aber zumindest mal 2 Ausgänge, Tape UND Monitorschleife und die Möglichkeit einen Eingang als Bypass zu nutzen.

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.

  • Da ist dann noch die Frage, wie sich Phasendrehungen auswirken, d.h. wie weit die Grenzfrequenz vom Hörbereich/Musikbandbreite weg liegen sollte.
    Bei der unteren Grenzfrequenz habe ich 5 Oktaven (Faktor 32?) im Hinterkopf.

    Ich weiß jetzt gar nicht, ob das für die obere Grenzfrequenz auch so gilt.

    Die Phasendrehung erstreckt sich über 2 Dekaden, wobei die "Eckfrequenz" genau in der Mitte liegt. Will man also die 20kHz ohne Kompromisse in Pegel und Phase darstellen, muß die Eckfrequenz bei 200kHz liegen.

    Das gleiche gilt auch für die untere Grenzfrequenz: will man 20Hz ohne Kompromisse darstellen, muß die Eckfrequenz bei 2 Hz liegen. Was kaum darstellbar ist weil meistens sowohl in der Quelle als auch in der Senke ein Hoppelkondensator sitzt und die beiden in Reihe liegen - was die wirksame Gesamtkapazität erheblich reduziert... Ist für Heim-Hifi auch eher wurscht weil es nicht so arg viele Boxen gibt, die überhaupt bis 20 Hz runtergehen, geschweige denn welche, die ohne Dreckeffekte bis 20Hz runtergehen (so von wegen Ein-/Ausschwingverhalten, Phase und Group Delay...). Und es gibt wahrscheinlich noch weniger Wohnräume, die sich in diesem Frequenzbereich jegliche Dreckeffekte verkneifen...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Eine Röhre würde ich nicht unbedingt ausschließen, z.B. von Audio Note, meine die M3 oder M4 hat im Ausgang nur 4 Ohm. Im Röhren-VV ist (oft) nur eine Röhre im Signalweg notwendig, wenn ich mir die Halbleitergräber anschaue, na ja. Und klanglich ist das je weiter vorne, desto wichtiger.


    Standard im Studio sind 600Ohm, meine ich, das bringen Röhren auch.

    Stimmt. meine alte Ear 868 hatte 600 Ohm.

    Bei der 912 habe ich im Netz was von 32-39 Ohm gelesen. Ob das stimmt?

    Halte 600 Ohm auch da für realistischer. Ist auf jeden Fall niedrig.


    Für mich sehe ich keinen Sinn darin Studiozeugs zu Hause einzusetzen. Habe damit bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Vor allem wenn es mehrere Komponenten zugleich waren.

    Zu Hause hat man andere Verhältnisse als in einem Studio.

    Ich würde bei Studiomonitoren eher zu Verstärkern greifen bei denen am Ende mit der ganzen Kette dann Musikhören auch Spaß macht und man sich nicht zu Tode langweilt.

    Ich will beim Musikhören Spaß haben, Emotionen erleben.

    Es gibt Musikstücke die einen mitreißen, wo man tanzen oder sich bewegen will, Musik die unter die Haut geht und einen bis zum Weinen rührt, usw. Eine gute Anlage kann solche Emotionen zum Hörer transportieren. Im Studio braucht und will man das wohl eher nicht. Da wird gearbeitet und nicht zum Vergnügen Musik gehört.


    Grüße

    Frank

    Konfuzius sagt:

    Erst wenn eine Mücke auf deinem Hoden landet, wirst du lernen, Probleme ohne Gewalt zu lösen.

  • Oh Frank - dann hast Du den Künstlern und Tonmeistern noch nie in einem Studio über die Schulter geschaut...

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • ... Es gibt Musikstücke die einen mitreißen, wo man tanzen oder sich bewegen will, Musik die unter die Haut geht und einen bis zum Weinen rührt, usw. Eine gute Anlage kann solche Emotionen zum Hörer transportieren. Im Studio braucht und will man das wohl eher nicht. Da wird gearbeitet und nicht zum Vergnügen Musik gehört.


    Grüße

    Frank

    Hi Frank,


    Diese Argumentation hab ich schon öfters gehört, aber ehrlich gesagt verstehe ich sie nicht.

    Wenn ich als Musikschaffender eben diese Emotion aufnehmen will, dann MUSS doch meine Abhöre in der Lage sein, dass auch wieder zu geben.


    Oder sollte sich diese Emotion nur durch "weglassen" als quasi zufälliger Effekt einstellen?

    Halt ich nicht für schlüssig ...


    Viele Grüße,

    Jens

    Let the speakers crackle and burn! (RedLorryYellowLorry)

  • Hm, mag ja sein das man das mit Studioequipment in einem Studio vielleicht auch vermag.

    Aber die Verhältnisse in einem Studio sind auch völlig andere als in einer Wohnung.

    Das ich noch nie Studioequipment zufriedenstellend hören konnte, bedeutet ja auch nicht das es nicht doch geht. Nur konnte ich das noch nie in einem Wohnraum zufriedenstellend hören.


    Habe gerade gesehen das bei dem 912 für die asymmetrischen Ausgänge 600 Ohm angegeben sind. Die anderen Werte stammen aus einem übersetzten Test.


    Grüße

    Frank

    Konfuzius sagt:

    Erst wenn eine Mücke auf deinem Hoden landet, wirst du lernen, Probleme ohne Gewalt zu lösen.

  • Es ist halt die Frage, was einem gefällt, das kann aber muss nicht „Studio“ sein, ich hab schon Sachen gehört, die ich zum Weglaufen finde und die für andere das Nonplusultra sind, umgekehrt geht’s denen wahrscheinlich ähnlich - was sagt das nun eigentlich aus, wer hat recht?


    Deswegen lässt sich sowas auch nie vernünftig beantworten, es sei denn man kennt jemanden, mit dem man auf der gleichen Wellenlänge schwebt, nur dann kann ich mit Aussagen zum Klang oder einem ‚gefällt mir’ anderer was anfangen.


    Emotionen entstehen bei mir mehr durch die Musik selbst als durch den Klang der Anlage, im richtigen Moment tut es da auch (m)eine Teufel-Bluetooth-Box im Garten ...

    VG
    Mario