Vorverstärker für Studiomonitor

  • Wenn man hören will, was ist, dann kommt man an einer möglichst neutral wiedergebenden Kette - Quellgeräte und Lautsprecher, nebst Raumbehandlung - nicht vorbei. Diese Frage muß man vorher beantworten, also, wie man hören möchte.


    Danach richten sich die Auswahlkriterien der dafür in Frage kommenden Gerätschaften. Will man "schön" hören, muß man auch das für sich beantworten, was das sein soll und dann danach schauen, welche Geräte diesem Geschmack dann entsprechen bzw. es befördern.


    Beides ist erlaubt, denn jeder hört in Maßen anders. Man muß bzw. sollte nur genau wissen, was man will.

  • Eine unperfekte Produktion kann trotzdem „schön“ sein weil die Musik „schön“ ist. Leider befinden sich in meinem Fundus jede Menge Aufnahmen die nicht perfekt produziert wurden und die ich trotzdem gerne manchmal höre. Nun kann ein Lautsprecher mich genau auf diese Unvollkommenheit hinweisen, er kann aber auch nonchalant darüber hinweggehen und es so ermöglichen, daß ich die Interpretation trotz der Fehler genießen kann. Nur wenn er das kann und gleichzeitig perfekte Aufnahmen in all ihren Facetten zur Geltung bringt ist er ein echtes Spitzenprodukt. Natürlich höre ich bei den schlechteren Aufnahmen auch den Qualitätsmangel, mein Ohr beißt sich aber nicht unbedingt daran fest.

    Bei unsymmetrischer Signalverarbeitung benötigst du ja bei symmetrischen Ein-und Ausgängen eine Desymmetrierung am Eingang und eine Symmetrierung am Ausgang die sich klanglich nachteilig auswirken kann. Zumindest bei meinem Audionet nutze ich lieber RCA/XLR Adapterkabel als die XLR/XLR Verbindung, die klingt in meinen Ohren einfach besser(auch wenn ein exakter Vergleich durch die Pegelunterschiede zwischen RCA und XLR schwer ist)und ich vermute die Symmetrierung des ursprünglich unsymmetrischen Signals ist dafür die Ursache. Dies ist aber meine persönliche Erfahrung mit dieser speziellen Vorstufe, bei anderen mag das anders aussehen.

    Wie ist der Adapter RCA->XLR aufgebaut?

    Ein XLR-Eingang ist nicht per se besser als eine unsymmetrische Verbindung.

    Durch mehr aktive und passive Bauteile im Signalweg ist die Beeinflussung möglicherweise sogar noch höher.

    Soweit mir bekannt wird das Signal in der Aktivbox auch immer desymmetriert und dann den Verstärkern zugeführt.

    Gibte es eine Aktivbox, die intern vollsymmetrisch (inkl. Endstufen) aufgebaut ist?

    VG

    jokeramik

  • Wie ist der Adapter RCA->XLR aufgebaut?

    Es ist ein Adapter Kabel mit RCA Stecker an der einen und XLR Stecker an der anderen Seite.

    79302E5F-384B-472C-A947-F800ED3D6B4B.jpeg
    Ich möchte nicht ausschließen, daß das von mir Erhörte lediglich für meine Vorstufe gilt, dort ist(scheint)es aber so. Testkabel war ein Sommer Carbokab 2x3m.

    Soweit mir bekannt wird das Signal in der Aktivbox auch immer desymmetriert und dann den Verstärkern zugeführt.

    Gibte es eine Aktivbox, die intern vollsymmetrisch (inkl. Endstufen) aufgebaut ist?

    Selbst wenn es so ist heißt es ja noch nicht, daß die zusätzliche Symmetrierung keinen Einfluß hat.

    Gruß Rüdiger

  • Es ist ein Adapter Kabel mit RCA Stecker an der einen und XLR Stecker an der anderen Seite.

    79302E5F-384B-472C-A947-F800ED3D6B4B.jpeg
    Ich möchte nicht ausschließen, daß das von mir Erhörte lediglich für meine Vorstufe gilt, dort ist(scheint)es aber so. Testkabel war ein Sommer Carbokab 2x3m.

    Selbst wenn es so ist heißt es ja noch nicht, daß die zusätzliche Symmetrierung keinen Einfluß hat.

    Mit diesem Adapter wird PIN 3, der sonst das phasengedrehte Signal führt auf Masse gelegt. Damit findet eine unsymmetrische Verbindung statt. Die Vorteile einer symmetrischen Verbindung kommen somit nicht zum Tragen.

    VG

    jokeramik

  • Hallo


    wiederhole mich jetzt. Schau Dir den Grace Design mal an. Der hat in der reinen Analog-Version 3x XLR-Stereo-Ausgänge analog für Aktiv-Boxen , 1x Cinch-Line Stereo-Eingang (wird bei der Phono-Version für den Phono-Eingang verwendet) 2x XLR-Line-Stereo-Eingang und dann XLR Stereo-CUE-Eingang/Augang (den ich auch für meine PR99 verwende) sowie XLR-Ausgang wahlweise für SUB oder METER Output, liegt bei ca. 2850,-.

    Im Vollausbau mit DAC- und Phono-Section sowie iR-FB ca. 3.900,-. Mit DAC können dann auch über die digitalen Ausgänge Aktiv-Boxen über AES oder S/PDIF angesteuert werden.


    Grüsse


    Frank

  • Bei sowas haste alles - und kannst noch aufrüsten:

    Files

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Hey zusammen,


    ...mich wundert sofort, warum hier noch nicht die Frage gestellt wurde, die sich eigentlich doch als allererste ergibt:

    Soll die Vorstufe mit den Aktivmonitoren für eine Wiedergabekette ("Home-Hifi") oder für eine Integration im Abhörbereich eines Tonstudios benutzt werden?


    Ist Zweiteres der Fall ergibt sich noch eine weitere Frage: Nahfeld als reine Monitoranlage oder Mid-Field oder noch größer als Referenzabhöre (zB. zum Mastern, Gegenhören...) ?


    Gruß,

    Bernie

    Musikmaschinen: Pro-Ject Xtension 10 / Benz ACE SL, Aikido MC Preamp, Sony CDP-XA555ES+Breeze Audio DAC, Musical, Fidelity M5si, Visaton Atlantis MKII mit Weichen von "Kalle MKII" - Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Glaube eher das ein Profi (Tonstudio) weiss was er als Werkzeug braucht, (bei Neuanschaffung) und hier nicht fragen würde

    nMm


    Grüße

  • ...weil das schon verschiedene "Arbeitsbereiche" sind.


    Im Nahfeld sind Studiomonitore als Arbeitsgeräte eigentlich "nur" zum "Reinhören" in die Spuren und Überprüfen der Aufnahmen gedacht. Viel wichtiger als die "ultimative Klanggüte" ist hier zB dass die/der Bearbeitende den Klang der Kette kennt. Nahfeldmonitore sind Werkzeuge...das erklärt auch, warum es doch einige legendäre Nahfeldmonitore gibt die rein Qualitativ eher solala sind (zB Yamaha NS-10M). Hier reicht eine einfache, einigermaßen klangneutrale Vorstufe oder die Monitor Ausgänge des Mischpultes aus, da über eine solche Kette die Klangfeinheiten und Räumlichkeit von Aufnahmen nicht endgültig beurteilt werden.

    Im Mastering-/Referenzabhörbereich sieht das natürlich anders aus...einige hochwertigste Audiogeräte - auch Vorstufen (zB. Cello Suite Vorverstärker!) - haben Ursprünge in diesem Bereich...der dann auch wieder mit anspruchsvollem Home-Hifi eher kompatibel ist.

    Musikmaschinen: Pro-Ject Xtension 10 / Benz ACE SL, Aikido MC Preamp, Sony CDP-XA555ES+Breeze Audio DAC, Musical, Fidelity M5si, Visaton Atlantis MKII mit Weichen von "Kalle MKII" - Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Glaube eher das ein Profi (Tonstudio) weiss was er als Werkzeug braucht, (bei Neuanschaffung) und hier nicht fragen würde

    nMm

    ...klar, davon gehe ich auch aus....könnte aber doch auch sein, dass jemand der sich n anständiges Studio aufbauen möchte hier schon mal diese Frage stellt...!?

    Musikmaschinen: Pro-Ject Xtension 10 / Benz ACE SL, Aikido MC Preamp, Sony CDP-XA555ES+Breeze Audio DAC, Musical, Fidelity M5si, Visaton Atlantis MKII mit Weichen von "Kalle MKII" - Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • ...mir ist ja nur aufgefallen, dass das hier noch nicht gefragt wurde...

    Musikmaschinen: Pro-Ject Xtension 10 / Benz ACE SL, Aikido MC Preamp, Sony CDP-XA555ES+Breeze Audio DAC, Musical, Fidelity M5si, Visaton Atlantis MKII mit Weichen von "Kalle MKII" - Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • wenn es gebraucht sein darf,

    würde ich zB auf:

    - Mark Levinson 380s

    - Mark Levinson 38s
    - Jeff Rowland Synergy IIi

    - Krell Phantom III


    verweisen.

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel
    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • ...mir ist ja nur aufgefallen, dass das hier noch nicht gefragt wurde...

    manchmal fängt es mit einer A77 harmlos an, wegen Robustheit und sonstiger Eigenschaften landet man bei 'fetten' Maschinen, gar einer M15 oder so. Huch - XLR dran.


    Das, was ich an den Diskussionen bzgl. Lautsprecher nicht verstehe - im Grunde sind identische Komponenten verbaut und trotzdem müssen die 'unterschiedlichen' Eigenschaften, wenn es die überhaupt gibt, heftigst verteidigt werden. Auch für StudioPappen gelten identische Konstruktionsprinzipien, wie für HifiPappen.

    Na gut, Optik mal aussen vor.


    schnieken Sonntag und bleibt gesund

    Wolfgang

  • Hallo Jürgen,

    eine große Marc Levinson hatte ich zum Testen. Klang an Geithain RL900 wie eingeschlafene Füße!

    LG

    Ronny

    Dank für den Hinweis, das hatte ich noch nicht ausprobiert, an einer Neumann 410 hatte mir die ML 380s ganz gut gefallen (wenn man denn die 410 mag).

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
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    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied