Vorstellung der Marke "Phasemation": Tonabnehmer, Übertrager, Phonovorstufen, Pres & Amps

  • Die 1970 gegründete japanische Firma Kyodo Denshi Engineering Co., Ltd. bietet seit 2015 ihre Produkte unter dem Markennamen Phasemation an. Vorher waren die Produkte unter dem Markennamen Phase Tech bekannt.


    In Deutschland sind die Produkte durch den AXISS Vertrieb vertreten.


    https://www.phasemation.com/product.html


    https://axiss-europe.de/tonabnehmer-phasemation/



    Phasemation selber beschreibt sich wie folgt:



    "Phasemation" ist die HiFi-Audiomarke von Kyodo Denshi Engineering Co., Ltd.
    (Die vorherige Marke "PhaseTech" unseres Unternehmens wurde 2015 in "Phasemation" geändert.)

    "Phasemation" ist ein Wort, das durch die Kombination von "Phase" und "Information" erzeugt wird.


    Grundlagen von HiFi-Audio sind die Wiedergabe von Musik in einem Zwei-Kanal-System.

    Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Phasenmerkmale zwischen den Kanälen sehr wichtig,

    und darauf bezugnehmend haben wir unsere Marke geschaffen.


    Die technologische Wurzel unseres Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung von Elektronik
    Messinstrumenten. Wir sind ein Ingenieurbüro, das die Entwicklung einer vollautomatischen autonomen Fahrtechnik im Automotiv Bereich als weiteres Kerngeschäft hat.

    Daher sind wir in der Lage, fortschrittlichste Technologie und eine hohe Entwicklungstiefe für die Entwicklung und Herstellung exquisiter HiFi-Audiogeräte einzusetzen, bei denen genaue Phaseneigenschaften erforderlich sind.


    Zur Geschichte der Phasemation
    Philosophie der Phasemation:

    Der Klang, den wir anstreben, ist die Wiedergabe der Live-Musikbühne vor dem Hörer, als ob Musiker dort spielen, und die Wiedergabe des Pathos und der Emotionen der Spieler. Wir glauben, dass die Realisierung einer solchen Musikwiedergabe das Ziel für den von Stereoanlagen erzeugten Klang ist.


    Um unser Ziel zu erreichen, sind wichtige technische Elemente wie Phaseneigenschaften, Schaltungstechnik und Schwingungssteuerungstechnologie für die Stereoanlage erforderlich.


    Mit unserer Technologie für all diese Elemente kann unsere ideale Stereoanlage entwickelt und hergestellt werden.


    So exquisit die Stereoanlage auch ist, es ist nicht möglich, 100% der ursprünglichen Live-Musik zu reproduzieren!

    Immerhin handelt es sich nur um Audiogeräte.

    Wir bemühen uns also, einen Klang zu erzeugen, als würden Künstler vor dem Hörer spielen.


    Um dies zu realisieren, ist die Lokalisierungsfähigkeit von Tonquellen für Audiogeräte sehr wichtig. Unsere Produkte wurden entwickelt und hergestellt, um eine genaue Phase aufrechtzuerhalten. Phasemation widmet sich der Suche nach dem besten Stereoklang und der Schaffung einer Musikbühne im Konzertsaal, um durch diese Qualität der Wiedergabe von Musik mit unseren begeisterten Kunden zu kommunizieren. Wir möchten gemeinsam mit Kunden das audiophile Erlebnis erleben und verbessern und die Freude am Stereoklang mit unseren Kunden auf der ganzen Welt teilen."


    Phasemation erkennt für sich also an, dass eine Audio Anlage nicht den authentischen Klang eines Live Konzertes ins heimische Wohnzimmer holen kann. Die Aufgabe vielmehr darin besteht, eine möglichst authentische Illusion eines solchen zu erzeugen.


    Der Schwerpunkt der Entwicklung wird auf eine korrekte Phasenlage der Schallereignisse zueinander gelegt.

    Die Komponenten (und Fertigungstiefe) bei Phasemation fängt bei der Signalquelle, dem Tonabnehmer an, geht dann vom Übertrager zur Phonovorstufe hin zum Vorverstärker und Endverstärker.

    Es werden sowohl Röhren, als auch Transistor Schaltungen verwendet. Auch ein passiver Vorverstärker ist im Angebot.

    Auffällig ist die durchgehende Verwendung von Übertragern,
    so werden auch in den Solid State Phonovorstufen Eingangs/Step Up Übertrager eingesetzt.



    Mir ist Phasemation als Marke aufgefallen, als ich im letzten Jahr angefangen habe, mir Gedanken über eine neue Phonovorstufe zu machen. Meine aktuelle Boulder 2008 hat mir etwas zu wenig Verstärkung und insofern habe ich den Markt nach lauteren PhonoPres durchsucht. Eine der Möglichkeiten ist es auch, der die Boulder 2008 als MM Phonostufe zu verwenden und auch einen guten Übertrager zu ergänzen. Bei dieser Suche bin ich dann wieder auf Phasemation gestoßen.

    Interessanterweise ist die Marke Phasemation (bzw der Vorläufer Phase Tech) in Deutschland eher durch die preiswerten Produkte im Angebot bekannt, so war ich recht erstaunt, wie breit das Angebot eigentlich ist. Die Preisspanne reicht bei Übertragern von 650,- eur bis hin zu 9.500,- eur. Die Phonoverstärker fangen aktuell bei 4.900,- eur an (mit integriertem Übertrager) und gehen bis hin zu 35.000,- eur. Die Tonabnehmer decken den Bereich von 1.050,- eur bis hin zu 4.400,- eur ab.

    Schaut man sich die Preisentwicklung der Marke über die letzten 10 bis 15 Jahre an,
    fällt auf, dass die in der Branche üblichen sehr hohen Preissprünge in der letzten Dekade nicht vollzogen wurden,

    insofern kann man in den Produkten von Phasemation immer noch eine sehr preiswürdiges Angebot sehen.

    Als Beispiel mag ich Produkte, wie den T-500 Übertrager aufführen, der kürzlich durch den T-550 Übertrager ersetzt worden.

    Bei dieser klanglich durchaus relevanten Weiterentwicklung, die nun in einem wertigeren Gehäuse angeboten wird, hat sich der Preis nicht geändert, die UVP liegt weiterhin bei 1.150,- eur. Auch die Phonovorstufe EA-550, der Nachfolger der viel getesteten EA-500 ist mit 6.900,- eur im Preis seit Jahren stabil.

    Zwischenzeitlich habe ich mir einige der Phasemation Produkte intensiv zu Hause anhören können und die ersten Eindrücke bestätigen meine Hörerinnerungen, die ich bisher primär auf Messen gebildet habe.


    Insofern habe ich mich entschlossen, Phasemation in mein Produktangebot mit aufzunehmen

    und mir ein paar der Phasemation Produkte zuzulegen.


    In den nächsten Beiträgen werde ich die Phasemation Produkte genauer vorstellen,

    nach Möglichkeit incl meiner persönlicher Hörerfahrungen.

    Gruss

    Juergen


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  • Optisch (für mein Empfinden) wirklich wunderschön :thumbup:

    Dem kann ich mich nur anschließen!


    Das Design erinnert an das von accuphase, die ja ebenfalls Wert auf Phasenrichtigkeit legen.


    Gleichzeitig scheint das Phasemation-Design wie eine modernere, minimalistische und damit noch zeitlosere Variante des Accu-Designs zu sein.


    Leider ist so etwas heute, auch in höheren Preisklassen, selten geworden. Gehäusedesign und -Bau kann kaum einer mehr.


    Was musste ich auf Messen in den letzten Jahren alles sehen!


    17.000 Euro teure Röhrenverstärker, die als Lautstärkeregler einen schief auf die Achse gebolzten Plastikknopf hatten. Darauf angesprochen faselte der Vertriebler etwas von den inneren Werten auf die es ankäme. Also in solchen Preisklassen erwarte ich beides.


    Gerade kleine Manufakturen geben sich hier keine Mühe. Da werden durchaus sehr gute Geräte im deutlich vierstelligen Bereich in hässliche schwarze Keksdosen eingebaut. Man muss als kleines Unternehmen keine eigene Designabteilung haben, sowas kann man auch zukaufen.


    Da sind die oben gezeigten Geräte eine ganz andere Nummer. Wenn der Klang jetzt noch hält was das Design verspricht...


    VG

    Michael

    Plattenspieler: Clearaudio Solution, Tonarm: Clearaudio Unify 9, Tonabnehmer: Benz Micro ACE L, CD/SACD-Player: Accuphase DP-78, Vorverstärker: Accuphase C280L, Endverstärker: Accuphase A-46, Lautsprecher: Ecouton Audiolabor LQL200, selbst revidiert

  • Hallo Jürgen,

    Vielleicht kommen sogar die kleineren Tonabnehmer PP-200 und PP-300 zum Zug.

    Viel zu selten liest man darüber.


    Grüße Hans

    habe mir aktuell den Phasemation PP-200 für die Demo ausgeguckt, da dieser der aktuellste der Phasemation Tonabnehmer ist. Sobald ich diesen erhalten habe und einen Eindruck gewonnen habe, werde ich über diesen Tonabnehmer berichten.

    Als Tonarm werde ich den PP-200 in einen preislich gut passenden Sorane Tonarm montieren.


    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Sehr interessant. Wie gut sind die Übertrager speziell die großen Modelle?

    Ich werde berichten, im Moment spielt sich aber erstmal ein kleineres Modell ,

    ein Phasemation T-550 ein.


    Gruss

    Juergen

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  • Abgesehen das der T-550 ca. 100g schwerer ist, hat er laut Homepage die gleichen technischen Daten. Wo liegt denn der Unterschied zwischen dem T-500 und dem T-550, ist dir da etwas zu bekannt?

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Abgesehen das der T-550 ca. 100g schwerer ist, hat er laut Homepage die gleichen technischen Daten. Wo liegt denn der Unterschied zwischen dem T-500 und dem T-550, ist dir da etwas zu bekannt?

    Meines Wissens nach hat Phasemation bei der Entwicklung des 2018 vorgestellten T-2000 Übertragers die Wicklungstechnik optimiert und weitenentwickelt, diese ist nun nach unten durch kaskadiert wurde. Weiterhin ist das Gehäuse des T-550 resonanzärmer aufgebaut, war der T-500 noch aus 1,2mm bzw 1,6m, starken Solidsteel mit Kupferbeschichtung, basiert der T-550 nun auf 10mm dickem Aluminum mit 1,6mm dicker Kupferabschirmung.

    Insgesamt also keine völlige Neuentwicklung sondern eher die Evolution eines bewährten Produktes, welches den T-550 auch im Design dem neuen Look & Style der Phasemation Produkte anpasst.

    ich hatte noch keine Möglichkeit die beiden Übertrager im unmittelbaren Vergleich zu hören. Wie bereits gesagt, die UVP von 1150,- eur ist für beide ÜT identisch.


    Gruss

    Juergen

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  • Mich interessieren bei Herstellern, mit denen ich Musik höre, immer die Menschen hinter den Entwicklungen, entsprechend habe ich das Netz nach Informationen durchforstet.


    Dabei bin ich auf das folgende kurze Interview Statement des Firmeninhabers gestoßen:

    "Ich hatte das Glück, mit Nobuyuki Suzuki, dem Präsidenten von Phasemation, zu sprechen, der Einblick in die Produkte seines Unternehmens gewährte. Mr. Suzuki macht mir klar, dass die genaue Darstellung des akustischen Raums das Hauptziel von Phasemation ist, wobei der Schwerpunkt auf der relativen Positionierung von Stimmen und Instrumenten in diesem Raum liegt. Wie viele Zuhörer möchte er wissen, wo sich die Musikinstrumente befinden, und er möchte ihre Präsenz während der Wiedergabe spüren."


    Dieses von Suzuki benannte Ziel kommt meinem persönlichen Bedürfnis nach einer authentischen Musikwiedergabe sehr Nahe, so dass bei mir letztendlich ein Paar Avalon Acoustic Lautsprecher aufspielen, die ihre Stärken vor allen Dingen in der Wiedergabe einer realistischen Raumanmutung ausspielen.


    Aktuell höre ich Musik mit dem folgenden analogen set up:

    TechDAS AF V Premium Laufwerk (UVP 16.500,- eur)


    Sorane SA-1.2 Tonarm (UVP 1.950,- eur)

    Etsuro Urushi Cobalt Blue Tonabnehmer (UVP 4.000,- eur)


    als Phonovorstufe kommt eine


    LAB12 Melto II (UVP 3820,- eur)


    Röhre mit integriertem Übertrager (Lundahl) zum Einsatz.



    Das Etsuro System liegt mit 3ohm Spulenimpedanz gut im Bereich des Melto II Übertragers und wurde mit ca 40 ohm abgeschlossen.

    Das Klangbild mit der LAB Melto II ist gewohnt detailreich und aufgelöst bei einem etwas schlankerem und gut durchstrukturierten Bassbereich. Da die Melto II fernbedienbar ist, lässt sich die tonale Balance auf Knopfdruck leicht verändern, indem man das System mit ca 30 ohm abschliesst. Aber letztendlich höre ich mir ein paar Platten mit ca 40 ohm Abschlussimpedanz durch.


    Mit dem Klangeindruck der Melto II Röhren Phono Vorstufe wechsele ich auf die


    Phasemation EA 350 ( UVP 4.900,-eur)


    https://www.phasemation.com/product/ea-350.html

    Phono Vorstufe, welche im MM Bereich eine klassische um 38 db verstärkende solid state Vorstufe ist. Für MC Systeme gibt es einen integrierten Übertrager, welcher 26 db addiert, dh dann 64 db MC Gesamtverstärkung bietet. Diese Werte sind alle identisch zur Melto 2, die im Kontrast die 38db MM Verstärkung mit 4 Röhren realisiert.


    Die EA 350 bietet 3 Eingänge , die alle als MM oder MC verwendet werden können. Auch hier ein Parallele zu Melto 2. Bei der Phasemation sind 2 der Eingänge optional als RCA oder XLR nutzbar. Bei der Melto 2 sind alle Eingänge in Cinch ausgeführt.

    Sowohl die EA 350, als auch die Melto 2 bieten 3 Entzerrungskennlinien zur Auswahl,

    Decca, Columbia und RHIAA.


    So machen dann auch die Menge der Eingänge Sinn, da manch einer sowohl ein Stereo, als auch ein Mono Set Up nutzt.



    Die Phasemation EA 350 hat darüber hinaus noch eine "degauss" Funktion, mit der man MC Systeme nach längerer Nutzung "demagnetisieren kann". Eine durchaus nützliche Funktion. Bisher habe ich dies zB mit einem separaten Gerät von Audio Physik gemacht. Auch meine ehm Air Tight Phonovorstufe hatte diese Funktion integriert.

    Die techn Daten der Phasemation sehen wie folgt aus:


    Form

    V-I/I-V conversion type all-stage symmetric non-feedback equalizing amplifier

    Input Type (Cartridge)

    MM

    MC

    Input Sensitivity

    2.5 mV

    0.13 mV

    Suitable Cartridge Output Impedance

    47 k-ohm or less

    1.5 to 40 ohm

    Gain

    38 dB

    64 dB

    Input Equivalent S/N Ratio

    –120dBV

    –140dBV

    Rated Output Voltage

    200 mV (1kHz)

    RHIAA Curve Tolerance

    ± 0.5 dB (20Hz to 20kHz)

    Output Impedance

    47 ohm

    Power Requirement

    AC120V 60Hz (U.S.A) AC230V 50/60Hz (Europe/Asia)

    Power Consumption

    20W

    External Dimensions

    430 (W) x 93 (H) x 362 (D)

    Mass

    8.8kg


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    Phasemation verfolgt bei seinen Geräten eine konsequente Doppelmono Strategie, die bei den grösseren Geräten in kanalgetrennten Gehäusen gipfelt. Aber auch die EA-350 ist innen konsequent kanalgetrennt aufgebaut, dh pro Kanal separate Netzteile und separate Phonoplatinen. Im Web findet man auch anschauliche Bilder, die ich hier aus urheberrechtlichen Gründen aber nicht teilen mag.


    Angeschlossen habe ich die Phonovorstufen mit SME Phonokabeln (bzw vdh 501).

    Die ersten Töne der Phasemation EA-350 machen direkt einen klaren Unterschied deutlich, die EA-350 spielt dunkler timbriert und ist in der Detail Wiedergabe zurückhaltender. Dafür werden die unteren Lagen mit mehr Substanz und Volumen wiedergegeben.

    Gleichzeitig gewinnt das Klangbild an Konturenschärfe und 2 Dimensionalität.
    Stimmen kommen mit mehr Brustvolumen und sprechen einen emotionaler mehr an.

    Hört man sich zB eine Gitarre an, legt die Melto II den Focus mehr auf die feinen Geräusche des Seiten Anreissens, wohingegen man mit der EA 350 dem Ein- und ausschwingen des Gitarrenkorpus besser folgen kann.

    Insgesamt wirkt das Klangbild der Phasemation EA-350 erwachsener und mit mehr Energie spielend, was gut mit meinem Set Up harmoniert


    Jeh nach persönlicher Anlage wird aber auch das detailreiche Spiel der LAB 12 Melto II gut passen.

    Als nächstes nutze ich ein xlr Phonokabel (ebenfalls ein altes SME Kabel) zur Ansteuerung der Phasemation EA 350. Diese symmetrische Verkabelung lässt die EA 350 nochmals besser aufspielen, es werden mehr Micro Details hörbar, die Wiedergabe wird minimal durchsichtiger und plastischer. Wenn man die Wahl hat, sollte man also auf jeden Fall die Möglichkeit der XLR Ansteuerung nutzen!

    Nach mehreren Plattenseiten macht mir die energiereiche authentische Wiedergabe der EA-350 zunehmend Spass. Auch gefällt mir, dass der on/off Knopf ganz klassisch vorne auf der Frontplatte platziert ist, was die Bedienung im Alltag deutlich vereinfacht.

    Als letztes habe ich auf ein


    Kiseki Blackheart N.S. (UVP 4.000,- eur)

    Tonabnehmersystem gewechselt, da es mich interessiert, wie die Phasemation EA-350 mit einen System klar kommt, welches 40ohm Spulenimpedanz hat.

    Spannenderweise geht dies problemlos. Ich habe das Kiseki System zum Vergleich auch an der Melto II angeschlossen. Beide Phonovorstufen kommen gut mit diesem System klar, auch wenn es an der Grenze der technischen Angaben der beiden PhonoPres liegt.

    Als nächstes werde ich mich damit beschäftigen, wie ein externer Übertrager die Qualitaet der beiden Phonovorstufen verändert.


    Gruss

    Juergen


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  • Wie bereits gesagt, die UVP von 1150,- eur ist für beide ÜT identisch.

    Gut und erfreulich für die Neukunden. Meist werden die Geräte dann ja deutlich teurer.

    Nur schlecht wenn man schon einen älteren hat, der wird an Wert verlieren.

    Denke das sich ein Upgrade nicht rechnen wird, da ja einiges neu müsste.

    Auf jeden Fall interessante Geräte.

    Wie lange gibt es die älteren denn schon?

    Was ich nicht mag ist wenn es laufend neue Modelle gibt. So MKI, dann MKII und MKIII innerhalb weniger Jahre, das ist wie bei Konsumerelektronik, die dadurch auch schnell an Wert verliert.


    Grüße

    Frank

  • Wie lange gibt es die älteren denn schon?

    Übertrager: T-500 ab 2015 in D, T-550 ab 2021 in D
    PhonoPre: EA-300 ab 2015 in D, EA-350 ab 2021 in D


    Somit ist die Produktlaufzeit dieser beiden Geräte ca 5 bis 6 Jahre.


    Andere Komponenten aus dem Phasemation / Phase Tech Portfolio sind bereits seit ca 10 Jahren unverändert im Programm.


    Passt ganz gut zur Firmenphilosophie:

    "We will keep our products as long as possible in the product line, and our wish is for our customers to keep enjoying our products for many years."


    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Moin Jürgen, spannender pre!

    Laienhafte Frage dazu: Welchen Sinn macht xlr in, wenn's dann nur per cinch rausgeht?

    Liebe Grüße Achim

    Liebe Grüße Achim


    Drogenbeauftragter Die Gerillten e.V.


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

  • Hi Achim,
    Tonabnehmer liefern per se ein von der Masse unabhängiges Signal.

    Wenn der Arm das sauber so weiterreicht, bleibt das so. Rega Arme legen den Tonarm (das it eher mit einem Schirm zu umschreiben als mit Masse) auf dei Masse des linken Kanals.

    D.h. es ist sinnvoll, XLR Stecker zu benutzen. 2 Kontakte für das Signal und einen für den Schirm des Kabels.


    Alles was dahinter kommt, ist davon unabhängig.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • gestern Abend habe ich noch ein wenig mit unterschiedlichen Stromkabeln rumgespielt,

    die RCM und die LAB12 Phonovorstufen spielen bei mir prima an den NBS Netzkabeln, die seit Jahren meine StandardKabel sind., deshalb habe ich die Phasemation ebenfalls an eines der vorhandenen NBS Kabel angeschlossen. Schaut man sich die leicht euphonische tonale Ausrichtung der Phasemation EA-350 an, wird diese durch ein NBS Stromkabel eher noch unterstrichen. Insofern habe ich mal ein Kupfer/Silber Stromkabel von Wireworld ausprobiert, das sogenannte Silver Electra 7. Diese Kabel führt im allgemeinen zu einer etwas nuancierteren DetailWiedergabe und ein minimal schlankeres Klangbild.

    In meiner Kette passt diese Ausrichtung sehr gut zu Phasemation EA-350. Zusammen mit dem Etsuro Cobalt Blue Tonabnehmer ergibt sich eine wunderbar involvierende Musikwiedergabe. Das macht Spass so! Das Wireworld Netzkabel wird an der Phasemation gesteckt bleiben. Im Vergleich dazu spielt dieses Netzkabel an der Melto 2 etwas zu schlank, die Melto gefällt mir mit einem ReinKupfer Stromkabel besser.
    So bleibt an der Melto das NBS Kabel stecken :-)


    Die Unterschiede der Netzkabel sind subtil, dh verändern natürlich nicht den Grundcharakter des Gerätes, aber in meinem set up kommt mir die Wahl des richtigen Stromkabels so vor, als würde man einem Menü die letzte Würze mitgeben.

    Gruss
    Juergen

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  • heute beschäftigte ich mich mit dem


    Phasemation T300 Übertrager (UVP 650,- eur)

    die technischen Daten lesen sich identisch zu den grösseren ÜT, was ja schon mal ein gutes Zeichen ist!


    Product Specification

    Applicable Cartridge's Output Impedance

    1.5 to 40 ohm

    Secondary Impedance Loading

    47 k-ohm

    Step-up Ratio ( voltage gain )

    26dB

    Frequency Range

    10Hz to 50kHz (±2dB)

    Dimensions

    W: 136mm H: 88mm D: 128mm

    Weight

    1.2kg

    Input/Output Terminals

    Machined gold-plated terminal


    Die Optik ist dezent:

    photo-12.png

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    Als Anschlüsse sind die üblichen Cinch Ein- und Ausgänge vorhanden.

    Gehört habe ich den step up mit einem


    Etsuro Cobalt Blue (4ohm DC, UVP 4000,-eur)

    und einem

    Kiseki Blackheart (40ohm DC, UVP 4000,- eur))

    Tonabnehmer.

    Angeschlossen habe ich den T-300 an der


    Phasemation EA 350 (UVP 4900,-)

    und an der
    LAB12 Melto 2 (UVP 3820,-)

    Phonovorstufe.

    Der klangliche Unterschied zur EA 350 ist minimal, so dass ich vermute, dass in der EA 350 ein Phasemation ÜT ähnlicher Leistungsklasse verbaut ist.


    Derselbe wird es nicht sein, da sich die beiden ÜT klanglich etwas unterscheiden.


    Der T-300 klingt mehr auf der auflösenden klaren Seite, der in der EA 350 verbaute ÜT befindet sich klanglich mehr auf der schwelgerischen euphorischen Seite.

    Der Unterschied ist nicht gross und liesse sich wohl auch durch die Wahl anderer Kabel weiter marginalisieren.

    So ist der erste Eindruck vom T-300 auf jeden Fall ein sehr guter. Auch kommt er überraschend gut mit den unterschiedlichen Impedanzen der verwendeten Tonabnehmer klar. Somit sind die gegebenen technischen Daten durchaus korrekt, wenn auch die angegebene Anschussbandbreite für ÜT eher ungewöhnlich gross ist.

    Schliesst man den T-300 an der Melto 2 an (diese hat intern Lundahl Übertrager verbaut), kann man sagen, dass der T-300 in der Lage ist, die verbauten Lundahl Übertrager in ihre Grenzen zu verweisen. Auch hier ist der Klangunterschied nicht gewaltig, aber ich empfinde den Stimmbereich mit dem T-300 etwas authentischer. Nun kann ich besser nachvollziehen, warum mir Rike Natalija Nutzer davon berichten, ihre Natalija mit dem T-300 aufgerüstet zu haben (die Rike Natalija hat ebenfalls Lundahl Übertrager verbaut)


    Nach einigen Stunden mit dem Phasemation T-300 fehlt einem erstmal nix. Der ÜT macht, was von ihm erwartet wird. 26db Verstärkung ohne Allüren. Und dies zu einem (zumindest aus meiner Sicht) sehr fairen Preis von 650,- eur.

    Die gehörten Komponenten, dh Tonabnehmer und Phonovorstufen sind alle deutlich teurer und der T-300 ist mitnichten das schwächste Glied in diesen Kontext.

    Nun habe ich auf den eine Nummer grösseren Phasemation T-550 ÜT gewechselt,
    der macht dann doch schon mal etwas mehr, von dem Vergleich werde ich berichten, wenn die beiden ÜT am WE noch ein paar Stunden mehr Spielzeit bekommen haben

    Gruss
    Juergen

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  • heute beschäftigte ich mich mit dem


    Phasemation T550 Übertrager (UVP 1.150,- eur)


    hier die technischen Daten:



    Product Specification

    Applicable Cartridge's Output Impedance

    1.5 to 40 ohm

    Secondary Impedance Loading

    47 kohm

    Step-up Ratio ( voltage gain )

    26dB

    Frequency Range

    10Hz to 50kHz (+2dB)

    Dimensions

    W: 174mm H: 90mm D: 173mm

    Weight

    2,1 kg

    Input/Output Terminals

    Gold-plated terminal


    Die Optik wirkt wertig und kommt mit einer in Japan häufig verwendeten matten Champagner Front sowie einem schwarzen Gehäuse daher:


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    Als Anschlüsse sind neben den üblichen Cinch Ein- und Ausgänge auch XLR Eingänge vorhanden. Diese ermöglichen einen symmetrischen Anschluss des Tonabnehmers.


    Gehört habe ich den step up mit einem


    Etsuro Cobalt Blue (4ohm DC, UVP 4000,-eur)


    Kiseki Blackheart (40ohm DC, UVP 4000,- eur)


    und einem


    Audio Technica ART 9 XI (12ohm DC, UVP 1500,-eur)


    Tonabnehmer.


    Angeschlossen habe ich den T-550 an der


    Phasemation EA 350 (UVP 4900,- eur)


    LAB12 Melto 2 (UVP 3820,- eur))


    und an der


    Boulder 2008


    Phonovorstufe.



    Der Phasemation T-550 spielt tonal sehr ähnlich zum eingebauten Phasemation EA-350 Übertrager, übertrifft diesen diesen dann aber speziell im Bereich der Mitteltonauflösung und der Ausleuchtung im Bereich der Frequenzenden.


    Insofern scheint meiner Vermutung, dass die EA 350 (vorgestellt in 2019) eine Weiterentwicklung des T-300 Übertragers verbaut hat.

    Denn der T-550 spielt tonal dem eingebauten EA-350 Übertrager ähnlicher, als dem T-300.


    Der T-550 beherrscht , ähnlich der EA--350, eine sehr schwelgerisch involvierende Art der Musikwiedergabe, die einen sofort in den Bann zieht.

    Speziell die Auflösung und tonale Abstimmung im Mitteltonbereich ist (für meine Ohren) sehr gut gelungen. Die Verbindung aus emotionaler Wiedergabe und guter Sprachverständlichkeit macht Spass.


    Ein Phasemation T-300 wirkt im direkten Vergleich minimal schlanker und analytischer, obwohl er speziell im Mitteltonbereich weniger Details bietet.


    Der T-550 gewinnt (in meinem set up) deutlich durch den Anschluss mit einem symmetrischen Phonokabel mit XLR Steckern. Der Unterschied ist deutlich grösser, als ich das von zB den ähnlich aufgebauten NAT Übertragern kenne.


    Wer also über die Anschaffung Phasemation T-550 nachdenkt, sollte nach Möglichkeit auf ein Phonokabel mit XLR Anschlüssen setzen, der Übertrager spielt dann nochmals etwas freier und zeigt einem mehr Details.


    Vergleicht man den T-550 mit deutlich teureren Übertragern fällt auf, dass speziell im Tiefbassbereich noch etwas mehr Druck und Auflösung geht.

    Aber dafür gibt es ja bei Phasemation noch die Übertrager T-1000 und T-2000 :-)


    Gruss
    Juergen


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    AAA- Mitglied

  • Jürgen, immer wieder sehr schöne Produktvorstellungen! :thumbup:


    Wie sind eigentlich die XLR Eingänge beschaltet? Was ist denn die dritte Phase???
    Die Schirmung des Kabels? Aber dieser bildet doch keinen Bezug zum Signal. Wo ist der dritte Pin intern beschaltet? Oder mit der Erdungsklemme verbunden?


    Deswegen verstehe ich nie wirklich, was ein symmetrischer Phonoanschluss genau macht. Natürlich ist es gut, die Schirmung unabhängig vom Signal zu führen. Natürlich ist es gut, Plattenspielermasse abzuleiten, und dies evtl. zusammen mit dem Kabelschirm zu führen, geht ja auch. Und vor allem ist es immer gut, die beiden Signalkabel mit gleichen Kontakten mit gleichförmigen und gleich großen Metallteilen im Steckverbinder zu führen, um keine unterschiedliche Signalbeeinflussung auf plus und minus zu erzeugen.
    Aber das Signal ist und bleibt doch nur + und -, einen Nullbezug gibt es nicht, woher denn auch.

    Und elektrisch wird es ja auch nicht weiterverarbeitet, vor allem nicht in einem Übertrager.

    Schöne Grüße
    Balázs

  • Hallo Jungs,

    habe mir eine gebrauchten T 500 besorgt ist elektrisch baugleich dem T 550.

    Interessant ist auf jedenfalls das die XLR Anschlüsse mit den Chinch Eingänge gebrückt sind !!!!!!!! ( Habe das Teil erst mal aufgeschraubt )


    XLR Pin 1 GND , Pin 2 + Heiß , Pin 3 - kalt --------> Chinch Heiß an Pin2 XLR und Masse Chinch an XLR Pin 3


    Der Vorteil bei symmetrischen Kabel ist bei beiden Eingängen gleich !! ------->>


    Der entscheidenen Vorteil liegt in der Centertap Wicklung im Eingang weil

    das Eingangssignal keinen direkten Kontakt zur Ausgangsseite halt.

    setzt wie beschrieben eine symmetrische Verkabelung voraus ( wie auch bei RCM Sensor 2 )


    Da ich beide ÜT besitze T300 und T 500 kann man sagen welches Jürgen ja auch bestätigt ist der T500 / T550 einfach unheimlich gut, meiner läuft am PP300

    an Phonodude 2019 und hängt an Da Vinci Grandezza Reference Tonarm-

    toller Abtaster :-)




    t-500 bal.png


    Gruß Thomas

    Freundliche Grüße ins Forum


    Gruß Thomas

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