Tung-Sol KT150 zu KT170 austauschbar?

  • dass immer fettere KT88-klone auch immer eine bessere performance abliefern, halte ich nicht für ausgemacht! höhere leistung vielleicht - aber klanglich? warum sollte das so sein?

    ... was macht Dich so sicher, dass es sich hierbei um KT88-Klone handelt?

    ... und ja, es geht in meinem Fall nicht um die höhere Leistung ...

    ... vielleicht macht es einfach "nur" Spaß eine andere Bauform und eine neue Entwicklung auszuprobieren...

    ... könnte ja passieren, dass es klanglich doch Unterschiede gibt, welche der ein oder andere Anwender (so wie ich) herausfinden möchte.

    ... Geht doch allen Röhren-Freunden so, die mal Röhren-Rolling ausprobieren, oder nicht...?!?

    ... Du verkaufst sicher die ein oder anderen Röhren an Foristi, die einfach mal was anderes versuchen wollen, oder meinst Du nicht?


    Beste Grüße Martin

    AAA - Mitglied

  • da bin ich ganz bei dir! ich hatte lediglich bezweifelt, dass ständige neuwentwicklungen (höher, weiter, schneller) bewährtes automatisch in den schatten stellt. nicht weniger, aber auch nicht mehr.

    Glaub nicht alles!

    Hinterfrage stets!

    Denk selbst nach!

  • Was macht eine 170er anders als eine 150er bzw 120er...?

    Ich meine ist da gerade eine Watt Rally am Start? Klanglich tut sich da tatsächlich soviel unterschied oder ist es die Leistung die dann besser zu den jeweils genutzten Lautsprecher passt? So rein Interesse halber :-)


    Vermutlich wird es baldige eine KT 200 geben

  • Hallo Kay Leon1978


    das ist genau das, was ich herausfinden möchte.

    Klar, wenn die Peripherie stimmt, wächst die Ausgangsleistung, ist ja für die Hersteller auch mal was.

    In meinem Fall ändert sich natürlich nichts an der Ausgangsleistung, klar.

    Ich versuche jetzt die Erfahrung zu machen, ob sich klanglich etwas anderes zur KT150 einstellt, wir werden sehen. Die neuen KT170 laufen bei mir jetzt 40h und machen ihren Job schon prima.

    Ich konnte in der bisherigen "Einlaufphase" feststellen, dass unterschiedliche Zyklen durchlaufen werden, indem sich die Röhren klanglich "konditionieren".

    Will heißen, zu Beginn klang es heller und rau/körnig. Das Körnige legte sich recht bald, kam aber zwischendurch nochmal wieder und ist jetzt wieder verschwunden.

    Das "hellere" Klangbild im Vergleich zur KT150 relativiert sich zwischenzeitlich auch (oder ich gewöhne mich daran). Aber ganz klar vernehme ich eine verbesserte räumliche Ausprägung des Musikgeschehens, was mir sehr gut gefällt.

    Ich höre weiter und geben den KT170 noch ein paar Dutzend Stunden. Wenn ich dann Lust verspüre, rüste ich nochmal zum Quercheck zurück auf die KT150...


    Beste Grüße Martin


    P.S. ... und wenn in 5 Jahren eine KT200 auf den Markt kommt...hey, mal sehen ob ich Lust habe...

    AAA - Mitglied

  • Ups. Sorry Michael. Das Vögelchen hat ja keinen Namen und „NoName-Riaa“ wäre der Sache irgendwie nicht gerecht geworden, dazu klingt die Kleine viiiiiellllll zu gut, auch wenn sie recht spezielle Ansprüche hat. Mit dem Decca Black versteht sie sich aber sehr gut.


    Ich weiß auch gar nicht ob sie ein Einzelkind ist oder viele Geschwister hat, bin ja nur der Zweitbesitzer. Mir ist davor auch noch keine Phono mit Subminiatur Doppeltrioden Raytheon 6021W (~ECC70) begegnet. Angeblich funktioniert sie auch noch in 60.000 Fuß Höhe, hab ich aber noch nicht ausprobiert.


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    So, Sorry für das nächste Off Topic.... wie viele 6021 bräuchte man nochmal um eine KT170 zu ersetzen? (Iplate max = 22mA) .... äääh?!?

    Gruß

    Christian


  • Mir ist davor auch noch keine Phono mit Subminiatur Doppeltrioden Raytheon 6021W (~ECC70) begegnet.

    Meine ist von 2003 , hier als kompletter Pre mit 6111 Line :D .

    MfG , Alexander .6021 riaa.jpg

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Auch von Michael?

    Nein , von mir :D , Schaltung usw.. war auf meiner mittlerweile gelöschten Homepage .

    MfG , A .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • ... ja, genau. Martin, wie gehts dem Quartet? Der erste Monat ist bald vorbei.


    Gruß

    Christian


    ps.: Mein Oktett KT120 beginnt sich auch langsam einzuspielen, das leicht Harsche ist verschwunden ... aber vielleicht liegt das auch nur an den beiden SBBs.

  • Hallo Röhren-Freunde,


    die KT170 haben nun 99h Betrieb hinter sich (habe Buch geführt).

    Wie ich zuvor schon geschrieben hatte, gab es anfangs etwas "auf" und "ab" hinsichtlich harscher/körniger Klangfarbe in den oberen Frequenzen und mein erster Eindruck war ein im Vergleich zur KT150 hellerer Eindruck.

    Leider sind die Ohren (zumindest meine) keine Guten Organe um einen A/B-Vergleich über einen Zeitraum von einem Monat zu bewerkstelligen.

    Wenn es mich mal überkommt, werde ich mal Rücktauschen auf KT150....


    Die Stabilität hinsichtlich Arbeitspunkte hat sich bestens gehalten nach einer anfänglichen kleinen Nachjustierung (nach ca. 4-5 Betriebsstunden), also das ist schon mal klasse.


    Mein Fazit nach den 99h:

    Die KT170 bleiben in der Endstufe, denn die klangliche Ausrichtung liegt sehr nahe der KT150 mit einem Vorteil hinsichtlich Bühnendarstellung/Räumlichkeit, ... und das mag ich so richtig.

    Der leicht "hellere" Eindruck ist noch minimal vorhanden, vielleicht ist das der Grund für die räumlich bessere Darstellung. Der Bassbereich scheint mir identisch zwischen den Röhren, hier vermag ich keine Unterschiede auszumachen.

    Das Klangbild ist bei beiden Röhrentypen schön zusammenhängend und nicht analytisch sezierend, auch gut.

    Wenn ein Wermutstropfen anzumerken ist, dann ist es eine klitzeklein höhere Ausprägung von Sibilanten bei der KT170. Dies fällt aber nur bei speziellen LP's auf.

    Eine kritische LP wie die "Ry Cooder - Bob Till You Drop" spielen die KT170 ganz locker ohne nervende Höhen... und die LP ist nicht ohne.

    Es gab bei mir in den vergangenen Wochen Tage, an denen habe ich bis zu 11h dauerhaft Musik gehört. Dies mit sehr viel Freude ohne auch nur irgend etwas nervig zu finden.

    Die KT170 ist also absolut Langzeittauglich hinsichtlich klanglicher Ausprägung.


    Nachdem im Faden oben über die Form der KT170 leicht gespottet wurde, bekomme ich leider einfach das Bild einer Urne nicht mehr aus dem Kopf, ääähhhh.

    Aber hey, für mich ästhetisch mal etwas anderes als die KT150, welche ja aussieht wie ein langgezogenes Ei.


    Also ich mag die KT170 und sie ist eine für mich richtig große und imposante Erscheinung - klanglich und körperlich.

    Wie ich zuvor schon mal schrieb, bin ich fest der Überzeugung, dass wir die KT170 bald in mehreren Anwendungen finden werden, dann bestimmt mit voller Leistungsausschöpfung....


    Ich hoffe ich konnte Euch etwas teilhaben lassen an meinen bisherigen Erfahrungen. Weitere Ereignisse werde ich selbstverständlich hier veröffentlichen... so long...


    Beste Grüße Martin

    AAA - Mitglied

  • ne urne ist ja nicht ehrenrühriges. im gegenteil.


    und man könnte ja oben was drantöpfern oder ne polierte aluminiumkalotte ö. ä. drauf setzen.

    vielleicht finden sich ja sogar kreative, die extra dafür KT170-accessoires anbieten. 8)

    Glaub nicht alles!

    Hinterfrage stets!

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  • Ist ja nun etwas Zeit vergangen, bitte nochmals Erfahrungen jetzt mit eingespielter KT 170.

    Bei mir Oktave HP700/MRE 220/SBB, aktuell KT 150, die an meinen Lansches im Vergleich zu Gold Lion und Psvane KT 88 und KT 120 deutlich am besten klingt.

    Vielen Dank

  • Hallo BHW


    ... werde ich die Tage gerne machen. Schon mal soviel vorweg, die KT170 sind noch immer in den Sockeln und spielen ganz vorzüglich.

    ... übrigens, hast Du auch einen Namen und eine kleine Vorstellung Deinerseits?!?


    Danke und beste Grüße Martin

    AAA - Mitglied

  • Bernd hier, 62, seit 35 Jahren Highend, hatte u.a. Sonus Faber Guarneri, Electrocompaniet AW 180, Wilson Benesch Discovery, Mcintosh MC 207. Zur Zeit kleine Anlage mit Wilson Benesch Trinity/Torus an Cayin Kt88, Oppo Modwright 205, Auralic Aries, Graditech Kabel.

    Die grosse dann mit Transrotor Super Seven/Graham an den Octaves, digital Chord Dave, Mscaler, Ayon CDT, Mutec MC3+/Ref 10, Accuphase PS530, Plixir, etc.

    irgendwann muss das alles kleiner werden...Musik aktuell Billy Gibbons Hardware, JohnPetrucci, Metal, Jazz, Klassik

  • In der neuen Image Hifi ist der Lyrik Ti100 MK2 mit KT 150 und KT 170 im Vergleich getestet.

    Die KT 170 kommt sehr gut weg.

    Schön füllig in den unteren Mitten.

    Klingt mehr nach Röhre.

    Mal schauen ,ob ich diese im Copland CTA 408 einsetzen kann.

    Gruss

    Werner