Lavardin ISx vs. ISx Reference

  • Hallo Michael,


    besten Dank für deine rasche Antwort - die Hilfsbereitschaft resp. zur Verfügung-Stellung eines Ersatzgeräts durch deinen Händler, ist ja dann sehr begrüßenswert.

    Inzwischen hat sich das Brumm-Problem bei dem Bekannten (er liest hier immer interessiert mit), glücklicherweise gelöst - hoffen wir, daß es so bleibt.


    Beste Grüße

    Bernhard

  • Ich denke mal nicht, daß er was dagegen hat, wenn ich ihn, auf das Problem bezogen, kurz zitiere:

    "Bei unveränderter Anschlusskonfiguration brummt jetzt auf einmal der rechte Kanal. Muss jetzt mal überprüfen, ob das nur passiert, wenn der CDP dranhängt (das wäre dann wohl eine klassische Brummschleife) oder auch ohne angeschlossenes Quellgerät, was dann klar ein Fehler des Lavardin wäre."

    Und gestern aber dann glücklicherweise Entwarnung:

    "Ich war jetzt einige Tage weg und........als ich gestern Abend

    in der unveränderten Anlagenkonfiguration wieder den D-380 und den ISx Ref eingeschaltet habe, war das laute Brummen weg und ist auch während der Hörsession nicht wieder aufgetaucht!?

    Evtl. hat sich da was über das Stromnetz aufgeladen und nach Trennung vom Netz wieder entladen und ist verschwunden? Ich werde die Sache im Auge behalten."


    Also hoffen wir, daß es so bleibt(!)


    BG

    Bernhard

  • Ich gehe hier von einem geräteinternen oder externen (Signal-Kabel-) Kontaktfehler aus, was immer dazu führen kann, das solche Brumm-Effekte sporadisch auftreten und dann - manchmal auch für sehr lange Zeit - wieder verschwinden.

    Eine Reinigung der Kontaktflächen von den Cinch/RCA Steckern und Buchsen könnte die Fehlerursache bereits endgültig beseitigen.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Hallo Bernhard,


    bei mir war es auch der rechte Lautsprecher und ist erst nach ca. zwei Wochen aufgetaucht. Wenn ich hinten die Lautsprecher Anschlüsse getauscht habe, ist das Brummen mit gewandert.

    Sollte der Lavardin deines Bekannten auch neu sein, würde ich evtl. doch reklamieren und einschicken lassen.

    Und ja, ich bin sehr zufrieden mit meinem Händler. 😊


    Viele Grüße Michael

  • Vor zig Jahren hatte ich den privaten IS meines Händlers für meine Harbeth SHL5 abgekauft. Hat mir besser als das meiste auf dem Markt damals gefallen (nur die Valvet Monos mit Röhrenpre kamen ähnlich gut...)

    Etwas später bildete ich mir ein "upzugraden" zu müssen und dafür den Reference zuzulegen. Dafür musste ich vorher den Nicht-Ref verkaufen... Tja, der Reference war in meiner Kette, egal-mit-was-drunter nicht ansatzweise so ansprechend, leichtfüssig und selbstverständlich wie mein alter Non-Ref. Den Händler darauf angesprochen meinte dieser dass er genau diesen auch für sich aus dem selben Grund behalten hatte, da kein Ref und kein IS und IT so easy gespielt hatte. Eine Erklärung fanden wir nicht. Lustigerweise hat er den Verkauf an mich genau so bereut wie ich meinen ;)

    Die Vermutung liegt nahe, dass es eine Serienstreuung gibt? Oder anders, es scheint unabdingbar egal welches Gerät in seiner Kette vorab zu hören und auf verkaufsförderende Bezeichnungen wie Reference, Limited, Exclusive etc nicht blind/taub zu vertrauen.

  • Es könnte auch so sein, daß das Streben nach immer mehr Transparenz und Auflösung, am Ende sogar nach hinten losgeht und dabei Wärme und Punch ein Stück weit auf der Strecke bleibt - bzw. die Klangbalance in einer Weise verschoben wird, daß es eventuell sogar schon als etwas unnatürlich empfunden wird.

    Allerdings würde ich, soweit ich ihn (von meiner Hörprobe via Leihgerät über 2 Wochen) hier erlebt hatte, dem ISx-Ref. diesen Vorwurf nicht machen.

    Auch ein Bekannter, der ihn sich gekauft hat, hatte ihn gerade kürzlich erst gelobt: "(....) der Klang des Lavardin ist nach wie vor mitreißend. Durch seinen tollen Basspunch ist er besonders gut für Rockmusik geeignet."


    Beste Grüße

    Bernhard

  • Der IS Reference hat mich in 1 Woche Hören ratlos gemacht.

    Ihr kennt vlt. Eric Claptons legendäre Unplugged Aufnahme. Die ersten beiden Titel sind für mich Referenz für den Klang einer Anlage was Impulstreue, Durchsichtigkeit und natürliche Stimme angeht. Ich war begeistert, hatte das Gefühl "Du hast die beiden Songs noch nie so gut gehört". Das war eine gerippte CD über einen Naim DAC.

    Dann hörte ich von Friedemann die LP Echoes from a Shattered Sky. Die LP ist aufnahmetechnisch makellos und musikalisch durch die vielfältigen akustischen Instrumente und Dynamikwechsel ausgezeichnet.

    Das Ganze über einen Woodpecker 2+Groovemaster 2 10 Zöller udn Dynavector XX2. Diese Kombi klingt gut.

    Schon beim 1, Song spielt ein Cello. Also dieses Instrument mit diesem VOLLEN, Kräftigen Ton. Was war das? Das klang sehr sehr sauber aber ausgedünnt, wie eine Bratsche, der ganze Cello-Corpus fehlte. Dann gings weiter. Friedemann wechselt ständig die Tempi und lässt unvermutet die Pauken und die Musik losdonnern. Ja Leuts, was ist das denn, über einen Naim Supernait oder McIntosh MA 6900 AC rummst das , so wies rummsen muss.


    Ich war sehr sehr enttäuscht. Der Trend stellte sich bei allem Musikmaterial ein. Ich hätte das Gerät gern behalten, wegen dem coolen Rot, und eins bestellt. leider war der Eingangswahlschalter beim Versand mit seiner Plastikwelle abgebrochen.

    Deshalb und wegen dem klanglichem Zwiespalt habe ich dann Abstand genommen und einen Supernait 3 und die Vollröhre Line Magnetic LM 211iA gekauft (1500,. :) )

    Gegen den Line Magnetic hat der Lavardin nicht den Hauch einer Chance. Dem Lavardin Röhreneigenschaften attestieren können nur Leute mit wenig Röhrenerfahrung. Röhre ist nicht "Wärme", sondern prickelnde , perlende Lebendigkeit, Durchsichtigkeit und Räumlichkeit bei natürlichem Ton. Davon habe ich unterm Strich zu wenig beim Lavardin gehört.


    Gruß

    Costa

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    ich hör nix

    Edited once, last by Costa ().

  • Costa, dann war bei deinem Leihgerät was kaputt...oder irgendwas an deiner Kette hat definitiv nicht gepasst..

    Und meine Röhren-Verstärker klangen nie nach Röhre, sondern wie kaputte Transistoren... (Sorry musste sein).

    Nee im Ernst, da geht es nicht um warm und kalt, sondern um Attibute wie Leichtfüßigkeit, Transparenz und Selbstverständlichkeit, also unverkrampfte Darstellung..., und das kann ein Lavardin normalerweise schon hervorragend.

  • Naja, ich hatte ja auch einen Lavardin vor einiger Zeit hier zum testen und kann die Beschreibung von Costa genau so nachvollziehen.


    War meiner jetzt auch kaputt und wenn ja was heisst das für das Niveau der Serienfertigung?


    Ich glaube eher das der Lavardin warum auch immer extrem auf sein Umfeld reagiert.

    Wenns passt glaube ich gerne das jemand damit glücklich werden kann denn das ist ja immer individuell aber per se einem Gerät Unfehlbarkeit zuzuschreiben halte ich schon für etwas hochegriffen.


    Aber allen glücklichen Besitzern wünsche ich natürlich weiterhin viel Spass damit


    Gruss

    Damien

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht`ich nicht mal fehlen"


    Bauer dps3, Bauer Tonarm, Dynavector TeKaitora Rua, Pass INT-25, Rike Natalja 3 Signature, Kondo Übertrager CFz, Trenner & Friedl Phi, Innuos Zen MKIII

  • Kein Gerät ist unfehlbar, im Gegenteil. Ich schrieb ja "...was kaputt...oder irgendwas an deiner Kette hat definitiv nicht gepasst.." irgendwie lese ich einen Widerspruch, wenn die Stimme Eric Claptons Referenzniveau haben sollte, aber dem Cello plötzlich der Körper fehlt...

    Jedem Gerät werden ja über die Massen der Hörer nach einer Zeit gewisse Eigenschaften zugeschrieben, dass das nicht 100% bei jedem in seiner Kette in seinem Raum in seinen Ohren identisch ist versteht sich von selbst. Aber eine gewisse Grundtendenz kann man schon verallgemeinern. Und was die Transparenz anbelangt denke ich ist der Lavardin den meisten, die ich hier hören konnte, und das waren ein paar, deutlich überlegen. Dass er nicht den fesselnden Punch eines brystons hat z.b. hatte ich nie erwartet, und hat auch nie einer behauptet.

  • Harbeth Compact 7 ES-3. In einem 38qm Raum. Die Harbeth füllt das locker, auch mit 35 Röhrenwatt. Also daran kanns nicht liegen. Quelle der Woodpecker und eine eine Streamer-Naim-DAC Lösung.


    Wenn ich höre, der Lavardin hat Bass-Power und Druck kann ich nur staunen, mal einen Naim oder McIntosh anschließen, das hat Druck und Bass-Power.

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    ich hör nix

  • Ich hatte auch einen Lavardin und hatte das gleiche Problem damit, meine Erfahrung, er braucht am besten Lautsprecher mit möglichst hohem Wirkungsgrad ansonsten kann er sein Potenzial nicht zeigen. Übrigens sind die Harbeth nicht optimal für Lavardin geeignet.

    Gruß

    Roland

  • Ich höre mit Living Voice Lautsprechern und den Reference in einem Raum mit 49qm.

    Funktioniert bei mir wunderbar.

    Besser als meine vorherigen Verstärker Mastersound 300B Monoblöcke, Mastersound mit EL34, Air Tight ATM 1S, Brinkmann Vollverstärker, Leben CS600, Valvet A 3,5 MK II und einige andere.

    Wobei das Match Lavardin und Living Voice allgemein auch als Top Kombination gilt.

  • Bassdruck und Power sind m.E. eher auf durchschnittlichem Niveau und in problematischen Räumen vieleicht eher von Vorteil, abhänging von LS&Raum. Aber dafür extrem durchhörbar und aufgeräumt. Also in allen Frequenzen, so dass man die Bassseite gut erhören konnte statt einen fetten Beats. Vieleicht kommt das mit diveresen LS als zu dünn rüber?
    Komisch, dass soviele mit der Lavardin/Harbeth Kombi gut leben können. Mir beispielsweise waren die Harbeth (hatte P3 ESR, 30.1, SHL5..) von allen positiven (und davon gibt es einige!) Eigenschafften abgesehen insgesamt eher etwas einlullend, hintergründig, wenig anspringend. Da fand ich die "frische" Transparenz eines Lavardins ideal und haben den Harbeths dadurch zu einer lebhafteren Darstellung verholfen. (Ich rede nur von den IS/ IS ref aus ca. 2010)

  • Meinem Schwager hat mein Lavardin damals an eher 90dm/m wirkungsgradstarken Cabasse Borea in seinem eher halligen Raum auch nicht gefallen, weil er die Musik auf seiner Playlist anders gewohnt war. Ich konnte das bei Ihm durchaus nachvollziehen.

  • Der Lavardin ist nicht wie andere, es ist kein Alleskönner und er ist nicht für jeden geeignet ;)

    Als Röhrenanhänger kann ich aber sagen, dass mich bisher noch kein anderer Transistor in Summe so zufrieden gestellt hat wie mein Lavardin ISX Reference.

    Mir fehlt kein Bass, im Gegenteil, bei mir ist der Bass extrem durchsichtig und sauber und das ist vielleicht der Grund warum er im ersten Moment nicht so mächtig erscheint.

    Meistens finde ich ihn bei anderen Geräten nur zu vordergründig und aufgebläht, das ist meine Meinung.

    Was ich noch sagen kann, dass der Verstärker wir kein anderer den ich hier hatte, durchaus anspruchsvoll ist ;)

    Er mag nicht jeden Lautsprecher, nicht jedes Kabel und nicht jede Aufstellung aber er zeigt jede Veranderung in der Kette und wenn alles passt geht er unter die Haut wie nur wenig andere ;)

    Meiner läuft nicht immer weil ich viel probiere und wechsle, aber seine Qualität erkenne ich wenn ich ein paar Wochen am Stück mit ihm gehört habe, denn beim zurück wechseln auf andere Verstärker fehlt mir meistens etwas was ich nur schwer beschreiben kann.


    Grüße Hans :)