PhonoPre mit ECC88 DIY

  • Hey - mal ne Frage an die alten Füchse hier:


    Wer kennt diese Schaltung oder hat sie sogar schonmal aufgebaut?

    Spielt sie so sauber wie gewünscht/erwartet?

    Gibt es 'Bugs' in der Schaltung, die Jemand schon ausgemerzt hat?


    Mich spricht diese an, weil sie so übersichtlich erscheint, nur eine offenbar leicht herzustellende - saubere - Betriebsspannung braucht

    und eben mit den Spanngitter-Röhren aufgebaut wird, die konstruktiv ja ihre Vorteile haben sollen.


    für MC schwebt mir dann vor, zwei Lundahls LL1681 einzusetzen ...


    Besten Dank schonmal für Eure Beiträge ...


    BC2_Phono-TIGRIS.pdf

    - Ästhet - Familienvater - KomfortFreak - Philosoph - Purist - Pragmatiker - Berliner -

  • Verstärkung: 37 dB

    Frequenzgang: +/- 0,1 dB

    Um den Phasengang <2° zu bekommen wäre zu empfehlen C403 auf 4,7uF und C410 auf 10uF zu erhöhen. Sonst dreht die Phase bei 20Hz, mit angenommener Last von: 100k parallel 120pF auf über 42°.

    Tip: Wenn E88CC von JJ verwendet werden, diese Röhren immer in der Gold-Pin Version einsetzen, da sie bereits vom Hersteller mit engeren Toleranzen geliefert werden.

    Gruß Reiner

  • Hallo.


    Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Black Cat Phono hier schon mal durchgesprochen.


    Mir fällt auf, daß die beiden E88CC mit Mickerströmchen von 2mA und 2,6mA laufen. Damit liegt der Arbeitspunkt voll im Kennlinien Knick, und der Klirr ist höher als nötig. Größenordnungsmäßig 6mA aufwärts wäre besser. Dann wären Steilheit und Innenwiderstand auch besser, und man könnte das technische Potential dieser Röhren auch vorteilhaft nutzen.


    Mit dem hochohmigen Riaa Filtern bleibt auch wieder Potential liegen.


    Gruß,

    Dieter.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


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  • Lieben Dank, hier schonmal - Black Cat Phono - kannte ich nicht.


    Aktuell höre ich für MM mit der Transistor Version des AIKIDO von Hans-Ullrich Otto
    mit Akku-Stromversorgung - Lundahls für MC habe ich gerade bestellt. LL1681.


    Für MC läuft bei mir noch der THEL Phono-M, mit dem ich zwar immer zufrieden war,

    aber im Zuge vollkommener Phono Neugestaltung schon nochmal gegen halten will ...


    Drum meine Suche nach ner schönen Röhrenschaltung ...

    - Ästhet - Familienvater - KomfortFreak - Philosoph - Purist - Pragmatiker - Berliner -

  • Dieser zweistufige Aufbau des Filters erinnert mich an die Hagerman Cornet, die ich auch mal hatte in einer frühen Version. Die war mit +/- 1 dB Abweichung angegeben. Der Hagerman Entwurf sollte inzwischen gut ausgereift sein.

    Frequenzgang: +/- 0,1 dB

    Wohl nur, wenn die Bauteile entsprechend eng toleriert bzw. selektiert sind.

    LG, Jo

  • Hallo Zusammen,


    der ursprüngliche Entwurf ist von Morgan Jones und stammt aus seinem Buch Valve Amplifiers. Wer ihn kennt, weiß sicherlich, das er sich dabei was gedacht hat. Nachzulesen in seinem Buch.


    Viele Grüße

    Martin

  • Lastwiderstände an der Anode, die kaum Ruhestrom zulassen

    Tja, wenn die Verstärkung gehalten werden soll, sind Ra nicht zu verkleinern, ist für mehr Ia nur ein ordentlich Schluck Ub zusätzlich zu fordern, mit entsprechenden Implikationen.

  • Servus.


    2mA Ruhestrom für E88CC, ECC88 und Co sind aber schon ziemlich daneben....


    e88cc_popis_002_v-800x800.jpg (800×800) (jjtubes.eu)


    Wer das volle Gain nutzen möchte, sollte es mal mit Stromquelle als Last probieren. Oder Anodendrossel. Da wäre das Geld vermutlich besser angelegt gewesen als bei der geregelten Hochspannung, und den Glimmerkondensatoren in der Entzerrung.


    Gruss,

    Dieter.

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  • der ursprüngliche Entwurf ist von Morgan Jones und stammt aus seinem Buch Valve Amplifiers. Wer ihn kennt, weiß sicherlich, das er sich dabei was gedacht hat. Nachzulesen in seinem Buch.

    Sicher,


    wenn das eine austarierte Geschichte ist, können jetzt hier nicht über Rauschen, Klirr fabulieren, obwohl das wie eine langweilige passive ausschaut, könnte die vielleicht Spaß machen!!??


    Deshalb die Empfehlung an Mysterendy, das aufzubauen und zu berichten!

  • EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Servus.

    Da laufen die Röhren mit überschlagsmäßig 5,5mA. Das liest sich schon besser. :)

    Auch wenn das Riaa Filter mit 10/30nF auch wieder latent hochohmig ausgelegt ist.


    Gruss,

    Dieter.

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  • Wie Martin MartinR schrieb, stammt der Entwurf von Morgan Jones aus seinem Buch Valve Amplifiers.

    Darin ist die Herleitung mit Berechnung nachvollziehbar dargestellt. Das gute Stück hatte ich mal

    nachgebaut, allerdings die Stromversorgung mit C-R-C-R-C-R-C Netzteil. Die Schaltung fand ich klanglich gelungen. Das Teil hab ich vor 2 Jahren verschenkt, mein Krempel ist mittlerweile

    symmetrisch aufgebaut.

    Mit Hilfe der, wie ich finde, gut nachvollziehbaren Herleitung könnte man zb. mit einer anderen Röhre

    im Eingang (zb. EC88 oder EC86 oder sogar PC900 mit PCC88) einen wesentlich niederohmigen Filter aufbauen, für den Spieltrieb ist genug Platz.

    Das Tigris-Projekt war ein Laborprojekt der TU Berlin und wurde im Rahmen einer Diplomarbeit

    überarbeitet,die RIAA-Stufe war da wohl eher ein Nebenprojekt.

    Warum bei der Tigris-RIAA der Impedanzwandler einer Röhrenhälfte kurzgeschlossen und außer Betrieb genommen wurde erschließt sich mir nicht, aber das war uA. auch schon Gegenstand einer

    Diskussion.


    Gruß Herbert