Eure schlechtesten Konzerte

  • Für mich wären die Pixies live eine große Enttäuschung.

    Soundtechnisch bescheiden und null Kommunikation mit dem Publikum.

    Trotzdem mag ich sie noch.

    Wären:?:


    Na ja, mag´vielleicht etwas großkotzig klingen, aber bei vielen Künstlern kommt´s halt drauf an, sie zu einem möglichst frühem Zeitpunkt ihrer Schaffensphase zu entdecken, wenn sie meistens ihre beste Phase haben. ;)

    Die Pixies in den späten 80ern/frühen 90ern haben live jeden Raum zum beben gebracht und das Publikum mitgerissen. Habe ich selbst mehrfach erleben dürfen.

    Also schön immer die 8| Augen und Ohren auf und den neuesten "heißen Scheiß" entdecken. :D

    "... when something slips through your fingers/You know how precious it is/
    Well you reach the point where you know/It's only your second skin.." (Mark Burgess)

  • Ich habe in den letzten 40 Jahren bestimmt mehr als 1.200 Konzerte gesehen und kann mich an kein einziges erinnern, dass mir wegen der Lautstärke, dem Publikum oder dem Verhalten der Musiker auf der Bühne als besonders "schlecht" in Erinnerung geblieben ist. Und ja, ich habe sowohl Motörhead, als auch die Swans und AC/DC live gesehen, sowie mehrfach Van Morrison, Lou Reed und Bob Dylan.

  • Nicht wegen der Band, sondern wegen des Publikums haben wir mal ein Konzert von Yes (Vorprogramm Donovan) fluchtartig verlassen.


    Um uns herum waren nämlich lauter besoffene Amis, die nur mit Bierholen und Herumgrölen beschäftigt waren...


    Das muss am 18.11.1977 gewesen sein...;)

    Ist mir auch schon passiert, ein Konzert wegen des Publikums verlassen zu haben. Angus & Julia Stone 2014 im Palladium in Köln. Wir waren zu dritt dort und haben versucht, uns an fünf unterschiedlichen Stellen im Palladium das Konzert anzuhören (zu sehen gab es nicht viel). Aber egal wo, es wurde im Publikum nur gelabert, und zwar schön laut und dauerhaft. Wir hatten dann alle drei keinen Bock mehr und sind gegangen. War eine gute Entscheidung. Hier noch ein Bericht zum Konzert:

    https://musicheadquarter.de/be…ia-stone-tour-2014-koeln/

    VG

    Claus

    "Ich habe nie eine Torchance überhastet vergeben. Lieber habe ich sie vertändelt." Willi Lippens

  • Die Pixies in den späten 80ern/frühen 90ern haben live jeden Raum zum beben gebracht und das Publikum mitgerissen. Habe ich selbst mehrfach erleben dürfen.

    Ich hatte die 1990 auf dem Bizarre Festival auf der Loreley gesehen - die sind komplett an mir vorbei gegangen, genauso wie Sugarcubes. Die haben mich seinerzeit auch null interessiert. War wegen The Mission und The Cure da und letzteres war fantastisch!
    Den heissen Scheiss früh zu finden ist manches Mal gar nicht so einfach - sehe das aber genauso wie Alex. Manche Künstler sind im großen Rahmen für mich nicht mehr interessant.

    Gruß,

    Andreas

  • Moin,


    Wolfsheim in Hildesheim, der gute Herr Heppner hat ein Lied durchgehalten.

    Dann gab es Textlücken nach 65min war Schluss mit dem Desaster eher

    peinlich als schlecht.

    In der Nachbarhalle gab es Nena,die hat die Hütte gerockt haben uns geärgert

    wären wir mal lieber dort hingegangen.

    Gruß

    Stephan

    "Liebe deine Ecken und Kanten.Denn nur eine Null hat Keine."

  • Simple Minds Open Air 2010 im Polodrom in Jüchen (Rhein-Kreis Neuss)


    Auch wenn ich nur zum Gefallen dabei war und die Truppe nicht besonders schätze, war die Performance wirklich nicht schlecht, es hat aber über die gesamte Show wie aus Eimern geregnet. Es war saukalt und so windig, dass man den Regen permanent im Gesicht und in den Klamotten hatte.


    Da waren hartgesottene Fans anwesend und das Ding wurde mit für die Umstände guter Stimmung durchgezogen.

  • Frank Zappa 1980 (?) in Kiel: Publikum schmiss Bierdosen auf die Bühne. Frank: "Noch eine Dose..." Die kam dann sofort und die Mothers haben die Koffer gepackt. Ich weiss jetzt gar nicht mehr ob die überhaupt ein paar Takte gespielt hatten. Wir waren natürlich als Kids mega enttäuscht. Heute verstehe ich ihn.


    Johnny Thunders in HH auch nicht schlecht: War irgendwas Ende 80er und er versuchte sich in Country mit Akustikgitarre und so einer blonden Sängerin. Ich fing dann an "Born to lose" zu grölen und zu meiner Freude machte die ganze Fabrik mit.:) Das ging dann so lange, bis auch Johnny die Koffer packte mit dem Kommentar: "fuck Hamburg, fuck Nazis!":heul: Arschloch!


    Gruß

    Siggi


    p.s.: Ich wollte Johnny noch den bescheuerten Cowboyhut von der Rübe klauen. Gottseidank hatte eine Millisekunde vor mir jemand die gleiche Idee, 2 Schläger kamen hinter dem Vorhang auf die Bühne und haben den Kerl nach Strich und Faden zusammen gedroschen. Man muss auch Glück haben. Insgesamt ein unterhaltsamer Abend aber die Musik....<X


    Gruß

    Siggi

  • Guns n Roses, also eigentlich nur Axel am Nova Rock (Jahr weiß ich leider nicht mehr), wenn er zwischen seinen Besuchen im Sauerstoffzelt mal auf die Bühne gekommen ist...gabs 30min lang Klavier Solis...quasi :off:


    sg

    mrbong

  • Also schön immer die Augen und Ohren auf und den neuesten "heißen Scheiß" entdecken.

    Heino mal im Fernsehinterview: Ich betrachte mich als Dienstleister. Das Publikum freut sich seit Wochen auf einen schönen Abend und es ist darum meine Pflicht, bei jedem Konzert alles zugeben.


    Bin kein Heino-Fan aber das ist die richtige Einstellung.

    Gruß

    Siggi

  • Hallo

    Frank Zappa 1980 (?) in Kiel: Publikum schmiss Bierdosen auf die Bühne. Frank: "Noch eine Dose..." Die kam dann sofort und die Mothers haben die Koffer gepackt. Ic


    Johnny Thunders in HH auch nicht schlecht: War irgendwas Ende 80er und er versuchte sich in Country mit Akustikgitarre und so einer blonden Sängerin.

    Komisch, die gleiche Nummer habe ich mit Frank Zappa 1982 beim Open Air in Schüttorf erlebt.


    Er war wohl stinksauer, weil vorher die Stray Cats dermaßen gerockt hatten, daß für ihn nix mehr übrig blieb. Er hatte zwei Bodyguards neben sich auf der Bühne und war sehr arrogant, bis die erste Dose flog. Dann die schon oben erwähnte Vorwarnung und dann war 20 Minuten Ruhe, bis es allen reichte und die nächste Dose flog. Ende der Vorstellung.

    Anschließend der Sänger der Törner Stier Crew: "Zappa ist ein lahmer Ar...h".

    Da ging es noch richtig derb zu....... :rolleyes::rolleyes: Schade, hätte gerne mehr von Frank Zappa erlebt.


    Johnny Thunders: Wenn das sie gleiche Blondine war, die er mal bei einem Auftritt dabei hatte, dann war das ein richtig steilerZahn..... :PDie wußte das Publikum anzuheizen..............:D


    Formvollendet hingegen war Oscar Peterson auf dem North Sea Jazz Festival 1988:

    Er kam im feinen schwarzen Anzug, verbeugte sich zum Publikum hin und spielte los.

    Nach jedem richtigen Applaus stand er auf und machte eine Verbeugung.

    Auf dem gleichen Festival Miles Davis in der großen Halle vor zig tausend Zuschauern:

    Die meiste Zeit dem Publikum den Rückenzugekehrt aber es lag eine unglaubliche Spannung und Dynamik in der Luft. Das war ein unglaublich fesselndes Konzert.


    Gruß von eugen

  • und war sehr arrogant, bis die erste Dose flog.

    Naja, arrogant war der schon beim Start seiner Karriere aber das mit den Dosen muss wirklich nicht sein. Aufgrund der Beleuchtung sehen die Künstler die nicht und wenn sie voll sind, kann das auch weh tun. Als Bandleader würde ich mir das auch nicht gefallen lassen. Musst ja auch an deine Leute denken.


    Gruß

    Siggi

  • Frank Zappa 1980 (?) in Kiel: Publikum schmiss Bierdosen auf die Bühne. Frank: "Noch eine Dose..." Die kam dann sofort und die Mothers haben die Koffer gepackt. Ich weiss jetzt gar nicht mehr ob die überhaupt ein paar Takte gespielt hatten. Wir waren natürlich als Kids mega enttäuscht. Heute verstehe ich ihn.


    Hallo

    Komisch, die gleiche Nummer habe ich mit Frank Zappa 1982 beim Open Air in Schüttorf erlebt.


    Er war wohl stinksauer, weil vorher die Stray Cats dermaßen gerockt hatten, daß für ihn nix mehr übrig blieb. Er hatte zwei Bodyguards neben sich auf der Bühne und war sehr arrogant, bis die erste Dose flog. Dann die schon oben erwähnte Vorwarnung und dann war 20 Minuten Ruhe, bis es allen reichte und die nächste Dose flog. Ende der Vorstellung.

    Zappa hat da einschlägige Erfahrung was mit ausgeflippten Fans passieren kann,

    ich sag nur stupid with a flare gun. Immerhin hatte die ganze Sache auch etwas positives...

    Jazz is just an excuse to play wrong notes.



  • Hallo Siggi


    Ich weiß auch nicht, was das Dosen werfen soll, es war auch das einzige Konzert, bei dem ich es erlebt habe.

    Als 18jähriger habe ich mich damals sehr auf das Konzert gefreut, so jemanden wie Zappa live sehen zu dürfen, Schade wars schon.


    LG Eugen

  • aber das mit den Dosen muss wirklich nicht sein

    Bei nem Motörhead-Konzert hat auch mal eine Gruppe von Zuschauern gemeint, halbvolle Bierbecher auf die Bühne werfen zu müssen. Lemmy hat dann nach dem dritten oder vierten Becher einfach mal seinen eigenen halbvollen Becher genommen und in diese Gruppe geworfen... dann war Ruhe...:D

    Sowas finde ich einfach asozial. Als Jugendlicher bin ich ab und zu mal ins Fussballstadion gegangen und stank dann jedesmal dermaßen nach Bier, als hätte ich eine Brauerei leergesoffen. Irgendwann bin ich halt einfach nicht mehr ins Stadion...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
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  • @Eugen,


    ja MILES DAVIS war schon live so eine Sache. Ich habe ihn 1984 beim JVC Jazz Festival in Bad Segeberg (Open Air) von Hinten sehen dürfen. Nachdem zuvor schon SPYRO GYRA, BOBBY MC FERRIN und STANLEY CLARKE / MIROSLAV VITOUS jeweils einen klasse Auftritt hingelelgt hatten, sollte MILES als Hauptakt kommen, dachten wir zumindest. Nach gut einer Stunde warten kam er dann auch, allerdings nicht zum musizieren, sondern in einem weißen Rolls Royce Capriolet, um sich erst einmal in einem Pelzmantel gehüllt, ablichten zu lassen. Dann ging es endlich los, sehr gute Band, sehr gute Musik, Sound auch gut, nur, MILES zog es vor, mit dem Rücken zum Publikum zu spielen. Ich glaub, die Meisten waren bedient. Die Frechheit dabei noch, zum Abschluß des Abends war eigentlich noch eine Jam Session mit allen Musikern geplant, die natürlich wegen Zeitverzuges gecancelt wurde.


    Wolle

  • Hallo

    Soweit ich weiss hat er das generell so gemacht?

    Dann haben wir auf dem North Sea Jazz festival aber Glück gehabt.

    Die Band hatdemaßen gut gespielt, so daß Miles richtig auftaute und mitging. Nach einer halben Stunde oder so hat er dann mit dem Gesicht zum Publikum gespielt und konnte sogar lächeln. So zumindest meine Erinnerung.

    Eine leicht unnahbare Ausstrahlung hatte er aber trotzdem.

    Das war auch zu dem Auftritt von Oscar Peterson ein ziemlicher Unterschied, der einfach wie ein Gentleman alter Schule auftrat. Sehr angenehm war das.


    Gruß von eugen