Spectrumaudio schlägt ja auch die GHP Möglichkeit an. Ist ja mit 25 bis 30 Liter noch relativ klein...
Mal wieder was mit Breitbändern machen?
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Ja, hab die jetzt auch gefunden.
Hat da jemand Erfahrung mit ?
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Moin.
Vorhersage aus online Rechner:
- geschlossen 30-50L: 80-85Hz Grenzfrequenz. Da würde ich eher ~10L als kU machen. 😉
- Bassreflex mit 80/50L soll 42/51Hz schaffen
Gruss,
Dieter
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Danke, 50l wäre so die maximalgrösse was ich unterbringen könnte.
Also sollte ich statt des GHB besser nach Bassreflex Gehäusen schauen

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Die 12 Zoll Fane Breitbänder funktionieren....
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. ThemaFane Breitband in Kiste
Hallo zusammen,
vor einigermaßen Zeit kann der Wunsch auf meine Anlage umzubauen. Stein des Anstoßes: Ich will wieder Röhrenverstärkung. Und das ganze mit EL84 in PushPull. Mit meinen bisherigen Magnepan eher schlecht umzusetzen. Informieren, Material sammeln und planen war angesagt. Parallel fing ich an Teile der Anlage zu verkaufen. lautsprechertechnische Ursprungsidee sollte war die CT230. Irgendwann stolperte ich im DIY-Audio-Forum über den Fane 12-250TC. Ein vielversprechender 12 Zoll…
K.Dieter15. Dezember 2024 um 19:01 -
Nach meinem Umzug bin ich dabei, meine verschieden LS im neuen Hörraum anzuhören - und jetzt also die Lii-Audio F18 - ja, der RiesenBB...
. In der alten Wohnung hatte ich zuerst solo gehört (in offener Schallwand), dann später jedoch mit einem Heil AMT per Xilica Weiche ergänzt.Move forward - jetzt bin ich ja schon länger mit Dirac unterwegs - aber damit hatte ich die Kombi noch gar nicht gehört.
Aber wie gesagt, jetzt war es an der Zeit. Ich habe in den letzten Tagen mit der Übernahmefrequenz (und den verschieden Filtern bzw. Flankensteilheit) des AMT gespielt - und ich muss sagen, dass Riesenbaby macht schon Spaß (besonders wenn man den HT eher hoch ankoppelt und den BB möglichst "frei" laufen lässt - und so klingt es dann ja auch) und unter 60Hz spielt halt mein sub - denn Bass muss natürlich auch
. Insgesamt gefällt es mir. -
Breitbändertest im TQWT Gehäuse
Liebe Breitbandlautsprecher Freunde,
im Jahr 2025 habe ich mich mit dem Vergleich von verschiedenen Breitbändern (Neuware und Vintage) in meinem TQWT Gehäuse befasst und bin dabei auf z. T. überraschende Ergebnisse gestoßen.
Ziel war es, mit dem zur Verfügung stehenden Gehäuse verschiedene 8 Zoll Breitbänder (BB) zu vergleichen, die ohne Frequenzkorrektur und ohne Bass- oder Hochtonerweiterung auskommen oder zumindest nicht offensichtlich, also sofort erkennbar, Frequenzbereiche überbetonen oder vernachlässigen.
Doch eines vorweg: Das nachfolgend beschriebene basiert auf rein subjektiven Wahrnehmungen. Auch ist mir klar, dass das Gehäuse individuell auf jeden einzelnen Treiber hätten optimiert werden müssen. Dieser Aufwand wurde aber aus Zeit- und Aufwandsgründen übersprungen, so dass die gewonnenen Erkenntnisse lediglich einen tendenziellen Charakter haben können.
Verwendete Elektronik:
CDP: McIntosh MCD 500, Luxman D-380
Plattenspieler (Vintage): REK-O-KAT BH 12 Rondine Deluxe mit Schick 9 Tonarm und Grado Sonata 2 HO, Russco Studio Pro mit Analogeschmiede Tonarm und Grado Reference 3 HO
Röhrenverstärker: Shindo Monbrison und Cortese F2A, McIntosh C22 und MC 225 (Vintage).
Transistorverstärker: Lavardin ISX Reference und Graham Slee Reflex M (Phono Pre)
Kabel: NF: Ralic, LS: Jupiter
Raum: 13 qm relativ stark gedämpft
Gehört wurde überwiegend mit Plattenspieler und der Shindo-Kette, Gegencheck mit McIntosh und Lavardin.
Das zum Einsatz kommende TQWT Gehäuse stammt von dem Bauplan des französischen Herstellers PHY HP, vgl. http://www.phy-hp.com/tqwt21cm.html
Da dieses TQWT Gehäuse, welches speziell für die bekannten Salabert H21 LB 15 und H21 LB 15 SAG entwickelt wurde, in den Abmessungen anderen TQWT Konzepten für 8“ BB ungefähr entspricht (die Abweichungen variieren in den Seitenlängen jeweils nur um wenige cm), hielt ich diese Gehäuse für universell anwendbar, um BB verschiedener Hersteller damit zu testen.
Besonderheit meines Gehäuses ist, dass es sich um eine Version von Auditorium 23 handelt, die der renommierte Gehäusebauer Norbert Gütte als Resonanzgehäuse in nur 6 mm Wandstärke ausgeführt hat. Daher steht hier ein Nettovolumen von rund 130 Litern zur Verfügung.
Zuerst hatte ich in dem Gehäuse natürlich die BB, für die es entwickelt worden ist: Salabert H21 LB 15 und H21 LB 15 SAG, wobei mir die neuere SAG Version (Silberdrahtschwingspule, dünnere Membran, Phase-Plug) in diesem Gehäuse besser gefallen hat, weil sie noch etwas mehr Auflösung und Hochton erreicht hat. Über den Mittelton der Salaberts muss nichts mehr geschrieben werden, denn der ist legendär gut! Auch der Bassbereich ist in der Regel ausreichend, je nach Aufnahme und Musikrichtung aber auch mal etwas schwach, selbst in diesem eigens für die Salaberts entwickelten Gehäuse. Problem bei den Salaberts sind aber m. E. die Auflösung und der doch sehr dezente Hochtonbereich. Nach vielen Tests hat mir das auf die Dauer bei beiden Chassis nicht mehr gefallen, weil ich immer das Gefühl hatte, da fehlt etwas. Deshalb beschloss ich in diesem Gehäuse auch BB anderer Hersteller zu testen. Für den schnellen und unkomplizierten Austausch der Treiber habe ich mir Adapter-Montageringe mit verschiedenen Einbau-Durchmessern machen lassen.
Ich erinnerte mich, dass ich vor Jahren mal einen einfachen Industrie BB getestet hatte, der einen auffällig ausgewogenen Frequenzbereich aufwies, aber damals in meiner Transistorkette zu hell klang. Jetzt habe ich mir wieder ein Paar Philips 9710 M01 Alnico (Ticonal) besorgt und meine Vorahnung wurde bestätigt:Das TQWT schien wie gemacht für die 9710, denn diese klangen darin am vollständigsten von allen BB, die ich in diesem Gehäuse jemals getestet habe. Fulminanter, druckvoller Bass, feingliedriger Hochton (der bei mir übrigens niemals die Schärfe hatte, die von einigen Nutzern moniert wurde) und ein klangfarbenstarker Mittelton. Sehr beeindruckend dabei auch die hohe Auflösung und große körperhafte Abbildung. Bemerkenswert ist, wie die 9710 je nach Güte der Verstärker den Klang skalieren: Damals mit Transistor Vintage Receiver konnte man die Qualitäten schon erahnen, an der Shindo Kette klangen sie einfach phänomenal. Kein Wunder, dass diese LS von Philips über drei Jahrzehnte verkauft worden sind. Bis auf den Mitteltonbereich war mein Eindruck, dass die 9710 quasi in jeder Disziplin besser in dem Gehäuse spielten als die Salaberts. So unglaublich das auch klingen mag!
Wenn man mit einem derart preisgünstigen BB in dem Gehäuse schon klanglich so weit kommt, was passiert dann mit einem echten High End Chassis, waren meine Gedanken als ich mich an die grandiose Vorführung von Voxativ auf der High End 2024 erinnerte.So ein Chassis wollte ich unbedingt mal in den Gehäusen ausprobieren, was leider nur gegen eine empfindliche Leihgebühr an den Hersteller möglich war. Ich hatte mich für das Chassis Voxativ AC 1.9 (LNP: 3.500 EUR) entschieden, weil dieses eine bessere Basswiedergabe haben sollte als die preisgünstigeren Modelle.
Nachdem die Voxativ Treiber mit neuen Adapterringen eingebaut und etwas eingespielt worden sind, war ich etwas ratlos: Zwar hatten sie einen sehr guten Mittelton (besser als der 9710), Bass und Hochton klangen aber irgendwie schwammig. Zudem war der Hochton deutlich zurückgesetzter als beim 9710. Was aber am schwersten wog war, dass sich das Klangbild fast gar nicht vom LS löste. Dieses Chassis passte leider gar nicht zu dem Gehäuse. Vermutlich spielte auch die Schallwandbreite eine Rolle, denn im Gegensatz zu meinem schmalen TQWT Gehäuse sind die Voxativ LS in der Regel außergewöhnlich breit.
Als gut geeignet für klassische TQWT Gehäuse wie meines werden auch immer wieder BB aus Fernost beschrieben. Allen voran auch der Tangband W8-2145. Ebenfalls wurde schon damals von mir bestellt ein Paar Lii Audio Fast 8 (leider mit fast einem halben Jahr Lieferzeit).Die Tangband klangen sehr ausgewogen in den Gehäusen. Alle Frequenzbereiche waren stimmig und anteilig richtig, der Bass satt. Allerdings klangen sie mehr hifi-mäßig, d. h. weniger schöne Klangfarben wie der 9710. An der Shindo Kette löste sich das Klangbild nicht so weiträumig ab wie beim 9710 und auch die Tiefenstaffelung war nicht mit der des Philips vergleichbar, kurz: der Tangband klang mehr nach Hifi, der 9710 mehr nach Musik. Das erstaunte mich, weil es bereits im Netz Klangbeschreibungen gab, die eher zugunsten des Tangband ausfielen. Vermutlich spielen hier subjektive Wahrnehmungen ebenso eine Rolle wie die außerordentliche Fähigkeit der 9710, mit hochwertigen Verstärkern stark zu skalieren.
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Wer könnte also den 9710 dann endlich vom Thron des stimmigsten LS in diesem Gehäuse stoßen? Vielleicht etwas Exotisches aus einer kleinen Manufaktur?
Wer sich mit höherwertigen BB beschäftigt, stößt irgendwann wie von selbst auf die aufsehenerregenden Chassis vom Atelier Rullit. Geheimnisumwittert sind diese Treiber auf Basis von zumeist deutschen Kinolautsprechern aus den 30er Jahren, denn der Entwickler dieser haptisch wie Museumsstücke wirkenden Treiber, Oleg Rullit gibt grundsätzlich keine technischen Daten über seine Schöpfungen preis.
Ich hatte das Glück ein Paar Rullit Aero 8 Anico zu bekommen.
Und tatsächlich: Schon bei den ersten Tönen wird deutlich, dass sich diese BB klanglich deutlich von allen anderen BB abheben und dies wird vor allem deutlich in der Bassenergie, die diese Treiber in der Lage sind wiederzugeben. Hier handelt es sich um den ersten BB, den ich jemals gehört habe, der Töne bis in den Tiefbassbereich wiedergeben kann. Auch die Intensität und der Punch der Rullits sind weit jenseits dessen, was die Salaberts und der Voxativ vermocht haben. Diese Basswiedergabe ist wohl einfach ein Alleinstellungsmerkmal in der BB Welt, die jegliche Gedankenspiele zum Einsatz eines Subwoofers vergessen lassen.
Der zweite Bereich, wo die Rullits Maßstäbe setzen ist die Tiefenstaffelung: Das Klangbild wirkt so plastisch und körperhaft, wie ich es bisher kaum gehört habe. Der Mittelton ist natürlich und hochauflösend, aber etwas zurückhaltender und kann mitunter je nach Aufnahme auch mal etwas scharf sein. Der Hochton erreicht nicht ganz die Intensität des 9710, ist aber recht hochauflösend. Das volle und massive Klangbild des Rullit machen es möglich, mit Genuss auch Musikgenres zu hören, die nicht unbedingt die Paradedisziplinen von BB darstellen, wie z. B. Rock und EDM.
Dennoch hat auch der 9710 Qualitäten, die nicht mal der fabelhafte Rullit so vorweisen kann wie er, nämlich Transparenz und räumliche Abbildung. In der Summe seiner Eigenschaften ist der Rullit jedoch klar an der Spitze des Testfeldes und zieht mindestens mit dem 9710 gleich, je nach dem, auf welche klanglichen Meriten man besonders Wert legt.
Nach monatelanger Wartezeit sind jetzt endlich die über den europäischen Vertrieb bestellten Lii Audio Fast 8 gekommen. Die chinesische Fa. Lii Audio genießt mittlerweile auch in Europa einen guten Leumund für Verarbeitung und Klangquailität ihrer Treiber. Der Fast 8 hat eine solide Qualitätsanmutung und erinnert optisch an die legendäre Beta Serie von Coral. Ob er auch deren Klangniveau erreichen wird?Faszinierend am Fast 8 ist, dass er die höchste Auflösung aller getesteten BB hat und wirklich in jedem Frequenzbereich absolut ausgewogen klingt. Man vermisst hier gar nichts. Auch die Abbildung ist überzeugend. Ist dies jetzt der heilige Gral am 8“ BB Olymp?
Aus meiner Sicht leider nein, denn eines fehlt diesen schönen Chassis, um wirklich tief in die Musik eintauchen zu können: Die Klangfarben. Es fehlt ihnen einfach das, vor dem der Rullit nur so strotzt und auch der 9710 brilliert, das, was Musik Emotionen entwickeln lässt, das natürliche und farbstarke in der Musik. Der Fast 8 ist ein Meister der Klarheit und Auflösung, man kann fast schon von einem „neutralen“, tendenziell schon analytischen Klangbild sprechen. Für jene, die diese hoch strukturierte, fein verzweigte Art der Darbietung mit allen kleinen Details schätzen, mag der Fast 8 vielleicht die Endstation bei der BB Suche sein. Für jene wie mich, die vollbrustige menschliche Stimmen und Instrumente lieben, wird hingegen die Suche weitergehen.
Bei alten Vintage Chassis erlebt man immer wieder Überraschungen. So staunte ich nicht schlecht als ich erstmals in den TQWT Gehäusen auf 1954 gestempelte Telefunken 8“ Alinco (Tigges Magnet) BB getestet habe. Diese alten, aus Luxus Röhrenradios stammenden Chassis überzeugen durch ein absolut warmes, aber trotzdem transparentes Klangbild mit einer sehr guten Abbildung. Ein warmer Grundtonteppich sowie ein beachtlicher Bass fundieren das Klangbild, dass fulminante Stimmen und immer noch genug Hochtonenergie hervorbringt, obwohl hier ein zusätzlicher Schwirrkonus gänzlich fehlt. Der Mittelton erinnert durchaus an jenen der Salaberts, wobei aber ein transparenteres und hochtonstärkeres Klangbild präsentiert wird. Im direkten Vergleich zu den gefragten Saba Greencones überzeugen die alten Telefunken durch eine ebenso hohe Transparenz wie die Greencones, füllen aber das Klangbild zusätzlich mit vollen Klangfarben aus. Hier wird deutlich, wie weit man wirklich mit alten Radio Chassis kommen kann. Im TQWT gaben sie eine überzeugende Vorstellung ab.
Wohl kaum ein anderer BB hat ab Mitte der 60er Jahre die Rundfunk- und Studiotechnik vornehmlich in Südeuropa so geprägt wie der wunderschöne Supravox T 215 RFT 64 Alnico, der über Jahrzehnte lang in professionellen (Studio-)Monitoren eingesetzt wurde und die Fa. Supravox, die noch heute zu den führenden BB Herstellern zählt, weltbekannt machte.Im TQWT montiert beeindruckten diese Chassis sofort mit der naturgetreusten und herrlichsten Mitten- und insbesondere Stimmwiedergabe aller getesteten Chassis. Auch die extrem weitläufige Abbildung gehört zu den besten, die ich je bei einem BB gehört habe. Der Hochton war absolut ausreichend, wenn auch nicht ganz so detailliert wie bei 9710 und Rullit. Leider war die Bassintensität nicht ganz auf dem Niveau der vorgenannten BBs. Bei bassärmeren Stücken hat die Basswiedergabe gerade noch so ausgereicht, ohne dass man wirklich etwas vermisst. Bemerkenswert ist, dass dieser Treiber wirklich einen magischen Mittelton aufweist und auch im Vergleich zu vielen moderneren Supravox ein vollständiges Klangbild erzeugt, wo kein separater Hochtöner erforderlich ist.
Jetzt noch zu einem Chassis, dass eigentlich gar nicht in das Testfeld gehört, weil es sich um ein Vintage Chassis handelt, dessen Materialqualität nicht für unsere Gegenwart gemacht ist. Trotzdem will ich ein paar Worte über die amerikanischen Jensen C 855 verlieren. Ja, richtig, der Name ist wohl eine (bewusste?) Reminiszenz an den oft gehuldigten König aller BB, den legendären Western Electric 755. Und in der Tat klingt dieses Chassis fantastisch! Eine fast schon beängstigende Natürlichkeit des Klanges liefert dieses Chassis. In US Foren spricht man ihm einen sehr ähnlichen Klang wie dem des 755 zu, nur mit noch mehr Hochton, so dass ein Hochtöner nicht erforderlich ist. Jedoch überstehen diese zerbrechlichen Jensen Chassis keinen Paketversand mehr, weil die Qualität der dünnen Membran offenbar nicht für die Ewigkeit gemacht wurde: Die Membranen reißen irrwitzig leicht ein, Schwingspulenleitungen reißen aus der Membran aus. Meine beiden Exemplare mussten mehrmals geklebt werden und nur wenige Stunden durfte ich beide Chassis beim Spielen erleben, bevor ein Chassis nur noch verzerrte Töne von sich gab. Daher ist dieses Chassis, da in Europa so gut wie gar nicht verfügbar, im Prinzip nicht zu bekommen.
Am Ende dieser Testreihe musste ich – aufgrund seines hervorragenden Leumundes - noch unbedingt den sehr schwer zu bekommenden EMS Fertin LB 8 Mk II hinzuziehen. Die französische Firma EMS ist aus dem bekannten High End Breitband Lautsprecher Hersteller Fertin Electro Acoustique hervorgegangen. Diese Chassis bestechen durch einen hoch auflösenden, smoothen Klang und haben eine sehr gute Bassintensität und -qualität. Ja, ich würde sogar soweit gehen, dass die Basswiedergabe des EMS gleich nach der fabelhaften des Rullit kommt, also fast konkurrenzlos!Dies ist wohl seinem gewaltigen Ferrit-Magneten geschuldet, der die Treiber mit zu den schwersten des Testfeldes macht. Das sehr hochauflösende Klangbild ist (bis auf den Bass) zwar eher auf der schlankeren, moderner klingenden Seite, ohne jemals nur einen Ansatz von analytischem Klang hervorzubringen. Der Mittelton hat nicht die Klangfülle wie bei den Vintage Chassis, die naturgemäß „fette Klangfarben“ haben. Je nach Geschmack kann das aber genau der Klang sein, der gewünscht wird und der durchaus das Potenzial hat, einen in Bann zu ziehen. In jedem Fall spielen die EMS im Vergleich zu anderen modernen BB wie Tangband oder auch Lii Audio m. E. in einer anderen Liga: Sie haben einen eleganteren Sound und sind nicht so spektakulär und blendend mit einem hypermarkanten Hochton.
Mein persönliches Fazit:Auffällig war, dass die s. g. High End Chassis Salabert (SAG), Voxativ und Rullit eine oder zwei klangliche Disziplinen meisterhaft erfüllt haben, aber dieses hohe Niveau nicht über das gesamte Klangspektum beibehalten konnten (bei Salabert im Hochton, z. T. auch Bass, Voxativ Hochton und Abbildung sowie Rullit im Mittelton), wobei der Rullit in der Summe seiner Eigenschaften der High End BB war, der am meisten überzeugt hat.
Bei den modernen Chassis bestachen die Chassis aus Fernost zunächst. Mit der zunehmender Hörzeit wurde aber klar, dass trotz hoher Auflösung und guter Abbildung der Klang irgendwie künstlich, nicht natürlich wahrgenommen wurde. Weit darüber hinaus geht hier gewiss der EMS Fertin, wobei auch der nicht die vollen natürlichen Klangfarben der Vintage Chassis aufbieten konnte.
Die alten Industrielautsprecher, die in sehr hohen Stückzahlen über Jahrzehnte hergestellt worden sind wie Telefunken 8 Zoll, Philips 9710 oder Supravox 215 RFT 64 waren für mich und meinen persönlichen Hörgeschmack die wahren Gewinner dieser Testreihe: das übervolle, bassreiche, aber trotzdem transparente Klangbild des Telefunken, die feine (Hochton-)Auflösung, weiträumige Abbildung und dennoch klangfarbenstarke Darbietung des 9710 oder der magische Mittelton, der präsente Hochton und die weiträumige Abbildung des Supravox haben mich im TQWT Gehäuse nachhaltig beeindruckt.
Zuletzt nochmals der Hinweis: Alle o. g. Aussagen beziehen sich auf meine subjektiven Eindrücke bei meiner Anlagenkonfiguration und dem verwendeten TQWT Gehäuse.
Grüße
Lothar
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Moin Lothar,
danke für den ausführlichen Bericht. Er hat mich an frühere Experimente auf diesem Gebiet erinnert. Dabei habe ich den Philips 9710 in meinen Reso-Gehäusen auch als überdurchschnittlich gut empfunden.
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Großes Kompliment für deine intensive Arbeit mit den unterschiedlichen BB und den daraus gewonnenen klanglichen Eindrücken. Schön das du diese mit uns teilst.
Gruß Mike
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Dankeschön für den Bericht:)
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Vielen Dank euch!
Ja, das war viel Arbeit diesen breiten Test zu realiseren, aber er hat auch sehr viel Spass gemacht!
Ich habe hier im Forum schon so viele gute Tipps bekommen und nette Menschen kennen gelernt, so dass ich dem Forum auch etwas zurückgeben wollte...
Ich wollte damit auch zeigen, dass die oft so gescholtenen BB in bestimmten Konstellation den Zuhörer immer noch mitreißen können - und dass ganz ohne Sub und HT.
Jo, ich dachte mir schon, dass du dabei an deine alte Liebe erinnert wirst...
Grüße
Lothar
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Super Lothar!!
Vielen Dank!

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... Aus meiner Sicht leider nein, denn eines fehlt diesen schönen Chassis, um wirklich tief in die Musik eintauchen zu können: Die Klangfarben. Es fehlt ihnen einfach das, vor dem der Rullit nur so strotzt und auch der 9710 brilliert, das, was Musik Emotionen entwickeln lässt, das natürliche und farbstarke in der Musik...
Hallo Lothar,
ich finde es sehr interessant, was du über den Lii Audio Fast 8 schreibst! Das sind Chassis, die leider erst auf den Markt kamen, als ich meine diesbezüglichen Experimente bereits eingestellt hatte. Die hätte ich auch gern einmal selbst gehört in artgerechter Haltung.
Tolle Sache, dass die Chinesen dieses Thema der hochempfindlichen Breitbänder weiter pflegen, wie übrigens auch die Röhrenverstärkertechnik oder die Röhrenherstellung.

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Hi Jo,
Ja, finde ich auch.
Wer weiß, in der übernächsten Generation können die Liis dann wahrscheinlich auch perfekte Klangfarben.
Line Magnetic hat es ja mit seinen Replica Chassis wie dem LM 755 schon vorgemacht.
Grüße
Lothar
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auch ich bin sehr beeindruckt von dieses Chassis, mit denen ich jetzt auch seit über 10 Jahre zufrieden Musik genießen kann.
Hier noch die ersten Tests in meinem Büro...
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'n Abend,
die Philips 9710M wurden gerne doppelt verbaut in den damaligen Lautsprechern.
Oder auch mit einem Bombardon Tieftöner kombiniert (AD5201S/77).Alternativ sollte man sich auch mal einen AD12202M8 anhören.
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Alles anzeigen
Vielen Dank euch!
Ja, das war viel Arbeit diesen breiten Test zu realiseren, aber er hat auch sehr viel Spass gemacht!
Ich habe hier im Forum schon so viele gute Tipps bekommen und nette Menschen kennen gelernt, so dass ich dem Forum auch etwas zurückgeben wollte...
Ich wollte damit auch zeigen, dass die oft so gescholtenen BB in bestimmten Konstellation den Zuhörer immer noch mitreißen können - und dass ganz ohne Sub und HT.
Jo, ich dachte mir schon, dass du dabei an deine alte Liebe erinnert wirst...
Grüße
Lothar
Lothar, den Großteil der von dir vorgestellten BB habe ich selbst auch gehört bzw. getestet. Alleine von den Rullits habe ich ca. 10 unterschiedliche Paare gehört, vier Paare davon sogar intensiv in meinen Hörräumen. Mit den 10 Zoll Telefunken/Rullits (Field Coils) habe ich z.B. das Rullithorn aufgebaut. An Vintage BB habe ich ebenfalls eine recht große Anzahl getestet. Lowther bzw. an Lowther angelehnte BB (z.B. AER, Stamm-Lowther etc.) sind wohl die BB die ich am häufigsten zum testen geliehen btw. gekauft habe. Falls du die Schulz KSP215K bzw. den 13 cm Schulz noch nicht gehört hast, möchte ich dir diese empfehlen. Der BB der mich zuletzt am meisten begeistert hat und wirklich großartig ist, ist der Enviee BB. Ein moderner BB der aber das Gedankengut der Vintage BB aufgreift. Ganz leichte Nawi Papiermembranen, Alnico Magneten usw. Auch mit diesem BB habe ich einen Lautsprecher aufgebaut. Momentan wähle ich gerade das passende Furnier für meine alten Lowther Delphic 500 Gehäuse aus. Die Stamm/Lowther PM6c und Lowther DX3 haben ein optisch schönes Gehäuse verdient.
Gruß Mike
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Hallo Lothar,
danke für den spannenden Bericht. Falls du irgendwann wieder "Langeweile" hast, probier doch mal den hier. Soll (vor allem) bei dem aufgerufenen Preis ein "No-brainer" sein.
Grüße
rolf
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Falls du die Schulz KSP215K bzw. den 13 cm Schulz noch nicht gehört hast, möchte ich dir diese empfehlen. Der BB der mich zuletzt am meisten begeistert hat und wirklich großartig ist, ist der Enviee BB. Ein moderner BB der aber das Gedankengut der Vintage BB aufgreift. Ganz leichte Nawi Papiermembranen, Alnico Magneten usw. Auch mit diesem BB habe ich einen Lautsprecher aufgebaut. Momentan wähle ich gerade das passende Furnier für meine alten Lowther Delphic 500 Gehäuse aus. Die Stamm/Lowther PM6c und Lowther DX3 haben ein optisch schönes Gehäuse verdient.
Gruß Mike
Hallo Mike,
vielen Dank für deine interessanten Vorschläge.
Grundsätzlich ist es bei mir ja so, ich habe die getesteten BB durchaus vorselektiert, nach dem Aspekt, ob diese eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, auch in einem TQWT Gehäuse zu funktionieren wie meines. Ich möchte keine neuen Gehäuse mehr hier aufstellen, dazu fehlt einfach der Platz. D. h., für mich sind nur die BB interessant, die auch im TQWT dieser Größe gut klingen (ansonsten hätte ich noch andere Ideen gehabt, wie z. B. Coral Beta 8 oder Seas Exotic 8, Herr Vollstädt von Spectrumaudio hat mir aber dankenswerterweise einiges für mein Gehäuse simuliert und bei denen beiden wäre der Bass zu gering gewesen).
Hab ein bisschen über den Schulz KSP215K recherchiert. Ist ein sehr interessantes Chassis. Was ich mich aber frage, geht der in meinem 130 l Gehäuse? Optimales Gehäusevolumen sollen nur 60 l sein? Nicht dass die am Gehäusevolumen verhungern.
Der war wohl auch in kugelförmigen LS verbaut, die aber nur 86 dB hatten. Das wäre für meine Shindo Cortese F2a mit nur 2 x 10W definitiv zu wenig.
Kann jemand dazu was sagen?
Der Enviee ist mir natürlich aufgefallen. Mich haben damals aber einige negative Nutzerberichte abgeschreckt...
Ob Lowther in meinem Gehäuse wirklich genug Bass bringen würden, weiß ich nicht. Alle Lowther LS, die ich bisher gehört hatte, waren wunderbar in Mittel- und Hochton, aber Bass Fehlanzeige.
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