• Und jeder darf eine Meinung haben und diese auch vertreten, ohne dafür an die Wand gestellt zu werden. Das nennt sich dann wie gleich nochmal?

    Wer derart polemischen Auswurf veröffentlicht, darf sich auch nicht wundern, wenn es genau so aus dem Wald zurückschallt.


    Es handelt sich hier offensichtlich um einen Herren, der nicht nur "seine Meinung vertritt" sondern eben einen Auftritt daraus gestaltet und auf anderen herumhackt.


    der das ct-Lab Projekt aus dem Boden gestampft hat


    Ich mußte solche Einlassungen schon in meiner Schulzeit erdulden. Es war mein Physik LK-Lehrer, der bereits im Jahre 1991 eine solche Rede über Kabelklang halten mußte und wenige Jahre später mein E-technik Prof mit einem umfassenden Edikt über eingebildete klangliche Subtilitäten.


    Was habe ich daraus gelernt? Alles top Fachleute und beinharte Holzohren. Danke.

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Ansonsten wie stehts jetzt um Carsten Meyer? Hast von ihm auch ne (vielleicht besser unkommentierte) Vita parat?

    Japp - der ist auch bei XING eingetragen und hat da nix von nem Studiojob vermerkt.


    Außerdem ist auch die Arbeit in einem Tonstudio keine Qualifikation für irgendwas. Mich stört schon die art der Argumentation...


    Schauen wir uns z.B. Mal diesen Herren an:


    (3) Vinyl-Plattenspieler richtig einstellen - Workshop/Tutorial (The Soundphile) - YouTube


    Von nix ne Ahnung - aber halt Toningenieur. Muß ja supi sein!


    Hier erklärt er, warum Vinyl eigentlich nicht so gut klingt:


    (3) Der Vinyl-Hype - Rückschritt nach vorn? - Workshop/Tutorial (The Soundphile) - YouTube


    Klasse!

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Gegen mich ist hier in einem anderen Thread des Forums ja auch mal der Vorwurf gemacht worden, ich wäre polemisch. Das gebe ich jetzt mal weiter. Warum reagierst Du als Moderator dieses Threads so aufgeregt?


    Oder anders herum gefragt: Hast Du Dir nie die Frage gestellt, ob Dein Physiklehrer und/oder Dein Prof. nicht vielleicht auch ein wenig Recht hatten mit ihrer Argumentation? Waren das wirklich Holzohren oder hatten sie eine aus fundiertem Wissen gespeiste, kritisch aufgeklärte Sichtweise der Sachlage?


    Nur mal meine (vielleicht etwas kontroverse) Sicht auf den o.g. Artikel. Man muss den Artikel nicht lieben, aber imho enthält er schon ein Körnchen Wahrheit.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Warum reagierst Du als Moderator dieses Threads so aufgeregt?

    Sorry, aber ich bin bekannter Weise nicht Moderator dieses Bereichs und auch nicht Moderator dieses Fadens. Ich schreibe hier als User. Sollte ich evtl. auch so kennzeichnen - ich lasse mir dazu noch was einfallen...


    Dennoch bin ich etwas aufgebracht und das hat dann doch auch mit meiner Tätigkeit als Moderator zu tun. Meiner Meinung nach wird der Forenfrieden durch solche Themen immer wieder gestört und es ist nach jahrelanger Beobachtung für mich ganz klar die sogenannte "Meßfraktion", die als Störer auftritt und entweder - wie in diesem Artikel - grundlos andere Leute beschimpft oder die Kommunikation anderer stört, die sich grade über Themen wie eben z.B. Bauteilklang austauschen.


    Es ist eigentlich nie umgekehrt, wenn sich also Leute in einem Fachthema einig sind, daß sie solche subtilen Klangunterschiede nicht kümmern, kommt eigentlich niemals jemand angepoltert und fängt mit wüsten Beschimpfungen an, oder?


    Daher platzt mir immer wieder die Hutschnur, wenn ich solche Pamphlete lesen muß.


    Andreas ich schätze absolut deine sonstigen Einlassungen hier im Forum und wir teilen ja auch beide bekennend das Interesse an Vintätsch-Geraffel und grundsätzlich das Ideal, HiFi für angemessenes Geld auf die Beine zu stellen.


    In dem Artikel muß ich wie jeder andere über die teils erwähnten Preise schmunzeln - aber die Intoleranz, die da noch mitschwingt geht für mich halt gar nicht!

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Hallo!

    Hier erklärt er, warum Vinyl eigentlich nicht so gut klingt:


    (3) Der Vinyl-Hype - Rückschritt nach vorn? - Workshop/Tutorial (The Soundphile) - YouTube

    Ich fand den Beitrag ausgesprochen gut...

    Er war ja nicht gegen Vinyl, sonder hat die Unterschiede rausgearbeitet,

    auch die Haptik von Platten/Covers und die Veränderung der Hörgewohnheiten

    sowie damit einhergehende Kompositionsweisen.


    Den Eingangspost fand ich zum Schmunzeln, da war schon etwas Wahrheit drin...


    Ciao, Hardy

    Clearaudio Innovation, ET II, Golo, Graaf, Lyngdorf DPA-1, Lindemann Bridge, OTL-Röhre, AA DUO

  • Ich wundere mich ich jedesmal über den Ausdruck Holzohr, sind wir das idR. doch alle wenn wir uns nur auf diesen Sinn verlassen müss(t)en.

    „Goldkopf“ oder „Goldauge“ trifft es imho da eher ... und so eins bin ich auch, da mein Auge ‚mithört‘ ...


    Ich frage mich auch jedesmal wenn man über „Elkokuren“ redet (weil die alten eben altern bzw. man auch prophylaktisch tauscht): sind Black Gates von der grundsätzlichen Annahme der Alterung ausnahmslos nicht betroffen, wenn ja, warum? Sonst würde man alte/teils benutzte ja nicht einbauen ...

    VG
    Mario



    „Du akzeptiert keine Theorien, es sei denn sie untermauern deine eigene.“

    „... Es dient der Wahrheitsfindung …“ 😖😂

    Edited 3 times, last by hal-9.000 ().

  • Als (notwendige) Elkokur würde ich die Befreiung alter europäischer Hifigeräte von Elkos benennen, die bei Defekt weitere Schäden an anderen Bauteilen verursachen können. So z.B. alte Frakos oder Rödersteins, verbaut in erhaltenswerten Geräten der ehemals höheren Preis-/Qualitätsklassen wie z.B. Revox, Klein & Hummel, Tandberg oder ähnlichen Herstellern. Auch alte Tantalkondensatoren tausche ich da aus, um einfach zukünftig Ruhe zu haben.


    Ebenfalls sollte man Koppelkondensatoren in alten Röhrengeräten blind tauschen, denn die können zu Defekten führen. Ob alte Siebelkos in den Netzteilen unbedingt getauscht werden müssen, hängt von Fall zu Fall ab. Bei älteren Klein & Hummel Transistor Endstufen habe ich z.B. beobachtet, dass die fetten Siebelkos noch ok waren. Nach dem Ausschalten der Geräte spielten die munter noch einige Zeit an den Lautsprechern weiter und bezogen ihre Power durch die Siebelkos. Das geht aber nur deshalb, weil diese Endstufen kein Lautsprecherrelais haben, das nach Abschalten der Betriebsspannung abfällt.


    Defekte Siebelkos bei alten Röhrengeräten fallen dadurch auf, dass man ein permanetes Brummen hört, dass durch die nicht ausreichende Glättung der Anodenspannung auftritt. Hier hilft nur der Austausch oder (wenn man keinen Wert auf originales Aussehen legt) das Anbasteln geeigneter Hochvoltelkos, die dann die ungenügende Siebung ergänzen.


    Blackgates und ähnlich teures Zeug würde ich als Austausch für defekte Siebelkos niemals nehmen. Das halte ich für völligen Quatsch. Entweder, die Siebung stimmt oder eben nicht. Eine Klangbeeinflussung schließe ich imho aus.


    An Stelle dessen würde ich preisgünstiges neues Material nehmen, das evtl. eine höhere Kapazität hat (falls das Netzteil das erlaubt) und eine höhere Spannungsfestigkeit. Jan Wüsten bietet z.B. für die Restauration alter Röhrenverstärker eine tolle Auswahl neuer Elkos im klassischen Gewand an, die exzellente Ergebnisse liefern.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Er war ja nicht gegen Vinyl, sonder hat die Unterschiede rausgearbeitet,

    Na - er folgt schon der Grundthese, daß Vinyl klanglich und technisch in jeder Hinsicht das unterlegene Medium ist. Es gefällt uns angeblich nur, weil der Mono-Bass dicklicher ist und Höhen zurückgenommen werden müssen, weil sonst der Schneidstichel verbrennt und das nehmen wir dann als warmen Klang wahr.

    Außerdem ist die Dynamik bei Vinyl schlecht, was dank des Loudness War nur noch nicht jedem auffallen konnte und das Stereo Image ist wegen der Verzerrungen immer unscharf.


    Daher sei Vinyl ein Hype und ich kann diese Aussagen, zu denen ich teils entgegengesetzte Erfahrungen gemacht habe, durchaus nachvollziehen , wenn ich annehmen muß, daß die Cambridge-Fräse seine Referenz ist.


    Daß wir aus unterschiedlichen Welten stammen, wird durch seine These untermalt, daß die minutenlangen Pink Floyd Songs nur möglich waren, weil die gelangweilten Zuhörer nicht skippen konnten - ich sag da einfach mal nix zu!

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Hallo!

    Daß wir aus unterschiedlichen Welten stammen, wird durch seine These untermalt, daß die minutenlangen Pink Floyd Songs nur möglich waren, weil die gelangweilten Zuhörer nicht skippen konnten - ich sag da einfach mal nix zu!

    Er ist nicht der erste, der diese Theorie vertritt, die Fernbedienbarkeit von CD-Playern etc.

    verleitet einem dazu...Früher musst man aufstehen usw....

    Na - er folgt schon der Grundthese, daß Vinyl klanglich und technisch in jeder Hinsicht das unterlegene Medium ist. Es gefällt uns angeblich nur, weil der Mono-Bass dicklicher ist und Höhen zurückgenommen werden müssen, weil sonst der Schneidstichel verbrennt und das nehmen wir dann als warmen Klang wahr.

    Außerdem ist die Dynamik bei Vinyl schlecht, was dank des Loudness War nur noch nicht jedem auffallen konnte und das Stereo Image ist wegen der Verzerrungen immer unscharf.

    Naja, ich meine er hat ja Recht... :heul: Gegen eine anständige CD kann die LP nicht an,

    es geht ja schon mit dem technischen Unzulänglichkeiten los: Zig Diskussionen über

    Auflagegewicht, Spurfehlwinkel, Tonarm rauf oder runter, Übertrager ja/nein,

    Abschlussimpedanzen, Kabel, Kondensatoren :S und, und, und...

    Schlechte Pressungen, verbogen, dezentriertes Mittelloch, Knacksen bei neuen LPs,

    schlechte Pressungen, waschen muss man die Dinger auch noch :) .

    Unsereins ist mit der LP gross geworden, man schätzt die Cover und die Zeremonie, spielt

    sich mit luftgelagerten Tonarmen etc..

    Es ist halt wie bei der Fotografie, manchmal muss es der analoge Look (Ilford P50!!) sein,

    es hat was, aber besser im Sinne von realitätsnäher ist es nicht...


    Ich bin für friedliche Koexistenz, so habe ich das YT-Video auch verstanden.


    Im übrigen finde ich es sehr schön, alle meine CDs in der Hosentasche mitnehmen zu

    können, das ist bei Lps doch etwas schwer... 8)


    Schönes WE, Hardy

    Clearaudio Innovation, ET II, Golo, Graaf, Lyngdorf DPA-1, Lindemann Bridge, OTL-Röhre, AA DUO

  • Hi,

    ich habe die Videos des Toningenieurs ein wenig angeschaut und der Typ ist nicht der größte Kenner von Plattenspielertechnik. Wie er beim Auflagekrafteinstellen hantiert löst bei mir fast Angstzustände aus. Ich habe befürchtet, dass er den Tonabnehmer himmelt.


    Zurück zum Kondensatorthema.

    Ich habe vor etwa einem Jahr fast alle Kondensatoren in meiner Sony TAE-86B ausgetauscht, bis auf die in der Riaa-Entzerrung. Lade- u. Siebelkos, Stützelkos, Koppel-Cs (Tantals), Brückfolien. Das hat sich schon rechtstark bemerkbar gemacht. Ob ich die Ladeelkos hätte drin lassen können? Keine Ahnung. Aber die Kiste ist aus Ende 70er Anfang 80er. Das sind mind. 40 Jahre. Da ist für mich die Frage eindeutig. Auch bei Nichicons.
    Es war alles Neuware. Mouser. Es gibt einen Thread dazu. Da steht auch, welche ich benutzt habe, auf Empfehlung von Matej.


    Lehnt euch zurück, schmeißt den Plattenspieler an und hört euch die Musik an, nicht zu sehr den Klang.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • ich habe die Videos des Toningenieurs ein wenig angeschaut und der Typ ist nicht der größte Kenner von Plattenspielertechnik. Wie er beim Auflagekrafteinstellen hantiert löst bei mir fast Angstzustände aus. Ich habe befürchtet, dass er den Tonabnehmer himmelt.

    So ging es mir auch - aber hier werden ja Toningenieure gerne als die "Wissenden" gefeiert und dieses Bild würde ich gerne mal nachbessern... Das sind auch nur Menschen mit begrenzten Fähigkeiten zur Ausübung ihres Berufs.

    Bei den Musikern sieht es oft noch düsterer aus.

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Zig Diskussionen über

    Auflagegewicht, Spurfehlwinkel, Tonarm rauf oder runter, Übertrager ja/nein,

    Abschlussimpedanzen, Kabel, Kondensatoren :S und, und, und...

    Sagen wir mal so: Jeder kann nen CD-Plärrer betreiben. Kaufen. Aufstellen. Silberling einlegen. Fäddisch.


    Wenn man auf gutem Level Vinyl wiedergeben möchte, muß wissen, was er tut. Und das ist auch gut so ;)


    Tatsächlich finde ich, daß mein CDler und mein Dreher auf ähnlichem Niveau spielen - nur mit unterschiedlichen Zuckerseiten. Mir gefällts jedenfalls.

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Was haben die ollen Kondensatoren denn für Vorteile außer dem „Namen“?

    für mich sind Teile wie die unter

    https://www.ebay.de/itm/BLACK-…e14e8c:g:QFYAAOSwmyleyqLR

    oder

    https://www.ebay.de/itm/2PC-Ne…c74074:g:9jgAAOSwAq5gbqKP

    für Sammler gedacht, und der Preis entsteht hauptsächlich dadurch, das nicht viele davon existieren. Er ist nicht hoch, wenn man bedenkt, das in anderen Bereichen erheblich höhere Summen aufgerufen werden - siehe

    https://www.decantalo.com/de/d…lt-75cl/102-jahrgang-2016

    oder

    https://de.wikipedia.org/wiki/British_Guiana_1¢_magenta

    Das für Elkos aus laufender Fertigung solche Preise aufgerufen würden, wäre mir neu und ist auch unrealistisch.

    Die teuersten und wahrscheinlich besten Elkos aus laufender Fertigung, die ich kenne, sind die Mundorf Versionen "MLytic-HC" unter

    https://www.mundorf.com/audio/…ic_hc/MLytic-HC/?card=996.

    Sie basieren auf den "GW" Serienversionen von FTcap unter

    https://www.ftcap.de/fileadmin…/GW_series_16.11.2016.pdf

    und sind beide für hochwertige Verstärker-Projekte absolut empfehlenswert.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Das für Elkos aus laufender Fertigung solche Preise aufgerufen würden, wäre mir neu und ist auch unrealistisch.

    Die teuersten und wahrscheinlich besten Elkos aus laufender Fertigung, die ich kenne, sind die Mundorf Versionen "MLytic-HC" unter

    Keine Elkos, aber auch für Folienkondensatoren (aus laufender Produktion) kann man eine Stange Geld ausgeben:


    Audio Note Silver Foil


    Gruß,

    Marc

  • Generell stehe ich Bauteilen "Special Made For Audio" immer skeptisch gegenüber, unabhängig vom Preis.

    Hier wurden Vergleichsprodukte beschrieben:

    http://www.jimmyauw.com/2010/0…ttle-of-three-capacitors/

    Mich würde interessieren ein Hörvergleich zu diesen vergleichsweise preislich moderaten Ausführungen:

    1) Mikrowellen-HV-Capacitor (war für mich bei einem lange zurückliegendem Test an einem BMS Treiber mit Horn klarer Favorit)

    https://www.ebay.de/itm/303928…0hzgVrEAQYAyABEgJ99fD_BwE

    2) Motoranlasskondensator

    https://www.futanie.com/index.…t_info&products_id=282327

    https://www.conrad.de/de/p/wel…QYAiABEgLuK_D_BwE%3AG%3As

    3) GTO-MKP (z. B. WIMA)

    https://www.wima.de/en/our-product-range/gto-capacitors/

    4) WIMA FKP (höchste Spannungsfestigkeit, ggf Parallelschaltung zur Erzielung des gewünschten Wertes)

    https://www.wima.de/de/produkte/impulskondensatoren/fkp-1/

    Ein Grund für hörbare Unterschiede scheint die Masse der Kondensatoren zu sein (mikrofonie-ärmer), weil Subminiaturausführungen die Qualität limitieren, was auch in sehr kompakten Phono-Vorstufen wie der unter

    https://www.fidelity-online.de…ifi-audio-micro-iphono-2/

    eindeutig ein limitierender Faktor zu sein scheint.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==