Muß ich jetzt Mitleid mit meinem Thorens TD 124 / II haben ?

  • Die Geschwindigkeit des Motors wird primär durch die Netzfrequenz bestimmt. Die höhere Spannung verursacht vermutlich eine gewisse Unruhe, hat aber nichts mit der Geschwindigkeit zu tun, oder liege ich da völlig daneben?

    Soweit ich das verstanden habe: Der TD 124 hat keinen Synchronmotor, deshalb kann die Spannung durchaus einen Einfluss haben. Das wurde im Forum auch schon ausgiebig diskutiert. Sinn oder Unsinn sei dahingestellt, aber bei mir kann ich klar feststellen, dass ich bei weniger Spannung die Wirbelstrombremse weniger stark einstellen muss. Und Neil hat ja nach Mod-Möglichkeiten gefragt - und verwendet ja selber ein Dr Fuss Netzteil mit 200 Volt, wie von Schopper, riverside audio und anderen empfohlen.


    Lieber Gruss


    Steff

    Damit höre ich Musik:

    TD 124

    TD 125

    LINN LP 12

    EAR 834P

    Pro-ject Phono Box S2

    Studer A807

    Studer D730


    Swissonor Line Tube Preamp

    Amps: Quad ll

    Tannoy Devon

  • Hallo Neil

    So, mein neuer Tonarm (Swissonor TA 10) läuft nun auf meinem frisch revidierten TD 124. Mein SPU 90 läuft mit der Swissonor Phonovorstufe und eingebautem Hashimoto-Übertrager HM7. Und wie klingt es? Einfach traumhaft punkt. Da haben Schick, SME 3009 s2 nicht ansatzweise eine Chance! Wobei der 3009 s2 natürlich für ein SPU nicht geeignet ist (der läuft bei mir an einem Nagaoka MP300). Du möchtest eine Verbesserung? Bevor du über ein Netzteil, anderen Tonabnehmer oder sogar Phonovorstufe nachdenkst: Besorge dir den Tonarm. Er besitzt die gleiche DNA wie der BTD 12s bzw. 14 oder löst dieser besser auf, verzerrt bei der Innenrille nie. Und er behält den Groove und die Klangfarben des 14 oder 12s. Der Preis ist hoch, aber mit ein bisschen Glück, erwischt du ein gebrauchtes Modell.

    Meine Suche hat ein Ende. Klar könnte ich als letztes Upgrade noch das Netzteil besorgen, aber nötig ist es nicht. Meine Swissonor Phonovorstufe inkl. Hashimoto-Übertrager kostet in etwa gleichviel wie die Lehmann Decade. Aber klanglich spielt meine neueste Konfiguaration im Verbindung mit einem SPU Classic, 90/95/100 um Klassen besser!

    Meine bisherige Kombis waren jeweis mit dem TD 124:

    Tonarm 12s

    SPU meister

    SPU Classic

    Ortofon 2m blue

    Nagaoka MP 10

    Nagaoka MP 200 (nach 1 Woche wieder verkauft)

    Nagaoka MP 300

    EAR 834 De Luxe (NOS Tesla-Röhren)

    Lehmann Decade

    Nagra BPS (grauenhaft und viel zu teuer)

    Project RS

    Denon 103 R

    Ganz Nebenbei: Das beste und günstigste Upgrade war der Wechsel der Tellerauflage:

    Origin Live Plattentellermappe! Die Räumlichkeit und Auflösung steigert es erheblich.

    Lieben Gruss,

    Sandro

  • Hi!


    Hast Du Dich denn mal durch ältere Threads gefräst? Ich meine der leider schon verstorbene Tom Schmitz hatte einen massiv überarbeiteten 124er (Zarge, Lager ...) und das Teil spielte gemessen daran, was man damals so von Leuten gelesen hat, wohl auf sehr, sehr hohem Niveau.


    Also, genau das würde ich machen, wenn ich den 124er verbessern wollte: erstmal alle alten Threads lesen, die es dazu bereits gibt.


    Nach meiner Erinnerung hatte Tom einen Schröder-Arm im Einsatz. Daran ein Delos, das wäre ein Träumchen.


    Beste Grüße

    Sören

  • Hallo,


    es ist sehr spannend, die weiter oben verlinkte, im Tenor sehr positive Vorstellung des Swissonor-Arms in Art Dudleys "Listening"-Kolumne zu lesen, daraus kann jede*r schließen, welche Bedürfnisse dieser Arm zu befriedigen vermag - und welche vielleicht nicht. Wenn man dann weiter liest, wie sich der Hersteller zu den wenigen Kritikpunkten verhält (sowie die Reaktionen darauf), mag man sich auch überlegen, ob man da kaufen möchte - oder lieber doch nicht. Mir kommen da Zweifel... aber keine technisch-klanglichen.


    Gruß Arnold

    aufhören, wo andere weitermachen

  • @neukolin: Die Zweifel hatte ich anfangs auch...und habe mit dem Hersteller mehrere Male - auch wegen des besagten Artikels im Stereophile telefoniert. Vielleicht war seine Reaktion marketing-technisch nicht die klugste. Wer denn Hersteller aber kennengelernt hat, der weiss , dass er über Jahre mit einer Leidenschaft und Präzision an seinen Produkten arbeitet und weiterentwickelt. Ich bin froh, dass ich mich nun doch für den Swissonor Tonarm entschieden habe. Denn ab jetzt höre (und mache) ich nur noch Musik. :)

  • Den TA-10 hatte ich auch schon auf dem Radar, er war mir dann aber doch etwas zu teuer. Gehört hatte ich ihn mit einem SPU zusammen an einer Messe in Regensdorf ZH, das klang schon sehr gut. Ich höre mit einem SME 3009 der Serie 2, also der alten nicht verbesserten Version. Die Swissonor Produkte finde ich schon toll, vor allem die Röhrenverstärker.


    Markus

  • Hallo,


    es ist sehr spannend, die weiter oben verlinkte, im Tenor sehr positive Vorstellung des Swissonor-Arms in Art Dudleys "Listening"-Kolumne zu lesen, daraus kann jede*r schließen, welche Bedürfnisse dieser Arm zu befriedigen vermag - und welche vielleicht nicht. Wenn man dann weiter liest, wie sich der Hersteller zu den wenigen Kritikpunkten verhält (sowie die Reaktionen darauf), mag man sich auch überlegen, ob man da kaufen möchte - oder lieber doch nicht. Mir kommen da Zweifel... aber keine technisch-klanglichen.


    Gruß Arnold

    Hätte da keine Problem, wie lange ist " dieser Vorfall her". Denke über Jahre sich an dem Artikel festzubeissen....so what. Ich habe den Tonarm schon gehört und gesehen. Ich kenne

    den ein oder anderen Betreiber des Tonarms und die sind mehr als zufrieden damit.

  • Ich kenne

    den ein oder anderen Betreiber des Tonarms und die sind mehr als zufrieden damit.

    Darum ging es Arnold in seinem Post ja auch nicht, wie er schrieb:

    Mir kommen da Zweifel... aber keine technisch-klanglichen.

    Es ging eher um den Umgang mit Kritik seitens eines Testers.

    Man könnte daraus schließen das eine etwaige Reklamationsabwicklung ähnlich negativ ausfällt.


    Und ja, es ist schon länger her und sollte auch nicht ewig nachgetragen werden.

    Besten Gruß

    Berthold

    (geimpft, gechipt, entwurmt)



    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"

  • Mein TD124/II ist im Originalzustand, Motor ca. 2006/7 überholt und weiter nichts.


    M.E. "muss" der TD124 mit einem 12 Zoll Tonarm betrieben werden, der keine Verbindung über ein angeschraubtes Tonarmbrett zum Chassis hat.


    Bei mir in Vinylista-Zarge :love: :


    124IIklein.jpg

    Gruß Joerg

  • Hallo Joerg,

    das kann ich nicht bestätigen! Ich habe mir eigens ein angeschraubtes 12“ Tonarmbrett aus Panzerholz bauen lassen, weil es bei mir besser klingt als zuvor auf einer entkoppelten Zarge. Natürlich kann ich das nur für meine Arm- und TA Kombination sagen, ich gehe aber davon aus, dass sich Thorens schon etwas dabei gedacht hat, den Tonarm starr an das Chassis anzukoppeln.

    Grüße

    Gerhard


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    LP12; TD124; TD124DD; NAGRA T-Audio, IVS, VI, Seven, Jazz, VPS, Classic DAC, MPS, CDC, 300p; FUNK MTX, Kabel; Open Baffle; REVOX B215; SPL MK-2T;

    AAA Mitglied;

  • Hallo Torsten

    Interessante Fragen die Du da stellst. Ich für mich denke, dass der Ansatz mit einem TD124 glücklich zu werden beim Benutzer liegt. Hat man den Anspruch auf Highend und das letzte Detail rauszuhören, ist der TD 124 sicher der falsche Weg. Da gibt es ja für alle Geschmacksrichtungen Produkte auf dem Markt. Ich für mich bin zufrieden mit dem Dreher und habe alle andern Spieler bei mir aus dem Wohnzimmer verbannt.

    An deiner Stelle würde ich den 124er belassen wie er ist und weiter in deine Geschmacksrichtung den Rest der Kette optimieren. Eventuell an einen Verkauf denken und so mehr Geld für diese Optimierung zur Verfügung haben.

    Natürlich ist auch das Abstimmen der restlichen Gerätschaften mit dem Dreher, Tonarm und Abtaster sehr wichtig. Wenn die ganze Coronageschichte sich etwas gelegt hat, komme ich gerne mal auf ein Gegenbesuch bei Dir vorbei und höre mir mal dein "neues" Setup an.


    Herzliche Grüsse

    Alessandro

  • Hallo Allessandro,


    freut mich von Dir zu hören. Tja ich habs tatsächlich getan. Ich wollte einfach neben dem Thorens noch was aktuelles, modernes hinstellen. Mich reizt der Gegensatz neu zu alt. Ich

    möchte den Thorens weiterhin betreiben und auch etwas nach vorne bringen. Er sollte aber

    "musikalisch bleiben", muß nicht bis in die letzte Ecke alles auflösen. Der Thorens bleibt definitiv bei mir und natürlich darfst Du nach Corona mal im Schwabenland vorbeischauen.

    Herzliche Grüße

    Torsten

  • Hallo,


    die Schrauben, an denen man beim TD 124 klanglich drehen kann sind IMHO:


    - perfekter mechanischer Zustand

    - Tellerlager (Spiegel & Kugel & Öl)

    - Lagerung des Chassis (Federn / Pilze)

    - Material Tonarmbrett

    - Reibrad (Lagerung & Gummimischung !)

    - Riemen

    - Zarge

    - Tellermette


    Mit der "Stromgeschichte" habe ich nie experimentiert - hat sicherlich auch Einfluß.


    Auch ich rate dazu, die älteren Posts von leider verblichenen Tom Schmitz herauszusuchen, denn der war da klanglich echt weit gekommen und hat sehr viel probiert...

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • - Lagerspiegel Stufenrad


    würde ich in deiner Auflistung noch hinzufügen ;)

    Besten Gruß

    Berthold

    (geimpft, gechipt, entwurmt)



    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"