Wie geeignet ist der Raum - Lautsprecherfrage

  • Ich hoffe ich habe das in die richtige Rubrik gestellt!


    Hallo Zusammen,


    die Kinder sind groß und aus dem Haus.....plötzlich ist da Platz für ein eigenes Zimmer!


    Ich würde mir gerne ein "Musikzimmer/Hörzimmer" einrichten. Es gibt weiter nichts, außer genügend Plattenspielern und auch Verstärkern.

    Was es nicht gibt sind die Lautsprecher, das Sitzmöbel und vor allem Ahnung von Raumakkustik!


    Mein Wunsch wäre endlich einmal RICHTIG stereo zu hören. So merkwürdig wie das klingen mag - aber bisher waren alle meine Aufstellungen (mein ganzes Leben lang) immer sehr stark kompromiss behaftet. Die letzten 20 Jahre im eigenen Haus waren in dieser Hinsicht am "schlimmsten". Das könnte ich jetzt ändern. Die Stereoanlage im Wohnzimmer bliebe natürlich, aber ich hätte einen Raum zur verfügung, in dem ich (fast) machen kann was ich will.

    Leider ist der Raum mit ca. 17 qm nicht sonderlich groß und von diesem Raum ging es mal auf einen Balkon. Der Balkon ist mittlerweile ein "Wintergarten". Die Balkontür ist ausgebaut. Das Fenster ist noch da.

    Desweiteren steht ein Kleiderschrank in dem Raum, der nicht verhandelbar ist.


    Ich habe den Raum gezeichnet und auch meine Vorstellung der Lautsprecherpositionierung.


    Im Grunde habe ich vorerst zwei große/grundsätzliche Fragen.


    - ist der Raum überhaupt geeignet um wirklich gut! Musik zu hören?


    - Welche Art Lautsprecher sind für diesen Raum am geeignetsten? Gibt es eine "Faustformel"? So etwa wie.... "unter 25 qm nur kleine Regallautsprecher, sonst wird das nichts mit den Moden"


    Mich zieht es immer zu Standlautsprechern (obwohl ich für sowas schon lange keinen Platz mehr habe) Sind Standlautsprecher zu "groß/gewaltig" für diesen Raum? Ich denke hier freilich an schlanke Standlautsprecher.


    Mir geht es tatsächlich nicht um irgendwelche Lautsprecherempfehlungen! Am Ende habe ich dann 60 verschiedene Lautsprecherempfehlungen, von denen 20 nicht mehr zu kaufen sind, 25 könnte ich eventuell nicht bezahlen und um den Rest probezuhören müsste ich vielleicht die nächsten zwei Jahre durch die Republik fahren.


    Wenn der Raum zu problematisch ist, würde ich mich von dem Traum "Musikzimmer" verabschieden - dann ist das so.


    Der Raum hat rundum Mauerwerk, der Boden ist Laminat, Die Balkontür ist ausgebaut, das Fenster (nicht zu öffnen) ist natürlich Glas. Zimmertür gibts natürlich auch, der Raum ist 2,4m hoch. Der Kleiderschrank muss bleiben. Ich habe in den Raum zwei Standlautsprecher gestellt mit ca. 50cm Abstand zu den Seiten und 70cm zur Rückwand. Der Sessel steht genau auf dem Punkt - wenn man vom Gleichseitigen Dreieck ausgeht.


    Über Eure Meinungen und auch Anregungen würde ich mich sehr freuen.


    Grüße aus Rheinhessen

    Dirk


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  • - ist der Raum überhaupt geeignet um wirklich gut! Musik zu hören?

    Klar, die Maße sind ja recht ausgewogen


    - Welche Art Lautsprecher sind für diesen Raum am geeignetsten? Gibt es eine "Faustformel"? So etwa wie.... "unter 25 qm nur kleine Regallautsprecher, sonst wird das nichts mit den Moden"

    Nein, so etwas gibt es nicht (sinnvoll).


    Es gibt so abartig viele, unterschiedliche Lautsprechertypen, -konstruktionen und auch -vorlieben, dass jeder pauschale Aussage einfach mal pauschler Unsinn ist.


    Ich würde in eher kleinen Räumen zu Boxen mit wenigen Systemen tendieren. (Aber ich tendiere ohnehin in diese Richtung) und zur Not noch einen Sub für den untersten Bereich mit einplanen.



    Das Hördreieck muss nicht gleichseitig sein. Gleichschenkelig sollte reichen.
    Je nach Lautsprecher kannst du also mit dem Hörplatz auch noch nach vorne oder hinten rutschen.

  • Das ist doch ein schönes Zimmer und natürlich geeignet für ein Hörraum. Der Schrank kann sogar Vorteile bezogen auf den Bass haben.

    Maßnahmen zur Raumakustik würde ich erst angehen wenn die LS gesetzt sind und ein Hören möglich ist.

    Einzig über ein Deckensegel bzw. deren Halterung könnte man sich schon jetzt Gedanken machen.

    Wenn die Anlage erstmal steht macht das Staubwischen, nach dem Bohren in die Decke, keinen echten Spaß ;)

    Einen Teppich sollte man auch einplanen und dann erstmal hören was sich tut.

    Besten Gruß

    Berthold


    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"

  • Alternative könnte sein quer zu hören.

    Sessel "vor" der Wand unten. Boxen obere Wand, seitlich von Fenster. Schrank an linke Wand.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Sind Standlautsprecher zu "groß/gewaltig" für diesen Raum?

    Kommt drauf an.

    Es gibt große und fette – eher nein.

    Es gibt schlanke, die kaum größer sind als kompakte auf Ständern – warum nicht?

    Herstellerempfehlungen sind da oft hilfreich.


    Ansonsten sieht der Raum doch gut aus!

    Fenster würde ich mit Gardine entschärfen, ansonsten schön und reichlich dekorieren – ist oft das beste Raum-Tuning ...


    Die Tipps bisher haben auch alle was für sich!

    Viel Spaß in deinem Hör-Reich!

  • Budget?


    LG, Holger


    Transrotor Fat Bob S TMD, Schröder No.2, Ortofon Cadenza Bronze, TR800,

    Zyx Ultimate 100, Dr. Fuß , Symphonic Line RG10 MK4 Ref,

    Sehring 702 SE

    Okki Nokki mk2

  • Ich würde mich nicht von vornherein mit den Lautsprechern einschränken. Große Standlautsprecher mit ordentlichem Bass? Ja, warum denn nicht??

    Bedenke, daß Du im Baß auch noch den Wintergarten quasi mit beschallen mußt (die Türe fehlt ja...). Ist das gleiche Prinzip wie bei offenen Treppenhäusern etc. Tiefe Frequenzen sind ungerichtet und breiten sich in alle Richtungen aus, also auch in "angekoppelte" Räume.

    Wenn das akustische Ergebnis im Bass dann nicht befriedigt oder gar echte Probleme wie stehende Wellen auftreten, kann man immer noch über die Anschaffung eines DSPs nachdenken. DSPs kosten in guter Qualität kein Vermögen mehr - braucht halt dann jemanden mit Meßmikrofon, der die Kiste dann einmißt...


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.

  • Eins weiß ich mit Sicherheit, dass Du an dieser Hörposition in der Mitte des Raumes keinen Bass haben wirst. Den besten Kompromiss wirst Du im ersten Drittel finden (kurze Wand).

    Also Lautsprecher ca 2-2,2 m Abstand zueinander und dein Hörabstand ca 2 m. Das ist fast schon Nahfeld hören, entsprechend sollte die Lautsprecherwahl ausfallen. Ich habe ähnliche Maße bei ca 20 qm und mit meiner Tannoy funtzt es beim Hören recht gut. Um auf die Frage zu kommen Stand vs. Kompakt LS. IMHO ist es egal, meine kleine Elac CL 82 an meiner Zweitanlage schiebt dermaßen den Bass in den Raum, dass man denkt da steht ein ausgewachsener Stand LS. Zur Raumakustik kann ich dir jetzt schon Bassabsorber für die Ecken empfehlen, also in die Ecken hinter dem LS vom Boden bis zur Decke, entweder fertig gekauft oder DIY. Hier hilft viel, viel. Einen Deckenabsorber unter der Decke und gegen die seitlichen Erstreflexion einen Diffusor links/rechts neben den LS. Einen großer Teppich hilft zwar nur minimal, aber besser als nichts, Vorhänge und vielleicht ein Stoffsofa/Sessel. Somit klingt es nicht mehr wie in der Kirche.

    Glück auf.

    Detlef

    Acoustic Solid Machine Small + Benz Wood SH, Korsun µ3i, Unison Triode 25, Atoll MS120, Tannoy Prestige Stirling GR

  • Somit klingt es nicht mehr wie in der Kirche.

    Ich denke mal, daß da noch so einige Möbel zur Tonträger-Aufbewahrung dazu kommen. Das dürfte die Raumakustik schon noch entschärfen. Und sollte es dann noch größere Flächen geben, die akustisch stören, kann man immer noch mit Noppenschaumstoff o.ä. nachhelfen.


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.

  • So rein grundsätzlich bevorzuge ich ein Sofa, im Vergleich zu einem Sessel. Nicht nur, weil man sich da auch mal ausstrecken kann, sondern auch wegen der Bedämpfung des Raums.

    Der Raum sollte (im Idealfall) auch nicht zu symmetrisch sein.

    Man sollte halbwegs genau mittig zwischen den Boxen sitzen (Stereodreieck, kennen wir ja alle) aber es ist oft sehr hilfreich, wenn der Raum selber deutliche Störungen zur idealen Symmetrie aufweist.

    In einer früheren Wohnung hatte ich den Hörplatz mal mit Blick auf eine Raumecke ausgerichtet. Das hat erstaunlich gut funktioniert und ich hatte ab dem Moment keine Probleme mehr mit dem Sound

  • Noppenschaumstoff o.ä.

    Noppenschaumstoff oder Eierkarton funktioniert nicht.

    Glück auf.

    Detlef

    Acoustic Solid Machine Small + Benz Wood SH, Korsun µ3i, Unison Triode 25, Atoll MS120, Tannoy Prestige Stirling GR

  • die Abstände zur Seiten- und hinteren Wand entscheiden sich mit der Auswahl der Lautsprecher. Man kann zwar eine Wunschplanung machen, meist sind die Realitäten anders.

  • Quote

    Das ist doch ein schönes Zimmer und natürlich geeignet für ein Hörraum. Der Schrank kann sogar Vorteile bezogen auf den Bass haben.

    Das finde ich auch. Auf alle Fälle so beginnen, wie nach deiner Zeichnung. Dann mit der Boxenaufstellung und dem Sitzplatz spielen (Boxen evtl. etwas mehr zusammen, Hördreieck etwas mehr in den Raum zur Tür). Die "Eindrittel-Lösung" wäre Boxen auf 165 cm von der Rückwand, Hörplatz auf 330 cm.

    Bloß nicht gleich alles mit Absorbern vollstellen, oftmals helfen Diffusoren mehr.


    Gruß Nobbi

  • Hallo Zusammen und vielen Dank für Eure Antworten, Tipps und Ratschläge!


    Ich nehme bis hierher mit, dass der Wunsch nach einem eigenen Hörzimmer in diesem Raum nicht unsinnig ist - das freut mich doch sehr! Und das es nicht per se unsinnig ist über Standlautsprecher nachzudenken.


    Was die Akustischen Tipps zu Bedämpfungen angeht....Ich hatte auf jeden Fall vor (immer vorausgesetzt, ich gehe das Ganze wirklich an) einen Teppich in die Mitte des Raumes zu legen.

    Einen Vorhang vor das Fenster ist auch geplant - in welcher Art auch immer. Vielleicht auch in Form einer Stoff-Jalousie?

    Deckensegel ist mir noch etwas unklar! Ich verstehe noch nicht so recht wie die "Funktionieren" Wenn die Funktion davon abhängt, dass man die Decke abhängt, wird der Raum recht niedrig. Er ist ja so schon nur 2,4 m hoch.

    Der Sessel ist nur als Beispiel gedacht - und weil er sich schneller zeichnen ließ. Ich dachte hier auch eher an etwas Zweisitziges. Gerne aus oder mit Stoff.

    Möbel in irgendwelcher Art wird es auch geben. irgendwo müssen die Schallplatten hin und einen "Altar" für ein bis zwei Plattenspieler wird´s dann auch geben. Vielleicht ein kleines Tischchen für den Rhoihesseschobbe?

    Irgendein System um wechselnde Schallplatten an die Wand zu hängen - das zählt vermutlich nicht?

    Ich könnte mir auch vorstellen an die linke Wand (gegenüber des Fensters) eine Art Wandteppich/Vorhang - was auch immer - zu hängen.


    Zur vorgestellten Aufstellungsidee an sich.....Ich bilde mir ein irgendwo gelesen zu haben, dass es ungünstig wäre, hinter dem Hörplatz direkt eine Wand zu haben. Deshalb diese Ausrichtung. Wenn ich die ganze Sache um 90° drehe, stehe ich bei gleichem Lautsprecherabstand und Hörabstand mit dem Sessel/Sofa direkt an der Wand - und habe dann auch keinen (wirklichen) Spielraum mehr um die Lautsprecher weiter von der Rückwand abzurücken, wenn dies Sinn machen würde. Bzw. würde das Stereodreieck immer weiter zusammenschrumpfen.

    Ob meine Gedanken richtig sind, weiß ich natürlich nicht.


    die Abstände zur Seiten- und hinteren Wand entscheiden sich mit der Auswahl der Lautsprecher. Man kann zwar eine Wunschplanung machen, meist sind die Realitäten anders.

    Das ist mir vollkommen klar - deshlab stelle ich hier diese grundsätzlichen Fragen

    Eins weiß ich mit Sicherheit, dass Du an dieser Hörposition in der Mitte des Raumes keinen Bass haben wirst. Den besten Kompromiss wirst Du im ersten Drittel finden (kurze Wand).

    Also Lautsprecher ca 2-2,2 m Abstand zueinander und dein Hörabstand ca 2 m. Das ist fast schon Nahfeld hören, entsprechend sollte die Lautsprecherwahl ausfallen. Ich habe ähnliche Maße bei ca 20 qm und mit meiner Tannoy funtzt es beim Hören recht gut. Um auf die Frage zu kommen Stand vs. Kompakt LS. IMHO ist es egal, meine kleine Elac CL 82 an meiner Zweitanlage schiebt dermaßen den Bass in den Raum, dass man denkt da steht ein ausgewachsener Stand LS. Zur Raumakustik kann ich dir jetzt schon Bassabsorber für die Ecken empfehlen, also in die Ecken hinter dem LS vom Boden bis zur Decke, entweder fertig gekauft oder DIY. Hier hilft viel, viel. Einen Deckenabsorber unter der Decke und gegen die seitlichen Erstreflexion einen Diffusor links/rechts neben den LS. Einen großer Teppich hilft zwar nur minimal, aber besser als nichts, Vorhänge und vielleicht ein Stoffsofa/Sessel. Somit klingt es nicht mehr wie in der Kirche.

    Die Maße die Du nennst, sind quasi identisch mit meiner virtuellen Aufstellung. Andere/Größere Lautsprecherabstände gibt der Raum sowieso nicht her, wenn ich von einem Stereodreieck ausgehe und halbwegs Abstand der Lautsprecher zu den/der Seitenwand einhalten möchte. Der einzige Effekt in Deinem Vorschlag wäre, dass der Hörplatz press an einer Wand wäre - und (je nachdem wie rum) links oder rechts keine Wand ist. Wenn Du meinst, dass das besser ist, werde ich das natürlich überdenken.

    Du meinst, dass ich keinen Bass haben werde, weil der Hörplatz "mitten" im Raum ist und nicht direkt vor einer "Rückwand"?

    Budget?

    Ich verstehe die Frage nicht so recht! Meinst Du damit, was ich insgesamt bereit bin auszugeben? Was ich für Lautsprecher ausgeben möchte?

    Irgendwie möchte ich gar nicht so recht darauf eingehen. Ich weiß auch nicht, inwieweit das für mich Zielführend sein kann. Mir ist völlig klar, dass alles mit allem zusammenhängt. Und das die eine Maßnahme die Andere beeinflusst. Das ist mit ein Grund, warum ich explizit nicht nach einem passenden Lautsprechervorschlag fragte. Ich fürchte, dass mich das (jetzt im Moment) nicht weiterbringt.

    Wenn es zu einem Hörraum kommt - und davon gehe ich mittlerweile aus - und wenn ich dann spezielle Lautsprecherfragen habe, würde ich mich freuen dazu gezielt Tipps zu bekommen.

    Ich bin ein "Selbermacher". Das geht vom Verputzen von Wänden, über Strom, Boden, Möbelbau und Hifigeräte restaurieren.

    Was für mich nicht infrage kommt, ist einen Raumakustiker zu bestellen und den dann "machen" zu lassen. Das sprengt mein Budget.

    Verrückt, dass ich zu dem hingeworfenen Wort "Budget" am meisten schreibe!!


    Also - vielen Dank nochmal für Eure Zeit! Ich finde es toll, dass Ihr Euch ernsthaft mit meinem "Problem" beschäftigt und mir bei einer Entscheidungsfindung helft.


    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch

    Dirk

  • Hallo Dirk,


    War wohl etwas schnell dahingeworfen, da hast Du recht.

    Meine Frage ist: Wieviel dürfen die Lautsprecher denn kosten?


    LG, Holger


    Transrotor Fat Bob S TMD, Schröder No.2, Ortofon Cadenza Bronze, TR800,

    Zyx Ultimate 100, Dr. Fuß , Symphonic Line RG10 MK4 Ref,

    Sehring 702 SE

    Okki Nokki mk2

  • Hallo Dirk,


    War wohl etwas schnell dahingeworfen, da hast Du recht.

    Meine Frage ist: Wieviel dürfen die Lautsprecher denn kosten?

    hallo,

    das ist eine Frage, die ich so richtig noch gar nicht beantworten kann. Natürlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Ich habe auch über Selbstbau nachgedacht. Ich schätze Mal ganz grob €3000,- als Limit ein. Deutlich mehr würde ich mir nicht leisten wollen und könnte es auch vor meiner besseren Hälfte nicht "verantworten".

    Gruß

    Dirk

  • Hab mal simuliert.

    Hörplatz in der Mitte, LS nach deiner Einschätzung.

    Einbruch bei ca 80 Hz.

    Mitte.jpg


    Hörplatz auf 38 %, LS näher zur Wand, das Loch bei 80 Hz besser ausgefüllt.

    besser.jpg


    Die Spitzen und Löcher werden mit Absorbern homogenisiert und die Nachhallzeit wird gedrückt.

    Aber wie gesagt, es ist nur der erste Schritt bzw. Ansatz.

    Einen Raum akustisch in den Griff zu bekommen ist gar nicht so leicht.

    Glück auf.

    Detlef

    Acoustic Solid Machine Small + Benz Wood SH, Korsun µ3i, Unison Triode 25, Atoll MS120, Tannoy Prestige Stirling GR

  • Hallo Dirk,


    da mein Raum zwar etwas größer aber im Länge-BreitenVerhältnis sehr ähnlich geschnitten ist, empfehle ich einmal mehr die folgende Vorgehensweise:


    1/5 der Raumlänge = Abstand Schallwand (Front) und Hörplatz von der jeweils dahinter liegenden Fläche.

    Seitlicher Wandabstand im Verhältnis 5:8 (bei Aufstellung Raumlängsachse) bzw. 8/5 (bei Aufstellung kurze Raumachse).


    Beim Seitenverhältnis bin ich leicht freier mit der Vorgabe umgegangen, aber gerade der 1/5-Abstand zwischen Wand und Schallfront überzeugt vollends.

    Ausgewogen, stabiler Bass, Raumklang auf der Aufnahme, Aufteilung auf der LR-Ebene, alles ganz prima.


    Übrigens, schlanke Lautsprecher...falls möglich ohne seitliche Basstreiber. Die machen bei diesen kurzen Wandabständen meist Ärger (so wie meine damaligen Audio Physics Virgo).


    Falls doch, empfehle ich per kurzer Raumachse zu probieren. Dann hast du wenigstens Abstand zur Seite.


    Und bezüglich Absorber, da empfehle ich wie bereits weiter oben gesagt, wenig einzusetzen. Dann lieber Diffusoren, funktioniert auch bei mir recht gut.


    Viel Erfolg, wäre schön, von deinen Ergebnissen lesen zu dürfen.


    Grüße aus Lobberich

    Stefan

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen!" Karl Valentin

  • Dirk,


    zu Stefans Empfehlungen kann nur Ergänzen, dass es neu, eine Raumakustikrubrik gibt.

    David (DVC) hat dort ein Video von Herrn Hoffmann (Dynaudio) eingestellt, das für mich sehr zielführend war. Dort werden die Eckdaten des goldenen Schnitts (1/5 & 5/8 z.B) anschaulich gemacht.

    Der Hörplatz gehört nicht in die Mitte, rechnerisch auch nicht möglich, wenn die den Raum in 5 Abschnitte aufteilst.


    Thomas

  • Hallo,


    danke weiterhin für Eure Tipps und Hinweise!


    Ich habe mir das Video angesehen und denke auch verstanden.


    Des weiteren habe ich mich mit den Vorschlägen auseinandergesetzt, das Ganze um 90° zu drehen. Und siehe da - bei gleich groß gebliebenem Stereodreieck geht das auch! Ich habe die 1/5 Methode für die Abstände Lautsprecherfront zu Rückwand und Hörplatz zu Rückwand berücksichtigt.


    Seitlicher Wandabstand im Verhältnis 5:8 (bei Aufstellung Raumlängsachse) bzw. 8/5 (bei Aufstellung kurze Raumachse).

    Vielen Dank für Deine Ausführliche Erklärung!

    Das, muss ich zugeben, habe ich nicht wirklich verstanden! 5/8tel? Von was? Ich werde mal weiter darüber nachbrüten.....


    Vielen Dank fürs Simulieren! Das ist ein Thema, das ich sehr spannend finde, mich aber noch nie mit beschäftigt habe.


    Jedenfalls würde es Quer so aussehen - Die Abstände Lautsprecher zueinander und Hörplatz von Lautsprecher sind fast identisch mit der Längsausrichtung vom Erstentwurf.

    Die Abstände im Detail (bei gleichseitigem Dreieck): Lautsprecherfront zu Rückwand 0,7m; Hörplatz (etwa Kopf) zu Rückwand 0,7m; Lautsprechermitte zueinander 2,4m; Hörplatz zu Achse Lautsprecher etwa 2m.

    Den Wandabstand zur Raumecke habe ich auf 1m gesetzt.

    So käme man am Sessel vorbei durch die Wintergartentür. Einen Zweisitzer könnte man so natürlich nicht mehr "mittig" stellen - aber das ist bis hierhin alles nur Theorie!


    Liebe Grüße

    Dirk, der Euch gerne hier weiter an meiner Umsetzung teilhaben lassen würde.


    Quer.JPG