Thorens TD 320 MK III durch TD 1600 ersetzen?

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    Den TD 2001 möchte ich gern behalten.

    Den würd ich auch behalten.


    Ein TD2001 ersetzte vor einigen jahren meinen erstklassigen 320MKIII den ich mit begeisterung 15 Jahre hatte.

    Aprobos, deiner läuft mit einem verdammt guten System, der muss wirklich gut klingen, schon von der tollen kombination her wird es schwierig da noch was sehr viel besseres zu finden, allein das 33er AT ist ne Hausnummer, da wird dein TD2001 etwas ins schwitzen kommen denke ich ;)

    Ich würd mir den besagten neuen Thorens erstmal solo ansehen und anhören, und wenn er in allen belangen gefällt möglichst im direktem vergleich zum alten Thorens vergleichshören, mit exact gleichem System, nur wird da wohl kein Händler feuchte Augen bekommen, man stelle sich vor der alte Thorens gewinnt :P


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Hallo Matej,


    der alte Thorens TD 320 hatte meiner Meinung nach auch ein auswechselbares Tonarmbrett, sowie ein abnehmbares Headshell.


    Die Qualität des TP 90 Tonarms kannst Du sicher besser beurteilen als ich, da Du den hattest. Ich habe hier nur u.a. den TD 520 mit anderen, nicht Thorens Armen. Vielleicht schreibst Du da noch was dazu ?


    Uwe könnte sicher, wenn er den Experimentierdrang hat, dem vorhandenen TD 320 einen anderen "ordentlichen" 9 Zoll Tonarm spendieren, da gibt es diverse, sehr gute, die ggf. die eventuellen Defizienzen des TP 90 überkommen.


    Der TD 320 sollte wohl auch einen Berger Motor haben, demnach könnte man dort auch noch das große Netzteil des TD 520 (das u.a. einen Trenntrafo enthält) einsetzten, wenn man das wollte, denke ich (?).

    So ausgerüstet sollte zum Laufwerk des TD 1600 wohl wenig Unterschied ergeben....


    Seine Elac Aktiv Boxen mit den "Jet" ( Bändchen-) Hochtönern würden sicher für einiges mehr gut sein, als bisher die einfache Project Röhren Phonostufe zulässt.....


    Soweit ich das sehe, ist am TD 1600 kein einfach auswechselbares Tonarmbrett mehr verbaut, am TP 92 gibt es kein Wechsel Headshell und ist denn der Azimuth einstellbar ?

    Für die Tonarmhöhe hat man wohl die Einstllbarkeit ohne Plätchen vorgesehen, da gibt es hinten anscheinend ein paar Madenschrauben (?).

    Dem Armrohr hat man einen Dämpfer-Ring verpasst, das gibt es offensichtlich Resonanzen, denen man begegnen musste....


    Ohne Wechselheadshell hat man zwar eine Stoßstelle weniger, was Resonanzen betrifft, allerdings würde mich die nicht schnelle Wechselbarkeit von Systemen stören.

    Ausserdem kann man nicht mit unterschiedlich schweren Headshells die effektive Masse eines Arms sehr schön beeinflussen.


    Interessant wäre es, ein Spektrogramm der Tonarmresoanzen zu sehen....


    Ich weiss, hier kommt wohl wieder das Argument, dass dies alles die Zielgruppe für diesen Plattenspieler (wahrscheinlich) nicht interessiert....


    Ich denke leider haben die wenigsten Benutzer ein Gefühl dafür, welchen Einfluss die dritte Stelle nach dem Komma des Gleichlaufs hat, wann ein Klavier oder ein Akkordeon (wegen schlechtem Gleichlauf) anfängt zu jaulen, wie hoch der Klirrfaktor eines Tieftöners in einer Lautsprecherbox tatsächlich ist, wie sich Intermodulationen auswirken und z.B. welche Dinge bei einer Armkonstruktion wichtig sind, die letzten Endes das effektive Klangerlebnis beeinflussen....


    Eine sehr interessante Arbeit zu Headshells und zum Bau von Tonarmen, sowie deren Zusammenwirken habe ich dank der Hinweise eines Mitforisten bei Korf Audio in aus Österreich gefunden.


    https://korfaudio.com/blog46


    Korf hat u.a. diverse Headshells untersucht und auch selbst eine offensichtlich shr resonanzrme Keramik-Headshell entwickelt, die sie derzeit auch anbieten.


    http://korfaudio.com/


    In der Beschreibung gibt es weitere interessante Links.


    Auch die Informationen zu einem Selbstbau-Tonarm sind sehr interessant und erlauben gute Enblicke auf Einfluss Parameter.... .


    http://korfaudio.com/blog


    Ich denke das Thema Plattenspieler bleibt lebendig und interessant.



    Gruss, Udo

  • Hallo Udo,

    zum TD320: da gab und gibt es immer noch eine Fülle von Möglichkeiten. Thorens hat den Tonarm seinerzeit mit einem Sumiko MMT zu einem Hammerpreis angeboten. Ich habe nicht nur den sehr gerne verkauft, sondern auch das nackte Modell ohne Tonarm. Sehr oft habe ich da einen Helius Tonarm draufgesetzt, das kleinste Modell aus der Zeit. Der beste Arm welchen ich dem TD 320 mal spendiert habe war ein Linn Ittok. Zwecks Tuning wurde auch die Matte ersetzt, durch ein Modell vergleichbar mit der Goldmund-Matte zum 1/3 des Preises, zusammen mit einer Clamp des gleichen Herstellers. So ausgerüstet hatte ich einen idealen Kandidaten um den Kunden richtige Analogtechnik näher zu bringen. Und das lag mir schon damals sehr am Herzen. Die Spitze war ein Vergleich des Thorens TD320/Sumiko MMT gegen einen Linn LP12/Ittok, wobei wir auch die Tonarme gegeneinander getauscht haben. Es ging darum ob der Linn wegen dem Laufwerk oder wegen dem Arm besser war. Beim Laufwerk waren die Unterschiede so marginal, das sich der Kunde für die Kombi TD320/Ittok entschied, zusammen mit einem Excel Pro 81 MC (dem Urvater des heutigen Etsuro Urushi). Nach dem Kauf haben wir uns mit dem Kunden nur noch über Schallplatten (bzw. Musik) unterhalten. Ich glaube mehr ist dem nicht hinzuzufügen.


    Wir sollten jedoch nicht vergessen, das es Leute gibt die spielen wollen und solche die genau davor ihre Ruhe haben wollen und lediglich Musik hören wollen. Diese Ansprüche können auch wechselhaft ausfallen, aber sie sind individuell und ein jeder sollte sich selbst entscheiden. Egal ob es ein Linn, Transrotor oder Oracle wurde, hieß es immer - hinstellen, einstellen, hören. Fertig.


    Korf Audio ist seit einem 1/2 Jahr meine Lieblingslektüre. Sobald ich mein System wiederhabe folgt in einem gesondertem Thread ein Bericht über sein Keramik-Headshell.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • ..am TP 92 gibt es kein Wechsel Headshell und ist denn der Azimuth einstellbar ?

    Für die Tonarmhöhe hat man wohl die Einstllbarkeit ohne Plätchen vorgesehen, da gibt es hinten anscheinend ein paar Madenschrauben (?).

    Dem Armrohr hat man einen Dämpfer-Ring verpasst, das gibt es offensichtlich Resonanzen, denen man begegnen musste....

    Hallo Udo,


    Wechselheadshell brauche ich am TP92 eigentlich nicht, Winkel ist vorgegeben durch Arm und Halteplatte, Überhang ist schnell eingestellt. Damit geht ein Wechsel insgesamt fix über die Bühne.

    Der Arm kann über die Zentralbefestigung in der Höhe verstellt werden, für Azimuth gibt es oben auf dem Lagergehäuse eine Schraube.

    Aus dem Vorhandensein des Dämpferrings einen Fehler des Arms abzuleiten, halte ich so für eine Unterstellung.


    Mir gefällt der TP92 so gut, daß ich mich auf die Suche nach der 10Zoll-Version gemacht habe.

    Ich bin glücklich mit beiden.


    Gruß Klaus

  • Moin!


    Meines Erachtens kann man diese Geräte nicht miteinander vergleichen:


    - Die musealen Schweizer TD124 und Geschwister mit den Geräten aus Lahr

    - Die Geräte aus Lahr mit den heutigen Geräten


    Das einzig Gemeinsame was die alle haben, ist der "Thorens" Schriftzug ^^


    Bitte zu dieser Aussage keine Belehrungen, ihr wisst schon wie es gemeint ist!


    Wenn ich heute gar keinen guten, alten Thorens hätte, wäre ein neuer TD1600 eine Option. Vor allem weil der Gebrauchtmarkt (gerade in iBäh) preislich inzwischen recht abgehoben ist und man sich dort für sein Geld auch eine miese Bastelbude einhandeln kann. Ein alter Thorens ist nun mal kein Goldstaub per Definition...


    Ist man aber in Sachen Thorens bereits gut aufgestellt (so wie der TE) sehe ich ebenfalls keinen Grund, gegen einen TD1600 zu tauschen :sorry:


    Schallplatten drehen zu lassen und ihnen Töne zu entlocken ist und war keine Raketentechnik, das Genre beherrschten damals die Leute bei Thorens in Lahr schon sehr, sehr gut.


    Es gibt dennoch einen Grund, sich einen dieser neuen Thorense anzuschaffen:


    Haben wollen! :)


    In diesem Fall würde ich meinen guten, alten Thorens aber nicht voreilig veräußern ;)

    Gruß Joerg

  • Hallo Uwe,


    mal was anderes, darf ich fragen wie bei dir der Vergleich zwischen 320er und 2001 ausfällt?


    Viele Grüße

    Bertel

    No chains around my feet, but I'm not free...
    Concrete jungle - Robert Nesta Marley

  • Hallo zusammen,

    zunächst einmal herzlichen Dank für eure Beiträge. Dafür schätze ich dieses Forum, nirgends sonst erhält man fundierte Informationen in solcher Breite.

    Genau so habe ich es mir gewünscht- jetzt hab ich Stoff zum Grübeln.


    Es wurden hier u.a. 2 Punkte genannt:

    1. Spieltrieb: Ja, ausgeprägt. Bei den Plattenspielern stehen noch eine Revox A 77, eine B 77 sowie eine A 700.

    2. Verbesserungspotential auf der Verstärkerseite: An der PreBox DS 2 schätze ich die Anschlussmöglichkeit für 2 Plattenspieler sowie die Konfigurationsmöglichkeiten.

    Ich muss mal forschen, ob ich die Röhren ersetze und das Netzteil Power Box DS2 Sources dazustelle.

    Oder hättet ihr weitere Vorschläge?


    Erklären kann man das wohl nur mit einem Spieltrieb und nicht rational. Ich bin 64, ob die möglichen Fortschritte für mich noch hörbar sind, halte ich zumindest für fraglich. Allerdings- bei den Tonabnehmern höre ich noch deutliche Unterschiede, also funktioniert es wohl noch einigermaßen.


    In diesem Sinne freue ich mich über weitere Anregungen und Meinungen.


    Grüße Uwe

  • Hallo Bertel,

    ich denke, zur Beantwortung der Frage sollte man zunächst die Eingangsvariablen erwähnen:

    TD 2001 mit RDC-Bodenplatte und Korkmatte, ansonsten serienmäßig. Kabel zum VV ist von Pro Ject. Das Benz hat vor Kurzem eine Revision und eine neue Micro-Ridge-Nadel in der Schweiz bekommen.

    TD 320 MK III steht auf einer bfly Absorberbasis, das Kabel habe ich vor Jahrzehnten mal durch irgendein kapazitätsarmes von Oehlbach ersetzt. Das AT PTG 33II ist prektisch neu.

    Gummimatte ist Serie.

    Wie vorher schon erwähnt, ist auch mein Alter und das damit nicht mehr optimale Hörvermögen zu berücksichtigen. Mann muss aufpassen, objektiv zu bleiben und nicht höhenbetonte Tonabnehmer zu bevorzugen.


    Unter diesen Bedingungen ist es mir beim besten Willen nicht möglich, Laufwerksseitig einen Unterschied auszumachen. Deshalb bin ich auch so unsicher, ob ein neues Laufwerk Vorteile bringt.

    Den Unterschied machen allein die Tonabnehmer, hier ist definitiv das größte Potential.

    Benz ACE-L: Rund, gute Auflösung, exakte Bühne, auch bei komplexen Passagen gut. Insgesamt sehr zufriedenstellend.

    AT PTG 33II: vielleicht etwas frischer und etwas schlechtere Übersicht, wenns komplex wird. Insgesamt auch sehr gut.

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei den Tonabnehmern noch eine Steigerung möglich ist.


    Grüße

    Uwe

  • Hallo Uwe,


    es wurde ganz oben schon mal geschrieben, eine bessere Phonostufe würde Dich am weitesten bringen. Erst mit Ihr könnten Deine Systeme unabhängig vom Laufwerk zeigen was in Ihnen steckt.

    Das würde Dich am weitesten bringen, das würde ich mir zu allererst einmal anhören bevor ich in Richtung Laufwerk schielen würde....

    Ich weiß ein tolles Laufwerk macht eher was her, bringt Dich aber bei der Phono nicht wirklich weiter.

    Auch die Qulität eines Laufwerks wird mit einer besseren Phono besser bewertet werden können...

    Liebe Grüße


    Tom

  • Hallo Uwe,

    ich erzähle mal über meine Erfahrungen. Ich hatte einen Thorens TD160 mit SME3009 SII improved Tonarm mit Wechselheadshell. Der andere Dreher ein TD166 MK II mit SME 3009 SII Tonarm. Irgendwann vor jetzt etwas mehr als 2 Jahren dachte ich auch es muss mal was neues her, meine Entscheidung war anfangs zu schnell und ich hatte einen neuen Dreher zuhause. Hat eine ganze Zeit gedauert bis er so war, bis er mir mit System gefallen hat.


    Ich habe mir in der Zwischenzeit auch noch einen Rega RP6 gebraucht zugelegt. Der TD160 wurde verkauft. Mit dem Rega war ich von Anfang an zufriedener als mit dem zuvor gekauften Clearaudio Concept.


    Dann kam eine entscheidende Wende bei den Drehern. Ich bin auf den PhonoPre Digna von Mr. Nixie gestoßen und habe einen in der reinen MM-Version für mein Ortofon SPU bestellt, um ihn mittels Übertrager an meinem Clearaudio zu betreiben. Das war das was ich gesucht hatte.


    Jetzt aber zum eigentlichen, heute habe ich dann den TD166 rausgeholt, Ortofon 540MK II drunter, und an die zweite Digna angeschlossen. Und was soll ich sagen Sonnenaufgang.


    Fazit für mich, der Rega gebraucht, richtige Wahl. Den CA hätte ich mir sparen können, hätte ich viel Geld gespart, obwohl ich heute mit ihm zufrieden bin.


    Was will ich damit sagen, Du sollst Dir keine Digna kaufen, weil die gut ist, sondern wirklich mal überdenken ob die klanglichen Sprünge mit einem neuen Dreher so gravierend wären. Du hast doch gute Systeme und wie bereits gesagt erreichst Du mit einem noch besseren Phono Pre vielleicht mehr als mit einem neuen Dreher.


    Wenn es hier um die richtig alten Dreher geht wie EMT oder 124er Thorens, sind die meisten begeistert. Bei den kleineren sind die Meinungen geteilt. Aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer. Wäre ich vorher auf den passenden Phonopre gestoßen, wären meine Entscheidungen anders ausgefallen.


    Und jetzt viel Spaß beim finden der richtigen Entscheidung.

    Gruß Axel


    Clearaudio Concept mit Ortofon SPU ATR40C, mit Digna II C (Mr.Nixie) und Silvercore 1:20 Übertrager. Rega RP6 mit Digna MM, AT-95VM ML, AT 120E, Ortofon 540MK II.

    Musical Fidelity M3i, Klipsch RP 8000F, Eigenbau PWM-Punktsauger

  • Hallo zusammen,


    zunächst vielen herzlichen Dank für die Anregungen. Da gibt es einige Ansatzpunkte.


    Aktuell habe ich die Frage eines neuen Plattenspielers zurückgestellt und probiere zunächst die Neubestückung meiner ProJect Vorstufe mit anderen Röhren.

    Ich werde weier forschen und berichten.


    Grüße Uwe