• Hallo,


    hat jemand Erfahrung, bzgl der Standzeit, mit dem im Titel genannten Schliff?

    Der Gyger-S soll ja dem Replikant 100 von Ortofon sehr ähnlich, bzw. sogar identisch sein.


    Voraussetzung: saubere Platten, genaue Justage etc.

    Gruss Andre

  • DNM Tonabnehmer haben zum Teil Gyger S Nadeln, falls das was hilft.

    War es nicht so, dass es einen vdH Schliff gibt, der sehr ähnlich ist, aber wegen irgendwelchen lizenzrechtlichen Problemen anders heißt.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Nein.....


    stylus_shapes.jpg


    Das "problem" ist das vdH meint das MR schliffe sein schliff gekapert haben.


    Laut Ortofon gibt es diese varianten:

    70uM Fritz Gyger 70 (FG70)

    80uM Fritz Gyger 80 (FG80)

    100uM Ortofon Replicant 100


    Jonathan Carr (Lyra) hat noch andere radii:

    Leider weiter keine daten gefunden ueber FG-S.


    Replicant 100:


    replicant_technical.jpg



    replicant-100.jpg

    ---


    Mfgr,
    Rob


    "There is a crack in everything..... That's how the light gets in."

  • Hi Andre,


    aktuell habe ich bei mir das Reson Reca am RB330 vom P6 installiert. Die Gyger-S Nadel klingt fantastisch. Bei mir dient das Excalibur Black mit Shibata-Nadel als Referenz und das Reson Reca kann da locker mithalten.


    Was die Standzeit angeht kann ich Dir leider noch mit keiner aussagekräftigen Meinung dienen, da ich es erst seit ca. einem Monat nutze. In der Zeit konnte ich keine Abnutzung feststellen... ;-)


    Gruß, Peter

  • Der Gyger1/Gyger 80 hat einen Öffnungswinkel von 70°, so das tiefer in der Rille abgetastet wird. Der Replikant und VdH haben 90° und sind damit empfindlicher auf Oberflächenkratzer. Zugleich ist der Auflagedruck besser verteilt und kommen damit auch mit weicheren Vinylmischungen zurecht. Details höre ich gleichermaßen mit Gyger 1 und Replikant, hier sind eher die Tonabnehmerabstimmungen unterschiedlich. Mit Gyger 1 am MC 30 Super höre ich metallische Anschläge etwas detaillierter, aber mit dem Replikant am MC Cadenza Bronze kommen Stimmen einen Tick natürlicher und auch andere Perkussonsinstrumente trockener. Details kommen schon aus dem Mittenbereich, der Gyger eher im Obertonbereich. Tendenziell ist das MC 30 Super etwas heller als das Cadenza. Daher kann man alle Unterschiede nicht nur auf die Nadel reduzieren.


    Auf die Detailabtastung haben die Seitenradien nicht unbedingt den dramatischen Einfluß. Mein Gyger1 tastet kaum weniger Details im Innenbereich heraus als die Namikinadel.

    In einem interessanten Testbericht konnte ich auch lesen, das das Ortofon MC Anna mit Replikant mehr Details hörbar machen sollte, als ein Lyra Atlas mit Ogura-Nadel.

    Wie auch immer, ist Gyger S keine schlechte Wahl. Denn neben dem Schliff macht auch die Gesamtabstimmung viel aus.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Bei mir spielen gerade


    Allnic Rose mit Gyger II

    und

    Allnic Amber mit Gyger S

    Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass be beiden Schliffen handelsübliche Standzeiten zu erwarten sind und dass diese häufig von "falschen" Einstellungen, dh zB zu Hohe Antiskatingkraft, beeinflusst werden. Beide Schliffe benötigen eine präzise Montage, nicht nur damit es gut klingt, sondern auch um eine hohe Standzeit zu erreichen.

    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • 'n Abend zusammen,


    ich habe mal irgendwo (??) gelesen, dass der "Replikant 100" schneller verschleißt als den üblichen Line Contact Nadeln. Die Konturen der scharfen Ecken runden ab.

    Mangels Mikroskop kann ich das selber nicht prüfen.

  • 'n Abend zusammen,


    ich habe mal irgendwo (??) gelesen, dass der "Replikant 100" schneller verschleißt als den üblichen Line Contact Nadeln. Die Konturen der scharfen Ecken runden ab.

    Mangels Mikroskop kann ich das selber nicht prüfen.

    Hallo Tony,


    habe zwar ein Mikroskop, aber keine Gyger-Nadel mehr. Hatte mal ein Scheu MC mit Gyger-S zum Wiederbeleben, aber seiner Zeit noch kein Mikroskop.


    Meine auch, mal gelesen zu haben, daß Benz/Scheu damals aus genanntem Grund auf MR/ML umgestiegen sind. Kann natürlich zusätzlich auch noch am Preis gelegen haben, weil, wie ja den Datenblätter zu entnehmen ist, die Gygers ab Hersteller aufwendig poliert werden. Frage mich sowieso, was Jan Allaerts da noch besser machen will. Für mich wieder mal High-End-Marketing-Geschwurbel... :/


    Tatsache ist, daß MR und ML heute gelasert werden. Das heißt, Material wird erschmolzen und muß nicht mehr poliert werden, da Erschmolzenes beim erstarren eine absolut glatte Oberfläche ausbildet. Siehe auch Glas, da werden höchsten aus haptischen Gründen z.B. die Ränder hochwertiger Weingläser geschliffen.


    Hier kann man mal sehen, was Namiki mit Lasertechnik kann. Überhaupt ist diese Seite überaus interessant. Namiki macht viel mehr als nur Phononadeln. Das ist High Tech pur... :thumbup:

    Servus Chris


    "Man darf nicht alles glauben, was man denkt"

  • Ach ja, erst heute gelesen... :/


    Naturdiamanten sind heutzutage nicht mehr besser als Industriediamanten. Einfach mal lesen und sacken lassen. Also für mich ist das, zumindest was Phononadeln anbelangt, auch kein Qualitätskriterium mehr :sorry: für den Frevel... ;)

    Servus Chris


    "Man darf nicht alles glauben, was man denkt"

  • Mit 5µm Seitenverrundung ist der Replikant nicht schärfer als andere Nadeln. Es gibt bei den höherklassigen Ortofons allerdings noch die Variante "Special Polished", die aufgrund feinerer Politur verschleißfester ist. Ich glaube beim A95 und auf jeden Fall beim MC Anna.

    Gruß André


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