Bausatz Röhrenverstärker

  • Hallo Erhard,


    dachte ich zuerst auch, aber da sind alle Mittelanzapfungen der Heizspannungen auf Masse.


    Hatte es trotzdem bei der Vorstufe probiert, auch mal mittels DC Heizung via Labornetzgerät, was leider nichts nutzte.


    Werde mich auf jeden Fall gleich noch mal damit beschäftigen, keine Ahnung, vl. ist ja auch die Mittelanzapfung nicht ganz mittig, werde das mal alles durchmessen.


    Hoffe ich sorge jetzt nicht bei den Profis hier für Kopfschütteln, bin ja noch frisch bei den Röhren ;-)


    Beste Grüße!

  • Hallo Alex,


    Brummen kann sehr viele Ursachen haben. Eine Ferndiagnose schwierig.


    Ist es ein 50Hz Brumm oder 100Hz?


    Selbst wenn die Miztelanzapfungen der Heizung nicht mittig sind, dürfte das kaum eine Rolle spielen. Bei einer Endstufe reicht auch ein einseitig auf Masse bezogener Heizungsanschluss.


    Viele Grüße

    Martin

  • Ich habe hier mal die Brummspannung am Oszi gemessen, sind ja eigentlich gerade mal ca. 0,18V.

    Am 2. Kanal habe ich jetzt einfach mal die Heizspannung angelegt damit man sich vl. mehr vorstellen kann.


    Vielen Dank!

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  • So, das Brummen ist weg, und zwar völlig!


    Ich habe, wie ich es auf einem Bild eines fertiggestellten Bausatzes gesehen habe, eine Verbindung von den Chinch-Buchsen zum Gehäuse hergestellt...


    Tja, auf jeden Fall Danke an Alle!



    Aber wo das nun geklärt ist würde mich interessieren wie ich meine Dachbodenfunde damit vl. am besten betreiben kann.


    Darunter waren zwei GZ34 und ein paar EL34, sofern dann die AÜs getauscht sind müsste man den Bausatz ja schon als Basis dafür nehmen können?

  • Hallo,

    So, das Brummen ist weg, und zwar völlig!


    Ich habe, wie ich es auf einem Bild eines fertiggestellten Bausatzes gesehen habe, eine Verbindung von den Chinch-Buchsen zum Gehäuse hergestellt...

    Um Brummschleifen zu vermeiden, macht man das eigentlich nicht. Cinchbuchsen werden daher in der Regel isoliert eingebaut.


    Das Gehäuse wird am zentralen Massepunkt aufgelegt.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo MartinR, schnupperabo!


    Ja wieder etwas gelernt! Bilder von meinem Verbrechen kann ich heute Abend reinstellen,

    hatte inzwischen noch ein kleines Uups, ein Elko beim Kathodenwiederstand hat gestern dann noch einen auf Knallfrosch gemacht. Hoffe das lag mehr an der Bauteilqualität als an

    der Schaltung, das ist allerdings passiert kurz nachdem ich die Röhren neu eingesetzt habe,

    vorher ging alles mehr oder minder perfekt.


    Beste Grüße, und vielen Dank!

    Alex

  • Ich habe, wie ich es auf einem Bild eines fertiggestellten Bausatzes gesehen habe, eine Verbindung von den Chinch-Buchsen zum Gehäuse hergestellt...

    Ja, so war das bei meinem Verstärker ursprünglich auch.

    Als wir dann den Schutzkontakt (der im Auslieferungszustand nicht angeschlossen war) mittels Verbindung mit dem Gehäuse angeschlossen haben, ist dadurch natürlich eine Brummschleife entstanden. Wir haben dann die Verbindung der Chinch-Buchsen zum Gehäuse abgeklemmt und seitdem brummt es nicht mehr.


    Gruss


    Harald

  • Hi Alex,


    bin allerdings diesertage nur sporadisch online. Kann dann nicht gleich danach schauen.


    Knallfrosch? Vielleicht verpolt angeschlossen?

    Hab ihn leider schon ausgelötet, aber Verpolung glaub ich fast nicht, hab ja noch mal alles kontrolliert vorm ersten Einschalten.

    Ausserdem lief er ja bereits dann einige Stunden so, denke der hätte sich dann wohl schon früher verabschiedet, bzw. sollte sich das ja auch im Klang an diesem Kanal zeigen wenn ich die Funktion vom Ck richtig verstanden habe.


    Muss am Abend mal den Rk messen, kann mir vorstellen wenn sich der verabschiedet hat, müsste ich wohl einiges an Spannung an dem Ck gehabt haben?

  • Hallo Alex,

    das ist allerdings passiert kurz nachdem ich die Röhren neu eingesetzt habe,

    vorher ging alles mehr oder minder perfekt.

    Ohne Röhre fließt kein Strom und dann kann auch keine Spannung am Rk abfallen.

    Muss am Abend mal den Rk messen, kann mir vorstellen wenn sich der verabschiedet hat, müsste ich wohl einiges an Spannung an dem Ck gehabt haben?

    Wenn sich der Rk verabscheidet hat, fließt kein Strom.


    Beim Testbetrieb ohne Röhren(?) sollte man beachten, das die Spannungen dann höher sind. Die Spannungsfestigkeit der Kondensatoren in der Anodenspannung ist da zu beachten.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo MartinR,


    habe mich vl. schlecht ausgedrückt, ich hatte alle Röhren drinnen, allerdings nach einem Test mit den EL34 wieder die Originalen eingesetzt.

    Rein vom hören her hat das mit den EL34 gut geklappt, allerdings ist der Elko nach dem Rückbau auf die mitglieferten Endröhren geplatzt.



    Edit: soweit denke ich sind mir die Grundlagen schon klar, aber mit Röhre aber ohne R105/Rk müsste dann doch am C103 eine relativ hohe Spannung angelegen haben.

    Der R105/Rk hat allerdings noch seine 300Ohm, das wirds also eher nicht gewesen sein.


    Beste Grüße & Danke,

    Alex



    Mit Rk und Ck meinte ich praktisch R105 und C103 lt. diesem Schaltplan:

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  • Elko geplatzt,

    wahrscheinlich falsche Spannungsfestigkeit beim Elko ,

    der wird hier nicht nur auf DC belastet sondern auch auf AC .

    Die Belastung des Elkos ist nur durch die positive Spannung an der Kathode; Wechselstrom fällt an ihm erst unter 0,5 Hertz ab. Die Kapazität ist mit 1000 µF unnötig hoch.

    Gruß Andreas

  • Die Belastung des Elkos ist nur durch die positive Spannung an der Kathode; Wechselstrom fällt an ihm erst unter 0,5 Hertz ab. Die Kapazität ist mit 1000 µF unnötig hoch.

    Gruß Andreas

    Servus!


    Hatte da noch den originalen vom Bausatz drinnen, Dago64' Schaltplan war gerade am besten zur Hand, also hab ichs dort markiert.

    Der vom Bausatz war 100µF bei 50V, bis meine Bestellung kommt habe ich mal eingebaut was ich rumliegen habe, 300µF/200V.


    Ich hab in einem anderen Forum gelesen dass die Belastung auf die Elkos an dieser Stelle beim Einschalten recht hoch sein kann bis die Röhren aufgeheizt sind, genauere Erklärung fand ich da leider nicht.


    Was ich auch nicht ausschließen will ist dass ich vl den Regler hochgedreht hatte und entweder keine LS oder auch noch nichts am Eingang hatte, eventuell hat sich da dann auch was hochgeschaukelt.


    Egal, funktioniert ja nun wieder, und sobald die Teile da sind verlöte ich etwas Wertigeres.


    Habe gestern schon etwas mit den neuen AÜs und der Gegenkopplung experimentiert,

    Wahnsinn was alleine die ATR18-L ausmachen!


    Bin gerade dabei die Schaltung nach Dago64's Vorbild abzuändern, allerdings möchte ich mir die GK ein bisschen regelbar machen.

    Schön langsam hat mich das Röhrenfieber gepackt, mich juckts schon in den Fingern mal einen von Grund auf aufzubauen.


    Beste Grüße,

    Alex

  • An der Kathode R fällt Wechselstrom an, der durch den C überbrückt wird.

    Der C sieht DC durch den Arbeitspunkt der Röhre und den Signal AC der durch die Röhre fliest .

  • An der Kathode R fällt Wechselstrom an, der durch den C überbrückt wird.

    Ja, deswegen ändert sich die Spannung zwischen Kathode und Masse nicht..., und beim Einschalten verhindert der Innenwiderstand der Röhre höhere Spannungen an der Kathode (und somit am Elko).

    Der Elko war offensichtlich defekt.

    Gruß Andreas

  • Keine Ahnung ob der C defekt war, ich glaub das nicht .


    Nehmen wir an der Arbeitspunkt der Röhre ist 45 V DC , wenn du einen C mit 50 V DC Spannungsfestigkeit nimmst kann das gut gehen, muss aber nicht, weil zu den 45V DC kommt noch AC hinzu, der am K.R. Ansteht.


    Der AC reitet sozusagen auf den 45 V DC ,

    lässt du den C weg hast du einen Stromgegenkopplung und Innenwiederstand der Röhre nimmt zu.


    Bei tiefen Frequenzen soll der Wechselstromwiedersand möglichst gering sein zu dem Kathoden R ,

    bei 45 V mindestens eine C mit 63V Spannungsfestigkeit nehmen , besser 100V,

    qualitativ sehr gut sind unter anderem:

    Pansonic Fc 470 uF/100V

    EPCO B43504-A247


    Gruss, Jörg