Einstellung Anlage - Standort Sitzposition etc.

  • Servus aus München!


    Ich bin gerade dabei in mein neues Musikzimmer (ein Kinderzimmer wurde frei) umzuziehen.

    Frage: Wie richtet Ihr Euch zu Hause ein? Wie messt Ihr Eure Anlage(n) ein? Habt Ihr Referenzaufnahmen mit denen Ihr z.B. Räumlichkeit, Auflösung, etc. hört? Wann klingt es für Euch "perfekt"?`


    Mein Raum hat in der Front aktuell einen klassischen Wohnzimmerschrank, rechts daneben ist eine Wand mit einem großen Fenster und der Hörabstand zu den Lautsprechern beträgt ca. 4 m. Dabei sind hinter mir in der Wand ebenfalls Fenster eingelassen, sowie Vorhänge.


    Würde mich interessieren. Hier wird so viel über Technik geschrieben, aber kaum etwas über Raum und Einstellung und ich denke, gerade zu Hause kann man sehr viel rausholen, ohne dafür einen Cent ausgeben zu müssen.


    Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion und sende sonnige Grüße aus Ottobrunn! Jürgen

  • Hallo Jürgen

    Wie groß ist denn der Raum? 4m Hörabstand kommt mir jetzt für die Living Voice recht viel vor, ich würde nicht über ein gleichseitiges Stereodreieck von 2,5m(max 3m)gehen. Bei einem separaten Hörraum würde ich mir lieber Platz hinter dem Hörplatz und hinter den Boxen reservieren. Je näher du den Boxen bist um so mehr hörst du den Lautsprecher, je weiter weg um so mehr hörst du den Raum.

    Hier kannst du die Aufstellung deiner Boxen und deinen Hörplatz grob berechnen, entspricht in etwa der Cardas Methode.

    https://www.acoustic.ua/recommendations/800

    Gruß Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,

    ich habe mal nachgemessen, es sind in etwas 3 m. Die Lautsprecher stehen ja nicht direkt vor der Wand, sondern etwas davon ab (1 m ca.). Die Lautsprecher stehen auch in etwas 3 m weit auseinander. Das passt eigentlich alles schon mal. Das Sofa steht auch etwas von der Rückwand entfernt, auch so in etwas 1 m. Ist halt kein "reiner" Hörraum. Danke für den Link, werde ich heute Abend mal testen. Ein paar Referenzaufnahmen wären noch ganz nett. Jeder hört ja mit anderer Musik zum Test und weiß genau, wie es klingen soll und was dann am Ende das Ergebnis ist. Ich habe erst einmal die großen Terrassenplatten aus Sandstein entsorgt und die Spikes auf Black Forest Audio Magnesium Platten mit Magnesium Pucks gestellt, das alleine schon hat etwas gebracht. Hätte ich so nicht erwartet!


    PS: Ich will ja Musik hören und keinen Lautsprecher, das gelingt auch ganz gut. 100% hat man eh nie.

  • Mach doch bitte mal ne Skizze mit dem aktuellen Stand (Möbel, Fenster, Türen, Abmessungen … ggfs Dachschrägen 🍻


    Fotografieren und hier einstellen (ggfs. Auflösung reduzieren, damit kleiner 1MB)

    VG
    Mario



    „Du akzeptiert keine Theorien, es sei denn sie untermauern deine eigene.“

    „... Es dient der Wahrheitsfindung …“ 😖😂

  • OFF TOPIC!!!


    Hi Rüdiger,

    kannst du mir bitte sagen wie ich (hier z.B. Deine) Playlists von anderen Usern öffnen kann?

    Finde ich total spannend Playlist zu generieren und zu teilen!!!


    Danke und Gruß

    Karsten

    habe altes Zeug am laufen...

  • Hallo Karsten

    Wenn du einen Qobuz Account hast sollte draufklicken reichen.

    Falls du Spotify hast, hier ist nochmal eine ähnliche.

    External Content open.spotify.com
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    Gruß Rüdiger

  • Hallo Jürgen,

    eine effektive Herangehensweise ist es, die Boxen vor das Hörsofa zu stellen, so dass sie zueinander den Abstand haben, den man sich für die Endposition vorstellt, aber erstmal zu nah am Sofa, also mit zu geringem Hörabstand. Dann Musik anstellen und die Boxen stückchenweise zur Stirnwand von Dir wegrücken und so den optimalen Hörabstand ermitteln. Im Optimalfall bleiben sie dann dort stehen. Wenn es kein reiner Hörraum ist, stehen sie dort meist im Weg. Aber man hat gehört, wie gut sie idealerweise klingen können. Das ist sozusagen "Referenz". Und wenn das nicht so weit entfernt ist, von dem Klang, die sie auf der räumlich akzeptablen Endposition (meist näher zur Stirnwand) abliefern, weiß man, dass die Aufstellung zumindest akzeptabel ist. Klingen sie auf der räumlich akzeptablen Endposition deutlich schlechter, wir es schwierig. Dann kann man versuchen, Rat von einen Experten vor Ort einzuholen (anderes Boxenkonzept, Bedämpfung/Absorber, digitales Einmessen..).


    Du siehst, dass ich persönlich immer erstmal ein ausgiebiges "Boxenrücken" veranstalten würde, vor anderen Maßnahmen. Wenn Du sofort mit Einmessen usw. loslegst, ohne vorher die physisch optimale Position ermittelt zu haben, verschenkst Du meine Meinung nach Klangpotential.


    Vielleicht hilft das, was meinst Du?


    Schönen Gruß

    Philipp

    Dr. Feickert Volare
    Dynavector Karat 17 D2, Mk II

    Audio Technica ART-9 XI

    Übertrager - Vanderveen
    Vorstufe - AVM
    Endstufe - Quad Elite QSP

    Lautsprecher - Dali Mentor

    Subwoofer - SVS SB-2000 Pro


    .. brät hier jemand Speck?

  • Hallo Jürgen,


    meine Empfehlung ist es, sich den "Audiophile's Guide" samt dafür konzipierten und aufgenommenen Musikstücken von Paul McGowan bei PS Audio zu bestellen. Ist in Englisch, falls das ein Problem ist, dann besser nicht. Ansonsten sehr empfehlenswert.

    Paul beschreibt darin sehr gut, wie man am besten vorgeht. Musikstücke dienen als Orientierung (auf SACD, CD, DVD mit den digitalen Dateien).

    Kurz zusammengefasst, versuche die beste Symmetrie im Raum mit LS-Aufstellung und Hörposition zu finden. Dann suche die Stelle im Raum, wo der Bass am gleichmäßigsten klingt (das wir immer ein Kompromiss sein, suche das Optimum). Die CD enthält ein Stück mit Bassläufen mit unterschiedlichen Frequenzen. Diese sollten relativ gleich laut sein an der späteren Hörposition.

    Dann die LS-Position auf der Stereobasis verschieben (beginnend etwa mit 10 cm) enger oder weiter. Stimme soll aus der Stereomitte fokusiert kommen. Leise Töne gut wahrnehmbar. Kleines Ensemble zum Testen. Später komplexere Musik.

    Optimierungen dann in ganz kleinen Schritten (Veränderungen) mit dem Einwinkeln und Verschieben (+/- in der Stereobasis und vor/zurück).

    Einen Nachmittag braucht man in etwa bis alles einrastet :)

    Abschluss auf der CD ist ein Drummer-Solo vom Feinsten.

    Übrigens hat Paul hunderte Videos auf YouTube, in dem er auf solche Belange eingeht. Die sind zirka 5-8 Minuten lang und recht unterhaltsam.

    Viel Erfolg!


    VG Haiko

  • Hi,

    ich empfinde es als toll, beim Musikhören zum Fenster rauskucken zu können, auch wenn das akustisch nicht optimal ist. Das ist es mir wert.


    Daran orientiere ich die Aufstellung. Alles andere folgt daraufhin.


    Tschau,

    Frank

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • ;) , kann doch auch akustisch toll sein, wenn die Fenster richtig positioniert sind..



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    und zur Hauptthema-Diskussion wäre natürlich die Antwort auf Post 4 hilfreich ;)

  • Trotz kleiner Klangnachteile hab ich es auch so gemacht.