Übertrager?

  • Hallo @ all,

    da mir die SuFu leider nichts angezeigt hat hier mal eine Frage zum Übertrager. Ich nutze seit ein oder zwei Jahren einen Denon AU-300LC und bin damit im Zusammenspiel mit dem AT33PTG/2 sehr sehr zufrieden. Ich denke dieses Ensemble wird noch lange im Haus verweilen.

    Was mich interessiert ist der Unterschied zu einem PhonoPre. Was genau macht der Übertrager anders als der Vorverstärker? Kann das jemand so erklären, dass es ein technischer Laie gut versteht?

    Schon mal vielen Dank vorab

    Gruß aus HVL

    Thomas

    ============

    Das, was sie heute nicht halten, wird morgen nicht einmal mehr versprochen.

    André Heller

  • Hallo Thomas,

    über diese Frage habe ich schon oft genug sinniert. Auf der einen eine Seite gelten Übertrager oft als lahm und kompakt, auf der anderen Seite aktive MC-Preamps als spitz und technisch im Klang. Beides trifft nur dann zu, wenn es nicht richtig gemacht ist. Beim Übertrager hat man dazu noch ein geringeres Spektrum zur korrekten Anpassung zur Verfügung. Macht man das jedoch richtig, dann wird der Unterschied verschwindend gering. Etwaige Vorteile des Übertragers sehe ich in einem ganz einfachen Grund: ein jedes Bauteil hat eine gewisse Klang-Signatur, und sei diese noch so klein. Gerade bei komplexen Transistor-Schaltungen mit vielen Bauteilen wirkt sich dieser Umstand schnell negativ aus. Beim Übertrager hast du genau ein Bauteil, mehr nicht. Dieses Bauteil klang-neutral zu gestalten ist weniger problematisch als eine komplexe Transistor-Schaltung. Dazu gibt es hier keinerlei Regelung, Gegenkopplung etc., und es kann nichts kaputt gehen (Kabelbruch im Gehäuseinneren an der Ein-/Ausgangsbuchse mal ausgenommen).


    Mit anderen Worten: ist der Übertrager richtig gemacht und passt es zu dem System, dann ist dies in punkto Homogenität kaum zu übertreffen.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo @ all,

    da mir die SuFu leider nichts angezeigt hat hier mal eine Frage zum Übertrager. Ich nutze seit ein oder zwei Jahren einen Denon AU-300LC und bin damit im Zusammenspiel mit dem AT33PTG/2 sehr sehr zufrieden. Ich denke dieses Ensemble wird noch lange im Haus verweilen.

    Was mich interessiert ist der Unterschied zu einem PhonoPre. Was genau macht der Übertrager anders als der Vorverstärker? Kann das jemand so erklären, dass es ein technischer Laie gut versteht?

    Schon mal vielen Dank vorab

    Hallo thosch,


    vielleicht noch einen Schritt zurück: ein ÜT verstärkt „lediglich“ die sehr geringen Spannungen eines MC-TA. Die nachgelegene Phonovorstufe entzerrt das Phonosignal, verstärkt es auf Line-Niveau und gibt dies dann weiter.


    D.h. ein ÜT allein funktioniert nicht.


    Viele Grüße,

    Andreas

  • ich mag Übertrager, da diese nicht rauschen :-)


    dh ca 20 bis 40db (jeh nach ÜT) der MC System Verstärkung erfolgt rauschfrei. Dies ergibt mehr konzeptionelle Freiheiten für die folgenden 30 bis 50db Verstärkung der MM Vorstufe.


    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
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    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Hallo Jürgen


    Hab mal ein komplett überarbeitete Kenwood L-07C II (Vorverstärker) beim Richard gehört. Da kannst du MC-Phono voll aufdrehen ohne ein Rauschen zu hören. Totenstille. Es geht also auch Aktiv, wenn man alles Richtig macht :thumbup:


    Gruß

    Max

  • Thomas' Frage war doch diese oben.

    Der Übertrager ist nichts weiter als ein „Transformator“, passiv.

    Der Pre-Amp ist aktiv mit diversen Bauteilen, siehe oben.

    Rainer: so isses, die Frage lautete: Was genau macht der Übertrager anders als der Vorverstärker?


    Danke für die gute Erklärung drinks.gif

    Gruß aus HVL

    Thomas

    ============

    Das, was sie heute nicht halten, wird morgen nicht einmal mehr versprochen.

    André Heller

  • Bei mir schon.

    Du meinst wahrscheinlich wenn man keinen Phono-Eingang hat?

    Damit hast Du ja den nachgelagerten Phonozweig. Wenn Du einen Voll/Vorverstärker nur mit Lineeingängen hast, nicht.


    PS: Genau genommen geht der Ausgang des ÜT in den MM-Eingang des Phonozweiges.


    Viele Grüße,

    Andreas

  • Hallo Thomas,


    eine Unart der Übertrager ist, dass sie Verzerrungen machen. Das weiss man schon sehr lange und man hat alles Mögliche versucht, diese Unart zu beseitigen. Trotzdem mögen das einige Leute.


    Mir kommen Übertrager nicht mehr in die Kette (hatte ich mal), wenn es um Photo geht. Bei der Quad ESL 57 toleriere ich das, mangels Alternative.


    schnieken Tach

    Wolfgang


    PS: diese Frage im Newbie Bereich?

  • eine Unart der Übertrager ist, dass sie Verzerrungen machen.

    Warum nur verwendet man im Studiobereich in fast jeden Gerät Ein- und Ausgangsübertrager? Wahrscheinlich, weil man gerade im Studiobereich Verzerrungen mag? Ach ja, Röhren und Transistor Verstärker machen natürlich keine Verzerrungen?

    Deine Antwort in den Newbie Bereich? ;-)

    Gruss

    Juergen


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    AAA- Mitglied

  • Hallo Jürgen, ich würde das nicht vergleichen. Ein SUT für Phono, der genau zu einem bestimmten Tonabnehmer passt ist sicherlich nicht verkehrt, ansonsten sehr daneben. Im Studiobereich sind die ÜTs sicherlich immer für die passende Umgebung integriert.


    PS: Wenn eine Transistorschaltung hörbare, störendere Verzerrungen verursacht hatte der Entwickler etwas verkehrt gemacht, der hat das Ergebnis absichtlich herbeigeführt.

  • PS: Wenn eine Transistorschaltung hörbare, störendere Verzerrungen verursacht hatte der Entwickler etwas verkehrt gemacht, der hat das Ergebnis absichtlich herbeigeführt.

    so sehe ich das auch bei ÜT.
    Verzerren diese, stimmt etwas damit nicht, dh falsch konstruiert oder falsch angewendet.


    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Moin Jürgen,


    kurz und knapp - Klangerzeugung ist auch eine Aufgabe der Studios,


    aber - solange die Lautsprecher zuhause nicht annähernd so stehen, wie im Studio,

    sind alle Diskussionen überflüssig ;).


    Beste Grüße

    Wolfgang

  • aber - solange die Lautsprecher zuhause nicht annähernd so stehen, wie im Studio,

    sind alle Diskussionen überflüssig ;) .

    wohl war, eigentlich könnte man alle hifi Foren schliessen ;-)

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    AAA- Mitglied

  • Hi,

    wenn man so die Anlagen hier anschaut, sind da alle Varianten dabei. Also sind für manche Transistorphonostufen das Richtige, für manche die Kombi Übertrager mit Röhrenphonostufen, und für manche Überträger mit Transistorphonostufen. Die Andersgläubigen zur eigenen Meinung bekehren zu wollen, ist m.E. nicht hilfreich. Dass Mitforisten ihre eigenen Vorlieben darstellen finde ich natürlich gut und interessant.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Morgen Frank,


    natürlich wird jeder nach seiner Facon glücklich, dem widerspreche ich nicht.

    Jeder so, wie er mag!!

    Nein - also - ich bin kein Überzeugungstäter, hantiere ich doch mit Fakten.

    Was mir aufgefallen ist, gerade beim empfindlichen MC-Signal, dass es aus meiner! Sichtweise von Vorteil sein kann ( Rauschabstand berücksichtigend), ein klareres Signal herauszuholen, das dann die 'Kette' durchläuft.


    Mehr nicht.


    Das es Vorlieben gibt, hatte ich mit eingeflochten.

    Geht dieser Inhalt nicht auf die Ursprungsfrage ein?


    Gruß und bleibt gesund

    Wolfgang