+ Oszis mit besonderer Tauglichkeit für Audio

  • Hi,


    in einem Nachbarthread wurde ein Keysight (ehemals HP/Agilent) DSOX1202G 2-Kanal-Oszi mit Bode-Plot-Funktion vorgestellt.

    Vielleicht könnte man in diesem Thread eine Sammlung aufmachen, welche DSO-Oszis dank besonderer Funktionen für Audio interessant sind (Audioanalyzer und Soundkarten bitte in anderen Threads diskutieren).


    Dafür zunächst eine Liste an notwendigen und wünschenswerten Eigenschaften:

    - Auflösung >= 8Bit - 8Bit ist quasi Standard.

    Durch die Umschaltung der Eingangsempfindlichkeit und Offseteinstellung wird die vertikale ´Auflösung´ quasi skaliert.

    Dadurch reichen 8Bit Auflösung für die meisten Audioanwendungen aus.

    - Bandbreite >= 10MHz für rein analoge Anwendungen.

    Kommen digitale Anwendungen hinzu steigen die Anforderungen schnell an, dann sind eher 100MHz+ angesagt.

    - Samplerate: theoretisch minimal nach Nyquist 2 x Bandbreite x (aktive) Kanalanzahl.

    Praktisch sollten es > 5 Samples bei der höchsten Frequenz sein um Aliasing sicher zu vermeiden.

    Für 10MHz, 2-Kanal also >= 100MSa/s

    - Speicherausstattung: grundsätzlich ist mehr vorteilhaft, weil hiervon die mögliche Aufzeichnungslänge (Samplerate/Speicher), bzw. die zeitliche Auflösung bei vorgegebener Zeitbasis abhängt.

    1MB Speicher für 1GSa/s Abtastrate ergibt gerade einmal 1ms Aufzeichnungslänge.

    Bei 100ms/div Zeitbasis (entsprechend 1s Anzeige bei 10 horizontalen divs des Displays) beträgt die zeitliche Auflösung dann 1µs.

    Nach Nyquist (minimal 2 Samples für eine komplette Sinusschwingung) theoretisch also max. 500kHz darstellbare Bandbreite ... praktisch sind es deutlich weniger, insbesondere noch wenn mehrere Kanäle aktiv sind und sich den Speicher teilen.

    Die Speichergröße ist auch entscheidend bei Zusatzfunktionen wie Segmented Memory, etc.

    - Kanalzahl: >=2 - 1 Kanal ist absolutes Minimum.

    Bereits eine differentielle Messung (z.B. XLR) erfordert entweder einen speziellen Tastkopf oder 2 Kanäle mit mathematischer Differenzbildung (pseudo-Differentiell).

    Für Stereoanwendungen oder gleichzeitiges Verfolgen mehrerer Testpunkte in einer Schaltung sind 4 Kanäle sehr vorteilhaft.

    Bei Siglent´s SDS1000X-E Reihe sind Bode-Plot-Funktion und Webserver ausschließlich bei den 4-Kanalern implementiert.

    - vertikale Auflösung - je geringer der mögliche Range, desto kleinere Signale sind darstellbar.

    Voraussetzung ist ein entsprechend gutes rauscharmes Frontend.

    1-2mV/div sind für Benchtop Geräte mittlerweile Standard.

    500µV/div aber vermehrt auch zu finden (wenngleich zumeist mit verringerter Bandbreite).

    Vorsicht bei billigen chinesischen Scheckkarten-Oszis ... hier können 20mV-50mV/div der kleinste Range sein.


    Zusatzausstattungen:

    - isolierte Eingänge - eher bei mobilen Oszis und gehobener Preisklasse zu finden erlauben diese Eingänge Messungen quasi überall und mit unterschiedlichen gnd-Potentialen, da die Signalmasse floatend/isoliert ist.

    Nichtisolierte Eingängen müssen zwingend gleiches(!) und Erdpotential haben.

    - Signalgenerator - ermöglicht bei einigen Scopes die Erstellung von Bode-Plots (dessen Qualität wiederum eine Frage der Qualität der Firmware des Oszis ist).

    Typischerweise sind integrierte Signalgeneratoren externen in Bezug auf Funktionalität, Bandbreite, Pegel und Genauigkeit unterlegen, dafür aber günstiger.

    Für einfache Anwendungen sind sie ausreichend.

    - Anschlußmöglichkeit für externe Monitore und/oder integrierter Webserver.

    Bei der Informationsflut moderner DSOs sind typische 7-8Zoll Displays mittlerweile sehr klein in der Textdarstellung.

    Ein größeres Monitorbild ist da sehr angenehm.

    Ein integrierter Webserver erlaubt die Fernsteuerung undDatentransfer über Netzwerk/PC und ersetzt zunehmend die alte HPIB/GPIB Schnittstelle.

    Teils ist eine Steuerung über USB-Bus implementiert.

    - Multimeter DVM - typischerweise sehr rudimentär, elektrisch wenig robust ausgelegt und selbst billigen Handmultimetern klar unterlegen.

    Ersetzen kein echtes Multimeter!

    Oft sind die gewünschten Messwerte durch die mathematischen Funktionen des Oszi-Teils bereits abgedeckt und besser abgedeckt.

    M.A.n ein weitgehend nutzloses aber zu bezahlendes Gimmick.

    - Frequenzähler - ähnlich dem Multimeter eine Funktion, die einerseits durch mathematische Funktionen des Oszi-Teils meist bereits ausreichend abgedeckt ist und andererseits einem externen Frequenzzähler unterlegen ist.


    - mathematische und Software Funktionen:

    - z.B. FFT Analyse. Ermöglicht einfache Spektralanalyse bis zu (theoretisch) der halben Samplefrequenz (also deutlich mehr als die offizielle Bandbreite des Oszis).

    Als Softwarefunktion steht und fällt die Nützlichkeit mit der Qualität der Programmierung und der Anzahl der FFT-Punkte.

    Zur Ermittlung von Klirr aufgrund der geringen Bit-Auflösung weitgehend ungeeignet.

    - z.B. Bode-Plot-Funktion - hierfür ist ein Signalgenerator erforderlich, entweder intern (z.B. beim Keysight DSOX1000er) oder extern (z.B. Siglent SDS1000X-E Reihe, 4-Kanaler).

    Ermöglicht die Aufzeichnung von Amplitude und Phase über der Frequenz und damit die Ermittlung von (Verstärker)Frequenzgängen nicht nur closed-loop, sondern auch openloop.

    Vorteil gegenüber spezialisierten Audioanalysatoren ist die hohe mögliche Bandbreite (>>100kHz).

    Nachteil ist die deutlich geringe mögliche Dynamik.

    - serielle Protokollanalyzer - für digitale Anwendungen (I2S z.B als häufiges Protokoll in DACs)

    - Segmented Memory Trigger/Aufzeichnung - erlaubt sehr lange Aufzeichnungszeiträume, da nach einer Triggerung nur ein kurzes Zeitsegment gespeichert wird, der Trigger wieder scharf stellt und auf das nächste Triggerereignis wartet.

    Hierfür wird der gesamte Speicher des DSO in kleine Segmente aufgeteilt.

    Große Speicher erlauben größere Segmente bzw. mehr Segmente.

    Anwendungsbeispiel: Identifikation einzelner oder sporadisch oder zufällig auftretender Störungen auf einer Betriebsspannung oder auf digitalen Leitungen über größere Zeiträume.


    Entscheidender als die Papierform/Hardware ist aber die Firmware.

    Leider kommen neu erschienene Geräte selbst von A-Brands nicht mehr ohne teils gravierende Bugs.

    Dann kann man nur hoffen, daß der Hersteller schnell Updates zur Verfügung stellt.

    Das Bedienkonzept ist ebenfalls im Bereich Firmware anzusiedeln.

    Der teils enorme Funktionsumfang erfordert ausgefuchste Bedienkonzepte, damit die Bedienung intuitiv und schnell erfolgen kann.

    Hier haben die Markenhersteller sicher noch einen Vorteil und eigenen Anspruch gegenüber billigerer Chinaware.

    Wobei bedacht sein sollte, daß bei fast allen A-Brands die Einsteigerbaureihen China-OEMs sind, teils nur umgelabelt (z.B. die TD3 Reihe von Teledyne LeCroy, die von Siglent kommt).

    Was die Frage aufwirft, ob und wer dann bei diesen Baureihen die notwendigen Firmwareupdates liefert?


    Meine zwei Empfehlungen wären:

    Siglent SDS1104X-E und Digilent Analog_Dicovery_2.

    Ersteres ist ein klassisches Benchtop 100MHz DSO für ca. 500€ Endverbraucherpreis.

    Ausgestattet ist es mit 4 Kanälen, rauscharmem Frontend für 500µV/div Empfindlichkeit, 8Bit vertikaler Auflösung und sehr scharf abbildendem 7" Display.

    Dank zweier AD-Wandler und zweier Memory-Module verfügt es über 2x 1GB/s Samplerate und 2x 14MB Speichertiefe.

    Funktional erwähnenswert sind Bode-Plot über externen Signalgenerator (besonders einfach und komfortabel mit Siglents eigenen Generatoren), 1Mpoint FFT, Segmented Memory, zahlreiche Trigger-, Mess- und Mathematik-Funktionen, sowie einen Webserver.

    Als Sahnehäubchen lässt es sich einfach über Hacks kostenfrei upgraden auf 200MHz Bandbreite, MSO-Funktionalität mit 16 digitalen Inputs, weitere serielle Bus-Protokolle, etc, etc.

    Die Liste an Funktionen ist enorm lang.


    Die zweite Empfehlung, das Analog Discovery 2.

    Das ist ein USB-Multi-Messgerät, welches insgesamt 9 Hauptfunktionen beherrscht.

    Es ist mit 14Bit AD- und DA-Wandlern ausgetattet und kann:

    - 2x fully-differentialinputs Oszilloskop mit 30MHz+, 100MSa/s

    - 2-Kanal Arbitrary Waveform Generator, 20MHz+, 14Bit, 100MSa/s + Kofhörerverstärker

    - 16-Kanal Digital Logic Analyzer, 100MSa/s, 3.3V CMOS

    - 16-Kanal Digital Pattern Generator 100MSa/s, 3.3V CMOS

    - Digital I/O, 16 Kanäle aufgeteilt zwischen Analyzer, Pattern Generator und diskreten I/Os

    - 2x Power supply, +-5V, 50mA

    - Network Analyzer, bis 10MHz und 1000 steps, Bode, Nyquist, Nichols (z.B. für Impedanzmessungen an Kondensatoren oder Tonabnehmern)

    - 1-Kanal Voltmeter, 2 Kanäle AC, DC, RMS und True RMS bis +-25V

    - Spectrum analyzer, power spectrum und spektrale Messung (noise floor, SFDR, SNR, THD

    - Digital Bus analyzer (SPI, I²C, ART, Parallel)

    Durch verschiedene Flyout-boards und Adapter kann die Anbindung an die jeweilige Messsituation angepasst werden.

    Das Ganze bildet zusammen mit einem Laptop ein komplettes mobiles Meßlabor in einem geradezu winzigen Gehäuse und kostet ab 430€ Endverbraucherpreis.


    jauu

    Calvin

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    gewerblicher Teilnehmer

  • Zu den Eingangsskalierungen der preiswerten Oszilloskope muß ich ein wenig Salz in die sprichwörtliche Wunde streuen.

    Wenn der Prospekt auch Auflösungen kleiner als 2mV/div angibt, sind diese häufig nur digital hochskalierte Werte. Sprich 1mV/div sind verdoppelt oder 500µV/div sind vervierfacht. Das zeigt sich dann als feingranulare Klötzchenbildung.


    Das ist aber in der Praxis auch nicht so bedeutend, da die empfindlichen Meßbereiche <10mV/div vermutlich kaum einmal genutzt werden.


    Zur Empfehlung der Siglent SDS1000X Serie kann ich mich anschließen.

    Grüße Andreas


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    We shall never surrender!

  • Ich nehme noch ein altes, Analogoszi von Philips. Bisher verspürte ich auch keinen Bedarf, Digitaloszis zu nehmen. Und wenn, dann lieber als PC-Interface, hier kann man mit dem Bildschirm deutlich höher auflösen.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Ich nehme noch ein altes, Analogoszi von Philips. Bisher verspürte ich auch keinen Bedarf, Digitaloszis zu nehmen. Und wenn, dann lieber als PC-Interface, hier kann man mit dem Bildschirm deutlich höher auflösen.

    Ich mache immer noch DAT und DTRS Maschinen, da ist mir das Analog/Digital Oszi mit der Röhre auch lieber, da ich speziell beim PCM Signal die Peaks deutlich besser sehe.
    Ich habe das Tektronix TDS3054B DSO mit allen Optionen, zugegeben schon älter evtl. sind die neuen Displays mittlerweile auch deutlich besser (sollte man einmal ausprobieren). Das SDS1104X-E kommt mir mit den obigen Optionen als absoluter Schnapp vor. PC am Platz ist ein must-have, da bei vielen (Studio) DSP Speakern oder Interface (Dante EtherSound Yamaha) sowie Digital Pulte Service oder Testroutinen mit einem passenden Jig und Software erledigt wird. Nebenbei toller Thread und super Idee.

    LG A820

  • Hier ein praktisches Beispiel an einem Einsteiger-USB-Oszillokop (Picoscope 2204A) bei der Phasenprüfung einer 10 kHz-Azimutaufzeichnung mit 19 cm/s Bandgeschwindigkeit.

    Die Y-Skala ist 10fach gestreckt, damit die Nulldurchgänge besser zu sehen sind. Die Zeitbasis ist 5µs/div (≙ 18° Phasenversatz) d.h. eine Halbwelle geht über die Darstellungsbreite:

    https://youtu.be/qJVab_nVYKg


    Zwei Röhrenoskars aus den 1970er Jahren stehen auch noch bei mir :thumbup:

    Grüße, Peter

    Einmal editiert, zuletzt von Peter Ruhrberg ()

  • Ich besitze verschiedene Oszilloskope. Neben mehreren HAMEG-Teilen auch ein KEYSIGHT DSOX 1102G.


    Aus meiner Erfahrung kann ich nur von diesem DXO´s abraten. Das hat mehrere Gründe:


    1. Laut. Der interne Ventilator mach ordentlich Radau. Das weiß Keysight. Jedoch gibt es keine Möglichkeit einer Lösung. Alternativ bitte bei Rhode und Schwarz oder Tektronix schauen, die produzieren auch Teile ohne Lüfter. Einfach eine Frechheit von Keysight so ein Ding zu produzieren..

    2. Nur 8-Bit Auflösung. Die Grobheit der Signaldarstellung ist unglaublich. Da gibt es neuerdings 10-Bit bei OWON und anderen Mitbewerbern. Vielleicht auch mit 12-Bit.

    3. Unwahrscheinlich viele Funktionen, die nie wirklich benutzt werden.


    Die Unmittelbarkeit und Einfachheit eines analogen Oszilloskopes wird nicht erreicht.


    Daher aus meiner Sicht immer ein ordentliches analoges Oszilloskop mit an Bord haben. Gut und günstig -> Hameg. Ansonsten geht nichts über ein gutes Tektronix wie z.B. 2445 o.ä..


    VG

    jokeramik

  • Hi,


    laute Lüfter sind natürlich immer unangenehm .... aber gehören bei Keysight schon seit HP-Zeiten zum ´guten Ton´, oder?

    Ärgerlich finde ich, wenn Lüfter rumröhren, die technisch gar nicht erforderlich wären, z.B. in Funktionsgeneratoren oder DMMs.

    Was mich persönlich an den Keysight Oszis stört ist .... wie um alles in der Welt kommen die eigentlich auf die Idee heutzutage ein DSO mit max. 4MB Speicher noch digitales Speicher Oszilloskop zu nennen?

    Das zieht sich ja bis in die Infinivision 4000er Reihe hoch, die je nach Modell schon die 20.000€ Grenze überspringt.

    Bei 5GSa/s bedeutet das eine Aufzeichnunglänge von lächerlichen max. 800µs!

    Wer nur mit schnellen Signalen arbeitet, für den mag das noch i.O sein, aber in Zeiten wo Speicher nichts mehr kostet ist das m.b.A.n. ein absolutes Unding.


    8Bit Auflösung halte ich für völlig ausreichend.

    Zum Einen bekommt man mit analogen Oszis auch nicht deutlich mehr hin.

    Zum Anderen wird durch die entsprechende vertikale Bereichs-Umschaltung quasi eine höhere Auflösung ermöglicht.

    Nicht zuletzt erlauben einige Oszis (die Siglent gehören dazu) eine variable Skalierung der vertikalen Emfindlichkeit.

    Als Letztes kommt es ganz entscheidend auf die analogen Eingangsstufen und Sauberkeit der Referenzspannungen an.

    Lieber ein 8Bit-Oszi mit einem rauscharmen Frontend, als ein 10Bit Teil, das 10Bit nur auf Papier kann.

    Gute (echte) 10- oder 12Bit Oszis kosten leider entspechend viel.

    Und selbst bei den großen Keithley (Tektronix) und LeCroy 12Bit kommen unter dem Strich vielleicht mal 9 ENOBs raus.


    Gerade wenn man von analogen Oszis umsteigt, erschlägt einen die Fülle an Funktionen, die in neueren DSOs implementiert ist.

    Es wird für das Layout der Fronten und die Softwaredesigner immer schwieriger diese Fülle leicht und intuitiv bedienbar zu halten ... ganz abgesehen davon diese Software Bug-frei zu bekommen.

    Je vertrauter man aber mit seinem DSO wird, umso weniger ´schwierig´ wird der Umgang (mal echte Software-Katastrophen ausgeschlossen) und man wird auch mehr der Funktionen tatsächlich nutzen (z.B. Bode-Plots, serial decoding etc.).

    Die Stärke der DSOs sind langsame, sporadisch, oder vereinzelt auftretende (Stör-)Signale.

    Und hier denke ich wird niemand ernstlich zurückgehen wollen auf Analog.

    Mein altes Philips jedenfalls schalte ich fast nur noch zur Funktionskontrolle ein.

    Andererseits werde ich es natürlich auch nicht auf den Altenteil schicken.


    jauu

    Calvin

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    gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo ,

    danke für deine Ausführungen :thumbup: . Ich habe und benutze noch diverse Hameg 204 und 407 sowie einen TEK TDS 3054 und einen alten TEK aus der 5er Einschub Serie . Den behalte ich auch , da ich noch einen Einschub mit 50 µV Empfindlichkeit habe :


    https://w140.com/tekwiki/wiki/5A20N


    Für mich als Bastler finde ich das völlig ausreichend ^^ . Den Keysight nutze ich eigentlich nur für die Bode Plot Funktion . Ich wollte auch mal was Neues haben oder einfach nur Geld ausgeben ^^^^^^ .

    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Aufgrund der vielen Möglichkeiten bei Digioszis halte ich ein gutes Interface für sinnvoller, wo man dann mit den vielen Optionen am PC rumspielen kann. Auf einem HD-Bildschirm bekommt man mehr unter und hat eine gute Auflösung. Ein DSO würde ich nur für halbmobile Einsätze für Industriesteueranlagen nehmen. Aber auch hier ist ein Schlepptop mit Interface kaum unhandlicher. In der Vermittlungstechnik hatte man früher das Oszi auf einem Rollwagen zum entsprechenden Rack gefahren und dann gemessen...

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • In der Vermittlungstechnik hatte man früher das Oszi auf einem Rollwagen zum entsprechenden Rack gefahren und dann gemessen...

    So etwa ^^^^^^ .

    MfG , A .scope.jpg

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Das waren schon gute HAMEG udn FLUKE und die Rollwagen deutlich größer mit Steckdosenleisten. Da konnte man noch zusätzliche Geräte drauflegen. Aber so ungefähr.


    Ein Museum ist mir nicht bekannt, ich habe in meiner Werkstatt eines, drei Vintagegeräte...

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Aufgrund der vielen Möglichkeiten bei Digioszis halte ich ein gutes Interface für sinnvoller, wo man dann mit den vielen Optionen am PC rumspielen kann. Auf einem HD-Bildschirm bekommt man mehr unter und hat eine gute Auflösung. Ein DSO würde ich nur für halbmobile Einsätze für Industriesteueranlagen nehmen. Aber auch hier ist ein Schlepptop mit Interface kaum unhandlicher. In der Vermittlungstechnik hatte man früher das Oszi auf einem Rollwagen zum entsprechenden Rack gefahren und dann gemessen...

    Ich kenne jetzt kein wirklich gutes Interfaces, aber natürlich kenne ich nicht auch nicht alle.

    Heutzutage hat jedes einigermaßen vernünftige Oszi zumindest einen USB-Ausgang, Lan, manche auch noch HDMI.

    Deswegen sehe ich die klar im Vorteil, da diese einen ordentlichen Bildschirm haben ohne einen PC mitzuschleppen, aufgrund der vielen Bedienmöglichkeiten, z. B. Tastatur und Maus, Touchscreen, viele sofort zu bedienende Knöpfe, den ganzen Optionen, sehr universell sind.

    Bis zu einem gewissen Punkt, erst recht für Hobbyzwecke, mag ein Interface die preislich günstigste Möglichkeit sein.

    Mittlerweile gibt es auch Tablets mit integriertem DSO, fast alles ist möglich und erhältlich.


    Ich liebäugle immer noch mit dem DSO5104 von Rigol für zu Hause. irgendwie hätte ich da Lust drauf, da bezahlbar. Habe aktuell ein älteres Owon, nur eigentlich wäre es Quatsch was zu kaufen.

    Da ich dauernd ein recht großes Keysight im Auto habe und auch Zugriff auf andere schöne Teile habe. Deswegen sollte ich besser warten bis ich mal in Rente gehe, denn die Geräte werden ja nur immer besser und für das was die können auch immer preiswerter.

    Ach ja, auch das alte Owon hat HDMI, Lan, USB und lässt sich auch per PC steuern.


    Grüße

    Frank

    Konfuzius sagt:

    Erst wenn eine Mücke auf deinem Hoden landet, wirst du lernen, Probleme ohne Gewalt zu lösen.

  • Hi,


    das Rigol (meinst Du nicht eher das MSO5104?) hat eher durchwachsene Kritiken bekommen.

    Toll der Papierform nach, praktisch aber wohl mit rauschendem Frontend und vielen Bugs ... und Rigol ist nicht gerade als Update-Weltmeister bekannt.

    Schau vielleicht mal beim eevblog nach ... da wird es ausgiebig durchgekaut ... und teste es vor Kauf wenn möglich, ob es Deinen Vorstellungen und Deiner Arbeitsweise tatsächlch entspricht.


    jauu

    Calvin

    ..... it builds character!


    gewerblicher Teilnehmer

  • MSO5104 ist richtig, klar.

    Aktuell habe ich in der Tat nur nach technischen Angaben der Hersteller geschaut und nicht wie die Geräte im Netz so abschneiden. Habe ja eigentlich keine echten Kaufabsichten.

    Schlechter werden die Teile in ein paar Jahren auch nicht sein. Bis dahin komme ich klar.

    Könnte mir auch als Rentner noch was ausleihen.

    Aber manchmal will man sich mal was neues, eigenes kaufen, hm.


    Grüße

    Frank

    Konfuzius sagt:

    Erst wenn eine Mücke auf deinem Hoden landet, wirst du lernen, Probleme ohne Gewalt zu lösen.

  • Hi,


    ich freu mich ja über jeden Zufriedenen .... nur, was macht das Rigol jetzt "besonders tauglich für Audio"?

    Also bitte keine Me2 Zwischenrufe ohne informativen Nährwert.

    Meßbeispiele dagegen gerne ... besondere positive oder auch negative Erfahrungen ebenfalls sehr gerne.


    jauu

    Calvin

    ..... it builds character!


    gewerblicher Teilnehmer

  • Hi,


    aufpassen, wo bei Datenangebaben ´geschummelt´ wird.

    Z.B. bei Bandbreitenangaben, die bei kleinen vertikalen Bereichen oft eingeschänkt sind, ohne daß das im Datasheet kommuniziert wird, oder es nur im Kleingedruckten zu finden ist.

    Oder bei Eingangsempfindlichkeiten ... RIGOL MSO5000 und 7000-Reihe:

    Note[3, oder 2]: 1 mV/div and 2 mV/div are a magnification of 4 mV/div setting.


    jauu

    Calvin

    ..... it builds character!


    gewerblicher Teilnehmer

  • Oszilloskope mit besonderer Tauglichkeit für Audio? Gibt es abgesehen von einem guten Analogoszilloskop mit scharfer Röhre so etwas überhaupt, und welche Eigenschaften sind dazu nötig?

    Oszilloskope sind auch im Audiobereich ausgesprochen wichtig, aber ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Das fängt schon mit einer FFT an, die in normalen DSO gerade im Audiobereich nicht überzeugen kann.