Phonovorverstärker korrekt einstellen bei Verwendung eines Übertragers

  • HiYa,


    Vinylengine sagt 35 dB, also ca 50 - fach. Dann habe ich wohl mit ca. dem doppelten Innenwiderstand des Systems (sind wohl 20 bis 30 Ohm) bei 120 KOhm abgeschlossen.


    Ich hatte früher einen Cyrus dran, da habe ich so mit 150 Ohm abgeschlossen. Aber das war ja schon immer NICHT übertragbar.


    Ich hatt auch mal testhalber 47 KOhm in Serie zum 120 KOhm, also ca. 170 KOhm (die Teile hatte ich..) und mir hat es mit 120 KOhm besser gefallen.


    Ja richtig, immer nachrechnen. Aber dann hören.


    Liebe Grüße Winnie.


    P.S. Wenn ich oben beim Innenwiderstand ein ca. mache, bitte nicht auf die Idee kommen das mit einem Ohmmeter nachzumessen.....

    Thorens 2001 mit RDC Boden und TPN, Spectra Matte, Dynavector Karat DV17D3, Ortofon T2000, EAR834P clone, Reisong A12, Klipsch La Scala.

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  • Hi Winnie

    Der DC Widerstand deines Dynavector beträgt 38 Ohm.Dynavector bei CCR-Highend

    35dB entsprechen einer 56 fachen Verstärkung.Dezibel in Verstaerkung - Gain / Loss umrechnen Spannung Schalldruck Rechnen Verstaerker Schallpegel dB - sengpielaudio Sengpiel Berlin


    Der vom Hersteller angegebene Abschlusswiderstand sollte größer als 100 Ohm sein.

    Aber daran musst du dich natürlich nicht halten. Erlaubt ist das, was gefällt. :)

    Gruß Stefan

  • Moin Stefan,


    danke für das Nachrechnen. Ich neige hier eher zum Überschlagen.


    Ja, das mit den empfohlenen 100 Ohm ist mir bekannt. Nur weiß ich hier immer nicht, wie eben diese gemeint sind. Denn 100 Ohm an einem Verstärker entsprechen nicht den 100 Ohm die ein Übertrager anlegt.


    Ich hatte hier auf meinem Weg auch oft nicht nur aktive Komponenten im Phonopfad, da kommt auch bei den Übertragern einiges zusammen, Ortofon T20, Denon AU320, dann hatte ich mal so kleine von Sony, die waren richtig gut.


    Die ganze Rechnerei gibt hier höchstens Anhaltspunkte, halt die Richtung, in die es gehen sollte, vor.


    Sagen wir es doch mal so, am Verstärker wird ein richtiger Widerstand angelegt. Auch einen Kondensator hat man, in der Regel, meist nur bis 3 nF zur Verfügung. Am Übertrager ist es eine komplexe Impedanz die das System sieht. Ich denke, das ich hier weit mehr als 3 nF anlege.


    Ein Phonoeingang wird so ca. 50 pF haben, ein kurzes Kabel wird in ähnlicher Größe liegen. Das mit dem Quadrat der Übertragungsfaktors multipliziert. Puh, das ist eine Menge. Und noch mehr, das, mit der Parallelschaltung aus komplexem Widerstand des Trafos und der Spulenimpedanz des Systems, das gibt einen wirkungsvollen Tiefpass.


    Hier trifft für mich das "Probieren geht über Studieren" so was von zu. Wenn dieses Thema berechenbar wäre, dann würde ich mich für was Anderes interessieren.


    Für mich war hier interessant, der T2000 ist der erste Trafo von Ortofon gewesen, der auf Phase und nicht Frequenz optimiert wurde. Der kann auch bis 100 KHz, ähnlich wie mein Dynavector. Warum die beiden so gut zusammenpassen, werde ich wohl nie rausbekommen.


    Ebenso gibt es ja aktive Schaltungen, wo das System in einen virtuellen Knoten einspeist (ist halt ein invertierender Verstärker wo das System selbst der Einspeisewiderstad ist). Diese Betriebsart wird auch als Kurzschlussbetrieb bezeichnet. Da ist dann nix mit empfohlenen Abschluss. Macht z.B. auch Dynavector. Interessanterweise hat man aber stets die Wahl der Betriebsart. Scheint also nicht immer Erfolg zu haben.


    Das mit dem Abschluss ist also ein Thema für sich.


    Liebste analoge Grüße vom Winnie.

    Thorens 2001 mit RDC Boden und TPN, Spectra Matte, Dynavector Karat DV17D3, Ortofon T2000, EAR834P clone, Reisong A12, Klipsch La Scala.

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  • Moin Leute,


    das war ein Wochenende wo ich wieder dazu gelernt habe.


    Ich bin mal etwas systematischer an die Trafogeschichte ran gegangen. Mein T2000 hat 35 dB oder 56,1 fache Übersetzung.


    Mein Dynavector hat so 35 Ohm Innenwiderstand und soll mit 100 Ohm abgeschlossen werden.


    Ich habe mal verschiedene Widerstände eingelötet,

    um zu sehen was passiert.


    Reingang Phono | R am System | Kommentar

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    47 Kohm | 15 Ohm | zu straff

    120 KOhm | 38 Ohm | ganz gut

    170 Kohm | 55 Ohm | flach

    300 KOhm | 95 Ohm | besser

    330 KOhm | 105 Ohm | sehr gut

    470 KOhm | 150 Ohm | sehr gut


    Also das zeigt, es macht Sinn den ganzen Bereich zu untersuchen, auch wenn es Arbeit macht.


    Fazit:

    Die Herstellerangaben sind eine gute Orientierung.


    Bei ungünstigem Übersetzungsverhältnis ergeben sich leicht schlechte Betriebsbedingungen.


    Eine weitere Vergrößerung des Eingangswiderstandes wird wohl durch den stets vorhandenen Eingangswiderstand der Phonostufe behindert.


    Selbst in einem so ungünstigen Fall, riesen Überetzung, kann ein sehr guter Arbeitspunkt gefunden werden.


    Das "zu laut" der Kombi werde ich durch einen Spannungsteiler am Ausgang ausgleichen.


    Die EAR wird durch den Pegel nicht überfordert.


    Bitte nachmachen.


    Liebe analoge Grüße vom Winnie.

    Thorens 2001 mit RDC Boden und TPN, Spectra Matte, Dynavector Karat DV17D3, Ortofon T2000, EAR834P clone, Reisong A12, Klipsch La Scala.