Die Physik unserer Plattenspieler

  • Nur mal so.


    Ich betreibe meine Plattenspieler mit einen DUAL Motor b.z.w Sankyo Motor für ca.19 EUR.


    Der Flachriemen hat so ca. 9 EUR gekostet.


    Ergebnis der Gleichlaufschwankung <=0,05%.


    Teller und Lager von Thorens.


    😯🤔😊

    Gruß

    Henry

  • ...wie muss die Sonneneinstrahlung und Luftfeuchtigkeit berücksichtigt werden ? Wie wirken

    sich die Nord - Süd bezw West - Ost Achsen aus? Was ist mit dem Bluna oder Gaga Faktor ?

    Erdmagnetismus ?

    Fragen über Fragen !


    :)

  • Das musst du die Käufer von zB. Phonosophie-Produkten fragen …

    VG
    Mario



    „Du akzeptiert keine Theorien, es sei denn sie untermauern deine eigene.“

    „... Es dient der Wahrheitsfindung …“ 😖😂

  • Guten Morgen,


    ich erlaube mir eine Frage zu wiederholen: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Wechsel zu besseren Tonarmen. Bei mir war ja der Umstieg von EAT c-note auf den GLANZ mh-124s so, als hätte ich alle meine Tonabnehmer gegen gegen deutlich bessere getauscht.


    Ich vermute, die Verbesserung resultierte aus weniger Schwingung im Tonarm. Womit sich die Frage auch auf die Schwingungsdämpfung im Chassis erweitert.


    Grüße aus Österreich

    Kurt

  • hi Henry,


    nach langem suchen habe ich nun auch mal Gleichlaufschwankungen eines modernen Masselaufwerks gefunden..

    Für eine kleine Investition von 78.000 Euro kannst Du in der Tat runter kommen auf 0,03% Gleichlaufschwankungen ;)

    Screenshot_20210812-075304_Qwant.jpg

  • und um nochmal auf die Frage zu Antworten die 3 Seiten vorher gestellt wurde zund nicht beantwortet wurde :

    Philips hat jahrelang Player mit Riemenantrieb hergestellt, wo die Solldrehzahl am Teller bzw dessen Achse gemessen und über den Antriebs Motor korregiert wurde.

    Nannte sich : direct Control

  • Langsam korrigieren und schnell regeln ist ein Unterschied.

    Genauso gibt es beim Gleichlauf Unterschiede: Gleichlauf bezogen auf die Solldrehzahl (ist oben beim TechDas angegeben) und wow and flutter der Istdrehzahl innerhalb einer kurzen Zeitspanne.

    Die langsamen Änderungen stören kaum bzw. können nur von einem absoluten Gehör erfasst werden. Hingegen die schnellen Änderungen sind leichter hörbar.

  • nochmal zum Flachriemen:

    Während bei Flachriemen das Übersetzungsverhältnis über die Außendurchmesser der Riemenscheiben ermittelt wird, muss aufgrund der besonderen Riemengeometrie bei Keilriemen der sogenannte Wirkdurchmesser (auch Richtdurchmesser genannt) zugrunde gelegt werden.

    nachzulesen bei:

    https://www.tec-science.com/de…emengetriebe/riemenarten/

    Toni

    Hatten wir schon, stimmt deswegen trotzdem nicht ...

    VG
    Mario



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    „... Es dient der Wahrheitsfindung …“ 😖😂

  • hallo Kurt


    diese Frage stellte ich mir auch, als ich erstmalig vom vollumfänglich gedämpften Rigid Float gelesen hatte.


    Ein 2012 in Japan entwickelter Tonarm, der OHNE üblich harte

    Lagerkontakte auskommt, statt dessen schwimmt der Tonarm

    auf einem ferrofluiden Ölpolster.


    Genauso hatte ich einen recht provisorischen ersten Versuchs-

    aufbau getestet. Zwei 60mm Alu-Halbschalen... unter die Untere

    Magnete fixiert...in die Obere eine Holzkugel mit Armbefestigung...

    rudimentäres Gegengewicht...Ferrofluid in die Schalenzwischenschicht eingegeben und mit Ortofon fl25gehört.


    Auf Kröpfung und Überhang verzichtet, wie RF auch und gehört.


    Luftigkeit, Natürlichkeit und Losgelöstheit kannte ich so nicht, gepaart mit Wärme und einem Detailreichtum im Hochtonbereich, der präziseste Ortbarkeit gewährleistet.


    Die Qualität resultiert zum Einen aus der perfekten Entkopplung von LW oder Tisch durch das Ölpolster, welches etwa 2-3mm hoch ist.


    Zum Zweiten ist Öl ein sehr gutes Mittel zur Bedämpfung.

    Alles was an Resonanzen dorthin gelangt wird ruhiger.


    So bin ich dann zu meinem 16 Zoll Kranausleger-Schwimmer gekommen, der durchverkabelt vom Headshell bis zum Übertrager ist. Ich mag keine überflüssigen Kontakte.


    viele Grüße


    Josef

    AAA - Mitglied und (Neben-) Gewerblicher Teilnehmer

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  • Hatten wir schon, stimmt deswegen trotzdem nicht ...

    Genau, anbei für alle die gerne rechnen nun mal die komplette Formelsammlung..

    Eins stimmt, die Riemendicke kann unter normalen Umständen vernachlässigt werden..

    Wenn es so anfängt, dann kommt natürlich noch ein aber ;) :

    Dies ist dann zu vernachlässigen wenn der Durchmesser der Antriebsscheibe im Verhältnis von 50:1 oder mehr zur Riemendicke steht.

    In der Industrie ist das immer gegeben, hier würde kein Mensch versuchen 2850 Umdrehungen pro Minute mit nur einer Übersetzung auf 33 Umdrehungen pro Minute zu reduzieren..

    Hier wird 1:1, 1:2, 1:3 übersetzt und nicht 1:55

    Bei 1:1 ist die Riemendicke vollkommen Lutte, bei 1:2 noch uninteressant, da ein Flachriemen ja recht flach ist, wie das Wort schon sagt.. Und zudem die Riemenscheiben recht groß gewählt sind, da ich ja auch ein Drehmoment übertragen möchte..

    Aber bei dem enormen Verhältnis das wir hier haben spielt die Dicke eine Rolle...

    https://www.ahoefler.de/index.…7:riementriebe&lang=de-DE


    Letzte Anmerkung:

    Beim Plattenspieler hat der Teller c.a. den 160 fachen Umfang wie die süße kleine Antriebsrolle..

    Theoretisch kann ich bei gleicher Riemanspannung also das 160 fache Drehmoment übertragen.. Normalerweise werden in der Industrie Antriebe eingesetzt die etwas antreiben.. Bei uns reicht es aus dass es sich nur irgendwie dreht...

  • Hallo Josef,

    Deine Entkopplung mit Öl kann ich nachvollziehen.

    Bei meiner Anlage ist der Weg zum Ziel offensichtlich ganz anders.


    Mit Bleischrott und Sand will EAT möglichst viel Schwingungsenergie im Chassis zwischen Teller und Tonarm vernichten (ist wahrscheinlich eine Alternative zum Öl). Im Gegensatz dazu ist die kardanische Lagerung des GLANZ Tonarmes mit sehr eng tolerieren Kugellagern ausgeführt, also schwingungsleitend. GLANZ schreibt über besondere schwingungsdämpfende Features im Arm, die ich nicht durchschaue und deshalb vorerst nicht zitiere. Der Carbon Arm von EAT war ja auch besonders schwingungsdämpfend !?!?!?!?


    LG Kurt

  • hallo Kurt


    Hersteller schreiben über Dämpfung und kleben z.B. einen Moosgummistreifen aufs Rohr... oder befestigen ein Mini-Paddel

    ans Rohr, welches in einem Ölwännchen badet und dadurch

    den ganzen Arm bedämpfen soll.


    Beides bedämpft auch, doch mit homöopathischer Relevanz, wie ich finde.


    Problem von Herstellern sind in der Tat die Lager - horizontal und vertikal. Beide haben neben ihren vorgesehenen Bewegungsradien auch feste Verbindungen, die Resonanzen tragen.


    Der Well Tempered Tonarm basiert auf einer an Faden hängenden Kugel mit angebrachtem Tonarmrohr. Die Kugel hängt am Faden und schwimmt unterseitig in (dämpfendem) Öl.


    Der Arm klingt recht gut !


    Im Gegensatz zum RF-Prinzip trägt jedoch von unten keine Magnet-Kraft das Armgewicht und es besteht eine Fadenverbindung, die vertikale Bedämpfung aufgrund der Bewegungseinschränkung nach unten ins Öl verhindert.


    Bei meinem Arm nutze ich zugleich das Fadenprinzip, aber über Umlenkrollen, um das Gewicht auf das Ferrofluide Ölpolster durch Gewichte feinjustieren zu können (justierbare Bedämpfung).


    musikalische Grüße


    Josef

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  • So funktioniert die Öldämpfung bei meinem Tonarm.


    Hier ist die Dämpfung jedoch in erster Linie dazu gedacht den Tonarm in Hinblick auf die Nadelnachgiebigkeit anpassen zu können.

    So kann halt ein recht starres System, wie das DL 103r, auch an diesem recht leichten Graphit Tonarm spielen.


    Der Tonarm ist mit Öl gefüllt:

    20210617_142112.jpg


    Hier steht die Dämpfung auf 0, d.h. das Öl wird nicht berührt..


    20210617_143837.jpg


    Hier wäre die Dämpfung auf maximum, d.h. der Ring läuft recht satt im Öl, hierdurch wird der Tonarm träger:


    20210617_143900.jpg

  • Plattenschall

    wenn der Motor in der Lage ist die für die Verformung des Flachriemens notwendigen Kräfte aufzubringen, dann ist die Drehzahl beim Flachriemen unabhängig von der Dicke des Riemens.

    Oder du zeigst mir eine Formel in der die Drehzahl der Riemenscheiben in Abhängigkeit von der Dicke des Riemens eingeht.

    Toni

  • Hier ist die Dämpfung jedoch in erster Linie dazu gedacht den Tonarm in Hinblick auf die Nadelnachgiebigkeit anpassen zu können.

    Der Tonarm meines PL-70 kann ebenfalls mit Öl gefüllt werden, welchen Einfluss soll das aber auf die nutzbare Compliance des Systems haben? Bei Jelco und SME Armen hat das auch keinen Einfluss, dient einfach nur zur Dämpfung.

    Gruß Martin


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