Miyajima Kansui Tonabnehmer aus Japan

  • Hallo MC-Freunde,

    naechstes Wochenende kommt ein guter Freund zu mir und bringt seinen Tonabnehmer mit. Es handelt sich um ein Miyajima Kansui. Er beklagt an seiner Anlage ein flaches, unkonturiertes Klangbild. Musikmaterial ist hauptsaechlich Großorchestiales und Orgelmusik. Was könnte dort falsch laufen? (Laufwerk Transrotor ZET 1 mit SME 3012-2 und HS von Nagaoka mit 14 g. MC VV von Musical Fidelety auf 220 Ohm. Getestet wurde auch auf 100, 470 und 1 kOhm. Alles wohl nicht zielführend. MC ÜT hat er keinen. Ich haette da einen Siemens Klangfilm T 42 /e 2 mit 1: 20, T 41 mit 1:12 oder ein Haufe ÜT RK 324 mit 1:10, könnte aber auch MC mit 50, 100, 220, 330, 470 oder 1kOhm einstellen. Was würdet Ihr vorschlagen wie ich mich vorbereite? Als freier Arm haette ich den Jelco SA 750 L mit originalem HS an meinem Acoustic Solid Solid One oder zur Not den SME 310 am gleichen Laufwerk zur Verfügung. Falls mein Freund erwaegt diesen zu verkaufen, was würdet Ihr ausgeben? TA ist 5 Jahre alt und hat max. 150 Stunden gelaufen. Ich würde mich auf konstruktive Antworten freuen. :merci:

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

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  • Moin Herbert, da kommt ja was Feines auf Dich zu!

    Würde mit dem Jelco starten. AK um 2,25 - 2,3g. Impedanz über MC mit 330 Ohm starten. 220 und 470 ausprobieren.

    ÜT Klangfilm T42 1:20.

    Viel Spass beim Spielen!!!

    Liebe Grüße Achim


    Drogenbeauftragter Die Gerillten e.V.


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

  • OK.: unter 220 Ohm, also 100 Ohm würde dann wahrscheinlich den TA zu sehr einbremsen! Wie waehre es denn mit dem T 41 1:12 ? Ist der TA dann zu wenig gedaempft?

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Ich freue mich auf jeden Fall auf dieses Experiment....immerhin kommt dafür mein Ortofon SPU Royal GM MK 1 vom Jelco SA 750 L, was seit langer Zeit nicht so richtig zum Zuge kommt!

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • ÜT Klangfilm T42 1:20.

    Den Klangfilm ÜT hatte ich auch schon gedacht...aber Ri 16 Ohm mit ÜT 3 Ohm....kann das funktionieren? Die ÜTs wurden wohl für Mikrofone mit Ri unter 2 Ohm entwickelt...Ich weiß zwar das eigentlich die Anschlußimpedanz aus Re MM / ܲ gerechnet wird aber wie verhaelt sich das hier? (hier würde eine Anschlußimpedanz von 117,5 Ohm rauskommen, also durchaus realistisch)

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • das Kansui war eher ein Schlag ins Wasser. Das Takumi ist so na ja. Das Shilabe wiederum ein echter Burner. ich bin froh, dass das Kansui weg ist. Leider habe ich dann mit Madake nicht mehr weiter gemacht, weil das Kansui so enttäuschend war. Es liebt schwere Arme. Am 12 Zoll Jelco lief es nicht. Am Schick ging es so. War aber mein ausgegebenes Geld(1500 mit 300 Stunden) nicht wert. Das Shilabe vermisse ich sehr. Das war nicht schlau es zu verkaufen. 300 Stunden ist Einspielzeit bei Miyajima.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Moin Moin,


    ich vermute mal so aus´m Bauch heraus das das Kansui eine echte

    Diva ist. Vermutlich brauchst du einen echten schweren Arm wie

    z.Bsp. FR64S & den hauseigenen Übertrager, damit es mit den

    Anpassungen klappt.


    Ich habe hier seit letzter woche das Waza am Start, das funktionierte am PP1 nicht wirklich. Druck war gut aber die Räumlichkeit / Klangbild nicht --> s. oben..? Es hatte zu wenig Ausgangsspannung.


    An der Goldnote ph10 - richtig angepasst - spielt´s wie ausgewechselt... Ganz großes Tennis!


    what to do is? Ausprobieren & kritisch hören & Arm & Phonopre

    abchecken...


    cu LG Horsti

    Miles trinkt einen Schluck Wasser. "Wasser", sagt sein Trainer, "das wird man einfach nicht los. Es gibt mehr Wasser auf der Welt als sonst irgendetwas" "Stimmt nicht" sagt Miles, "es gibt mehr Bullshit als Wasser. Die Welt ist voll von Bullshit."

    Edited once, last by Horsti62 ().

  • Hallo,


    ich würde den Arm (3012) als ungeeignet sehen wollen. Der Arm hatte bei mir schon mit manchen "einfachen" MC`s Probleme. Der Arm kam in die Resonanzfrequenz und zitterte immer ein wenig. Erst weicher aufgehängte MC's spielte er ohne Probleme.


    Gruß aus Wien

    Rudi

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Das Miyajima Kansui mag richtig schwere Tonarme mit sehr guter Kontrolle, da ist mMn. dein Jelco SA 750 L und SME 310 nicht der optimale Spielpartner, auch der SME 3012 2 ist nicht wirklich optimal. Optimal wäre hier ein FR64S/FR66 oder alternativ ein Groovemaster II oder Schick 12". Am Jelco würde ich es in Verbindung mit einem schweren Headshell von min. 18g versuchen.


    Bei einer Ausgangsspannung von 0,23mV scheint mir der Betrieb an einem Übertrager nicht verkehrt zu sein, in deiner Auflistung ist aber mMn. keiner der mit den 16 Ohm des Miyajima wirklich umgehen kann. Die sind für Niederohmige Systeme von Ortofon, du benötigst einen der in Richtung der Denon Systeme geht. Direkt an einer MC Vorstufe würde ich mit 220 Ohm anfangen und mich dann hocharbeiten.


    Man ließt sehr oft das die Systeme auf Grund ihres Aufbaus eine sehr lange Einspielzeit benötigen, da soll es mit den üblichen 50 Std. nicht getan sein und vielen fehlt dann einfach die Geduld zu warten.


    Klanglich wird es als Technicolor System mit enormen Klangfarben beschrieben, mit mehr Schmalz auf der Stulle als bei einem SPU, ich bin auf deine Eindrücke gespannt. Es kann aber auch einfach sein, das vom Musikmaterial Großorchester und Orgelmusik nicht die passende Richtung für das System ist.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • das Kansui war eher ein Schlag ins Wasser. Das Takumi ist so na ja. Das Shilabe wiederum ein echter Burner. ich bin froh, dass das Kansui weg ist. Leider habe ich dann mit Madake nicht mehr weiter gemacht, weil das Kansui so enttäuschend war. Es liebt schwere Arme. Am 12 Zoll Jelco lief es nicht. Am Schick ging es so. War aber mein ausgegebenes Geld(1500 mit 300 Stunden) nicht wert. Das Shilabe vermisse ich sehr. Das war nicht schlau es zu verkaufen. 300 Stunden ist Einspielzeit bei Miyajima.

    Das scheind ja auch das Problem meines Bekannten zu sein, es soll wohl nicht dut anpassbar zu sein. Er ist auch nicht so Bastler, daß er sich die ein oder andere Anpassung selbst vornimmt. Vielleicht bekomme ich es für ein paar Monate geliehen um mich hier mal ans Werk zu machen.

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Klanglich wird es als Technicolor System mit enormen Klangfarben beschrieben, mit mehr Schmalz auf der Stulle als bei einem SPU, ich bin auf deine Eindrücke gespannt. Es kann aber auch einfach sein, das vom Musikmaterial Großorchester und Orgelmusik nicht die passende Richtung für das System ist.

    Ich habe ja einiges an Musikmaterial hier, das werde ich dann aber vielleicht erst nachher testen können, falls er mir das System eine Zeit lang überlaeßt. Ich könnte Ihm ja vorschlagen mein SPU Royal GM bei Ihm zu montieren. Ich habe sogar noch ein schweres GG hier, da ich die Kombi SPU- SME 3012 ja auch kurz gefahren habe, nur wegen der Kosten für eine Revision (Lager, Kabel, Daempfung) ich dann lieber auf einen neuen Jelco SA 750 L umgeschwaengt bin (560 €). Die oft gemeinte Unvertraeglichkeit Jelco SA 750 L und SPU Royal GM kann ich jedenfalls nicht so erkennen. Es kann aber auch an den unüblichen Werten des Royal liegen, daß das bei mir so gut laeuft.

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Jelco hat mit seinen Tonarmen ein mMn. wichtiges Marktsegment bedient, gute Arme zu einem erschwinglichen Preis, der Wegfall hat eine große Lücke hinterlassen.


    Das der 750L mit SPU Systemen unverträglich sein soll, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Jelco gibt für den Abstand SME Bajonett/Nadelspitze 52mm an, den gleichen Abstand gibt Ortofon auch für die aktuellen SPU Systeme an. Bei älteren SPU Systemen lag der Abstand auch mal bei 51mm, ob das dann so viel ausmacht kann ich nicht beurteilen.


    Sicherlich gibt es Tonarme die besser mit einem SPU spielen, aber die kosteten auch mehr. Bei mir dreht die nackte Version (Royal N) deines SPU Royal GM seine Runden, egal ob am TA-210, Schick oder Groovemaster, es spielt einfach hervorragend auf. Den Ta-210 werde ich aber zeitnah durch einen Bokrand AB-309 ersetzen, habe ihn jetzt mehrfach gehört und bin sehr begeistert.


    Unüblichen Werten des Royal? was meinst du damit, die Anschlusswerte? Die haben aber nichts mit dem Tonarm zu tun.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • So erste Tests sind gemacht! 1) mit originalem 12 g HS von Jelco und ÜT 1:20 und 36 dB MM

    Klang wie ein kaputtes System... :( aufgedunsener Tief- und Grundton, Verzerrungen in den Mitten!! Mit allen anderen ÜTs eher noch schlechter!

    2) mit originalem HS und MC 60 dB / 220 Ohm, brauchbar aber der Mittenton etwas flach, Bass immer noch nicht sehr konturiert.

    3) original HS mit 12 g Messing-Zusatzmasse, Bild folgt, MC 60 dB / 220 Ohm. Sehr schön rollende Baesse und ausgewogene Mitten (Übrigens brauche ich da mein 270 g GG, was eigentlich nicht das beste für das Lager ist).

    4) und so bleibt es erstmal, wie 3) nur mit 100 Ohm, jetzt rastet das Klangbild ein, Bass sehr konturiert und ebenso kraeftig, Mitten sehr angenehm nicht vordergründig, Höhen sehr konturiert und gleichzeitig fein. Die dynamische Masse des Gesammtkonstrukt liegt jetzt bei 36 g und damit sogar noch höher als mit meinem SPU. Gemessene Fres= 8,5 Hz, ohne Zusatzmasse 10,5 Hz. Bis spaeter dann!

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • So jetzt die Bilder...natürlich noch mit provisorischer Beschwerung und falschen Schrauben.


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    So aber jetzt weiter zur Hörsession! ;)

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(