EAR 834p Clone - Ein Erfahrungsbericht

  • Bei den am von mir verwendetem Gerät wurden nur Bauteile mit gleichem Wert ersetzt.
    Die Schaltung wurde nicht angetastet.
    Ich finde dass es dann irgendwann auch nichts mehr mit einer EAR 834 zu tun hat...

    Moin Tom,


    da bin ich ganz bei dir. Aber auch EAR hat mit den Röhren hin und her gewechselt. Und Glimmer im RIAA ist besser, sowie auch die Koppelkondensatoren besser sein können.


    Sonst muss nix verändert werden.


    Liebe analoge Grüße vom Winnie.

    Thorens TD 1601 mit TAS 1600, Ortofon T2000, EAR Yoshino,

    als analog oder digital Logitech Media Server mit Allo Boss2,

    weiter auf Reisong A12, Klipsch RP-600M.

  • sinnlos grosser kf auskoppler könnte tim verzerrungen machen, an meinen 834 habe ich 2,2uf mundorf supreme.


    eins sollte aber klar sein, phasenveränderungen sind zeitliche veränderungen.

  • Moin,


    ich habe auch Mundorf, 1 uF am Ausgang und 0,15 uF dazwischen. Ich wollte da nur bessere Teile drin haben.


    LG Winnie.

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  • Moin Tom,


    Und Glimmer im RIAA ist besser,


    Liebe analoge Grüße vom Winnie.

    Gibt es dafür eine physikalische Begründung?


    Bitte nicht falsch verstehen, ich will es nur selbst verstehen. Jonathan Carr und John Curl, zwei nunmal nicht völlig unbekannte Entwickler, lehnen Glimmer ab.

  • Moin,


    ich habe das probiert. Zuerst hatte ich das Eingebaute, Kohle, weis nicht was und 330 pF MKS. War scharf, unnatürlich. Dann Styroflex 110 pF und 330 pF und Metallschicht - R, war schon viel besser. Hier fällt auf, das es besser ist die Spannung hoch zu wählen. Ich habe mit 60 V angefangen, bin dann auf 400 V geklettert. Dann habe ich Glimmer bestellt. Ist irgenwie so, wie es soll. Whatever it means.


    Ich habe oft in Röhrenverstärkern die Koppel - C's durch parallelschalten von kleineren Glimmern aufgewertet.


    Manche sagen, Glimmer ist nervöser als Styroflex. Ist im Geschmacksbereich.


    Also Folienkondensatoren ja, Styroflex ist gut, Glimmer finde ich besser.


    LG Winnie.

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    Edited once, last by winvieh ().

  • https://www.sup-audio.com/html/high-standard.html


    Da wird viel über Kiondensatoren erzählt. Die haben auch gemessen. Ob das Verfahren die Anwendung wiedergibt, kann angezweifelt werden.


    Silber-Mica ist Glimmer.


    LG Winnie.

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  • Ich war früher als Entwickler in Berlin tätig. Dort hatten wir die Firma Richard Jahre. Die machte schon immer Glimmerkondensatoren. Und die haben die auch selektiert. War Klasse auf einen solchen Pool zugreifen zu können.


    Es war einfacher, einen 1% Glimmer bei Jahre zu bestellen, als aus einem Vorrat Kondensatoren auszumessen. So habe ich Glimmer kennengelernt.


    Ich habe aktuell auch hier in der EAR wieder mal Styroflex gehabt, bin dann später auf die Glimmer gegangen. Wie gesagt, gefällt mir besser.


    LG Winnie.

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  • Was haben die gemessen? Sehe nix. Und das „Geschwurbel“ ist von Toni Gee übernommen. ;)

    Da schreibt doch einer vom anderen ab. Auch merkt man, aus welchem Land die Veröffentlichung kommt.


    Damit kann viel Geld verdient werden.


    Für mich ist klar, Koppelkondensatoren sind Mundorf Supreme und Filter haben Styroflex oder Glimmer. Was immer in der geforderten Genauigkeit zu bekommen ist.


    LG Winnie.

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  • in der wirkung ist der pol bei 3180 da, wird halt durch die gk gesteuerte verstärkung realisiert, irgendwann ist schluss mit verstärkung, schluss mit anhebung, deshalb röhren mit hohem u.


    wer mit komplexen funktionen kann, mal suchen nach v/(1-kv) und sich schau machen mit dieser interessanten riaa art.

    NÖH.


    Die Zeitkonstante ist nicht da. Die Verstärkung wächst unterhalb der 50 Hz weiter an. Heir sollte eigentlich Schluss sein. Aber es ist auch Schluss, weil die Röhre da keine Verstärkung mehr hat, oder eben doch noch. Dann füllt sich das etwas auf, meint es gibt einen leichten Anstieg (oder Abfall) ab ca. 200 Hz. Damit ist die Verstärkung mit ein Teil der Kennlinie. Warum auch nicht.


    Die Gegenkopplung macht das nicht, denn die Zeitkonstante ist nicht realisiert.


    LG Winnie.

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  • Woher kommt die Aussage, 15 Grad Phase ist zuviel?

    Bei einer gut abgestimmte Phono ändert sich die Phase nur zu den Eckfrequenzen 20 Hz und 20 kHz hin.

    Zur Phase: Ein Klang setzt sich aus einem Grundton und dessen Obertönen zusammen. Wenn die Phase des Grundtones nicht mit den Phasen der Obertöne übereinstimmt, dann kommt der Grundton später beim Ohr an als die Obertöne. Dies wird als Phase Distortion bezeichnet und ab einem Zeitunterschied von ca. 2 ms wird das als unangehm empfunden.

    20Hz hat eine Periodendauer von 50ms, bei 360 Grad für eine Periode und davon 2ms entsprechen damit ca. 15 Grad. Für mich ist das daher keine Option.

    Dass die Phase < 2Grad an den Eckfrequenzen sein sollte wurde hier im Forum auch schon erwähnt.

    Toni

  • Bei einer gut abgestimmte Phono ändert sich die Phase nur zu den Eckfrequenzen 20 Hz und 20 kHz hin.

    Zur Phase: Ein Klang setzt sich aus einem Grundton und dessen Obertönen zusammen. Wenn die Phase des Grundtones nicht mit den Phasen der Obertöne übereinstimmt, dann kommt der Grundton später beim Ohr an als die Obertöne. Dies wird als Phase Distortion bezeichnet und ab einem Zeitunterschied von ca. 2 ms wird das als unangehm empfunden.

    20Hz hat eine Periodendauer von 50ms, bei 360 Grad für eine Periode und davon 2ms entsprechen damit ca. 15 Grad. Für mich ist das daher keine Option.

    Dass die Phase < 2Grad an den Eckfrequenzen sein sollte wurde hier im Forum auch schon erwähnt.

    Toni

    Moin Toni,


    nun gleiten wir etwas ab.


    1. Ein Phonoteil muss eine Kennlinie (RIAA) realisieren. Das geht nur über Fillter. Diese haben selbstverständlich auch einen Phasengang. Nur ein Frequenzgang geht leider nicht.

    2. Es ist Unsinn hier die Phono isoliert zu betrachten. Im Hörkreis sind ja auch Latsprecher. Diese haben auch eine untere Grenzfrequenz, und der Abfall ist meist größer als nur 6 dB / Oktave. Es ist also die (quadratische) Summe aus den Einzelnen.

    3. Dem Ohr wird eine zeitliche Auflösung von 1 usec nachgesagt. Damit ist die räumliche Ortung karakterisiert. Das ist aber etwas anderes.

    4. Eine Eckfrequenz ist durch die korrespondierende Phasendrehung beschrieben. Die ist dann 45 Grad.


    Hier geht mir zuviel durcheinander.


    LG Winnie.

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  • Moin Leute,


    ich bin am Suchen. Im Netz gab es Frequenz- und auch Phasengänge gemessen.


    Die zeigten, das die EAR einen Toleranzraum gut ausnutzt, also keineswegs versucht die RIAA genau zu machen. Das war im Bassbereich sehr deutlich, außerdem gab es einen leichten Anstieg im Obertonbereich. Alles gut gedacht.


    Leider finde ich das nicht zügig.


    Kann da jemand helfen?


    Das würde dann auch mal mit dem Gerücht aufräumen, daß nur an den Bereichsenden eine Phasendrehung vorhanden ist.


    Allerdings, um richtig zu bleiben, ist die Messunng der EAR für sich ja nicht vollständig, man muss die Schneidekennlinie einbeziehen.


    Liebe analoge Grüße vom Winnie.

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  • EAR 834P clone EAR 834p


    Moin Leute,


    hier habe ich mal eine Schaltung und ein Frequenz- und Pasengang dazu. Es ist also Beispielhaft und Simuliert.

    Man sieht, ein Pasengang ist klein, aber doch vorhanden und die RIAA ist in einem Toleranzfeld realisiert.


    Liebe analoge Grüße vom Winnie.

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  • vor einiger zeit kam von einem foristen der gedanke auf, die verstärkung etwas zurückzunehmen, warum nicht mittels v1. eine simulation von martin zeoigten einen erheblichen bassabfall.


    schon die riaa in der gk ist nicht ganz schulbuchmässig, fehlt da ein sehr hochohmiger parallel-widerstand am c, schmutzeffekte ausgenutzt? und wie schon gesagt, die verstärkungen v1, v2 (bei offener gk-schleife) sind mit im spiel.


    mit anderen worten, diese rückgekoppelten sind anders zu sehen, als passive, du kennst dich auch, nicht neues für dich.


    bin sehr interessiert an deinen ergebnissen, wenn du komplett redesigns.


    selbst höre ich z.z. nicht mit der 834.

  • Moin!


    Ob Tim de Paravicini wohl schon solche digitalen Simulationswerkzeuge zur Hand hatte? Aus welcher Zeit stammt denn sein Entwurf?


    Habe ich es jetzt richtig verstanden, dass bei dem ZeroZone-Clone von Winnie lediglich andere Kondensatoren- und Röhrenfabrikate verwendet wurden um einen besseren Klang zu erzielen?


    Das wäre dann so ähnlich wie nachwürzen eines Fertiggerichts. :)

    LG, Jo

  • Hallo Toni,

    das ist eine andere bekannte Variante eines Clones aus China. Es gibt m.W. aber nochmals andere. Insofern ist das alles nicht so einfach miteinander zu vergleichen.


    Das war der Grund warum ich weiter oben nachgefragt hatte, welche Version genau gemeint ist.

    LG, Jo