Pioneer PL-51 - eine Modifkation und Frage zum Lagerspiel

  • Hallo liebe Foristen,


    bevor ich euch meine Frage stelle möchte ich ein bisschen was zum Forum beitragen und euch meine kleine Modifikation des Pioneer PL-51 vorstellen:


    Das Problem war, dass die Federgedämpften Füße des Pioneers nicht mehr wirklich gedämpft haben. Der Plattenspieler saß fast hart auf der Oberfläche auf, kaum Spiel vorhanden um zu dämpfen. In den tiefen des Internets mal etwas von Squashbällen in der Verbindung mit Plattenspielern gelesen und einfach mal ausprobiert. Einfach die Füße abschrauben und die Federn mitsamt dem unteren Teil des Standfußes entfernen:


    image_123923953 (7).jpg


    Dann den übrigen Rest der Füße wieder anschrauben und schon steht der Spieler wieder gedämpft da (zumindest mehr als vorher):

    image_6483441 (13).jpg


    Und nun zu meiner Frage:

    Ich habe ein leichtes Spiel im Tonarm festgestellt. Ich kann ihn minimal zwischen den Fingern nach rechts und links verdrehen. Ich gehe mal davon aus, dass solch ein Spiel da nicht hingehört. Gibt es eine Möglichkeit die Lager dieses Tonarms nachzustellen, damit das Spiel verschwindet? Vielleicht hilft hier auch ein Foto vom Tonarmlager:


    image_6483441 (12).jpg


    Dankeschön!

  • Hallo M.,


    dieses sehr geringfügiges Spiel hatten solche Pioneer Tonarme von 45 Jahre auch schon. Wenn nicht gerade ein teuerer MC Tonabnehmer dran hängt ist das kein Problem.

    Viele Grüße, Tony

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    Dit is een lied over een plant, een groene plant, een mooie plant ...

  • Wenn man die innere Lagerschraube auf beiden Seiten des Lagers vorsichtig und ohne abzurutschen mit einem genau passenden Schlitzschraubendreher gegen den Uhrzeigersinn heraus dreht, löst man gleichzeitig die äußere Kontermutter mit. Vorsicht dabei, sonst vergnaddelkt man den Schraubenschlitz!


    Sodann lockert man die äußere Kontermutter noch etwas. Dann kann man die innere Lagerschraube vorsichtig wieder festziehen, wobei man die äußere Kontermutter ruhig mitdreht. Mit etwas Geschick zieht man so das Lager etwas fester an, bis es weitgehend spielfrei ist, aber der Tonarm im ausbalancierten Zustand trotzdem frei von oben nach unten schwingt. Das habe ich schon bei einigen Tonarmen so gemacht und es hat bestenes funktioniert.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Ein minimales Spiel ist kein Problem, je nach verwendetem Lager sogar notwendig. Zieht man die Dinger zu fest, ist der Tonarm schwergängig (und die Nadel betrachtet einen Tonarm seeeeeeeehr viel früher als schwergängig wie Deine Finger!!)

    Von daher:

    never touch a runnig system

    oder

    If it ain´t broken - don´t fix it...

    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.

  • Jetzt lass mal den Berufspessimisten im Hut, Andreas alias Ake! Man kann damit ruhig ein wenig herumspielen, bis man die optimale Einstellung der Lagerschrauben gefunden hat. Sind sie etwas zu fest angezogen, lockert man sie halt wieder.


    Erst nach einigen Versuchen mit etwas Fingerspitzengefühl findet man die optimale Einstellung und erst dann verkontert man die inneren Schrauben wieder mit der äußeren Kontermutter. So wie erwähnt schon zig mal gemacht.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Da ich das Problem mit Lagerspiel schon öfter hatte, habe ich mir das passende Werkzeug dafür bestellt, einfach bei google nach Schlitzmutterndreher suchen. In manchen Bit-Sätzen sind entsprechende Bits enthalten, diese sind aber alles andere als Passgenau und vermurksen ohne eine Nachbearbeitung die Muttern.


    Für Tonarme mit Zweiloch-/Stirnlochschrauben ist das Werkzeug von Dualfred oder der Pro-Ject Adjust itsehr gut geeignet. Wie schon erwähnt sollte man das nötige Fingerspitzengefühl besitzen.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Sofern man über feinmechanisches Geschick verfügt, kann man sich da durchaus ranwagen. Nachstehend ein Auszug aus dem SM für einen Sony PS-X70.


    pasted-from-clipboard.png


    Das 50mg Kalibriergewicht lässt sich aus einem Material mit bekannten Flächengewicht (Karton, Papier) über die Flächbeziehung anfertigen.


    Grüße


    micha