Neues Spielzeug gesucht: Diesmal ein Röhren-Phono-Vorverstärker

  • Hallo Jo!


    Auf jeden Fall gibt es eine Rückmeldung. Das gehört sich so, wenn man hier eine Anfrage stellt und sich beraten lässt. Juergen schrieb, dass das Gerät so bald wie möglich auf die Reise geht.


    Viele Grüße

    Philip

  • Mein Line-Magnetic Aufbau, anno 2020:

    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/138445/

    Klassischer gehts nimmer, interessante Endstufe sicher mit EL34 Röhren.


    Meine ähnliche, eine limitierte von nur 10 gebauten Exemplaren ist direkt vom Entwickler, hab sie nur noch etwas modifiziert, sie lief schon erfolgreich im direktem vergleich nicht nur bei Dieter Burmester oder Bernhardt Rietschel im Stereoplay Hörraum, schöne Erlebnisse die man zeitlebens nie vergisst :)



    Das wird sicher ein wunderbares schönes Spielzeug Philip, ich wette das wird ein "habe fertig" kauf 8)


    Wünsche auch viel Spaß damit!


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Hallo Volkmar!


    Danke. :) Ich hoffe auch bzw. bin zuversichtlich, dass ich damit sehr viele Jahre zufrieden meine Platten genießen kann. In den letzten Jahren bin ich dazu übergegangen, mir nur noch Geräte anzuschaffen, von denen ich ausgehe, dass ich sie mit ins Altersheim nehme. Was die Verstärkung angeht, bin ich jetzt gut mit Übertragern, Phono-Vorverstärkern und Vollverstärkern ausgestattet. Irgendwann gibt es nochmal neue Lautsprecher und vielleicht einen neuen Plattenspieler.


    Hallo Jo!


    Auf deinem Bild steht das Netzteil des LP 33 sehr nahe an den anderen Geräten. Hast du dir keinen Brumm oder andere Störgeräusche eingefangen? Im Test von LowBeats stand, man sollte doch bitte auf eine separate Aufstellung achten.


    Viele Grüße

    Philip

  • Moin Philip,

    nee, es gab da kein Problem mit Einstreuung in die Elektronik bei mir. Alles gut geschirmt!


    Wenn ich mit dem Ohr nah' ranging, also wirklich ganz nah (!), hörte ich den Netztrafo der Phono leise mechanisch brummen. Aber keine Bange, das ist normal und schon in kurzem Abstand nicht mehr zu hören.


    In Görlitz ist es auch manchmal totenstill. ;)^^

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Hallo Jo!


    Danke für deine Antwort. Ich hatte im Geiste schon mein Rack umgebaut. :S Das minimale Summen des Trafos hatten sie im Test auch erwähnt.

    Ich freue mich schon tierisch auf meine neue Röhre. Das wird eine spannende Zeit.


    Viele Grüße und einen schönen Sonntag.

    Philip

  • Moin Leute,


    wenn es um Brumm - Eintreuungen geht, hilft Abschirmen meist nicht viel, es sei denn es wird Mu - Metall verwendet. Dies darf dann , nach dem Ausglühen, auch nicht mehr gebogen werden... Ist also kompliziert zu verarbeiten.


    Kurz: Bei Brumm hilft nur Abstand.


    Liebe analoge Grüße vom Winnie.

    Liebe analoge Grüße von Winnie.


    Thorens TD 1601 mit TAS 1600, K&K Lundahl LL 1931, EAR 834P - Clone,

    als analog oder digital Logitech Media Server mit Allo Boss2,

    weiter auf Reisong A12, Klipsch RP-600M.

  • hilft Abschirmen meist nicht viel

    Moin!


    'viel' müsste man im Einzelfall definieren. Mu-Metall ist natürlich am besten, aber auch normales Eisenblech bringt schon was. Habe ich nicht zuletzt früher auch im Forschungslabor bei empfindlicher Elektronik angewendet. Alu bringt z.B. nur als statischer Schirm etwas.


    ZUden kommt es sowieso zuerst einmal darauf an, wie stark der verwendete Trafo überhaupt magnetisch streut. Da gibt es große Unterschiede.


    Bei der LP33 streut jedenfalls nichts ein, auch wenn NT und Elektronik direkt nebeneinander oder übereinander stehen. Habe ich probiert.


    Der Signal-Geräuschspannungsabstand der LP33 ist in der Praxis überdurchschnittlich gut, verglichen mit mancher anderen Röhrenphono, die ich kenne.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Moin Jo,


    meist ist es ja so, das eigene Netzteil, ob nun intern oder extern, sollte ja in die Auslegung einbezogen sein, meint sollte dem Gerät nichts anhaben.


    Meist sind es Nachbarn untereinander, die sich dann gegenseitig stören.


    Und ja, es stimmt Eisenblech ist schon besser als Alufolie. Aber, wenn nur ein Stück Blech dazwischen steht, dann ist es weit weniger wirksam, wie ein magnetischer Kurzschluss, also Eisen was drum

    herum gemacht ist. Es gibt also so und so große Unterschiede beim Abschirmen. Meint auch, ein Mu - Metall sagt nichts über die Qualität der Abschirmung aus.


    Ich habe in meinem Berufsleben Ströme im 10 fA - Bereich (10 hoch minus 14 A) gemessen. Mir braucht da keiner was erzählen.


    Aber die heutigen Anforderungen im Audio - Bereich sind ja auch nicht so ohne. War man früher mal mit 60 dB Störabstand zufrieden gewesen, so ist man heute von der Digitaltechnik sehr verwöhnt.


    Liebe Grüße und nichts für Ungut vom Winnie.

    Liebe analoge Grüße von Winnie.


    Thorens TD 1601 mit TAS 1600, K&K Lundahl LL 1931, EAR 834P - Clone,

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  • Hallo zusammen!


    Der Line Magnetic ist heute bei mir eingetroffen. Ich habe auf die Schnelle etwas Platz im Rack gemacht und momentan läuft er sich warm und lässt die erste Platte erklingen.

    Ich werde bald mehr zu meinen Eindrücken schreiben, wenn sich das Gerät eingespielt hat und ich mich eingehört habe.


    Viele Grüße

    Philip

  • Klasse :thumbup:


    Sieht Absolut Amtlich aus, gutes gefühl hab ich auch, kann also nix mehr schief gehn :)


    gruß

    volkmar



    ps..gibts schon eine (geplante) besondere verkabelung?

    pps..gut einspielen lassen!

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Danke, Jo!

    Auf jeden Fall lässt es sich jetzt schon sagen, dass er besser (für meine Ohren) klingt als mein EAR-Clone. Die Bässe sind nicht so aufgedickt; dafür sind Höhen besser ausgeleuchtet. Und die sogenannte Impulstreue/Impulshärte hat erheblich zugenommen. Es gibt jetzt mehr HiFi bei gleichzeitigem Genuss von Röhren.


    Viele Grüße

    Philip

  • Guten Tag!


    Hier kommen, wie angekündigt, meine Eindrücke zu meiner neuen Röhren-Phono-Vorstufe Line Magnetic LP-33:

    Ich höre jetzt zwei Tage intensiv mit dem neuen Gerät. Das ist erst mein zweites Röhrengerät und folglich habe ich keine großen Erfahrungen mit solchen Komponenten. Bis Sonntag habe ich noch mit einem EAR Clone von Douk Audio gehört.

    Meine beiden Röhren-Phono-Vorverstärker unterscheiden sich in der klanglichen Abstimmung deutlich voneinander. Der EAR Clone hat eine erhebliche Anhebung im Bass und recht stark abrollende Höhen. Das gibt ihm einen warmen Klang. Der LP-33 hat für meine Ohren eine minimale Bassanhebung und die Höhen sind besser ausgeleuchtet - aber immer noch nicht beim besten Willen überbetont. Die Abstimmung des LP-33 ist für mich stimmiger.

    Was mir bei meinem EAR Clone immer negativ aufgefallen war, ist, dass die sogenannte Impulshärte fehlte. Es klang alles etwas schwammig. Je nach Musikauswahl fiel das mehr oder weniger auf. Singer/Songwriter oder instrumental spärlich besetzte Musik klang ganz ansprechend mit dem EAR Clone. Wurden allerdings die Instrumente mehr, die Musik schnell oder es wurden viele schnelle Noten gespielt, verschwamm alles ein Stück weit. Das Problem hat sich mit meinem neuen Phono-Vorverstärker jetzt erledigt. Auch bei großen Besetzungen lässt sich nun jedes Instrument sehr gut verfolgen - dennoch hat es den Charme der Röhre behalten. Natürliche Instrumente und Stimmen sind eh eine Wucht. Aber auch das Schlagzeug macht jetzt mehr Peng und die Töne verschwimmen nicht so ineinander.


    Nun gut, der EAR Clone kostet ja auch nur einen Bruchteil des LP-33. Wie schlägt sich der Line Magnetic denn gegen meinen heißgeliebten Lehmann Silver Cube? Hier fällt mein Urteil jetzt nicht mehr so eindeutig aus. Für mich ist der Lehman ein nahezu perfekter Phono-Vorverstärker. Jede Musikrichtung, die sich bei mir im Plattenregal findet, gibt er sehr, sehr gut wieder. Bei mir spielt er noch exakter als der LP-33. Alles ist nochmal ein Stück straffer. Dies fällt mir zum Beispiel einigen Platten von Zappa, elektronischer Musik oder schnell gespielten Metal-Platten auf. Hier hat der Lehmann für mich die Nase vorn.

    Jazz, Jazz-Rock, alte Rockplatten, Singer/Songwriter, Kraut.... gibt der LP-33 mit so viel Charme wieder, dass er hier auf Augenhöhe spielt. Welchen der beiden Phono-Vorverstärker ich dann nutzen möchte, hängt von meiner Lust und Laune ab. Beide machen da sehr viel Spaß.


    Mein Fazit:

    Der Kauf des LP-33 war ein guter. Genau die Alternative zum Lehmann habe ich mir gewünscht. Ich denke, mit dem LP-33 werde ich lange glücklich sein. Es brummt oder rauscht nichts. Und es macht einfach nur sehr viel Spaß den ganzen Abend damit Musik zu hören.


    Das Ganze sind natürlich nur meine persönlichen Eindrücke. Gehört wurde übrigens mit einem Ortofon Cadenza Bronze und einem NAT MC XX Übertrager.


    Danke für eure Tipps, angebotene Hilfe und natürlich Juergen für den LP-33.

    Viele Grüße

    Philip

    Einmal editiert, zuletzt von Philip69 ()

  • Meine beiden Röhren-Phono-Vorverstärker unterscheiden sich in der klanglichen Abstimmung deutlich voneinander. Der EAR Clone hat eine erhebliche Anhebung im Bass und recht stark abrollende Höhen. Das gibt ihm einen warmen Klang. Der LP-33 hat für meine Ohren eine minimale Bassanhebung und die Höhen sind besser ausgeleuchtet -

    Moin Philip,


    freut mich, wenn es dich zufrieden macht, einfach Klasse.


    Ich selbst betreibe eine EAR, und was du da über sie sagst, kann ich nur in Grenzen nachvollziehen.


    Ich habe an meiner recht viel probiert und auch verändert, halt Bauteile wie Koppelkondensatoren, Folien - C's paralllel zu den Elkos oder Glimmer in der RIAA - Entzerrung, oder diese selbst (Dimensionierung) und nicht zuletzt durch die Wahl der Röhren. Diese Änderungen habe ich ja nicht ohne Grund gemacht.


    Eine EAR ist halt doch keine EAR. Es kommt, wie überall, auf die "inneren Werte" an.


    Beim Original wurde ja auch "etwas" vereinfacht. Und bei den Nachbauten ist noch weniger klar, was eingebaut ist.


    Liebe anaologe Grüße vom Winnie.

    Liebe analoge Grüße von Winnie.


    Thorens TD 1601 mit TAS 1600, K&K Lundahl LL 1931, EAR 834P - Clone,

    als analog oder digital Logitech Media Server mit Allo Boss2,

    weiter auf Reisong A12, Klipsch RP-600M.

  • Hallo Winnie!


    Erst mal vielen Dank für deine freundlichen Worte. :)


    Dass deine EAR nicht die Schwächen hat, die sich bei mir zeigten, denke ich mir. Du hast ja auch kräftig mit Sachverstand Hand angelegt. Und dass da noch einiges rauszuholen ist, möchte ich auf gar keinen Fall abstreiten. Meine Beurteilung bezog sich ja auch auf mein unmodifiziertes Modell. Wie klang dein Modell bei dir denn vor deinen Eingriffen? Das muss ja auch nicht perfekt gewesen sein, sonst hättest du ja nicht so viel Arbeit hineingesteckt.


    Viele Grüße

    Philip

  • Hallo Philip und Winnie,


    ich kann die Einschätzung von Winnie unterstützen, kommt auf die Zutaten an,


    jede ist anders, meine komplett handgestrickt, ext. Röhrengleichrichten, als Koppler KP1832 (die bringen Luftigkeit) und achtern Mundorf Supreme, Röhren ECC83 Telefunken und achtern ECC802s Telefunken, direktgekoppelt.


    Da wirkt nichts müde oder im Bass schwammig, aber kräftig mit prima Durchzeichnung. Könnte ich gut mit hören.


    Habe aber nun eine andere Favoritin. Weniger Bauteile, kein Kathodenfolger. Hat noch mehr Antritt und Farbe. Tja.