Neuer Verstärker, neue Lautsprecher? Ich bitte freundlich um Beratung

  • Ich gebe zu bedenken, mehrmals am Tag an und aus, da würde ich nicht zu einer Röhre greifen. Ansonsten hat ein Freund von mir die Roger Lautsprecher an einem Octave V50 laufen.


    Gruß

  • Von Lavardin kann ich nur abraten, in meine Ohren nichts für Dynamik und Bass, eher das Gegenteil. Das Gleiche würde ich mit etwas Abstrichen für Sugden sagen. Beide spielen Tonal schön, haben aber nicht Dynamik und Basskontrolle und Druck erfunden. Ich hatte mal einen Primare A 30.1 hat mir überhaupt nicht gefallen, klang nach Hifi nicht nach Musik, wenn du weißt was ich meine.

    Gruß Horst

  • Lese seit Jahren hier eher nur mit, bin aber über dieses Thema gestolpert, habe mich selber in letzter Zeit lange mit Sub/Sat in einem ähnlich grossen Raum beschäftigt inklusive Lautsprecher Selbstbau und möchte einige eventuell ketzerische Anmerkungen in den Raum werfen.

    Bei Hifi Selbstbau wurde die LS3/5A gründlich vermessen:


    https://www.hifi-selbstbau.de/…precher/472-rogers-ls-35a


    Da fallen mir Dinge auf, die beim Ankoppeln eines Subwoofers wichtig wären.

    Obwohl der Frequenzgang nach unten schön abfällt, ist da bei etwas über 100Hz eine leichte Überhöhung im Frequenzgang. Das gleiche macht man bei "Obertonsubwoofern", den kleinen Kistchen von Bose und Co, damit macht man den "warmen" Sound bzw. kaschiert Schwächen im echten Tiefbass, der hier physikalisch nicht geht. Mir ist so ein Buckel auch bei einer selbstgebauten Box reingerutscht - ich habe letztendlich mit professioneller Unterstützung das ganze in der Weiche weggefiltert, was besser, aber noch lange nicht gut war. Bei der LS3/5A liefe diese Filterung auf eine komplette Neukonstruktion der Weiche hinaus, und die Bauteile gingen dann auch nicht mehr in das kleine Gehäuse.

    Wenn man also den Schritt zum Subwoofer geht, dann sollte man den mit aller Konsequenz gehen: Raum vermessen, um festzustellen wo Raummoden sind, und dann Trennung und Phasenkorrektur über DSP. Da ist heute viel möglich.

    Allerdings bleibt man im Signalweg nicht mehr analog.

    Es gibt heutzutage einige Verstärker, die entsprechende Einmessmöglichkeiten anbieten. Vielleicht kann man sich sowas mal ausleihen und ausprobieren.

    Mir fallen da Yamaha R-N803 mit dem aus dem Heimkinobereich üblichen YPAO ein, aber auch der Nubert X-Amp mit einem bis 500Hz wirksamen Einmesssystem über Iphone, der kleine Elac EA101 EQ mit einem ebenfalls bis 500Hz wirksamen Einmessystem über Differenzmessung per Smartphoneapp oder eine Preisklasse höher Systeme mit Dirac. Da bekommt man dann direkt ein neues Hobby dazu ;-)

    Ich nutze YPAO im Heimkinobereich und die Elac APP für einen Subwoofer und das funktioniert beides ziemlich gut.

  • Hatte auch mal einen LS3/5 Lautsprecher. So gut der bei manchen Genres ist, bei sinfonischer Musik a la Bruckner fand ich ihn unbrauchbar und habe lieber zum Kopfhörer gegriffen. Und auch der vom TO geschätzte Triphop dürfte von etwas mehr Basspotenz erheblich profitieren.


    Wie wäre es mit einer Harbeth Compact 7? Die passt zum eher kleinen Hörraum und kombiniert den LS3/5 Feinsinn mit deutlich mehr Druck im Bass. In Sachen Bruckner wäre das allerdings immer noch ein Kompromiss. Wenn es richtig gut werden soll, braucht es wohl noch mehr Membranfläche.

  • Hallo Vox ( Volker )


    Auf Grund deiner bisherigen Schilderungen kann ich mir vorstellen, welchen Klang du bevorzugst. Ich schlage dir einen Martin Logan Elektrostaten vor.

    Ich habe mal einen Monolith 3 mit Aktivweiche und eingebauten dyn Bass gehabt.

    Toller Klang , tonal richtig , sehr räumlich , sehr luftig und frei.

    Am besten ist der Elektrostat sehr hoch und sehr breit. Bestenfalls kommt dann das Klangbild mannshoch auf einen zu. Das holographische Klanggeschehen ist einmalig

    Da kommt kein britischer Monitor Lautsprecher mit.

    Diese sind mir zu sehr auf die Mitten konzentriert

    In der Regel wenig Bass und in den Höhen lässt man den Pegel sanft abfallen , damit es

    gefälliger wirkt.


    Ich hätte den Monolith heute noch , wenn ich nicht mittlerweile LS mit hohem Wirkungsrgad bevorzugen würde ( ab SPL 96 dB )

    Mit so einem grossen Elektrostaten kann man auch gut Rockmusik hören.

    Ich hab damit damals auch hin und wieder richtig knallen lassen

    da war nix verzerrt oder so


    die Logans kann man oft sehr günstig gebraucht kaufen

    Das Folien wechslen ist auch nicht so teuer


    Von Subwoofern rate ich ab. Die sind nur schwer zu integrieren.

    Da muss man sehr viele Verstellmöglichkeiten haben etc

    und dann wirds auch schnell wieder teuer

    Das kann man in anderen Threads hier endlos nachlesen

  • in audiomarkt und ebay klein gefunden


    Martin Logan


    Vantage neue Folien 3400 ( NP 8000 )

    Summit x 5600 ( NP 17900 ) Knaller Angebot

    ich glaub der Bass ist aktiv

    vor 10 Jahren Spitzenmodell


    Summit 4300

    Summit x 7999


    gibt auch kleinere Modelle


    die Logans sind durchsichtig , deshalb wirken selbst die grossen Modelle nicht wuchtig

  • Hallo zusammen,


    eine Bitte vorab: die LS3/5a nicht abgeben. Wer ein gutes Paar hat sollte es behalten.


    Zum Verstärker: Wenn ich was neues kaufen wollen würde, dann nur noch "Class D" oder ähnlich. Ein Gerät mit einer (sehr) guten Energieeffizienz. Meist gibt es das als Endverstärker, hier im Forum gab es Berichte zu XTZ, usw. Es gibt da mittlerweile ein ordentliches Angebot, nicht nur von dieser Marke. Für den gewünschten"Schmelz" kann eine gute Röhren basierte (Phono-) Vorstufe sorgen. Das verbraucht nicht viel Leistung aus dem Netz. Es gab da vor ein paar Jahre mal was schönes von EAT und/ oder von Quad.


    Muss naturlich passen zu deine Lautsprecher, daher is ausprobieren angesagt. Eventuell auch mal andere probieren. Das macht unser Hobby auch aus (für viele hier).

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

    Dit is een lied over een plant, een groene plant, een mooie plant ...

  • wenn das Zimmer nur 18 qm, kommt ein grosser Eelektrotat nicht in Frage


    dann nimm aktiven Geithain

    klingen sehr gut und sehr neutral und ausgewogen

    versch Modelle für versch Hörabstände

  • Liebe Leute,

    vielen Dank für die vielen konstruktiven Antworten! Das hilft sehr. Mir wird es nicht gelingen, auf alles einzugehen.


    Vorweg: Ich habe nicht vor, die kleinen LS 3/5a zu verkaufen, in diesem Leben nicht mehr. Es ist übrigens erstaunlich, wie oft man beiden diesen Boxen hört, dass man sie keinesfalls verkaufen sollte. Andere Lautsprecher sind vielleicht mal ein Thema, wenn es um besagte Körperhaftigkeit und klangliche Substanz geht - aber wenn, dann nur als zweites Paar. Erstmal werde ich aber mal die Option mit dem aktiven Subbass testen. Leider sind die Graham Teile hier in der Gegend derzeit nicht in Vorführung, aber es scheint gute Alternativen zu geben. Vielleicht ist da auch was Gebrauchtes möglich, z. B. von Audiodata oder Audio Physic. Ein bisschen mehr „Substanz von unten“ dürften doch auch der 3/5a nicht schaden und dabei helfen, auch Großorchestrales zu hören. Elektrostaten wären übrigens cool, aber den Platz habe ich nicht.


    Die Verstärkung ist wohl derzeit der eigentliche Ansatzpunkt. Da gibt es viele Optionen. Nachdem, was ich in euren Beiträgen so lese, und auch nach Gesprächen heute, denke ich derzeit in Richtung Röhren. Denn weiterhin lege ich großen Wert auf Farben und Nuancen, und es wird ja auch Röhrenendstufen geben, die auch Dynamik und höhere Lautstärken können.


    Drei konkrete Fragen habe ich: Es gibt offenbar unterschiedliche Meinungen zur notwendigen Leistung von Verstärkern. Bei den Freunden leistungsstarker Endstufen ist die Rede von Kontrolle und Souveränität, welche die Leistung erzeugen würde. Anderen Leuten (insbesondere den Freunden von manchen Röhrenverstärkern) scheint dies egal zu sein. Was genau steckt dahinter?


    Zweitens, daran anschließend: Was spricht eigentlich gegen eine Hybridlösung (außer, dass sie vielleicht ein bisschen stillos ist)? Mit einem klangschönen Vorverstärker und leistungsstarken Transistoren hätte man ja vielleicht das beste aus beiden Welten?


    Und drittens, nun wieder bei den Transistoren: In einem Beitrag klang das Thema Energieeffizienz ja schon an. Sind Class A Verstärker (wie etwa die ECL-Reihe von Electrocompaniet) so ineffizient, dass man den höheren Verbrauch ernsthaft auf der Energierechnung spürt?


    Einmal mehr danke ich freundlich für eure Anmerkungen, Volker

    Gruß,
    Volker

    Einmal editiert, zuletzt von vox ()

  • Hallo Volker,


    was Verstärker-seitig möglicherweise auch noch interessant sein könnte, wäre ein: https://www.luxman-deutschland…vollverstaerker/l-505uxii

    Dazu gibt es hier - lies gerne selbst: Erfahrungsbericht Luxman L-505 uXII an Tannoy Stirling GR


    Der Amp hat Kraft und Punch, aber eben auch schöne Klangfarben und ist vom Grundklang her, eher etwas wämer abgestimmt, was ja vermutlich in Deine gewünschte Richtung geht.

    Den LS 3/5a dürfte er ein gewisses Volumen verleihen/entlocken - ein Versuch (vlt. mal beim Vertrieb nach einem Leihgerät (an-) fragen), wäre es bestimmt wert.


    Und der Verstärker hat Leistung(-sreserven) - siehe Datenblatt; der Stromverbrauch dagegen (da im Class-A/B - Betrieb arbeitend), dürfte sich im Vergleich zu einem überwiegend oder nur im Class-A Modus arbeitenden Verstärker (den/die Luxman aber übrigens auch im Portfolio hat), in Grenzen halten.


    Beste Grüße (und viel Spaß weiterhin beim Hören symphonisch-klassischer Werke + Jazz - genau auch meine Hörpräferenzen - bei mir mit LS von Spendor)

    Bernhard

  • Mach einfach nichts und hör weiter Musik. Es wird nicht besser, wenn du punktuell irgendwo Geld reinsteckst. Und Bruckner in 18 qm geht nicht. Dafür Kauf dir einen feinen Kopfhörer mit einem passenden Verstärker - Stax ist für Klassikhoerer die richtige Adresse. Wenn du Subwoofer möchtest, schau bei Neumann/ Klein& Hummel. Die haben gute und gut einmessbare Subs, die dir bitte vom Händler justieren lässt. Aber erwartenicht zu viel - die 3/5 ist das Richtige für kleine Räume oder du erwirbst aktive Lautsprecher, die auf den Raum eingesessen werden können.

    Just mal 2p

    B

  • Was ist eigentlich das Problem mit diesen 18 qm? Für ein Arbeitszimmer ist das doch gar nicht so klein. Wohnen hier alle in Schlössern und hören fußballfeldgroßen Sälen?

    Gruß,
    Volker

  • Ich habe Rogers ls3/5a 15Ohm an verschiedene Verstärker angeschlossen, Denon PMA A110, NAD M33 sowie lyngdorf 3400 und gehört,

    M33 kam überhaupt nicht klar mit 15Ohm, klang kraftlos, ohne Druck

    Denon mehr Druck, aber null Basskontrolle, Lyngdorf hat mir von den 3 am besten gefallen, aber es war sehr steril, noch deutlich besser klingt es bisher an meinem Accuphase E-650, einfach wow! Von leise bis laut! So viel Druck, so viel Feingeist und klingt in der Summe hörbar räumlicher als mein Rogers Studio 1 (ohne a)


    Ich habe ls3/5a zufällig erst vor ca 2 Jahren entdeckt, nachdem ist diesen Test gelesen habe:

    https://pia-hifi.de/wp-content…s/image_06-2018_E-650.pdf


    Und das beste war, dass mich die Rogers ls3/5a nur 700€ gekostet hat, ohne Schrammen, optisch ziemlich guter Zustand.


    Von daher rate ich auch, die Schuhkartons ne Chance zu geben. :) mit einem passenden Verstärker klingt es superb!

  • Hallo Volker

    Frage, warum haben deine Boxen soch eine Kultstatus ? Warum geben Hörer so viel Geld aus für soche " Kinderschuhkartons " ? Warum üben kleine 2 Wegkonstruktionen solch eine Faszination aus ? Weil......ja weil sie genau das machen was sie können. Wenn darüber geredet wird, sie machen zu wenig Bass, nun, in welcher Relation zum übrigen Musikgeschehen ? Alle kleinen 2 Wegboxen haben diese Eigenschaft unglaublich homogen zu klingen weil sie das was sie nicht können schlicht und ergreifend weglassen. Soviel meiner Meinung nach zum Subwoofer.

    Eine sorgfälltige Aufstellung, möglichst weit von Rück- und Seitenwand. Eingewinkelt, so das du die Innenseiten der Box nicht mehr sehen kannst. Hörabstand deutlich geringer als Basisbreite ( Nahfeld, Kopfhörermodus ) Solide Ständer möglichst aus massiven Holz.

    Gute Erfahrungen mit leichten Boxen habe ich gemacht sie von oben zu beruhigen.

    Eine 5 Kilo Platte auf den Speakern da hört man deutlich Unterschiede.

    Hier wurde geschrieben, Bruckner auf 18 qm geht nicht. Wenn das stimmen würde ginge es mit 50 qm auch nicht. ( Konzertsaal ) Dann dürften Orgeln die in Kirchen stehen überhaupt nich in Wohnräumen realisierbar sein. Life geht nun mal nicht mit HIFI. Wohl aber die Illusion.

    Habe selbst nur einen 13 qm. großen Hörraum und glaube mir, Bruckner auch Mahler werden glaubhaftig dagestellt.

    Zum Verstärker

    Da wird dir jeder etwas anderes raten, deshalb hier keine Empfehlung.

    Zuletzt, Laut wird oft mit Qualität gleich gesetzt. Umgedreht wird ein Schuh draus.

    Eine kleine hochwertige Kette spielt ihre Vorteile auch mit Zimmerlautstärke voll und ganz aus. l.g. werner

  • Ja mein Verstärker hat auch nur 30 Watt, aber spielt bei leise Lautstärke schon sehr schön. Als Subwoofer würde ich B&W ASW 608 empfehlen, kostet nichts und harmoniert gut. Aber ich höre ganz selten mit Subwoofer.

  • Moin!

    Klar gesagt: Ich werde die 3/5a nicht weggeben, sie bleiben in der Kette. Ich könnte mir irgendwann ein zweites Paar Ls vorstellen. Günstig gebraucht gibt es inzwischen öfter mal die Audiodata Elance, die mir früher gut gefielen, aber unerschwinglich für mich waren. Aber das ist nicht prioritär.


    Kurze Zusammenfassung des Standes: Ich suche vor allem den passenden Verstärker für meine Harbeth-Boxen.

    Zudem werde ich gelegentlich ein Subbass-System ausprobieren (hat keine Priorität). Ein Thema wird auch der Plattendreher sein, da ist's bei mir derzeit noch ein alter P3, aber das Fass mache ich später mal auf.


    Beim prioritären Thema Verstärker bin ich weg von Transistor-ClassA-Verstärkern, da die Stromkosten erheblich zu sein scheinen (ich hatte da z.B. mal einen Electrocompaniet Ecl-4 auf dem Schirm, aber zu teuer im Verbrauch). Ich gucke vor allem nach einem Klimo-Merlin (und sehe da auch ganz gute Chancen) und passenden Endstufen. Vorstellbar wären auch Rogers E20a oder E40a, die aber selten sind und mir auch überteuert erscheinen. Derzeit ist irgendwo einer im Angebot, der überm damaligen Neupreis kostet.

    Gruß,
    Volker